Heimatverein Sendenhorst 1925 e.V.
Heimatverein Sendenhorst 1925 e.V.

Menü

Liederheft komplett

Winter gaoh to! (Hochd.:Winter ade!)


Winter, gaoh to!
Dann sin ick froh .
Denn wann de Winter geiht,
wu sick min Hiärt dann freit!
Winter gaoh to!
Dann sin ick froh.
Winter, gaoh to!
Gäme vegiätt ick di,
Winter is nicks för mi.
Winter gaoh to!
Dann sin ick froh.
Winter, gaoh to!
Dann sin ick froh.
Mäcks di noch baoll harut,
lacht di de Kuckuck ut.
Winter gaoh to!
Dmm sin ick froh.
 

Inhalt

 

 

Moderspraok, wat klings du sööt!

Melodie: Keinen Tropfen im Becher mehr...


Moderspraok, wat klings du sööt!

Häör ick diene leiwen Wäör
küern up de Straoten,
is mi jüst, äs lägg ick warm
wier äs Kind in Moders Arm,
:,: föhl min nich verlaoten. :,:

Äs du in de iärsten Daag’
laggs äs söte  Blag,
in dien Trallgenbettken, 
kuert de Moder dütt un dat
ümmer blaus dat leiwe Platt,
:,: di slaog froh dat Hiärtken. :,:

Fröggs du di: Wat maak ick dann,
lacht mi äs son Wichtken an,
in de Back en Külken?
Plattküern moß du met de Dän, 
dann häbbt se di naomaol so gään,
:,: giff di faorts en Mühlken. :,:

Bin ick in ’ne frümede Stadt,
hör ’k  up eenmaol usse Platt,
wat sin ’k dann verschrouken! 
Ach, so sööt de Wäörde singt,
un ut’t Kinnerland wier klingt
:,: miene Heimatklocken. :,:

Is de Spraok auk manks lück butt,
ach, se mein’t met ju so gued,
viël kann se ju  lähren.
Drüm büs in den kleinsten Hook,
küert mi usse Moderspraok,
:,: hollt se haug in Ähren. :,:

Inhalt


Met de frechen grauten Schnuten (Als die Römer frech geworden...) aus dem Lippischen übersetzt ins Münsterländische
 

Met de frechen grauten Schnuten, 
Simserim,sim sim sim sim, 
kaimen maol viel Kärls van buten,
Simserim,sim sim sim sim,
ächten ut Italien an,
täterä täterä,
Vöürne ritt so'n grauten Mann,
täterä täterä,
De Quintilius Varus,
wau wau wau wau wau wau,
De Quintilius Varus,
Schnederäng täng,schnederäng täng,
Schnederäng täng, teräng täng täng.


Äs se nu in't Lippschke kaimen
Simserim,sim sim sim sim,
kreeg'n se Hunger unnern Raimen,
Simserim,sim sim sim sim,
Daiper göng et düör den Dreck,
täterä täterä,
un se kreegen nix äs Speck,
täterä täterä,
un so'n biëtken Water,
wau wau wau wau wau wau,
un so'n biëtken Water,
Schnederäng täng,schnederäng täng,
Schnederäng täng, teräng täng täng.


In den grauten Lippschken Holt, 
Simserim,sim sim sim sim,
Gong de Wind so unwies kaolt,
Simserim,sim sim sim sim,
Kraien flüögen düör de Lucht,
täterä täterä,
un ät was so'n laigen Duft,
täterä täterä,
äs van dauden Mensken,
wau wau wau wau wau wau,
äs van dauden Mensken,
Schnederäng täng,schnederäng täng,
Schnederäng täng, teräng täng täng.


Dao up eenmaol van de Höchten,
Simserim,sim sim sim sim,
fong ät grülik an to löchten,
Simserim,sim sim sim sim,
Hiärm, de greep de Römer an,
täterä täterä,
kreeg sik jüst denn gröttsten Mann,
täterä täterä,
staak em up de Fuorke,
wau wau wau wau wau wau,
staak em up de Fuorke,
Schnederäng täng,schnederäng täng,
Schnederäng täng, teräng täng täng.

Un dann fong'se an to laupen,
Simserim,sim sim sim sim,
All' düörneen in eenen Haupen,
Simserim,sim sim sim sim,
Driewwen all in eenen Kolk,
täterä täterä,
dat dat ganße Lüsevolk,
täterä täterä,
mogg dao drin versupen,
wau wau wau wau wau wau,
mogg dao drin versupen,
Schnederäng täng,schnederäng täng,
Schnederäng täng, teräng täng täng.


Varus kreeg 'n grauten Schrecken,
Simserim,sim sim sim sim,
"Kinner, wi doot nu verrecken,
Simserim,sim sim sim sim,
Titus krigg dien Schwert haruut,
täterä täterä,
stiäks mi ächten düör de Huut,
täterä täterä,
midden in denn Pansen,
wau wau wau wau wau wau,
midden in denn Pansen,
Schnederäng täng,schnederäng täng,
Schnederäng täng, teräng täng täng.


Kiärls van düssen grauten Troppe,
Simserim,sim sim sim sim,
eenen met so'n hellen Koppe,
Simserim,sim sim sim sim,
was van de Avkaoterie,
täterä täterä,
un denn kreegen's lebännig daobi,
täterä täterä,
up de Piwitzheide,
wau wau wau wau wau wau,
up de Piwitzheide,
Schnederäng täng,schnederäng täng,
Schnederäng täng, teräng täng täng.

Düssen Kiärl den gongt an't Liäder,
Simserim,sim sim sim sim,
he verdaint et auk nich biärter,
Simserim,sim sim sim sim,
Kreegen em bi't Kamisol,
täterä täterä,
staken em up'n spitzen Paol,
täterä täterä,
un se drai'n ne ümme,
wau wau wau wau wau wau,
un se drai'n ne ümme,
Schnederäng täng,schnederäng täng,
Schnederäng täng, teräng täng täng.

Äs dat Slaon nu was an'n Enne,
Simserim,sim sim sim sim,
woschk sik Hiärm nu siene Hänne,
Simserim,sim sim sim sim,
raip dann:"Kuemt äs maol hierhän,
täterä täterä,
un dann kaim dat ganße Heer,
täterä täterä,
un fong an to supen,
wau wau wau wau wau wau,
un fong an to supen,
Schnederäng täng,schnederäng täng,
Schnederäng täng, teräng täng täng.

Beer gaff et un Schwieneschinken,
Simserim,sim sim sim sim,
auk de Wiewer mössen drinken,
Simserim,sim sim sim sim,
Un Tusnelda un iähr Mann,
täterä täterä,
süepen sik een' Lüttken an,
täterä täterä,
dat ät män so siesket,
wau wau wau wau wau wau,
dat ät män so siesket,
Schnederäng täng,schnederäng täng,
Schnederäng täng, teräng täng täng.


Kaiser Justus satt bi't Iärten,
Simserim,sim sim sim sim,
Poggelbeen wull jüst he friäten,
Simserim,sim sim sim sim,
dao kaim nu de Naoricht an,
täterä täterä,
dat sien Heer met Ross un Mann,
täterä täterä,
wörn bi de Stiärtpoggen bliewen,
wau wau wau wau wau wau,
wörn bi de Stiärtpoggen bliewen,
Schnederäng täng,schnederäng täng,
Schnederäng täng, teräng täng täng.

"Varus" raip he "leiwer Vedder", 
Simserim,sim sim sim sim,
"giff mi de Soldaoten wier,"
Simserim,sim sim sim sim,
Doch sien Sklave Jüsken Schmett,
täterä täterä,
raip van buten dür't Stanket,
täterä täterä,
De sin all schon daud,
wau wau wau wau wau wau,
De sin all schon daud,
Schnederäng täng,schnederäng täng,
Schnederäng täng, teräng täng täng.

Un to Är van düsse Saaken,
Simserim,sim sim sim sim,
Daien wi us 'nen Denkmaol maken,
Simserim,sim sim sim sim,
Dat dat schööne Lippschke Land,
täterä täterä,
Wuor in alle Welt bekannt,
täterä täterä,
Un so is't auk kuemen,
wau wau wau wau wau wau,
Un so is't auk kuemen,
Schnederäng täng,schnederäng täng,
 

Inhalt

Möppkenbraod - Lied über ein münsterländisches Nationalgericht. von Tönne Vormann


Refrain: Doh mi män Möppkenbraod, dann hätt et kiene Naod; ne Panne vull un graot, vant schöne Möppkenbraod. Häbb ick män Möppkenbraod, dann bliewt de Backen raod, dann hät et keine Naod bis an den Daod. Dat wull!

Wat iätt de Mensk an dusend Saaken;

Wu lecker döt son Braoden schmaken;
Un auk ne Mettwuorst,rund un stief,
in nich dat Schlechste för dat Lief:
Un auk westfölschke Schinkenplacken
Laot nett sick up dat Schwattbraod packen - 
Doch all dat Wiärks, et iss'n Malör, 
de fienen Saken haolt nich Vüör.

Refrain:
Doh mi män Möppkenbraod, dann hätt et kiene Naod; ne Panne vull un graot, vant schöne Möppkenbraod. 
Häbb ick män Möppkenbraod,dann bliewt de Backen raod,dann hät et keine Naodbis an den Daod. Dat wull!

Bi't Schlachten, dat draffs nich vergiäten,
moß Du dat Schwien in't Hälsken stiäken;
dann schütt dat schöne Bluot in Napp
daobiwedt ümrüöhrt, nich so knapp.
Döhs Du't met Roggenschrot vermischken, 
/un Stückskes Speck dann noch detüschken,
in Büedellöß Du't kuorken 
dann is feddig sägg sodann de Mann:

Refrain

De Welt is niärrschk, wu kann't süss sien;
de Dokters küert van Medizin;
döet Di de Buek vör Schmacht äs weh,
dann säggt se:"Kalorien Cl"
Dat Wiärks iss daobie män so klein;
Teihndusend gaoht in Hoot för't Naihn.
Döet mi de Buek vör Schmacht äs weh,
dann flait ick gän up Bun C:

Refrain

In Hiärwst, wann vull sind Pött un Schüern,
dann doet de Teddos Namsdag fiern.
De Teddo Rierink, dat is waohr,
de fiert nu all füfftig Jaohr.
Sein Wief, met Zittern un met Bieewern,
wull Teddo gäen en Mülken gieewen, 
dao sagg he iähr:"Laot dat män sien; 
giff mi män leiwer wat von't Schwien: 

Refrain
 

Inhalt

Mien Mönsterland - Mein Münsterland | Text: Friedrich Castelle Musik: Tönne Vormann 


Wiede Kämp un hauge Hiegen,
Bieken blänkert dör dat Grön,
Rausenruek flügg mi entgiegen, -
Mönsterland, wat büs du schön!
Mönsterland, wat büs du schön!

Alle Lü so krapp un kräftig,
all an Sinn un Iärs sick gliek,
all in Spraok un Dohn so däftig, -
Mönsterland, wat büs du riek!
Mönsterland, wat büs du riek!

Sin dör vielle Länder strieken,
dusend Frönn un freiden harr’k,
Tratt för Tratt häbb’k trüggeskieken, -
Mönsterland, wat büs du stark!
Mönsterland, wat büs du stark!

Un wenn’t Liäben üm mi stürmde,
in de dullste Lust ick glaiw,
ick gong daud doch in de Früemde, -
Mönsterland, wat häbb’k di laiw!
Mönsterland, wat häbb’ di laiw!
 

Sennhuorst Toni Schmedding-Elpers (Melodie: Keinen Tropfen im Becher mehr)


Sennhourst, leiwe Fuselstadt, 
Häs all brannt so männig Fatt 
Besten „Aollen Klaoren", 
Rullst willkuemen dör de Welt, 
Weil dien Schnaps so guett gefäöllt 
All siet langen Jaohren.

Wiet büs üöwer't Mönsterland 
Is dien Josef-Stift bekannt, 
Holp so viellen Kranken. 
Häs du bruoken Aarm aor Been, 
Hier, dao liems di't wier bineen, 
Viell wiet dat to danken.

Wenn een lamm aor Krueppel is, 
Doktor Lintel helpt gewiss, 
Krigg se wier to gange. 
Ut de Bundesrepublik Autos 
—manks an diärtig Stück
-Stoaht hier maondags Schlange. 

Un düt Stift verdanket wi
Spitthüöver, en graut Genie, 
Könnt van em wat lähren. 
Arm, äs Sendenhuorster Kind, 
He in Rom wat Nies erfind, 
Kamm to haugen Ehren.

Up Lambertus geiht't hier rund, 
Fackeln, Lampiönkes bunt, 
Löcht dör alle Straoten. 
Up den Markt bi Spiell un Danz, 
Singen, Juchen, Lichterglanz, 
Freide üöwer Maoten.

In de Osternacht 
so hell Singt de Mannslü um de Wäll: 
„Christus ist erstanden!" 
Staoh wi trü to Guott un Brük, 
Sind een Volk wi stark und riek 
Kann kien Düwel landen

Martin met sien Mantelstück 
Wahrt vör Köll un Mißgeschick, 
Schütz us in Gefahren, 
Deckte us so sicker to, 
Dat wi bleewen heel und froh 
In de Weltkriegsjaohren.

„Päng! Päng!" lütt un pustet wahn 
Usse Pängelantonbahn 
Wat is se en Siägen! 
Brengt so manken Arbeitsmann 
An de Arbeitsstiär heran, 
Mott auk süss viel driägen.

Wenn den „Glockenbecker" schellt 
Un de Stadtschell wat vertellt, 
Lustert Lü un Blagen: 
Rind utbruocken, Filmverlaup,
Hoot vertusket, 
Gräßverkaup, Socht en Kinnerwagen.

Auk up Fortschritt un Kultur 
Häölt de Börger un de Buer, 
Sühst in den Betrieben. 
Wat nich dügg, dat staut wi aff, 
Wi briännt Korn un kienen Kaff, 
Echt is dohn un Drieben.

Wat häb't wi fö 'ne Schoole baut, 
,n Kunstwiärk, wunnerschön un graut, 
n' Prunkstück in Westfaolen! 
Nao ,ne Mann woer se benannt, De 
äs Kriegsgast us bekannt: Kardinaol von Galen.

Du häs Diene Eegenart, 
Moderspraok un Brüke wahrt, 
Sennhuorst, düörstrig Städtken. 
Haoll dran fast, un bliew in Schwunk, 
Haoll to Heimatspraok un Drunk, 
Brenn noch mank een Fättken!

 

Inhalt

Burlala


As Burlala gebornen was, dao was he noch so lütt; sien Moder nahm ehm sacht in'n Arm un leggt ehm in de Waig so warm. „Deck mi to!" sägg he. „Deck mi to!" sägg he. "Deck mi to!"sägg Burlala.
As Burlala nu ranwassen wuör, un in de Schuole kam; dao wuss he nich:wo in wo an; verlait sick ganz up Jans un Frans. „Segg mi vör!" segg he. „Segg mi vör!" segg he. „Segg mi vör!" segg Burlala.
As Burlala nu gröter wuör, dao was he en stünnigen Kääl; de Haore wassen ehm kuort afschorn, un de Kragen stönn bes an de Ohrn. „Steiht mi gued!" sägg he. „Steiht mi gued!" sägg he. „Steiht mi gued!" sägg Burlala.
As Burlala maol alleen in Huse wuör, dao regt sick ne Mues unnern Schrank; dao nahm he dat Jagdgewehr inne Hand, un kruop bes buoben hen up den Schrank. „Schaft Di daud!", sägg he. „Schaft Di daud!", sägg he. „Schaft Di daud!", sägg Burlala.
As Burlala maol besuopen was, dao kamm Polsei faots rann; packt ächten ehm an Kragen an, un wull met ehm nao de Wache gaohn. „Laot mi gaohn!" sägg he. „Laot mi gaohn!" sägg he. „Laot mi gaohn!" sägg Burlala.
As Burlala nu daodgaohn waör, dao lagg he nett in Sark; de Liäwschopp stonn dao an sien Graff, un wischketen sick de Traönen aff. „Grient män nich!" sägg he. „Grient män nich!" sägg he. „Grient män nich!" sägg Burlala.
As Burlala in Hiemel wull, stonn he vör de Hiemelsdör; "Här Petrus, lieber Här Petrus mein, nu laß mich doch in Hiemel rein!" „Laot mi drinn!" sägg he. „Laot mi drinn!" sägg he. „Laot mi drinn!" sägg Burlala.
As Burlala in Hiemel was, dao frogg de Herr:"Sag an mein Sohn, sag es mir ehrlich an, wie gefällt Dir denn unser Himmel sodann?" „Dat geiht!" sägg he. „Dat geiht!" sägg he. „Dat geiht!" sägg Burlala.


Alle Vüegel sind schon dao (übersetzt v. Else Dietz 2002)

 

Alle Vüegel sind schon dao, alle Vüegel alle. Wat 'nen Singen, Musizier'n, Piepen, Zwitschern, Tirilier'n, Fröhjaohr will nu inmascher'n, Kümp met Sang un Schalle.
Wu lustig se doch alle sind, dot sick froh bewäggen. Amsel, Drossel, Fink und Star un de ganze Vuegelschar Dot wünschken us een frohet Jaohr, lutter Heil un Siägen.
Watt se us to seggen häbbt, niehmt wi up van Hiärten. Wi auk willt nu lustig sien, lustig äs de Vüegel sin, hier un dao, Feld in Feld ut, singen, springen, scherzen!
Wann alle Pütts vull Water sind (Hochd.: Wenn alle Brünnlein fließen)


Wann alle Pütts vull Water sind, dann mott man drinken, 
wann ick min'n Schaft nich ropen draff, doh ick em winken. 
Wann ick min'n Schaff nich ropen draff, ju, jau, ropen draff, 
doh ick em winken.

Jau, winken met de Äugeskes un stauten an den Foot, 
,t is eene hier in't Stüöwken in, de mine wären mott. 
,t is eene hier in't Stüöwken in, ju jau Stüöwken in, 
de mine wären mott.

Waorüm söll se't nich wären, ick häff se jä so gärn, 
se hät twee blanke Äugeskes, de löchtet äs twee Stärn. 
Se hätt twee blanke Äugeskes,ju jau Äugeskes, 
de löchtet äs twee Stärn

Hät auk twee raude Bäckskes, sind rauder äs de Wien, 
gleiw mi, son'n Wichtken fmd's du nich wull unnern Sunnenschien. 
Gleiw mi, son'n Wichtken fmd's du nich, ju,jau, fmd's 
du nich wull unnern Sunnenschien.


De kleine Mann


Et was dao maol son kleinen Mann, heijupheidi, de har ,ne Frau so graut un stramm. Hm ha m. de har ,ne Frau so graut un stramm. Hm ha m. 
De Frau, de wull nao Kiärmes gaohn, heijupheidi, de kleine Mann wull auk met gaohn. Hm ha m. 


29 


de kleine Mann wull auk met gaohn. Hm ha m. 
„Mann, du moss in Huse bliewen, heijupheidi, moss füör de Schaope Röüben schnien. Hm ha m." moss fiiör de Schaope Röüben schnien. Hm ha m." 
„Alleen in Huse blief ick nich, heijupheidi, un auk de Röüben schnie ick nich. Hm ha m. un auk de Röüben schnie ick nich. Hm ha m. 
Se wees den Mann de knuwte Fuust, heijupheidi, un schluott ehm to in't eegne Hus. Hm ha m. un schluott ehm to in't eegne Hus. Hm ha m. 
De Mann in Huse laip harüm, heijupheidi, un keek in alle Pötte drinn. Hm ha m. un keek in alle Pötte drinn. Hm ha m. 
Dao ächtern Uoben up de Bank, heijupheidi, dao stonn een Pott met Melk un Schmand. Hm ha m. dao stonn een Pott met Melk un Schmand. Hm ha m. 

30 

Un äs de Frau na Huse kamm, heijupheidi, de Mann satt drann un schlickert devan. Hm ha m. de Mann satt drann un schlickert devan. Hm ha m. 
Dao nahm dat wöste Wiew en Stock, heijupheidi, un schlaog dat Männeken up den Kopp. Hm ha m. un schlaog dat Männeken up den Kopp. Hm ha m. 
De Mann de sprang ut Fenster rut, heijupheidi, un laip dann in dat Naoberhus. Hm ha m. un laip dann in dat Naoberhus. Hm ha m. 
„Meine Frau hat mich verhauen! heijupheidi," „Dat hätt de miene auk all daohn. Hm ha m." „Dat hätt de miene auk all daohn. Hm ha m." 


Wo de Angel schlängelt düör dat Land (Änne Seiling, Erntedankfest 1948) Melodie: Wo die Nordseewellen...


Wo die Angel schlängelt sachte düör dat Land düör de Wiesken,düör de Weien, düör den Sand. Wo de Nachtigallen singt in Busk un Struk, dao is usse Heimaot, dao sin wi to Hus.
Wo de Buernhoüwe aoll so friedlick liegt, tüsken Kämp, Wallhiegen, tüsken Wei'n un Wiesk. Wo de Modersproak no kennet jedet Kind, dao is usse Heimaot, dao to Hus wi sind.
Wo de Lü nao so met aolle Buerniärß, flietig schafft und suorgt un sind alltied an't Wiärk. Wo guede Naoberschopp man häölt no aollen Bruk, dao is use Heimaot, dao sin wi to Hus.
Nao de sure Arbeit in de Summertiet, willt wi gärn us freien wuohl bi Sank un Spiell. Muorgen geiht de Arbeit, dann nomaol so gau, so moken't all de Aollen un so haolt wi't auk.
Kümp de Winter dann met Fuorst un Schnee in't Land niehmt de Wichter all iähr Spinnrad gähn to Hand, un dat surrt im schnurrt dann äs vör hunnert Jaohr, schön is usse Heimaot, trü to iähr wi staoht.

Inhalt


Schunkellied (Melodie: Keinen Tropfen im Becher mehr)


Wenn kein Tropfen im Becher mehr, off du häs auk süß Malör, häs den Moot verluoren, häs du eenmaol nix in't Schapp, wät di äs de Buotter knapp, drink di'n aollen Klaoren, drink di'n aollen Klaoren!
Wann di't eenmaol leige geiht, off du büs so recht verdreiht, will di nix nich passen, dann küer di nich lang in Damp, sachte gaoh düör Buschk un Kamp, bloß nich hasse — bassen, bloß nich hasse — bassen!
Häs du eene schöne Dän, un se hät noch andre gän, buten vüör de Paoten, ach, dann mak kin graut Hallo, denk di: Fraulüe sind manks so, kann'se laupen laoten, kann'se laupen laoten!
Häs du met de Frau Verdrott, sägg se „haar" un du säggs "hott", fäng se an to raosen, ach, dann mak nich lange Striet, denn du wäs se doch nich quiet, laot se di wat blaosen,laot se di wat blaosen!
Is de Tied auk manks wat suer, seiht wi mankes Grummelschuer, up an' Hiemel stiegen, ach, wat us so'n Unwiähr sall? Ruhig Bloot — se könnt us all doch nich unnerkriegen, doch nich unnerkriegen!

 

Mien Liäbenspat | von Tönne Vormann


Geiht et auk ru, geiht et auk glatt —ick gaoh so sinnig mienen Patt düör't niärschke Menschkenliäben. Is't Wiär auk drüeg, is't Wiär auk natt —ick denk mi dütt un denk mi dat van't Liäben un van't Stiärben. 

 

32 

Un wu't auk löpp dat kuorte Spiell —van't küeren holl ick nich teviell; sinn mähr förn biettken lustern; denn emaol is de Tied vörbie met all de laige Praohlerie, dann sitt't wi all in Dustern. 
Drümm sachte wegg,wu et auk steiht —so langen noch een Fünksken glaiht, will ick mi ardig weggen. Nu gait män in, un büör män up, un dou no een'n up't Lämpken drupp. Mähr häbb ick nich te säggen. 


Dat Pöggsken von Augustin Wibbelt

 

 

Dat Pöggsken sitt in'n Sunnenschien, o, wat is dat Pöggsken fien met de gröne Bücks! Pöggsken denkt an nicks. Kümp de witte Gausemann, hät so raude Stieweln an, mäck en graut Gesnater. Hu (hoho) wat fix springt dat Pöggsken met de Bücks, met de schöne gröne Bücks, met de Bücks in't Water.

So mögg ick sien
erstellt von Augustin Wibbelt
So mögg ick sien äs düsse Dag: so siälenwarm un wiet, so klaor in minen Üöwerlag, so still und ohne Striet.
De Blomen staoht an Wiägesrand, dat Feld lieg vuller Gold. Dorüöwerhiär de Himmel spannt sin Telt so blank un stolt.
So mögg ick sien:för annere riek un för mi sölwer froh, den Himmel drüöwer — dann is't gliek, oft so kümp oder so.

 

Dao tüsken gröne Wiesken (Hochd.: Im schönsten Wiesengrunde)


Dao tüsken gröne Wiesken, in'n Grund sin ick to Hus, dao spielld' met Hans un Liesken ick Kat un Mus. 0, min Wieskengrund, vull van Blömkes bunt! Dao spielld' met Hans un Liesken ick Kat im Mus. 
Mott nu den Grund velaoten, wo alls is Lust und Klang, gaohn üöwer früemde Straoten den swaoren Gang. 0, min Wieskengrund, vull van ,Blömkes bunt! Ick gaoh up früemde Straoten den swaoren Gang. 
Stiärw ick, bi gröne Wiesken will ick begrawen sien. Singt mi van Hans und Liesken in'n Aobendschien un van min'n Wieskengrund, vull van Blömkes bunt. Ick will bi gröne Wiesken begrawen sien. 

0 Du mien Mönsterland | von Törne Vormann


Ick sin all gaohn so män'ge Straot, sin trocken düör de wiede Welt. Un wu auk streek de wache Fot, un wat man mi auk Schöns verteilt —ick wüss wull nich son schönet Ländken, äs use platte,gröne Grund, met Plant un Baum, un Dier un Menschken, so wiet de Äer in alle Rund. 0 du mien Mönsterland, mien Moderland! O du mien Mönsterland, mien Heimatland! 
Wat sall ick praohlen viell van di, van diene däftge, guede Iärs; du büs so still un stolt tim trü, un steihs blos met den Düwel twiärs. Ick häb di gän, mien Heimaotgaoden; di do'k siliäben nich vöraoden; ick bliew di trü bes in den Daud. O du mien Mönsterland, mien Moderland! O du mien Mönsterland, mien Heimatland! 
Un göng ick maol van düsse Steer, un kaim ick bouben glücklich an, dann bitt ick di, du leiwe Här: laot buoben platt mi küeren dann; met all de Heimatlüe, de aollen, van usse Land, met Lust un Freid —süss könn'k et buob en ut nich haollen, in alle Himmelsherlichkeit. 0 du mien Mönsterland, mien Moderland! 0 du mien Mönsterland, mien Heimatland! 

 

Inhalt

Deip inn köhlen Grunne (Hochd.: In einem kühlen Grunde)


Deip innen köhlen Grunne, dao gonk 'n Muellenrad, dao was ick männig Stunne, keek mi an't Därnken satt. 
Et har mi Trü vespruoken, dat Därnken was so guett, de Trü ,de hät et bruoken, dat Ringsken sprunk kaputt. 
Äs Spiellmann mögg ick warmem nu in de Welt harut un gaohn van een'n nao'n annern un spiellen un singen mi ut. Roggen in Richten aufgestellt zum Trocknen 
 


Freiht ju an't Liäben so lang no dat Liämken gleiht! (Hochd.: Freut euch des Lebens...!)


Man mäck so gern sick Suorg un Müh, sögg Dörnen up un find auk se un süht dat kleine Vigölken nich, wat still an Wiägge bleit. Freiht ju an't Liäben so lang no dat Liämken gleiht! Plückt män de Rausen, wenn se no bleiht. 
Jä, wenn et maol 'n Gewitter giw un't grummelt or wane blitzt, wenn dann dat Unwiär is vörbi, dann schinnt de Sunn auk wier. Freiht ju an't Liäben so lang no dat Liämken gleiht! Plückt män de Rausen, wenn se no bleiht. 
We ährlick is un Trüe hölt, we Neid nich kennt den Neigsten wat günnt, de hiätt an'n Hus 'n Baimken stoahn wat güldene Früchte drägg. Freiht ju an't Liäben so lang no dat Liämken gleiht! Plückt män de Rausen, wenn se no bleiht. 
Un wenn de Patt wet furchtbar eng, een Mißgeschick us ploagt un drängt, so rekt de Fröndschop schwesterlich den annern schnell de Hand. Freiht ju an't Liäben so lang no dat Liämken gleiht! Plückt män de Rausen, wenn se no bleiht. 
Se drügt us all de Trönen aff, strait Bloumen us bis in dat Graw, so geiht dat licht, so geiht dat gued wu et de Hiärgott will. Freiht ju an't Liäben so lang no dat Liämken gleiht! Plückt män de Rausen, wenn se no bleiht. 
Jä wenn wi hier tosamm'n sitt un alle in dat Füer kiekt, dann is dat doch so wunnerschön wi ruckt 'n birtken bineen. Freiht ju an't Liäben so lang no dat Liämken gleiht! Plückt män de Rausen, wenn se no bleiht. 


Use Moderspraok (Melodie: Keinen Tropfen im Becher mehr...)


Moderspaok, wat klings du söt! Häör ick dine leiwen Wäöd kuern up de Straqoten, is mi't jüst, äs lägg ick warm wier äs Kind in Moders Arm, föhl mi nich verlaoten.:,: 
Äs du in de ersten Dag laggs äs söte, kleine Blag, in din Trallgenbettken, kuert de Moder düt un dat ümmer bloß dat leiwe Platt, di schlaog froh dat Hiärtken. 
Fröggs du di: Wat mak ik dann, lacht mi äs son Wichtken an, in de Back en Külken? Plattküern moß du met de Dän, dann häwws' di naomaol so gään, giww die faorts en Müülken. 
Bin ick in 'ne frümde Stadt, hör 'k um eenmaol usse Platt, wat sin 'k dann verschruoken! Ach, so söt de Wäöde sinngt, un ut 't Kinnerland wier klingt mine Heimaotklocken. 
Is de Spraok auk manks lück butt, ach, se meint 't met ju so gued, Viel kann se ju lähren. Drüm bis in den kleinsten Hook, küert mi usse Moderspraok, hollt se haug in Ehren :, 
 

Laot us eenen singen: Melodie: O wie lieblich ist’s im Kreis


Weg met de Vedreitlichkeit,

Laot us eenen singen.
’nen Prost up de Gemütlichkeit,
Dat sall lustig klingen. 
Un wi alle graut un klein,
Willt vandag us hiärtlik frein’n,
:,: Freien äs de Kinner!:,:

Weg hier met en sur Gesicht,
Laot’t dat Knüttern, Knurren! 
Sin wi up de Welt vllicht,
Bloß üm te versuren?
Krüpt, treckt nich de Stiärn so krus, 
Üöwer d’Liäwer auk ’ne Lus.
:,: Laot se ruhig krupen! :,:

Van Geschäfte un van Geld
Will’t wi nu nich küern, 
Un üm alles in de Welt,
Haolt de Mul van Stüeren. 
Drinkt Ju leiwer ’nen Pöttken Beer,
Makt eenanner Ju Plaseer, 
:,: Dat is viël gesunder! :,:

So vergnögt will wi us dann
Nu de Tied verdriewen.
We kien’nSpaß verdriägen kann,
de laot buten bliewen. 
Singt un lacht met Härt un Mund,
dat is schön un auk gesund.
:,: Un daobi sall’t bliewen! :,:

Inhalt


0 wu schön is mien Westfaolen


0 wu schön is mien Westfaolen, löchtest wiet,mien Heimatland. 
Wat ick segge, is kien Praohlen, daorop giew ick Di de Hand.- 
Eeken wasst dao stur und mächtig, Roggen, Waiten Giärst' un Flaß,
Un en Menskenschlag so däftig, de kennt Arbeit un auk Spaß. 

In den Grund, dao sit dat Isen, Kuohlen ftiör de ganze Welt. 
Auk dat Veeh is no te prisen, wenn et sik üm Schwiene hölt. 
Use Mettwüörst, wenn recht drüge, Schickt wi wiet weg üöwern Rhien. 
Uese Schinken is ja Tüge, Dat wi tücht't dat beste Schwien. 

In Gedränke auk nich minner, sin wi längsten weltbekannt. 
Friskbeer ftiör de Frau'n un Kinner, Aoltbeer dringt män, well et kennt. 
Män no eenen Drunk, en raoren, de us stäöhlt met Mot un Kraft,
dat is uesen aollen Klaoren, well wuol manskenWunner schafft. 

Äs in't Drinken, sao in't Iäten, häw wi auk ne eeg'ne Kost. 
Knabbeln wärd bi us nich miäten, jeder krigg sik sienen Oast. 
Pumpernickel eenen Bruocken, met löck Buotter or met Smolt, 
stramm staoh't wi in Huosensocken, un dat Hiärt wäd us nich kaolt. 

Wat Westfaolen fabrizeeret, is dat däft'ge Handgespinnst 
Woa auk män een Fürst regeeret, du auk use Linnen fronst 
Un dat spinnet use Lüde, un dat naiet use Frau'n, 
so äs fröher is no hüte: Up Westfaolen kanns du bau'n. 

 

Kien schöner Land (Hochd.: Kein schöner Land...) 


Kien schöner Land in düsse Tied
äs hier dat use breet un wiet, 
wo wi doht finnen us unner Linnen to de Aobendtied. 

Dao sätten wi so männig Stunn' vegnögt bineen
bunt in de Runn' un wöär'n an't singen, 
wat däh dat klingen in'n Eekengrunn'! 

Nu, Bröers un Süsters: guedde Nacht!
Guods Engel kümp van'n Hiärmel sacht, 
döht us behöden un alle Möden düör siene Macht. 

To, du junge Pättkesmann! (Hochd.: Auf, du junger Wandersmann!)


To, du junge Pättkesmann, 
he! nu kümp de Tied heran, 
de Wannertied, de brengt us wiet! 
Willt gau up den Patt us maken
un bekieken fiene Saken, 
graute Water, Biärg' un Grünn'
üöwerall wiet in de Rünn'.

Männigeen, son'n fulen Pitt, 
ümmer ächter'n Uowen sitt, 
weet nich, wat Wind un Wolken sind. ,
n Jung, de gar räch ,rüm is west, 
-nich harut ut't warme Nest
-de kann auk min Frönd nich sien, 
kann auk nich sien Wichtken frien.

Männigeen up sienen Patt
kümp in Sweet, wäd kladdernatt, 
hät Duorst un Pien, dat mot so sien. 
Drägg sien Päcksken up de Rügge, 
treckt wull üöwer Brügg' un Brügge, 
bis he kümp in Insbruck in, 
küert met 'ne Tirolerin.

Muorgens, wann de Sunn' upgeiht, 
Pättkesmann al wier upsteiht: 
„Dagg, Busk und Feld, du schöne Welt!" 
Pättkeslü kuemt ut de Paorten, 
gaoht nu üöwer Härguods Straoten, 
un met frisken Sang un Klang 
seggt se Härguod Muorgendank.

 

Inhalt

An'n Pütt vüör use Düörpken (Hochd.: Am Brunnen vor dem Tore)


An'n Pütt vüör use Düörpken, 
dao steiht 'n Linnenbaum, 
dao lagg ick fak in 'n Schatten 
un drömd'n söeten Draum. 
Un männig leiwe Wörtkes 
deih in dat Holt ick snien. 
Daohen döht't nu mi trecken 
in Freid' un Trurigsien.

Bi Nacht moss ick wier warmem 
vöbi an düsse Linn, 
deih hännig to de Augen 
't Ankieken mok mi Pien. 
De Twiege wäörn an't Rusken, 
äs reipen se mi to: „
Kumm,kumm, min leiw Geselle, 
hier find's du dine Ruh!"

De Wind, de was an't Susen, 
bloss kaolt mi in't Gesicht, 
min Hot fonk an to fleigen, 
män dreih'n deih ick mi nich. 
Nu sin ick männig Stunne 
wiet aff von düsse Stiär, 
män ümmer häör ick't rusken: 
„Hier fmd's du Ruh, kumm wier!"
 

Inhalt

Neuigkeiten und Bilder aus der Stadt Gibt's im Blog zu sehen / zu lesen

Kontakt

Heimatverein Sendenhorst e.V.
Weststraße 3

48324 Sendenhorst

Rufen Sie einfach an unter

+49 170.7372307
Kontaktformular.

Wetter

 

Antrag auf Mitgliedschaft im Heimatverein Sendenhorst e.V. für nur 1,- EUR / Monat

 

Veranstaltungskalender

(auch andere befreundete Vereine!)

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Sendenhorst Heimatverein