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Schnadegang: Samstag, 11. Oktober 2025 in Richtung Albersloh - Infos folgenAm Samstag hatte der Heimatverein Sendenhorst e.V. zum Schnadegang auf den Hof Herte ins sog. „Wilde Eck“ in der Bauerschaft Bracht, kurz vor der Grenze zu Drensteinfurt und Ahlen geladen.
Bild:
Bild: Start am
Hof
(Es handelt sich hier
um eine Verbindungsstraße mit der Drensteinfurter Bauerschaft Averdung, die erst mit der Flurbereinigung Anfang der 1970er angelegt wurde) entlang in Richtung des Hof Renvert, wo
schon der neue Grenzstein kurz vor der Brücke über den Ahrenhorster Bach zu sehen war, natürlich noch verhüllt.
Wir bei einem traditionellen Schnadegang üblich, wurden
dann die Gemeinde vertreter „gepoahläst“, ihnen wurden quasi die Grenzen genau aufgezeigt, indem sie auf den Grenzstein „aufgetitscht“ wurden. Die beiden Bürgermeister B. Streffing (Sendenhorst) und
C. Grawunder (Drensteinfurt) ließen die Prozedur jedoch klaglos über sich ergehen, sowie der Bürgermeister aD und MdL aD Faust als Repräsentant der Stadt Ahlen und „n Klaoren“ gab es jetzt natürlich
auch!
Dazu
spielte der Spielmannszug auf und auch die Jagdhornbläser kamen noch einmal zum Zuge. Links: Auf Hof Herte herrschte beste Stimmung



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Vorbereitung | Weg und Stein | Rückkehr und Hof (Sprung in usse siete)
Der Heimatverein Sendenhorst e.V.
lädt ein zum Schnadegang mit 3 Städten – Jeder ist willkommen! Sendenhorst — Drensteinfurt — Ahlen: Am 8. Juli lädt der Heimatverein ins „Wilden Eck” ein, um gemeinsam mit unseren Nachbarn aus Ahlen
und Drensteinfurt, aber auch gerne aus weiteren Städten, das 3-Ländereck zwischen den 3 Kommunen zu erkunden und zu überprüfen, ob der Grenzverlauf noch stimmt, immerhin ist der letzte Schnadegang an
dieser Stelle schon 41 Jahre her! Diesbezüglich sollte jedoch kaum mit Überraschungen zu rechnen sein.
Jeder ist willkommen, bei hoffentlich
schönem Wetter daran teilzunehmen. So verlegen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder der PSG / DPSG ihre Gruppenstunde ins „Wilde Eck“. Die Pfadfinder treffen sich mit Rad und Helm um 13:30 auf dem
Pfadfindergelände, um zum Treffpunkt an Hertes Kreuz zu radeln. Auch Abordnungen der örtlichen Schützenvereine sind mit an Bord, Schnadegänge sind für jung und alt und überhaupt für alle
Bürger!
So wird auch 2017 ein Grenzstein
genau am 3-Landereck gesetzt. Etwas „untypisch“ ist die Jahreszeit: So wurden in alter Zeit die Schnadegänge und Schnad-Jagden im Herbst abgehalten, um die
Grenzsteine und –zeichen besser finden zu können. In Zeiten von GPS sollte das obsolet sein und somit wird die Tradition etwas angepasst. So wurde 1976 beim letztmaligen Schnadegang hier im Wilden
Eck die gesamte Grenze vom 3-Ländereck Ahlen-Drensteinfurt-Sendenhorst, den Ahrenhorster Bach entlang, bis zur Gaststätte Peters, erwandert. Hier findet sich das nächste 3-Ländereck am Hof Böcker
(bereits auf Albersloher Gebiet), Drensteinfurt und Sendenhorst.
Die Preußen betonten beim Verbot ihre endgültigen Grenzziehungen hervor, jedoch war es wohl auch der Hang zu ausschweifenden Volksfesten,
der sie veranlasste, die Schnadegänge endgültig zu verbieten.
Vielerorts wurde und wird der Schnadegang
zum Anlass genommen, Neubürger der Stadt zu „poaläsen“. Dabei wird der zu „Poaläsende“ von einigen Schnadgängern („Schnadloipers“) angehoben und über einen Grenzstein gehalten. Dann wird sein
Hinterteil („Ääs“) auf den Stein („Poal“) mehrmals aufgetitscht. Damit soll dem Neubürger der Standort des Grenzsteins nachhaltig bewusst gemacht werden.
den „Wieder“ zu entdecken! Das digitale Archiv des Heimatvereins freut sich! Der letzte Schnadegang fand lt. Akten 2007 zwischen Sendenhorst und
Albersloh statt.
werden alle 3 Kommunen erwandert. Keine Angst, da wir hier im 3-Ländereck sind, wird der Fußmarsch eher klein ausfallen, ca. 4km sind zz
geplant. Wer möchte, kann auch direkt zum Grenzstein kommen, für Senioren und Fußkranke wird ein Fahrdienst installiert. Bild: Auf dem Weg zum Startpunkt kommen wir über die Landwehr (Historischer
Grenzwall) ....

verein Sendenhorst ist auf jeden Fall dabei!
Bild:
Magdalene Wierbrügge, Vorsitzende der Everswinkler CDU`ler begrüßte die Teilnehmer, zu denen auch der
Landtagskandidat der CDU Markus Höner und auch Bürgermeister Sebastian Seidel zählten. Bevor es zu Fuß los ging, erläuterte Josef Beuck, Vorsitzender des Heimatverein Everswinkels, den ursprünglichen
Sinn des Schnatganges. „Früher, als es noch keine Katastereinträge gegeben hat, markierten natürliche Landschaftsmerkmale wie Wälder, Hecken und Bäche die Grenzen,“ erläuterte Beuck, „und damit jeder
wusste, wo die Eigentumsgrenzen verliefen, war es Brauch, einmal im Jahr diese Grenzbegehung (Schnatgang) durchzuführen.“
Sendenhorst / Albersloh . Am dritten Adventssonntag , einem herrlichen Wintertag ,
luden die Heimatvereine Sendenhorst und Albersloh zum Schnadegang ein. Wo nun genau die Bäume gepflanzt wurden, ist 10 Jahre später nicht bekannt! In Erinnerung an die traditionelle Grenzbegehung
zwischen den beiden Orten fanden sich dieses Jahr rund 25 Personen an der Bushaltestelle „Reiterhof“ in der Bauerschaft Alst ein. Die Wanderung führte die Gruppe entlang der Grenze zwischen
Sendenhorst und Albersloh bis zur Gaststätte Peters, wo sie gemütlich ausklang.Über Brauchtum die Kontakte gepflegt ,Dreiländereck' zusammengetroffen
Schnadegänger marschierten „quer Beet" zum Hof H. Hartmann | 23.10.1978
Sendenhorst. Lebendiges Brauchtum und gute Nachbarschaft über die Gemeindegrenzen hinaus, das waren die Motivationen, mit denen am Samstag die Schnadegänger im wahrsten Sinne des
Wortes ins Feld zogen. Münsterländische Erde an den Schuhen und Stiefeln, den Spazierstock in der einen Hand, den „Klaren“ mit der anderen fest umklammert, so wanderten die etwa 100 Heimatfreunde aus
Sendenhorst, Hoetmar, Freckenhorst und Warendorf entlang der gemeinsamen Grenzen. Zur Erinnerung an den Schnadegang 1978 wurden an 3 verschiedenen Punkten, zunächst im "3-Ländereck" 3 Bäume
gepflanzt: Buche, Esche und Birke.
Die Tradition des Schnadeganges, wie vor mehr als 210 Jahren hatte der Sendenhorster Heimatverein vor drei Jahren wieder aufleben lassen. Vorsitzender Hans-Günther Fascies erinnerte bei der Begrüßung
im „Dreiländereck" nahe dem Hof Drees an den Sinn des Schnadeganges damals und in heutiger Zeit. Vor über zwei Jahrhunderten seien in jedem Jahr die Jagdgrenzen neu festgelegt worden. „Brauchtum zu
pflegen und Tradition zu erhalten, liegen uns sehr am Herzen", schlug der Sendenhorster Heimatvereins-Vorsitzende eine Brücke zum 20. Jahrhundert. Der Schnadegang fördere die Kontakte über die
gemeindlichen Grenzen hinaus. Die gepflanzten Bäume sollten allzeit kundtun, daß sich die Menschen der benachbarten Gemeinden um Gemeinsamkeit bemüht und gleichzeitig Brauchtum in guten wie in
schlechten Zeiten gepflegt hätten.
Und dann schlug die Stunde der Bürgermeister bzw. deren Vertreter, Sie hatten den ersten Spatenstich zu vollziehen. Der fiel in dem lehmigen Boden Bürgermeister Heinz Schibill ebenso schwer wie
seinem Kollegen, dem stellvertretenden Warendorfer Bürgermeister Deitert (Hoetmar). Mit vereinten Kräften und Schützenhilfe auch aus Reihen der Schnadegänger wurden schließlich bei Drees die ersten
drei Setzlinge gepflanzt und natürlich begossen, damit sie auch ordentlich gedeihen. Schließlich soll nicht das gleiche Mißgeschick passieren wie in den vergangenen drei Jahren. Alle Eichen
gingen nicht an, deshalb auch in diesem Jahr erstmalig eine Birke als Schnadegang-Erinnerungsbaum.
Ab dem Hof Drees marschierte die Gesellschaft gemeinsam weiter, nach dem sie sich, die einen ab Hof Anton Westhues in Sendenhorst und die anderen aus Richtung Hoetmar entgegengegangen waren, um sich
schließlich in einem Waldstück zu treffen.
Ein Teil der Sendenhorster Schnadegänger hatte sich beim Start einen um einige Kilometer längeren Weg ausgesucht. Sicher befanden sich in dieser Ausreißergruppe so kräftige „Burschen" wie Johannes Stoffers, Hans Homeyer, Heinrich Esser oder Werner Dufhues, doch lag der Grund ganz einfach darin, daß sie sich bei dem „Quer-Beet-Marsch" ab Hof Westhues keine allzu dreckigen Schuhe holen wollten.
Jedenfalls vertrat sich Bürgermeister Heinz Schibill, bei der Geburtstagsfeier des Sendenhorster Stadtdirektors Heinrich Wiegard (40) ausgekniffen, schon einige Zeit die Beine, bis sich die Wandersleut doch endlich unüberhörbar näherten.
Nach der ersten Baumpflanz-Aktion öffnete Frau Irmgard Fascies die „Vorratskammer" ihres Pkw, in dem neben dem „Sendenhorster Wasser“ Berge von Mettendchen und Brot gelagert waren. So gestärkt
wurde die nächste Station angesteuert. Nach dem Genuß des „Hoetmarer Goldtröpfchens“, kredenzt von „Altbürgermeister" Deitert, fiel manchem der Weg auch etwas leichter. An der Hoetmarer Straße, die
wiederum "quer Beet" erreicht wurde, waren die Vertreter der Verwaltungen an der Reihe, um Esche, Buche und Birke zu pflanzen. Das gleiche Schauspiel wiederholt sich an der dritten Station zwischen
den Höfen Suermann und Hartmann auf Sendenhorster Gebiet noch einmal nur mit anderen Akteuren am Spaten. Die Vorsitzenden der Heimatvereine mußten ran.
Von dort war es nicht mehr weit, um das Ziel, den Hof Hubert Hartmann, zu erreichen. Dort war, wie hätte es anders sein können, Lukullisches aus dem Münsterland wie zum Beispiel Wurstebrot vorbereitet. Mit Spezialitäten dieser Art gestärkt -ließ es sich in der Scheune noch lange und gut aushalten. Das Ziel war erreicht, die Nachbarschaft gepflegt. In diesem Sinne soll auch in Zukunft das Brauchtum gepflegt werden, wenn in jährlichem Turnus die vier Sendenhorster Grenzen zu den Nachbargemeinden begangen werden.