Herzlich willkommen beim Heimatverein Sendenhorst e.V. !
Herzlich willkommen beim Heimatverein Sendenhorst e.V. !

Die Bau-Gruppe

Bauprojekte, die der Landschaftsverschönerung dienen, aber auch unser neues Büro und die Pflege der Kriegsgräber...Das bedarf Bündelung vieler Kräfte und gute Planung und Koordination und Fachkompetenz. Um diese Funktionen im Heimatverein abbilden zu können, haben wir im Jahr 2018 den Arbeitskreis "Baugruppe" "berufen".
Auskünfte erteilt: - Ulrich Ermer - 02526/2747.

Heimatverein übernimmt Verantwortung für Kriegsgräber August.2026

 

Heimatverein übernimmt Verantwortung für die Kriegsgräber - Patenschaft für zwei Gräberfelder auf dem Sendenhorster Friedhof soll Erinnerungsarbeit dauerhaft sichern

Der Heimatverein Sendenhorst möchte die Patenschaft für die Gräber der Kriegstoten auf dem Friedhof am Westtor übernehmen. Damit unterstützt der Verein die Stadt künftig bei der Pflege, Instandhaltung und – soweit erforderlich – bei der Instandsetzung der beiden dortigen Kriegsgräberanlagen. Für alle Beteiligten ist die geplante Patenschaft weit mehr als praktische Hilfe bei der Grabpflege: Sie ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft nicht vergessen werden.

Bei einem Ortstermin am 11. August 2026 wurden die Einzelheiten der Zusammenarbeit besprochen. Mit dabei waren Vertreter der Stadt Sendenhorst und des Heimatvereins sowie Wolfgang Held vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Held ist Beauftragter des Volksbundes für Kriegsgräberfürsorge in Nordrhein-Westfalen und war aus Essen nach Sendenhorst gekommen. Für den Heimatverein nahmen unter anderem Christian Hölscher, Vorsitzender und Leiter des Arbeitskreises Stadtgeschichte, Hans-Günther Ermer und Ulrich Ermer teil. Die Stadt wurde durch Reyhan Zengin vertreten; auch die Auszubildende Anna Rüdiger aus Albersloh war beim Gespräch auf dem Friedhof dabei.

Zwei Anlagen mit insgesamt 20 Gräbern
Auf dem Sendenhorster Friedhof befinden sich zwei Felder mit insgesamt 20 Gräbern von Kriegstoten. Dort ruhen deutsche und ausländische Tote, unter ihnen Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion. Einige Grabplatten tragen Namen und Lebensdaten, auf anderen steht lediglich „unbekannt“. Gerade diese knappen Inschriften zeigen, wie wenig über manche der hier bestatteten Menschen heute noch bekannt ist.
Hinter jedem Grab steht dennoch ein persönliches Schicksal. Margret Mutke wurde nicht einmal 21 Jahre alt. Ob sie als Krankenschwester, Flakhelferin oder in einer anderen Funktion eingesetzt war, muss noch genauer erforscht werden. Andrei Deliew starb am 26. März 1945 im Alter von nur 17 Jahren. Auch Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter oder andere zivile Opfer könnten unter den hier Bestatteten sein. Solange die Quellenlage keine sichere Aussage zulässt, dürfen Vermutungen jedoch nicht als Gewissheit dargestellt werden. Der Heimatverein möchte deshalb weiter recherchieren und die bekannten Lebensgeschichten möglichst sorgfältig zusammentragen.
Die Grabstätten erinnern nicht nur an militärische Opfer. Das Gräbergesetz umfasst unterschiedliche Gruppen von Menschen, die infolge der Weltkriege und der Gewaltherrschaft ums Leben kamen. Dazu zählen unter anderem gefallene Soldaten, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter, zivile Luftkriegstote und Opfer nationalsozialistischer Gewalt. Die Gräber sind damit historische Quellen, individuelle Ruhestätten und öffentliche Erinnerungsorte zugleich.

Gesetzlich geschützte Ruhestätten
Die Erhaltung von Kriegsgräbern ist keine freiwillige Aufgabe. Grundlage ist das Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, kurz Gräbergesetz. Danach müssen die Länder die in ihrem Gebiet gelegenen Kriegsgräber feststellen, in amtlichen Listen nachweisen und dauerhaft erhalten. Zur Erhaltung gehören ausdrücklich die Anlage, die Instandsetzung und die

Pflege der Grabstätten.
In der Praxis werden diese Aufgaben in der Regel durch die zuständigen kommunalen Friedhofsträger wahrgenommen. In Sendenhorst bleibt deshalb die Stadt rechtlich verantwortlich. Zuständig ist der städtische Regiebetrieb Öffentlicher Raum mit dem Baubetriebshof. Die finanzielle Grundlage bildet eine gesetzlich geregelte Pauschale. Die entsprechenden Mittel werden vom Bund getragen und über die zuständigen staatlichen Stellen an die Friedhofsträger weitergegeben.
Für die Sendenhorster Anlagen stehen nach Angaben der Stadt weniger als 600 Euro jährlich zur Verfügung. Angesichts des tatsächlichen Arbeitsaufwands und steigender Kosten reicht diese Summe häufig nicht aus. Hinzu kommt, dass der Baubetriebshof zahlreiche weitere öffentliche Flächen und Anlagen unterhalten muss. Das ehrenamtliche Engagement des Heimatvereins kann die Stadt deshalb spürbar entlasten. Es ersetzt ihre gesetzliche Verantwortung jedoch nicht, sondern ergänzt sie.

Mehr als ein Handschlag
Eine solche Patenschaft lässt sich wegen der besonderen Rechtsstellung der Kriegsgräber nicht formlos vereinbaren. Die Zuständigkeiten, Aufgaben und Rahmenbedingungen müssen zwischen der Stadt, dem Heimatverein und den beteiligten Stellen abgestimmt und dokumentiert werden. Vorgesehen ist eine von den Beteiligten unterzeichnete Patenschaftsurkunde. Wolfgang Held hat dem Heimatverein bereits Musterurkunden anderer Kommunen zur Verfügung gestellt und angeboten, bei der Formulierung des Sendenhorster Dokuments zu helfen.
Die Urkunde soll im Rahmen einer öffentlichen Patenschaftsveranstaltung offiziell übergeben werden. Nach dem bisherigen Vorschlag könnte Bürgermeisterin Katrin Reuscher die Urkunde an den Heimatverein überreichen. Damit bekäme das bereits seit längerer Zeit bestehende Engagement des Vereins einen verbindlichen und öffentlich sichtbaren Rahmen.
Der Heimatverein wird künftig „flankierend zur Stadt“ tätig. Zu den vorgesehenen Arbeiten gehören die regelmäßige Pflege der beiden Anlagen, das Entfernen von Wildwuchs, kleinere gärtnerische Arbeiten sowie die Unterstützung bei der Erhaltung eines würdigen Gesamtbildes. Ein eigener Wagen mit Gartengeräten steht bereits bereit. Bei fachlichen Fragen kann der Verein auf die Unterstützung von Friedhofsgärtnerin Frederike Blume-Scholz vom Landschafts- und Gartenbaubetrieb Pohlkamp zurückgreifen.

Erste Arbeiten sind bereits sichtbar
Die Anlagen wurden inzwischen neu bepflanzt. Auch die Grabplatten sind wieder hergerichtet worden. Damit ist ein erster wichtiger Schritt getan. Dauerhafte Pflege bedeutet jedoch mehr als eine einmalige Verschönerung. Pflanzen müssen regelmäßig zurückgeschnitten oder ersetzt, Wege und Einfassungen sauber gehalten und die Grabzeichen kontrolliert werden. Schäden oder notwendige größere Instandsetzungsarbeiten müssen frühzeitig erkannt und mit der Stadt abgestimmt werden.
Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer übernehmen damit eine Aufgabe, die Verlässlichkeit verlangt. Kriegsgräber besitzen ein dauerhaftes Ruherecht. Anders als gewöhnliche Grabstellen werden sie nach Ablauf einer Ruhefrist nicht eingeebnet. Ihre Erhaltung ist auf Dauer angelegt – und genauso langfristig soll auch die Patenschaft verstanden werden.

Kontakte über Sendenhorst hinaus
Wolfgang Held arbeitet seit 44 Jahren für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Zu seinen Aufgaben gehört nicht allein die Beratung vor Ort. Er steht auch mit Ministerien, Behörden und ausländischen Vertretungen in Verbindung. Besonders bei ausländischen Kriegstoten können Fragen zur Identität, Staatsangehörigkeit oder Dokumentation nur in Zusammenarbeit mit übergeordneten Stellen geklärt werden.
Nach Helds Angaben sind der Russischen Botschaft die Gräber der im Zweiten Weltkrieg getöteten Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion grundsätzlich bekannt. Er stehe mit den zuständigen Stellen im regelmäßigen Austausch. Durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine seien solche Kontakte derzeit jedoch schwieriger geworden. Umso wichtiger bleibt eine sachliche, sorgfältige und von politischen Vereinnahmungen freie Erinnerungsarbeit. Die Würde der Toten und die historische Aufklärung stehen im Mittelpunkt.

Namen und Lebensgeschichten sichtbar machen
Pflege allein genügt dem Heimatverein nicht. Die beiden Gräberfelder sollen künftig auch stärker als Lern- und Erinnerungsorte wahrgenommen werden. Ulrich Ermer kündigte beim Ortstermin an, an den Gräbern eine Stele mit einem Messingschild anzubringen. Darauf sollen die Bedeutung der Anlagen erklärt und – soweit verlässlich bekannt – Informationen über die dort bestatteten Menschen zugänglich gemacht werden.
Die geplante Tafel kann Besucherinnen und Besuchern helfen, die Grabstätten einzuordnen. Namen, Geburts- und Sterbedaten wirken auf einem Stein oft abstrakt. Kurze biografische Hinweise machen dagegen deutlich, dass hinter jeder Inschrift ein Mensch mit einer Familie, einer Herkunft und einer eigenen Geschichte stand. Wo nur das Wort „unbekannt“ überliefert ist, erinnert die Grabstätte zugleich an die vielen Schicksale, die bis heute nicht vollständig aufgeklärt werden konnten.
Für den Arbeitskreis Stadtgeschichte eröffnet sich damit eine weitere Aufgabe. Archivunterlagen, amtliche Listen, Sterberegister, zeitgenössische Berichte und gegebenenfalls internationale Quellen sollen ausgewertet werden. Entscheidend ist, gesicherte Erkenntnisse klar von Vermutungen zu trennen. Die Ergebnisse könnten später nicht nur auf der Stele, sondern auch auf der Internetseite des Heimatvereins oder im Rahmen einer Führung vorgestellt werden. 

Erinnerung als Mahnung zum Frieden
Kriegsgräber sind keine gewöhnlichen historischen Denkmäler. Sie konfrontieren die Gegenwart unmittelbar mit den Folgen von Krieg, Diktatur, Verfolgung und Zwang. Gerade die jungen Lebensalter einzelner Toter zeigen, wie früh und gewaltsam menschliche Lebenswege abgebrochen wurden.
Die Patenschaft verbindet deshalb praktische Arbeit mit historischer und gesellschaftlicher Verantwortung. Wer die Anlagen pflegt, bewahrt nicht nur Grabplatten und Bepflanzungen. Er erhält Orte, an denen Trauer, Erinnerung und Nachdenken möglich bleiben. Zugleich entsteht die Chance, insbesondere jungen Menschen die lokale Geschichte anschaulich näherzubringen.
Stadt, Volksbund und Heimatverein begrüßen die geplante Zusammenarbeit. Sie führt kommunale Verantwortung, fachliche Beratung und ehrenamtliches Engagement zusammen. Mit der offiziellen Patenschaft setzt der Heimatverein Sendenhorst ein dauerhaftes Zeichen: Die Toten behalten ihren Namen, ihre Ruhestätte und ihren Platz im Gedächtnis der Stadt.

Foto: Josef Thesing

Quellenhinweis zur Rechtslage
Gesetz über die Erhaltung der Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft (Gräbergesetz), insbesondere §§ 5 und 10:
https://www.gesetze-im-internet.de/gr_bg/BJNR005890965.html

Neue Sitzgruppe im Wäldchen an der Alst Sendenhorst im Juli 2026

 

Bildunterschrift:
Mitglieder des Arbeitskreises Bau und Grundstückseigentümer Heinz Horstmann nahmen die neue Sitzgruppe gemeinsam in Augenschein.

Anlässlich seines 100-jährigen Bestehens hat der Heimatverein Sendenhorst eine neue Sitzgruppe im Wäldchen an der Alst aufgestellt. Der Standort wurde bewusst gewählt: Ganz in der Nähe führte auch der Schnadegang 2025 entlang, der an 50 Jahre kommunale Neugliederung und die gemeinsame Grenze zwischen Sendenhorst und Albersloh erinnerte.

Nach der Zustimmung des Grundstückseigentümers Jürgen Horstmann nahm der Arbeitskreis Bau des Heimatvereins das Projekt in Angriff. Die benötigten Materialien wurden beschafft, während die Zimmerei Greive die stabile Tischgruppe mit zwei Sitzbänken anfertigte. Anschließend wurde sie mit einem Anhänger an ihren neuen Platz im Wald gebracht. Feste Verankerungen und eingebrannte Vereinsembleme sollen die Sitzgruppe dauerhaft sichern.

Hans-Günther und Ulrich Ermer, Peter Löckmann, Jörg Peiler und Jürgen Peuker erledigten schließlich die letzten Arbeiten vor Ort. Auch Heinz Horstmann ließ es sich nicht nehmen, die fertige Sitzgruppe persönlich in Augenschein zu nehmen.

Die neue Sitzgelegenheit erinnert nun sowohl an das 100-jährige Bestehen des Heimatvereins als auch an den Schnadegang des Jubiläumsjahres. Spaziergänger und Radfahrer sind herzlich eingeladen, an dem schattigen und idyllischen Platz eine Pause einzulegen. Einen passenden Mülleimer stellte die Stadt Sendenhorst zur Verfügung. Um die weitere Betreuung der Anlage kümmert sich der Heimatverein.

Der Vorstand hofft, dass viele Menschen Freude an der neuen Sitzgruppe haben und sie lange an diesem schönen Ort erhalten bleibt.

Arbeitskreis Bau kümmert sich CH | 16.03.

 

SENDENHORST. An zwei Samstagen traf sich der Arbeitskreis, um im Schützen-Bürgerwald an der Apfelallee die Info-Tafel  des Heimatvereins neu zu installieren. Auf einer Seite werden Projekte des Heimatvereins prsäentiert, auf der anderen wird die Frühgeschichte von Sendenhorst skizziert. Ebenso stand die Wartung der Sitzgruppen am Planetenweg - am Saturn & beim Schnadestein bei Herte an, alles ist wieder fit für den Frühling & und die beginnende Fahrradsaison! Der AK Bau nimmt's in die Hand, schöne Aktion!

Bilderstrecke Bildstockillumination 2023

Besichtigung Hs. Leifert im September 2023 - Fotostrecke

 
Büro an der Gartenstraße
Unser neues Büro ist einsatzbereit. Die Renovierungsarbeiten wurden durch großzügige Spenden, sowie Hand- & Spanndienste geleistet. Der Heimatverein sagt Danke! Nächste ist Glasfaser, der Anschluss ist schon da.
 
Bank auf Vordermann gebracht
Nicht nur Bänke aufstellen - warten - pflegen - in Stand halten. Damit wir lange davon profitieren!a.
 
Bank am Saturn wieder aufgestellt
Dank einer Spende konnte die Bank wieder aufgestellt werden und: Potentielle Spitzbuben seien gewarnt, Sicherheits.maßnahmen wurden installiert! Mehr Info
 
Büro Code "Fritz"
Es wächst und gedeiht... Hs. Siekmann ist und bleibt unser Versammlungsort - keine Frage. Im Rathauskeller ist es gemütlich, aber doch ein wenig eng geworden... Und wir müssen die Sendenhorster Papiere einlagern...
 
Wilder Eck: Schnadestein mit Bank
1976 wurden am 3-Ländereck eine Buche, eine Eiche und eine Esche gepflanzt - 2017 setzten wir den Stein und 2018 kam die neue Bank dazu! = Landschaftsverschönnerung! Mehr Info
 
Schaukästen & Flyer
Infotafeln, wie z.B. die mittlerweile 5 Pfade, gilt es erstmal zu konzeptionieren, installieren und dann zu kommunizieren. Und besonders wichtig ist die NACHHALTIGKEIT
 
Wege & Landschaft
Die Münsterländer Parklandschaft zu erhalten, das ist für uns Herzenssache! Im intensiven Austausch mit Stadt, NfG bringen wir uns hier ein. So z.B. haben wir uns 2018 massiv für den Erhalt des Sendenhorster Linden-Promenadenringes stark gemacht!
 
Denkmalschutz & mehr - unser HaSi
Auch hier möchten wir uns als Verein einbringen, um Veränderungen maßvoll mitgestalten zu können und unsere Stadt erhaltenswert zu erhalten! Mit Fachkompetenz können wir hier positiv wirken... Mehr Info

    

Kontakt

Heimatverein Sendenhorst e.V.
Weststraße 3

48324 Sendenhorst

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