Schnell zu den wichtigsten Abschnitten dieser Startseite springen.
Stadtradeln hat begonnen
Am Samstag beginnt wieder das Stadtradeln. Der Heimatverein Sendenhorst ist mit einem offenen Team dabei und freut sich über alle, die mitradeln und Kilometer
sammeln.
Jetzt beim Team Heimatverein anmelden
Ob kurze Alltagsfahrt, Wochenendrunde oder große Tour: Jeder Kilometer zählt. Wer das Team des Heimatvereins unterstützen möchte, kann sich direkt beim Stadtradeln anmelden und mitmachen.
Zum Team
Heimatverein
Heimatvereins-Challenge: Kuipergürtel-Extension
Passend zum Start des Stadtradelns hat sich der Heimatverein eine besondere Challenge überlegt: Planetenwege gibt es schon einige. Aber im Sonnensystem gibt es noch viel mehr als nur die bekannten
Planeten. Deshalb wurde der Sendenhorster Planetenweg nun virtuell erweitert: mit Asteroiden, Kleinplaneten, Sonden und weiteren spannenden Objekten. Start ist an der Sonne des Planetenwegs bei der
Realschule Sendenhorst. Der Sendenhorster Planetenweg wurde im Jahr 2018 installiert. Initiator war der Realschullehrer Stefan Schubert.
Tour Rund 34 Kilometer durch Sendenhorst, Albersloh und die Bauerschaften.
Setz Dich aufs Rad und fahre den „alten“ Planetenweg Richtung Albersloh. Unterwegs wird der Weg virtuell erweitert: Entdecke zusätzliche Objekte unseres Sonnensystems und erlebe, wie groß, spannend
und überraschend nah Astronomie sein kann.
Bild: Einige der Kleinplaneten im Vergleich zur Erde
Die Strecke führt von Sendenhorst über Albersloh durch die Bauerschaften Richtung Stewwert und Ahlen zurück. Insgesamt sind es rund 34 Kilometer – genau richtig für eine besondere
Stadtradeln-Tour. Die Challenge verbindet Bewegung, Heimatkunde, Natur und ein kleines Weltraumabenteuer direkt vor der Haustür. Alles, was man braucht: ein Fahrrad, etwas Entdeckerlaune und die App
BIPARCOURS. Scanne den QR-Code und los!
Also: anmelden, Rad satteln und losfahren. Der Heimatverein freut sich über alle, die beim Stadtradeln mitmachen und das Sendenhorster Sonnensystem auf zwei Rädern entdecken.
Bilderabend zum Thema Schule Volle Tenne, alte Erinnerungen
Die Tenne im Haus Siekmann war gut gefüllt, als die Heimatfreunde wieder zum Bilderabend eingeladen hatten. Dieses Mal drehte sich alles um das Thema Schulen in Sendenhorst – und schnell wurde deutlich: Alte Schulbilder wecken nicht nur Erinnerungen, sondern bringen auch jede Menge Gesprächsstoff mit. Aus der digitalen Schatzkiste des Heimatvereins, dem digitalen Stadt-Heimatarchiv Sendenhorst, wurden zahlreiche historische Aufnahmen gezeigt: Klassenfotos, Schulgebäude, Lehrerinnen und Lehrer, bekannte Gesichter und fast vergessene Namen. Besonders beliebt waren die alten Gruppenbilder. Immer wieder gingen ein Raunen, ein Lachen oder ein „Ach, der war das!“ durch den Raum.
Viele Besucherinnen und Besucher konnten Namen ergänzen, Geschichten beisteuern oder sich an eigene Schulzeiten erinnern.
So wurde der Abend nicht nur unterhaltsam, sondern auch erkenntnisreich. Neue Hinweise gab es unter anderem zu den Anfängen der evangelischen Gemeinde in Sendenhorst und zu einem früheren Gruppenraum an der Schulstraße, im Bereich der Einfahrt zum Haus Siekmann. Gerade solche Details zeigen, wie wertvoll die gemeinsamen Bilderabende sind: Aus alten Fotos entstehen neue Erkenntnisse.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgte auch ein kleiner Blick in die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz. Einige alte Fotos wurden in kurzen Clips
behutsam „zum Leben erweckt“. Ein bisschen erinnerte das an die bewegten Bilder aus Harry Potter – faszinierend, manchmal fast ein wenig unheimlich, aber doch sehr eindrucksvoll. Und wenn dann
plötzlich Autos mitten über den Kirchplatz fahren, auch wenn sie historisch nicht immer ganz korrekt unterwegs sind, sorgt das natürlich für Schmunzeln.
Am Ende waren sich alle einig: Es war ein schöner, lebendiger Abend voller Erinnerungen, Geschichten und neuer Entdeckungen. Genau solche Begegnungen
machen die Arbeit des Heimatvereins aus – gemeinsam zurückblicken, miteinander erzählen und die Geschichte unserer Stadt lebendig halten.
Für den nächsten Bilderabend im Herbst sind noch Ideen für Themenvorschläge willkommen!
Wie bei Harry Potter - Alte Bilder zum Leben erwecken
Besonders spannend war auch ein Blick darauf, was mit Hilfe künstlicher Intelligenz heute bereits möglich ist: Aus alten Schwarz-Weiß-Fotos entstehen zunächst farbige Ansichten – und im nächsten Schritt sogar kurze, etwa fünf Sekunden lange Videoclips. So wirken historische Aufnahmen plötzlich fast lebendig.
Noch ist das natürlich kein „Holodeck“ wie bei Raumschiff Enterprise, in dem man Figuren anfassen oder mitten in eine Szene eintreten könnte. Aber die Vorstellung, alte Stadtansichten eines Tages vielleicht als 3-D-Hologramme erleben zu können, wirkt gar nicht mehr völlig abwegig.
Vorerst sind es kleine Videosequenzen – und auch hier gilt wie immer bei der KI: Der Prompt ist alles. Ist die Eingabe zu ungenau, fahren plötzlich Autos in die falsche Richtung oder Kinderwagen rollen unkontrolliert durchs Bild. Trotzdem ist das Ergebnis oft erstaunlich authentisch.
Gerade deshalb wird man Videos in Zukunft wohl noch kritischer betrachten müssen. Was echt wirkt, muss nicht immer echt sein – aber als Ergänzung zur historischen Erinnerung eröffnen diese neuen Möglichkeiten einen faszinierenden Blick auf die Vergangenheit.
▲
Stadtrundgang in Sendenhorst mit dem Heimatverein Drensteinfurt
Nachbarschaft, Freunde, Heimat und lebendige Geschichte: Unter diesem Motto stand die Stadtbesichtigung in Sendenhorst mit dem Heimatverein Drensteinfurt.
Gemeinsam mit C. Hölscher ging es durch unsere Stadt, vorbei an historischen Orten, vertrauten Ecken und spannenden Geschichten. Ein besonderer Höhepunkt war die Innenbesichtigung von Haus Siekmann, die viele interessante Einblicke bot.
Natürlich kam auch die Sendenhorster „Prominenz“ nicht zu kurz: der Bildhauer Bernhard Kleinhans mit seinen überall in der Stadt präsenten Kunstwerken, Josef Spithöver als Gründer des St.-Josef-Stifts, Kardinal von Galen mit seinen Bezügen zur Stadt sowie die Geschichte der Sendenhorster Kornbrenner. Gerade diese Namen und Geschichten zeigen, wie lebendig Heimatgeschichte sein kann – wenn man Orte, Menschen und Erinnerungen miteinander verbindet.
Es war eine schöne, unterhaltsame und sehr angenehme Begegnung mit den Heimatfreunden aus Drensteinfurt. Die Gäste sprachen zugleich eine Gegeneinladung nach Drensteinfurt aus, die
Christian Hölscher natürlich gerne annahm. Franjo Naber, Vorsitzender des Heimatvereins Drensteinfurt, freute sich über den gelungenen Austausch und die gute nachbarschaftliche Verbindung.
DIe Heimatfreunde konnten anschließend bestens informiet den Heimweg nach Stewwert antreten. Natürlich wurde vorher noch zünftig bei uns in der Waldmutter eingekehrt, wo die Eindrücke noch lange nach
hallten. Spaß hat’s gemacht!
Christian Hölscher, Vorsitzender▲
Fahrradtour des Heimatvereins nach Kloster Vinnenberg
Die Besiedlung von Sendenhorst – Zurück zu den Anfängen C. Hölscher
SENDENHORST. Der Heimatverein Sendenhorst hat sich in seiner 100-jährigen Vereinsgeschichte
auch stets mit großem Engagement der Erforschung und Bewahrung der Stadtgeschichte gewidmet. Ein zentrales Anliegen war
dabei die Führung einer Chronik, die das geschichtliche Erbe der Region bewahrt und fortschreibt.
Bild: Sachsenhof bei Greven
Besonders hervorzuheben sind hier die Verdienste von Bernhard und Hans-Günther Fascies, deren Einsatz die Arbeit und den Aufbau des Stadt-Heimatarchivs entscheidend prägten. Als Maß aller Dinge und
somit das Standardwerk gilt jedoch bis heute Heinrich Petzmeyers Buch „Sendenhorst – Geschichte einer Kleinstadt im Münsterland“.
Dank aktueller Forschungen, wie den Ausgrabungen am „Alten Hof“ hinter der VEKA AG 2003 oder den Ausgrabungen in der Stadt 2021 und immer wieder neuer Entdeckungen kann die Chronik fortlaufend
ergänzt werden.
Die ältesten Spuren: Urnengräber um 650 v. Chr.
Die Besiedlung des Raumes Sendenhorst begann auf dem Münsterländer Kiessandrücken, einem während der Saale-Eiszeit (ca. 300.000–130.000 v. Chr.) entstandenen Höhenzug. Dieses geographische Merkmal
erstreckt sich von Ennigerloh über Sendenhorst, Albersloh und Münster bis nach Salzbergen und bot durch seine leichte Erhebung ideale Bedingungen für Siedlungen.
Die frühesten Hinweise auf menschliche Präsenz in der Region sind die Urnenfriedhöfe an der Spithöverstraße und am
Martiniring, die auf etwa 650 v. Chr. datiert werden. Diese Funde, entdeckt in den Jahren 1930 und 1950, legen nahe, dass schon damals Menschen in der Region lebten, auch wenn auch deren genauen
Siedlungsorte unbekannt sind. Damit lässt sich eine fast 2.700-jährige Siedlungsgeschichte für den Raum Sendenhorst nachweisen.
Zu dieser Zeit stand die griechische Kultur in voller Blüte und Rom war noch eine eher unbedeutende kleine Stadt, deren Macht sich lediglich über Mittel-Italien erstreckte.
Um die Zeitenwende siedelten in unserer Region die germanischen Brukterer, die 9 n. Chr. an der Varusschlacht (Kalkriese bei Bramsche/Osnabrück) beteiligt waren. Auf der Alst (heute Albersloh)
befand sich eine frühgermanische Siedlung. Während der Völkerwanderung ab dem Jahr 500 n. Chr. verließen die Brukterer das Münsterland und schlossen sich den Franken an.
Die Sachsen und die Christianisierung
Ein Teilstamm der Sachsen, nämlich die Westfalen, wanderte während der sogenannten sächsischen Landnahme aus Norddeutschland ins Münsterland ein. 692 überschritt der sächsische
Teilstamm der Westfalen die Lippe. Damit kamen sie den Franken in die Quere & ein über 30-Jahre dauernder Kleinkrieg (792 – 830) begann zwischen den beiden germanischen Großstämmen der Franken
und Sachsen. Schließlich wurden die Sachsen unterworfen, christianisiert, ihr Anführer Wiedukind ließ sich taufen und die Sachsen in das Frankenreich integriert.
Ob Sendenhorst ursprünglich eine sächsische oder fränkische Gründung war, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit klären *1).
805 setzt Karl der Große Bischof Liudger als Bischof des neu gegründeten Bistums Münster (alter Name: Mimigerneford)
ein. Liudger gründet die Urpfarreien in seinem Bistum als Keimzellen der Städte. (z. B. Ahlen, Beckum, Warendorf, nicht aber Sendenhorst und Albersloh)
Der Volksstamm der Sachsen ist übrigens nicht mit den Einwohnern des Bundeslandes gleichzusetzen, die Einwohner dort
stammen ursprünglich aus der Mitte Deutschlandes, der Name „Sachsen“ ist lediglich nur dynastisch gewandert. Zu den ursprünglichem germanischen Volksstamm der Sachsen zählten neben den Westfalen, die
Ostfalen und die Engern.
Erwähnungen Sendenhorsts
Die älteste schriftliche Erwähnung der Bauerschaft „Seondonhurst“ stammt aus dem Jahr 890 n. Chr. (Werdener Urbare =
Abgabenverzechnis des Klosters Werden bei Essen, ebenfalls eine Gründung Bischof Liudgers).
Heinrich Petzmeyer lokalisiert die Ursiedlung der Bauerschaft von Seondonhurst im Bereich der Geist (ca. 3 Höfe?), etwa 400 Meter westlich der heutigen Stadtmitte, ein genauer Standort ist jedoch
nicht bekannt.
Um das Jahr 1000 entstand in der Bauerschaft Schörmel ein adeliger Oberhof, wie archäologische Ausgrabungen hinter der VEKA AG 2003 belegen. Zu den Funden gehören die ältesten Schachfiguren
Westfalens sowie zwei Backgammonsteine, die auf adelige Bewohner hinweisen. Möglicherweise befand sich hier der Stammsitz der später weit über Westfalen bekannt gewordenen bedeutenden Familie
Schorlemer. *1)
Mehrere Mühlen an der Angel: An der Angel lassen sich aus der Zeit nach 1000 insgesamt 4 Mühlen nachweisen *2)
Somit hätte eine Stadtgründung auch hier erfolgen können. 1175 wird Sendenhorst erstmals als Kirchdorf erwähnt. Die erste
Kirche, eine romanische Kreuzkirche, wurde vermutlich im 12. Jahrhundert erbaut.
Warum gerade an dem Punkt, wo noch heute die Nachfolger-Kirche St. Martin steht? Der Ort liegt relativ in der Mitte zu den umgebenden Bauerschaften und gleichzeitig auf dem Kiessandrücken, wie z.B.
auch die Domburg in Münster, erfolgte somit planmäßig ‚von außen nach innen‘.
Gründung der Stadt
In den Jahren ab 1310 wurde Sendenhorst durch den münsterschen Fürstbischof Ludwig II. (Bild rechts) von Hessen zur Stadt erhoben.
Hintergrund war ein Krieg zwischen dem Fürstbistum Münster und dem Grafen Engelbert von der Mark (Hamm). Durch die Erhebung zur Stadt konnte eine Befestigung ausgebaut werden und die mit neuen
Rechten ausgestatteten Bürger sollten für den Konflikt motiviert werden. Ludwig geriet während des Krieges selber zeitweise auch in Hammer Gefangenschaft. Leider fiel Sendenhorst bereits 1323 den
Truppen von Engelberts zum Opfer und wurde erstmals niedergebrannt und geplündert und die Stadt verheert. Davon konnte sich die Stadt bald wieder erholen, bis die Pest 1350/51 über Europa kam.
Als Stadtgeburtstag feiern wir heute den 11.08.1315. Hier wurde das Datum der ältesten Urkunde gewählt, es handelt sich um einen Grundstücksverkkauf innerhalb Sendenhorsts („infra oppidum
Sendenhorst“). Die Stadtgründung stellt einen Meilenstein in der Geschichte dar und legte den Grundstein für die weitere Entwicklung Sendenhorsts.
1) Dr. Rüschhoff-Parzinger 2015) 2) Dr. Book,
2010)▲
Sandgrube der Firma Henneke südlich der Landstraße nach Beckum heute L586 im Hintergrund das Wasserwerk der Stadt Ahlen mit dem höchsten Schornstein
Een Derk
Die guten Münsterländer: Eine Schweizer Firma hat den dünnsten Draht der Welt
entwickelt, kann ihn aber leider nicht vermessen. Deswegen geben sie ihn zu den Franzosen, aber die schicken ihn zurück.weil auch sie nicht so genau messen können. Danach versucht
die Schweizer Firma ihr Glück bei den Engländern, den Schweden und in den USA, doch jedesmal vergebens. mit der Antwort, dass auch sie nicht über so
genaue Messmittel verfügen.
Zu guter Letzt versuchen sie ihr Glück bei einer Firma im Münsterland, da dort laut Gerücht ja lauter Tüftler sein sollen. Als Antwort bekommen sie den Draht mit einem Zettel zurück,
auf dem steht: " denn droht is 0,0000164 mikro Meter dick, wat soll we do met maken? N Gewinde drupp schnien. oder N Lock dör bohr??? Danke
Bernh. (P) für die Zusendung!
Teil 1 (9/2014 - 3/2018)