Heimatverein Sendenhorst 1925 e.V.
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Strontianit "Der Strunz" in Sendenhorst

Strontianit "Der Strunz" in Sendenhorst

1  | Über den Strontianit
2  | Sendenhorster Gruben, bekannte Standorte
3  | Sendenhorster Gruben, Unbekannte Standorte

Strontianit Überblick und Bedeutung für Sendenhorst

Überblick
Über den Bergbau-Boom im südlichen Münsterland in den 1880er Jahren, u.a. auch in Sendenhorst, wenn auch nur am Rande. Die Schwerpunkte lagen bei den Nachbarn: Drensteinfurt, Vorhelm, Ascheberg, aber auch Oelde; Neubeckum und Ahlen. 
Im südlichen Münsterland gibt es ein großes Strontianit-Vorkommen, "das - bisher einzigartig in der ganzen Welt - die Grundlage eines umfangreichen, ausschließlich darauf gerichteten Bergbaus bildete" (Menneking 1974) Ende des 19. Jahrhunderts kam es im südlichen Münsterland zu einem wahren Goldrausch, als man den Wert des Fundes erkannte.

Mit Hilfe des Materials entzuckerte man in den Raffinerien die Melasse aus Zuckerrübenbrei. Im Verlauf  des "Goldrausches" wurden Dutzende von Schächten bis zu 100 Meter tief in den Boden getrieben. Insgesamt arbeiteten mehr als 700 Bergwerke verschiedenster Größe, von 2 - 100 Bergleuten. Der Boom flaute jedoch in den 1890er Jahren schnell ab, da ein Substitutionsprodukt gefunden wurde, das wesentlich günstiger aus England importiert werden konnte.


Wir suchen noch Bilder der Sendenhorster Mergelberge, die hier mit integriert werden
sollen!
 

Bedeutung für Sendenhorst

Der Schwerpunkt lag bei den Nachbarorten, besonders Drensteinfurt, Vorhelm, Ascheberg. Jedoch gab es auch in Sendenhorst und dem Kirchspiel einige Gruben. Heute sind noch teilweise die Abraumhalden, die so genannten Mergelberge zu sehen.
 
 

Allgemeines

Strontianit (SrCO3, Strontiumcarbonat) ist ein Mineral bzw. Erz. Es kann aus farblosen, weißen, gelblichen, grauen oder grünlichen, glänzenden, nadeligen, spießigen oder säulenförmig-rhombischen Kristallen bestehen, die durchsichtig bis durchscheinend, spröde und leicht zu spalten sind. Die Dichte ist 3,7 g/cm3. Strontianit färbt die Flamme karminrot und löst sich in einer Säure unter Aufschäumen (Römpp 1989 - 1992). Im südlichen Münsterland gibt es ein großes Strontianit-Vorkommen, "das - bisher einzigartig in der ganzen Welt - die Grundlage eines umfangreichen, ausschließlich darauf gerichteten Bergbaus bildete" (Menneking 1974)
 

Wikipedia

Es dient bei der Herstellung von Zucker zur Restentzuckerung der Melasse, eignet sich aber auch zur Produktion von Leuchtspurmunition. Da im südlichen Münsterland die weltweit einzigen ergiebigen und abbauwürdigen Vorkommen von Strontianit waren, erlebten die Dörfer und Städte, u.a. auch Vorhelm mit einer der größten Mine, der Alwine, eine regelrechte „Goldgräberzeit“, die 1893 jedoch schnell beendet war, nachdem man Strontianit durch Coelestin (=Strontiumsulfat) ersetzen konnte, ein Produkt, das in England und Sizilien billiger hergestellt wurde.
 

Die Entzuckerung der Melasse

Bei der Zuckergewinnung aus Zuckerrüben fällt ein dunkelbrauner, unangenehm riechender und schlecht schmeckender zäher Sirup an, die Melasse. Sie enthält noch 50% Zucker, der aber nicht mehr auskristallisiert. Deshalb hatte man schon lange nach Methoden gesucht, den "Restzucker" aus der Melasse zu isolieren. "Dies war besonders in jenen Ländern ein Problem, in denen die Zuckersteuer nicht an der tatsächlichen Zuckerproduktion bemessen wurde, sondern an der Menge der verarbeiteten Rüben, wie dies zum Beispiel in Deutschland und Österreich-Ungarn der Fall war. Jede Steigerung der Zuckerausbeute bedeutete hier in zweifacher Hinsicht Gewinn" (Gesing 1995).
 

 

 

Die Sendenhorster Gruben - bekannte Standorte

Aus: Strontianitbergbau im südlichen Münsterland S. 566 - 581

 

Ehemalige Grube beim Hof Große Kogge - Zu Erkennen an dem Feuerlöschteich und links dem Mergelberg (Aushub der Schächte - Lehm, der sich von der Umgebung farblich und vom Pflanzenbewuchs deutlich unterscheidet.

Gemeinde Sendenhorst
Punkt A
Anna (auch Ostfeld oder Ostheide)
Bauerschaft:
Standort: Flur 43, Flurstück Nr.860/224'
Gewann-/Flurstücksname: ohne
Kolonat/Grundbesitzer:
Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger, Schacht Nr.29

1879/1880

Beginn der Abteufungsarbeiten durch die Dr. H. Reichardt'sche Gruben zu Drensteinfurt.2

21.04.1881 

Ludwig Venator: auf den Schächten Heumann I/II und Ostfeld sowie auf einigen Tagebauen in Sendenhorst sind beschäftigt 1 Obersteiger, 2 Oberhauer, 36 Hauer und 60 Arbeiter über Tage.(43)

26.09.1881

Betriebsleitung hat Obersteiger Heinrich Hermes aus Sendenhorst,Aufsicht führt Oberhauer Kuschar.(44)

01.10.1881

Die 25m-Sohle soll weiter ausgebaut werden.(43)

12.11.1881

Der Schacht hat 26m Teufe erreicht, 2 Luftschächte haben 25m Teufe.Auf der 15m-Sohle wurden 61m Strecken aufgefahren, auf der 25m-Sohle 136m.Betriebsplan: die südöstlichen Feldörter sollen auf 15m, 20m und 30m abgeteuft werden. Die Gangmächtigkeit beträgt 60cm.3

22.04.1882

Mutung auf Schwefelkies.4

01.08.1883

Vorläufige Betriebseinstellung am heutigen Tag.(44) Die Schachtteufebeträgt 42m.(92) Die Grube besteht aus zwei Maschinenschächten von 42m Teufe, einem Luftschacht von 40m Teufe und 4 Luftschächten von 25m Teufe. Aufgefahren wurden:

1.  

Sohle (10m Teufe)

bis März 1882

ca. 200m Strecken

2. 

Sohle (15m Teufe)

"  1880

ca. 110m

3.

Sohle (25m Teufe)

" März 1882

ca. 420m

4.

Sohle (40m Teufe)

" März 1882

ca. 156m

 

Etwa 90m nordöstlich des Maschinenschachtes 11 befindet sich ein Versuchsschacht von 8m Teufe und 20m Streckenlänge.5

Juni 1886

Ludwig Venator: der Haufwerksbestand beträgt 36,05 T.(81)

13.06.1887

Der Sendenhorster Gendarm meldet, daß der Schacht auf Veranlassung
der Dr. H. Reichardt'sche Gruben von dem Steiger Peter Reul und den Arbeitern Jobst Frochte und Johann Streffing, alle wohnhaft in Sendenhorst, zugefüllt worden sei: "In letzter Zeit habe ich mehrfach Bemerkungen hierüber gehört, wonach sich schließen läßt, daß das Zuwerfen der Schächte nicht genügend der Vorschrift gemäß, und nur oberflächlich geschehen sein soll. Durch Erkundungen habe ich festgestellt, daß beide Schächte6 eine ungefähre Tiefe von 40 Meter haben sollen, und soll der im Stadtbezirk gelegene nur auf 30 Meter von oben zugefüllt sein. Die obere Oeffnung betrug 3 Quadrat Meter. Wenn auch vielleicht augenblicklich ein Nachstürzen der aufgefüllten Erdmassen nicht zu befürchten ist, so kann dieses doch sehr leicht in späterer Zeit zu erwarten und Unglücksfälle nicht auszuschließen sein."(99)

17.08.1887

Erklärung von Steiger Peter Reul: der Schacht wurde bis auf 4m Teufe
zugefüllt.(99)

April 1969

Die Sendenhorster Feuerwehr richtet den Schacht als Löschwasserentnahmestelle her. Der Schacht ist mit einer Betonplatte verschlossen.

1 Etwa 75m nördlich des Hauses Bücker. Die Lage des Strontianitganges ist eingetragen auf der Gangkarte von Ludwig Venator (Abb.35).
2 Auswertung des Grubenbildes im BA Hamm vom August 1883.
3 (44) und Auswertung des Grubenbildes im BA Hamm vom November 1881.
4 Ludwig Venator und ein Herr Oskar Kiessmann werden unterm 22.4.1882 vom Vorstand der Dessauer Zuckerraffinerie AG (gegr. 1871) ermächtigt, für die Gesellschaft Mutungen auf Schwefelkies vorzunehmen.(43) 5Auswertung des Grubenbildes im BA Hamm vom August 1883.
6 Ein weiterer unvorschriftsmäßig velassener Schacht lag im Kirchspiel Sendenhorst. Es wird nicht erwähnt, auf welchen der Schächte sich die Meldung des Gendarms bezieht. Der Arbeiter Johann Streffing erklärt am 20.8.1887 (in Quelle 87), daß der Schacht im Kirchspiel Sendenhorst erst bis 15m Teufe und dann ganz zugefüllt worden sei.
7 Die Glocke v. 1.3.1969 und 12.5.1969.

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Gemeinde Kirchspiel Sendenhorst


Punkt B
Antonius
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 17, Flurstück Nr.56
Gewann-/Flurstücksname: Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Jungmann
Kartierung: HK 25 NE, 4112 Sendenhorst, Schacht Nr.5

03.03.1904

Betriebsplan von Peter Reul, Sendenhorst: 10m Teufe geplant. Förderung von Hand, Wasserhaltung vorläufig von Hand, später durch eine
Lokomobile.(42)

06.04.1904

Reul erhält einen Erlaubnisschein zum Gebrauch von Sprengstoffen auf Schacht Antonius.(41)

09.04.1904

Der Schacht ist 6 Fuß (1,88m) tief und ruht zur Zeit. Die Arbeiter haben bis zum 20. April andere Arbeit angenommen.(42)

01.05.1904

 Vorläufige Betriebseinstellung bei 4,50m Teufe wegen zu großer Wasserzuflüsse.(42)

16.06.1904

Der Schachtbetrieb ruht noch immer, jetzt wegen zu niedriger Prei-
se.(42)

21.02.1905

Der Schachtbetrieb ruht noch immer.(42)

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Punkt C
Bartmann
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 18, Flurstück Nr.120'
Gewann-/Flurstücksname: "Schüerkämpe"
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Wilhelm Bartmann Kartierung: HK 25 NE, 4112 Sendenhorst, Schacht Nr.6

1881

Der Schacht wird von der Magdeburger Strontianit-Bergbau-Gesellschaft betrieben. Er baut auf demselben Gang wie Grube Victoria (Gemeinde Kirchspiel Sendenhorst).2

29.10.1881

Ingenieur Wilhelm Jaensch für die Magdeburger Strontianit-Bergbau-Gesellschaft: 1 Im Teufe mit dort angesetzter Sohle erreicht. Aufsicht führt Steiger August Gerstmann.(46)

07.11.1881

Hauer Hermann Schmitz (* 15.9.1851 in Sendenhorst) wurde bei Schießarbeiten schwer verletzt.(43)

Nach 1881

Betriebseinstellung.(92)

05.04.1882

Die Grube befindet sich ab heute im Besitz der Strontianitbergbaugesellschaft von Goerne & C1e.(46)

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Punkt D
Diana IM
Bauerschaft: Brock
Standort: Flur 21, Flurstück Nr.158/25
Gewann-/Flurstücksname: "vorderste Allekamp"
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Austermann genannt Schulze Berndt Kartierung: HK 25 NE, 4112 Sendenhorst, Schacht Nr.17

05.01.1881

Konzessionsgesuch der Strontianitbergbaugesellschaft von Goerne & C'e zum Bau eines Maschinenhauses mit stationärem Dampfkessel. (69)3

21.04.1881

Betriebsplan: 23m Teufe geplant. Zur Belegschaft gehören Obersteiger
Brombach, Grubensteiger Gustav Mähler, 16 Hauer, 4 Schlepper, 2 Maschinisten, 1 Zimmermann und 2 Arbeiter über Tage.(46)

19.05.1881

Zur Aufrechterhaltung des Betriebes mußte kurzfristig ein zweiter Dampfkessel aufgestellt werden.(69)

24.05.1881

Das geplante Maschinenhaus hat Grundmaße von 10,68 x 7m, die Höhe
wird 6,30m betragen. Auch Wohngebäude sollen am Schacht errichtet werden.(69)

10.10.1881

Der Schacht arbeitet mit etwa 60 Mann Belegschaft. Aufsicht führt
Josef Ortmüller, Oberaufsicht Albert Höfling, beide wohnhaft in der Bauerschaft Brock.(46)

28.11.1881

Betriebsplan: Schacht I hat 25m Teufe erreicht. Die Bausohlen liegen bei 8m und 25m Teufe. Der Schacht soll auf 45m abgeteuft werden. Bei 42m ist eine dritte Bausohle geplant. Schacht II liegt ca. 200m seitlich von Schacht I auf einem Parallelgang und hat 18m Teufe erreicht. Auch dieser Schacht soll auf 45m abgeteuft werden.(46)

25.01.1882

1 Verletzter durch Abrutschen von der Fahrt und Sturz in den Schacht.(37)

Juli 1969

Einsturz eines Luftschachtes in einem Waldstück von Landwirt Heinrich Leifert. Die Feuerwehr stellt eine Teufe von mehr als 7m fest. Bei einem Pumpversuch wird der Wasserspiegel um eineinhalb Meter gesenkt. Da er ab dann konstant bleibt, wird der Schacht als Löschwasserentnahmestelle hergerichtet und mit einer Betonplatte verschlossen.4

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Punkt E
Geilern
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 11, Flurstück Nr.128
Gewann-/Flurstücksname: "Steinkühlerfeld" Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Geilern
Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger, Schacht Nr.7

11.06.1882

Betriebsplan von Kaufmann Heinrich Silling aus Sendenhorst: 12m Teufe geplant. Die Leitung des Betriebs hat Obersteiger Heinrich Hermes aus Sendenhorst.(69)

13.07.1882

Betriebseinstellung wegen zu großer Wasserzuflüsse. Der Strontianitgang fiel bis zu 80° nach Südwesten ein, er war 0-50cm mächtig und führte 0-15cm Strontianit.5

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Glück Auf
Bauerschaft: unbekannt
Standort: unbekannt
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: unbekannt Kartierung: keine

14.07.1888

Wilhelm Klapdor, Drensteinfurt: der Schacht wird wegen Unbauwürdigkeit bei 8m Teufe eingestellt. Der Gang soll durch verschiedene Schürfe und Tagebaue in nördlicher Richtung weiter ausgebeutet werden.(43)6

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Punkt F
Glück Auf
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 18, Flurstück Nr.83
Gewann-/Flurstücksname: "Kuhkamp"
Kolonat/Grundbesitzer: Jungmann
Kartierung: HK 25 NE, 4112 Sendenhorst, Schacht Nr.26

14.07.1888

Anmeldung von Wilhelm Klapdor, Drensteinfurt: Tagebau von maximal 4,50m Teufe und 3,50m Länge geplant. Förderung und Wasserhaltung von Hand. Aufsicht führt Klapdor selbst.(43)

20.07.1888

Anmeldung und Betriebsplan für einen Schacht von 8m Teufe. Wasserhaltung und Förderung von Hand.(43)

04.09.1888

Der Schacht wurde eingestellt und ist bereits zugefüllt.(43)

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Punkt G
Glück Auf
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 11, Flurstück Nr.1667
Gewann-/Flurstücksname: "Hörderfeld"
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Linnemann Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger, Schacht Nr.38

23.08.1891

Anmeldung und Betriebsplan von Steiger Peter Reul aus Sendenhorst: 8m Teufe geplant. Wasserhaltung und Förderung von Hand. Aufsicht führt Peter Reu188(38)
 

02.10.1891

Peter Reul an den Bergrat in Recklinghausen: "Beehre mich hiermit Euer Wohlgeboren die ergebenste Mittheilung zu machen, daß ich den angemeldeten
Schacht Glück Auf bei Colon Linnemann, nicht in Betrieb halten konnte, indem sich die hiesigen Arbeiter ihre Landarbeiten bestellten, und bitte ergebenst mir die Genehmigung gütigst verlängern zu wollen. "(38)

14.03.1892

Wiederaufnahme des Untertagebetriebs.

08.04.1892

Der Untertagebetrieb ist eingestellt.9

15.04.1892

Der gesamte Grubenbetrieb wird wegen Unbauwürdigkeit endgültig eingestellt. Das Schachtloch wurde bereits verfüllt.(38)

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Hartmann
Bauerschaft: Hardt
Standort: nicht exakt bestimmbarl°
Gewann-/Flurstücksname: nicht exakt bestimmbar Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Hartmann Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger

05.10.1880

Der Schacht wird von den Dr. H. Reichardt'sche Gruben zu Drensteinfurt betrieben. Dort arbeiten die Bergleute Joseph Jungmann, Heinrich Westkemper und Anton Frochte.(100)

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Heinrich
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 11, Flurstück Nr.160
Gewann-/Flurstücksname: "Vorderer Hagenholt" Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Theinerl I
Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger, Schacht Nr.8

28.05.1893

Anmeldung des Schachtes von Heinrich Silling aus Sendenhorst.(38)

14.06.1893

Betriebsplan von Heinrich Silling: 8m Teufe geplant. Wasserhaltung durch Maschinen, Förderung von Hand.(38)

20.10.1893

Betriebseinstellung.12

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Punkt H
Heinrich
Bauerschaft:
Standort: Flur 19, Flurstück Nr. I
Gewann-/Flurstücksname: "Brockkamp"
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Heinrich Schulze Horstrup Kartierung: HK 25 NE, 4112 Sendenhorst, Schacht Nr.35
 

17.09.1901

Heinrich Silling aus Sendenhorst meldet einen Versuchsschacht an.(41)

21.02.1902

Heinrich Silling hat den bisherigen Versuchsschacht (nach einer vorübergehenden Betriebsstillegung?) wieder in Betrieb gesetzt und zur Wasserhaltung eine Lokomobile aufgestellt. Aufsicht führt Hauer Bernhard Bischob aus Sendenhorst13.(41)

25.02.1902

Betriebsplan: 8m Teufe geplant. Förderung von Hand.(41)

01.04.1902

Betriebseinstellung.14

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Punkt I
Heumann I/II (auch Heimann)15
Bauerschaft: Bracht
Standort: nicht exakt bestimmbar'6
Gewann-/Flurstücksname:
Kolonat/Grundbesitzer: vermutlich Kolonat Heumann (Heimann) Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger, mögl. Schacht Nr.35 oder Nr.36

05.10.1880

Auf dem Schacht arbeiten die Bergleute Wilhelm Jordan, Gerhard Franzkoch (seit 4-5 Monaten), Hermann Schmitz, Hermann Degenhardt, Anton Bäcker, Peter Merters, Heinrich Greive, Wilhelm Lüke und Joseph Jungmann (alle wohnhaft in Sendenhorst).(100)17

21.04.1881

Ludwig Venator für die Dr. H. Reichardt'sche Gruben: Schacht I hat 35m Teufe erreicht. Dort und bei 20m Teufe werden die Sohlen zum Abbau vorgerichtet. Schacht II soll auf 30m Teufe niedergebracht werden. Dort soll die Sohle angesetzt und der Abbau vorgenommen werden.(44) Auf den Schächten Heumann und Ostfeld und auf einigen Tagebauen in Sendenhorst werden beschäftigt 1 Obersteiger, 2 Oberhauer, 36 Hauer und 60 Arbeiter über Tage.(43)

26.09.1881

Die Betriebsleitung hat Obersteiger Heinrich Hermes aus Sendenhorst. Aufsicht führt Oberhauer Wilhelm Klapdor.(43)

01.10.1881

Schacht I: die Aufbereitung des Ganges geschieht auf der 35m-Sohle. Die 20m-Sohle soll weiter aufgefahren werden. Schacht II soll auf 30m abgeteuft werden.(43)

14.11.1881

Betriebseinstellung.(44)

22.04.1882

Die Dr. H. Reichardt'sche Gruben legen Mutung auf Schwefelkies ein für die Örter Hermann, Hermann II-III, IV, V und VI.'8

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Punkt J
Katharina
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 15, Flurstück Nr.43'9
Gewann-/Flurstücksname: "Brechter Berg"
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Telges gen. Kerckmann Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger, Schacht Nr.10 

02.02.1903

Anmeldung und Betriebsplan von Steiger Peter Reul aus Sendenhorst:10m Teufe geplant. Wasserhaltung und Förderung von Hand. Aufsicht führt Peter Reul.(41)

17.03.1903

Der Schacht wurde wegen vollkommener Unbauwürdigkeit eingestellt
und ist bereits verfüllt.(41)

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Möllmann
Bauerschaft: Bracht
Standort: nicht exakt bestimmbar2°
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: Haus zur Wiese Kartierung: HK 25 NE, 4112 Sendenhorst

30.08.1901

 Betriebsplan von Schmidt, Huppertz & Cie: vorerst 10m, später 22m
Teufe geplant. Dort sollen jeweils die Sohlen angesetzt werden. Wasserhaltung und Förderung vorläufig von Hand, später durch eine Lokomobile. Aufsicht führt Peter Schmidt, bei dessen Abwesenheit Hauer Heinrich Johnen aus Drensteinfurt.(41)

14.10.1901

Der Schacht hat 10m Teufe erreicht, der Gang wurde auf eine Länge
von etwa 9-10m überfahren. Er ist 40-50cm stark und besteht aus taubem Gestein. Der Tiefbaubetrieb wurde daher eingestellt. Das Mineral wird im Ausgehenden des Ganges in etwa 2 - 2,50m Teufe gewonnen.(41)

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Punkt K
Schöckinghoff
Bauerschaft: Brock
Standort:
Gewann-/Flurstücksname:
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Schöckinghoff (auch Schickinghoff) Kartierung: HK 25 NE, 4112 Sendenhorst, mögl. Schacht Nr.6021

05.10.1880

Der Schacht wird von den Dr. H. Reichardt'sche Gruben zu Drensteinfurt betrieben. Dort arbeiten die Bergleute Joseph Jungmann (seit 2 Tagen), Heinrich Weisendorf und Bernard Bolte.(100)
Si lling

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Punkt L
Bauerschaft: Jönsthövel
Standort: Flur 13, Flurstück Nr.85
Gewann-/Flurstücksname: "Busch"
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Silling
Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger, Schacht Nr.18

03.11.1883

Anmeldung und Betriebsplan von Martin Schauss: 8m Teufe geplant.Förderung und Wasserhaltung von Hand. Aufsicht führt Schauss.(44)

09.11.1883

Der 40cm mächtige Gang hat eine Ausfüllung von 10-15cm Strontianit.(44) Er streicht 165° und fällt 75° (ohne Richtungsangabe) ein.22

30.12.1883

Betriebseinstellung.(44)

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Punkt M
Victoria
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 18, Flurstück Nr.3023
Gewann-/Flurstücksname:
Kolonat/Grundbesitzer: Rothkötter
Kartierung: HK 25 NE, 4112 Sendenhorst, Schacht Nr.44

21.08.1881

 Ingenieur Wilhelm Jaensch für die Magdeburger Strontianit-Bergbau-Gesellschaft: auf dem Rothkötterschen Grundstück steht eine Lokomobile für die Strontianitgewinnung.(69)

29.10.1881

Bei 25m Teufe wurde die Bausohle angesetzt, nach Süden wurden
bereits 80m Strecken vorgetrieben. Bei 9m Teufe wurde eine weitere Sohle eingerichtet und in beide Richtungen je 10m Strecken aufgefahren. Aufsicht führt Obersteiger Gottfried Hemprich aus Helbra bei Eisleben.(46)

1881

Betriebseinstellung.(92) Die Belegschaft betrug zuletzt 18 Mann.24

05.04.1882

Der Schacht befindet sich seit heute im Besitz der Strontianitbergbau-
gesellschaft von Goerne & C1e.(46)

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Volking
Bauerschaft: Rinkhöven
Standort: nicht exakt bestimmbar
Gewann-/Flurstücksname:
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Volking Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger

1882

Der Schacht wird von Dr. H. Reichardt'sche Gruben zu Drensteinfurt betrieben. Der Strontianitgang ist eingetragen auf der Gangkarte von Ludwig Venator (Abb.35).

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Vrede
Bauerschaft: Rinkhöven
Standort: nicht exakt bestimmbar Gewann-/Flurstücksname:
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Vrede Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger

1882

Der Strontianitgang ist eingetragen auf der Gangkarte von Ludwig Venator (Abb.35). Die Abbaurechte liegen bei den Dr. H. Reichardt'- sche Gruben zu Drensteinfurt.

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Wilhelm
Bauerschaft: Brock
Standort: Flur 21
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Laumann Kartierung: HK 25 NE, 4112 Sendenhorst

16.06.1892

 Anmeldung und Betriebsplan von Peter Reul aus Sendenhorst: 8m Teufe geplant. Aufsicht führt Peter Reul.(38)

22.07.1892

Betriebseinstellung. Der Schacht wurde bereits mit Mergel verfüllt.(38)

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Punkt N
Schacht
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 11, Flurstück Nr.159
Gewann-/Flurstücksname: "Hörderfeld"
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Münning
Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger, Schacht Nr.23

18.02.1882

 Magdeburger Strontianit-Bergbau-Gesellschaft: es wurden zwei kleine
Schürfschächte 90m voneinander entfernt angelegt. Der südliche Schacht hat eine Sohle bei 20 Fuß (=6,28m) Teufe, der nördliche bei 30 Fuß (=9,41m). Der nördliche Schacht ist ca. 80m von einem auf Kolonat Theiner angelegten Schacht entfernt (siehe unten).25Aufsicht führt Obersteiger Gottfried Hemprich aus Helbra bei Eisleben.(46)

29.03.1882

Betriebseinstellung. Der südliche Schacht (Schacht I) wird zugefüllt, der nördliche (Schacht II) soll nach Eintreffen einer Dampfpumpe wieder in Betrieb gesetzt werden.(46)

05.04.1882

Der Schacht ist ab heute im Besitz der Strontianitbergbaugesellschaft von Goerne & C1e.(46)

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Schacht
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 11, Flurstück Nr.160
Gewann-/Flurstücksname: "Vorderer Hagenholt" Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat H. Wüller gen. Theiner26 Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger, Schacht Nr.8

18.02.1882

Magdeburger Strontianit-Bergbau-Gesellschaft: der Schacht hat 20 Fuß (=6,28m) Teufe erreicht. Er ist ca. 80m vom nördlichen Schacht auf Kolonat Münning entfernt. Etwa 500m nordöstlich soll ein weiterer Schacht abgeteuft werden (siehe unten). Aufsicht führt Obersteiger Gottfried Hemprich aus Helbra bei Eisleben.(46)

29.03.1882

Betriebseinstellung. Der Schacht wird zugefüllt.(46)

05.04.1882

Der Schacht ist ab heute im Besitz der Strontianitbergbaugesellschaft von Goerne & C1e.(46)

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Punkt O
Schacht
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 11, Flurstück Nr.161
Gewann-/Flurstücksname: "Hörderfeld"
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat H. Wüller gen. Theiner 
Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger, Schacht Nr.30

18.02.1882

Magdeburger Strontianit-Bergbau-Gesellschaft: 30 Fuß (=9,41m) Teufe geplant. Aufsicht führt Obersteiger Gottfried Hemprich aus Helbra bei Eisleben.(46) _e)3.

1882

Betriebseinstellung. Der Schacht wird zugefüllt.(46)

1115_04.1882

Der Schacht ist ab heute im Besitz der Strontianitbergbaugesellschaft von Goerne & C1e.(46)

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Punkt P
Schacht
Bauerschaft: Bracht
Standort:
Gewann-/Flurstücksname: "Hörderfeld" 27
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Hartmann
Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger, mögl. Schacht Nr.22

08.06.1889

Amtmann Brüning aus Vorhelm: Heinrich Silling aus Sendenhorst will
einen Strontianitschacht auf Kolonat Hartmann betreiben.(44) Anmeldung und Betriebsplan von Heinrich Silling: 8m Teufe geplant. Aufsicht führt Steiger Aloys Kuschar aus Sendenhorst.(44)

21.07.1889

Betriebseinstellung,"weil sich in der Tiefe kein Strontianit vorfand. "(44)

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Schacht
Bauerschaft: Jönsthövel
Standort: unbekannt
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Silling
Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger

03.07.1888

Amtmann Brüning aus Vorhelm: M. Eick will einen Strontianitschacht auf Kolonat Silling anlegen.(44)

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Punkt Q
Schacht
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 18, Flurstück Nr.79
Gewann-/Flurstücksname: "Blanken"
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Wilhelm Bartmann
Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger, Schacht Nr. 24

24.08.1891

Betriebsplan von Hermann Degenhardt aus Sendenhorst: 4m Teufe geplant. Es werden 2 Grubenarbeiter beschäftigt. Aufsicht führt Hermann Degenhardt.(38)

03.09.1891

Der Abbau findet im Tagebau von 5m Länge, 2m Breite und 4m Tiefe statt.(38)

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Punkt R
Schacht
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 18, Flurstück Nr.157
Gewann-/Flurstücksname: "Blanken"
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Schulze Horstrup
Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger, Schacht Nr.25

02.10.1892

Anmeldung von Hermann Degenhardt & Albert Kuschar, Sendenhorst 8m Teufe geplant.(38)

01.06.1893

Betriebseinstellung.(38)

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Schacht
Bauerschaft: Hardt
Standort: unbekannt
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat H. Münning Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger

21.03.1894

Anmeldung von Heinrich Silling aus Sendenhorst: 8m Teufe geplant (38)28

26.04.1894

Der Betrieb ist seit 14 Tagen wegen mangelnder Bauwürdigkeit eingestellt.(38)

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Punkt S
Schacht
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 15, Flurstück Nr.231
Gewann-/Flurstücksname:
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Franz Horstmann gen. Mais Kartierung: HK 25 NE, 4112 Sendenhorst, Schacht Nr.46

19.04.1895

Die Steiger Hermann Degenhardt und Albert Kuschar aus Sendenhorst wollen einen Versuchsschacht anlegen. Förderung von Hand, Wasser haltung durch Lokomobile.(38)

10.06.1895

Betriebseinstellung bei 8m Teufe wegen Unbauwürdigkeit. Nordöstlich des Versuchsschachtes soll ein Tagebau von 5m Teufe angelegt werden.(38)29

Weitere Sendenhorster Gruben - Unbekannte Standorte

Bauerschaft: Bracht

Heinrich
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 11, Flurstück Nr.160
Gewann-/Flurstücksname: "Vorderer Hagenholt" Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Theinerl I
Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger, Schacht Nr.8
28.05.1893
Anmeldung des Schachtes von Heinrich Silling aus Sendenhorst.(38)
14.06.1893
Betriebsplan von Heinrich Silling: 8m Teufe geplant. Wasserhaltung durch Maschinen, Förderung von Hand.(38)
20.10.1893
Betriebseinstellung.12
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Möllmann
Bauerschaft: Bracht
Standort: nicht exakt bestimmbar2°
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: Haus zur Wiese Kartierung: HK 25 NE, 4112 Sendenhorst

30.08.1901
Betriebsplan von Schmidt, Huppertz & Cie: vorerst 10m, später 22m
Teufe geplant. Dort sollen jeweils die Sohlen angesetzt werden. Wasserhaltung und Förderung vorläufig von Hand, später durch eine Lokomobile. Aufsicht führt Peter Schmidt, bei dessen Abwesenheit Hauer Heinrich Johnen aus Drensteinfurt.(41)
14.10.1901
Der Schacht hat 10m Teufe erreicht, der Gang wurde auf eine Länge
von etwa 9-10m überfahren. Er ist 40-50cm stark und besteht aus taubem Gestein. Der Tiefbaubetrieb wurde daher eingestellt. Das Mineral wird im Ausgehenden des Ganges in etwa 2 - 2,50m Teufe gewonnen.(41)
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Schacht
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 15
Gewann-/Flurstücksname:
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Franz Horstmann gen. Mais Kartierung: HK 25 NE, 4112 Sendenhorst, Nähe Schacht Nr.46

10.06.1895
Anmeldung und Betriebsplan für einen Versuchsschacht von det
Steigern Hermann Degenhardt und Albert Kuschar aus Sendenhorst Wasserhaltung und Förderung von Hand. Ab 8m Teufe erfolgt dis Wasserhaltung durch die Lokomobile des Grundeigentümers. In ca. 6n Entfernung vom alten Schacht3° soll der Strontianitgang auch durch Tagebaue abgebaut werden.(99)
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Schacht
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 18
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Jungmann Kartierung: keine

08.06.1896
Betriebsplan von Peter Reul aus Sendenhorst: Versuchsschacht von 8m Teufe geplant. Das Abteufen geschieht durch einen Hauer.(39) 18.07.1896 Betriebseinstellung bei 8m Teufe wegen Unbauwürdigkeit.(39)
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Schacht
Bauerschaft: Bracht
Standort: unbekannt
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Rotkötter (auch Rothkötter)35 Kartierung: keine

19.04.1900 
Heinrich Silling aus Sendenhorst: Beginn der Schürfarbeiten.(40)
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Bauerschaft: Brock

Wilhelm
Bauerschaft: Brock
Standort: Flur 21
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Laumann Kartierung: HK 25 NE, 4112 Sendenhorst

16.06.1892
Anmeldung und Betriebsplan von Peter Reul aus Sendenhorst: 8m Teufe geplant. Aufsicht führt Peter Reul.(38)
22.07.1892
Betriebseinstellung. Der Schacht wurde bereits mit Mergel verfüllt.(38)
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Bauerschaft: Hardt

Hartmann
Bauerschaft: Hardt
Standort: nicht exakt bestimmbarl°
Gewann-/Flurstücksname: nicht exakt bestimmbar Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Hartmann Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger

05.10.1880
Der Schacht wird von den Dr. H. Reichardt'sche Gruben zu Drensteinfurt betrieben. Dort arbeiten die Bergleute Joseph Jungmann, Heinrich Westkemper und Anton Frochte.(100)
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Schacht
Bauerschaft: Hardt
Standort: unbekannt
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat H. Münning Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger

21.03.1894
Anmeldung von Heinrich Silling aus Sendenhorst: 8m Teufe geplant (38)28
26.04.1894
Der Betrieb ist seit 14 Tagen wegen mangelnder Bauwürdigkeit eingestellt.(38)
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Schacht
Bauerschaft: Hardt
Standort: unbekannt
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Münning31 Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger

19.07.1895
Anmeldung der Abteufungsarbeiten.
08/ 1895
Betriebseinstellung wegen zu großer Wasserzuflüsse.32
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Schacht
Bauerschaft: Hardt
Standort: unbekannt
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Theiner Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger

23.03.1896
 Betriebsplan von Peter Reul aus Sendenhorst: 10m Teufe geplant. Das Abteufen geschieht durch einen Hauer. Aufsicht führt Peter Reul.(39)
15.05.1896
Heinrich Silling aus Sendenhorst: Betriebseinstellung wegen Unbauwürdigkeit.(39)

 

                                                                                                                       Menü

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Schacht
Bauerschaft: Hardt
Standort: unbekannt
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Münning33 Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger

15.05.1896
Heinrich Silling aus Sendenhorst: Betriebseinstellung wegen Unbauwürdigkeit.(39)
15.04.1896
Anmeldung der Abteufungsarbeiten von Heinrich Silling aus Sendenhorst.34
05.06.1896
Heinrich Silling: Betriebseinstellung wegen Unbauwürdigkeit.(39)
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Bauerschaft: Jonsthövel

Schacht
Bauerschaft: Jönsthövel
Standort: unbekannt
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Silling
Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger

03.07.1888
Amtmann Brüning aus Vorhelm: M. Eick will einen Strontianitschacht auf Kolonat Silling anlegen.(44)
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Bauerschaft: Rinkhöven

Volking
Bauerschaft: Rinkhöven
Standort: nicht exakt bestimmbar
Gewann-/Flurstücksname:
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Volking Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger

1882 
Der Schacht wird von Dr. H. Reichardt'sche Gruben zu Drensteinfurt betrieben. Der Strontianitgang ist eingetragen auf der Gangkarte von Ludwig Venator (Abb.35).
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Vrede
Bauerschaft: Rinkhöven
Standort: nicht exakt bestimmbar Gewann-/Flurstücksname:
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Vrede Kartierung: HK 25 NE, 4113 Enniger

1882
Der Strontianitgang ist eingetragen auf der Gangkarte von Ludwig Venator (Abb.35). Die Abbaurechte liegen bei den Dr. H. Reichardt'- sche Gruben zu Drensteinfurt.
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Tagebaue, Bauerschaften bekannt, unbekannte genaue Standorte

Tagebau
Bauerschaft: Bracht
Standort: unbekannt
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Jungmann Kartierung: keine
03.07.1888
10.07.1888
Amtmann Brüning aus Vorhelm: Wilhelm Jordan aus Sendenhorst wi einen Schacht auf Kolonat Jungmann anlegen .(44)
Wilhelm Jordan: Tagebau von 7m Teufe geplant.(44)
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Tagebau
Bauerschaft: Bracht
Standort: unbekannt
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Rothkötter Kartierung: HK 25 NE, 4112 Sendenhorst
03.07.1888
Amtmann Brüning aus Vorhelm: Peter Reul aus Sendenhorst betreibt einen Tagebau auf Kolonat Rothkötter.(44)
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Tagebau
Bauerschaft: Bracht
Standort: unbekannt
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Jungmann Kartierung: keine
15.08.1888 
Anmeldung eines Tagebaus von Wilhelm Klapdor.(43)
04.09.1888
Der Tagebau wurde eingestellt und ist bereits verfüllt.(43)
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Tagebau
Bauerschaft: Jönsthövel
Standort: unbekannt
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt
Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Baggelmann Kartierung: keine

01.06.1893
Hermann Degenhardt & Co (vermutlich Albert Kuschar) aus Sendenhorst melden einen Tagebau an.(38)
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Tagebau
Bauerschaft: Bracht
Standort: Flur 18
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: Kolonat Jungmann Kartierung: keine

01.07.1896
Betriebsplan von Bergmann Anton Holthaus aus Sendenhorst: Tagebau von 5m Teufe, 4m Länge und ca. 1,80m Breite geplant. Die Seitenwände des Tagebaues fallen schräg nach unten, die Breite der Sole beträgt ca. 0,60m. Falls erforderlich wird die Wasserhaltung und die Förderung von Hand betrieben.(99)
30.11.1806
Holthaus beantragt einen Erlaubnisschein für den Besitz von Sprengstoffen für seine Strontianitgräberei.(101)
03.12.1896
 Holthaus erhält den beantragten Erlaubnisschein.(101)

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Weitere Sendenhorster Gruben - Standorte unbekannt

Heinrich 1
Bauerschaft: unbekannt
Standort: unbekannt
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: unbekannt Kartierung: keine
Jun 1881
Auf der 10m-Sohle wurden bis jetzt 122m Strecken aufgefahren.
Jan 1882
 Auf der 17m-Sohle wurden bis jetzt ca. 50m Strecken aufgefahren.'
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Tagebaue
Bauerschaft: unbekannt
Standort: unbekannt
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: unbekannt Kartierung: keine

03.07.1888
Obersteiger Heinrich Hermes, Steiger Hermann Degenhardt und die Strontianitgräber Heinrich Brinkrolf und Aloys Kuschar, alle aus Sendenhorst, betreiben je einen Tagebau.(44)
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Tagebaue
Bauerschaft: unbekannt
Standort: unbekannt
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: unbekannt Kartierung: keine

08.12.1888
Albert Kuschar hat mehrere Schürfe von Im Teufe und zwei Schürfe
von bis zu 3m Teufe wegen Bauunwürdigkeit eingestellt. 3 Schürfe von bis zu 3m Teufe liegen noch offen.(44)
23.02.1889
Alle Schürfe wurden wegen des schlechten Wetters vorläufig eingestellt.(44)
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Tagebau
Bauerschaft: unbekannt
Standort: unbekannt
Gewann-/Flurstücksname: unbekannt Kolonat/Grundbesitzer: unbekannt Kartierung: keine

27.10.1891
Peter Schmidt meldet einen T

 

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