Ehrenmal Hoetmarer
Straße
...1930 wurde das Denkmal schließlich auf einem größeren Freigelände (Ehemals befand sich hier ein Tecich, die "Greinkuhle") an der Ecke Hoetmarer Straße/Osttor errichtet. Es hat
expressionistische & neoklassizistische Formen und wurde aus lokal traditionellen Materialien gebaut. An der Vorderfront des längsrechteckigen Blocks, der an einen Sarkophag erinnerte, befand
sich die Inschrift: "Die Treue ist das Mark der Ehre". Ursprünglich saß ein Adler auf dem Block.
Im Januar 1933, wenige Tage vor der
Machtübernahme durch die NSDAP, wurde der Adler durch einen aus Sandstein gearbeiteten Helm mit Seitengewehren ersetzt, der auf einem Eichenkranz ruht. Die Gedenkstätte ist ein bedeutendes Beispiel
für die Gestaltung einer Totenehrung nach dem Ersten Weltkrieg. Die Veränderungen 1933 und 1985 zeigen den weiteren Umgang mit dieser Form der Erinnerungskultur.
1985 wurde das Denkmal durch eine von dem Sendenhorster Künstler und Bildhauer Bernhard Kleinhans gestaltete Stele ergänzt. Diese Stele steht abgerückt und setzt sich mit der Geschichte des
"Kriegerehrenmals" auseinander. Durch die ergänzende Stele von Bernhard Kleinhans wird das Denkmal heute eher als "Mahnmal" betrachtet. Es kann sowohl als historis
ches, künstlerisches und handwerkliches Zeugnis
vergangener Formen des Gedenkens und der Erinnerungskultur betrachtet werden, als auch zur kritischen Auseinandersetzung mit den verheerenden Folgen der Weltkriege und der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft auffordern. Kleinhans bezieht sich in seiner Stele auf das "Ehrenmal" mit Inschrift und Helm und gibt damit seine eigene künstlerische Aussage wieder.
Somit stellt das Ehrenmal heute einen Kontext zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dar.
Inschrift der Stele (2023 aktueller denn je):
„Die Würde des Menschen ist unantastbar
Wir bekennen uns zur Unverletzlichkeit der Menschenrechte
Sie sind die Grundlage jeder Gemeinschaft des Friedens und der Gerechtigkeit
Niemand darf den Geist des Guten verkehren,
die Lust zum Bösen wecken
Nie wieder darf Unrecht zum Gesetz werden
Wir gedenken in Trauer der Toten aller Kriege
Millionen Menschen starben viele 100 aus unserer Stadt
Die Opfer von Gewalt und Terror mahnen uns zur Verständigung und zum Frieden unter den Völkern“
Festschrift des Kriegervereins Sendenhorst anlässlich der EInweihung des (Kreiger-) Ehrenmals am 1. Juni 1930
Link
Am
Tag des offenen Denkmals hatte die Stadt Sendenhorst auf den ehemaligen jüdischen Friedhof geladen. Rabbiner Babaev hielt einen sehr interessanten Vortrag Forstsetzung Usse sieteKriegstote Sendehorst 1.
Weltkrieg
Quelle: Schrift Einweihung Kriegerdenkmal, Kriegerverein 1932
Kriegstote Sendehorst 2.
Weltkrieg
Sendenhorster Ehrenfriedhof . Quelle: Kolping-Familie
Im hinteren Teil des Friedhofes bilden 190 Holzkreuze mit Namen und Daten von Sendenhorster Kriegstoten
des Zweiten Weltkrieges ein Ehrengräberfeld. Ein Ehrenmal mit den Namen der Opfer aus dem Ersten Weltkrieg ist ein Teil der Anlage.
Weitere Grabeinfassungen mit baugleichen Holzkreuzen oder Grabstein befinden sich neben dem Ehrengräberfeld. An mehreren dieser gesondert aufgestellten Holzkreuze sind zusätzlich Tafeln, die darauf
hinweisen, dass ein Soldat oder Kriegsopfer dort bestattet ist.
Am Rand des Friedhofes sind sechzehn Kriegsgräber mit Opfern aus der UdSSR, Italien und Polen in einer Reihe nebeneinander angeordnet. Davon ist ein deutscher Soldat aus dem Ersten Weltkrieg.
Laut Angaben des VDK ruhen auf dem Friedhof lediglich siebzehn Kriegstote, davon drei aus Deutschland, neun aus der UdSSR, drei aus Italien, und zwei aus Polen.Die Holzkreuze sollen von der Werkstatt
Voges erstellt worden und später von der Firma Happe mit Kupferdächern versehen worden sein.
Ergänzung 2024: Leider wurden die Kupferdächer in 2022 gestohlen. Die Kolpingfamilie hat sich 2023 aufgelöst. Die Stadt Sendenhorst hat die Kreuze mit Holzdächern mit der Fa. Robert Greiwe wieder
in Stand setzen lssen. Es wir derzeit ein 'übergreifendes Konzept' erarbeitet, in das auch der Ehrenfriedof miteinbezogen werden soll.