Inhaltsverzeichnis
1. Der August 1914
Am 31. Juli 1914 wurde im Deutschen Reich der Kriegs- und Belagerungszustand verhängt. Einen Tag später erklärte Deutschland Russland den Krieg. Die kommunalen Verwaltungen unterstanden nun den Anweisungen der Militärbehörden. Für den heutigen Kreis Warendorf war das stellvertretende Generalkommando des VII. Armeekorps in Münster zuständig.[1]
Wie in Ahlen, Beckum und Warendorf dürfte auch in Sendenhorst zunächst die Hoffnung verbreitet gewesen sein, der Krieg werde nur wenige Monate dauern. Zeitungen, patriotische Reden und Postkarten vermittelten das Bild eines gerechten Verteidigungskrieges und eines sicheren deutschen Sieges. Reservisten und Wehrpflichtige wurden eingezogen. Für viele von ihnen begann der Weg an die Front vermutlich am Sendenhorster Bahnhof der Westfälischen Landes-Eisenbahn.
Der Bahnhof, erst 1903 eröffnet, verband Sendenhorst mit Münster und Neubeckum. Ein Ausbau der Gleisanlagen war im März 1914 genehmigt worden. Wegen des kriegsbedingten Mangels an Arbeitskräften konnte er jedoch erst Ende des Jahres abgeschlossen werden. Schon hier zeigte sich, wie schnell der Krieg in das zivile Leben eingriff.[2]
Die anfängliche Begeisterung darf allerdings nicht mit der Haltung aller Menschen verwechselt werden. Neben Zuversicht und Patriotismus gab es Sorge, stillen Zweifel und Angst. Eltern wussten nicht, wohin ihre Söhne geschickt wurden. Ehefrauen blieben mit Kindern, Haushalt oder Hof zurück. Und bereits wenige Wochen nach Kriegsbeginn trafen die ersten Todesnachrichten ein.
2. Die ersten Toten
Die auf der Internetseite des Heimatvereins wiedergegebene Sendenhorster Gefallenenliste nennt als ersten Kriegstoten Ernst Wachholz, gestorben am 20. August 1914 – nicht einmal drei Wochen nach dem deutschen Kriegseintritt. Bis zum Jahresende folgten Josef Beermann, Hermann Düsterhus, H. Westhoff-Schotte, Wilhelm Schmit und Theodor Schmetkamp.[3]
Hinter jedem Namen stand eine Familie. Viele Angehörige konnten ihre Toten nicht beerdigen. Die Gefallenen wurden in Frankreich, Belgien, Russland oder anderen Frontgebieten bestattet. Manchmal blieb nur ein Feldpostbrief, eine Fotografie oder die amtliche Nachricht, dass der Sohn, Ehemann oder Vater „für das Vaterland gefallen“ sei.
Je länger der Krieg dauerte, desto mehr Namen kamen hinzu. Insgesamt erinnerte das später errichtete Sendenhorster Kriegerdenkmal an 100 Tote aus Stadt und Landgemeinde. Für eine kleine münsterländische Gemeinde war das eine erschütternde Zahl. Fast jede Familie kannte jemanden, der gefallen, verwundet oder vermisst war.
3. Hilfe für Soldaten und Familien
Schon im September 1914 stellte der Sendenhorster Krieger- und Landwehrverein seine gewöhnlichen Veranstaltungen zurück. Die Generalversammlung hatte nur noch einen Tagesordnungspunkt: die Sammlung und Beschaffung freiwilliger Unterstützung für die Angehörigen der im Feld stehenden Vereinsmitglieder.
Der Verein organisierte Weihnachtssendungen und schickte unter anderem Lebensmittel, Tabak und andere kleine Dinge an die Front. Außerdem wurden die Verwundeten im Sendenhorster Lazarett unterstützt. Insgesamt verzeichnete der Verein dafür Ausgaben von mehr als 4.600 Mark. Da seine Zahl aktiver Mitglieder während des Krieges auf etwa 75 sank, musste der größte Teil durch freiwillige Spenden aus der Bevölkerung aufgebracht werden.[3]
Solche Sendungen wurden damals „Liebesgaben“ genannt. Sie sollten den Soldaten zeigen, dass die Heimat sie nicht vergessen hatte. In den Paketen lagen Lebensmittel, Kleidung, Seife, Zigarren oder Briefe. Doch je schlechter die Versorgung zu Hause wurde, desto schwerer fiel es den Familien, überhaupt noch etwas abzugeben.
4. Verwundete im St.-Josef-Stift
Der Krieg war in Sendenhorst auch durch die Verwundeten sichtbar. Im St.-Josef-Stift bestand eine Lazarettabteilung, in der Soldaten behandelt und gepflegt wurden. Der Sendenhorster Kriegerverein verzeichnete ausdrücklich Ausgaben für Geschenke an die Verwundeten im „hiesigen Lazarett“.[3]
Für die Franziskanerinnen und das Personal des Stifts bedeutete der Krieg zusätzliche Arbeit unter zunehmend schwierigen Bedingungen. Neben der Versorgung der örtlichen Bevölkerung mussten nun Männer gepflegt werden, die mit Schussverletzungen, verstümmelten Gliedmaßen, Infektionen oder schweren seelischen Verwundungen von den Fronten zurückkehrten.
Nach dem Krieg wurde die Lazarettabteilung wieder aufgelöst. Das St.-Josef-Stift geriet anschließend in eine schwere finanzielle Krise und musste nach neuen Aufgaben suchen. Daraus entwickelte sich später der Ausbau zur Spezialklinik für Knochen-, Gelenk- und Drüsentuberkulose.[4]
5. Frauen, Kinder und ältere Männer übernehmen die Arbeit
Mit jedem eingezogenen Mann fehlte zu Hause eine Arbeitskraft. Das traf einen landwirtschaftlich geprägten Ort wie Sendenhorst besonders. Die Felder mussten bestellt, das Vieh versorgt und die Ernte eingebracht werden. Frauen übernahmen Arbeiten, die zuvor überwiegend von Männern erledigt worden waren. Auch ältere Menschen und Jugendliche mussten stärker mitarbeiten.
Im Kreis Warendorf wurden Schulen während der Erntezeit teilweise geschlossen, damit die Kinder auf den Höfen helfen konnten. Frauen arbeiteten in Landwirtschaft, Handwerk und Versorgung, pflegten Verwundete und kümmerten sich gleichzeitig um Haushalt und Familie. Ohne ihre Arbeit hätte die sogenannte Heimatfront nicht funktioniert.[5]
Zusätzlich setzte man Kriegsgefangene als Arbeitskräfte ein. Sie stammten unter anderem aus Belgien, Frankreich, Polen und Russland und wurden besonders in der Landwirtschaft beschäftigt. Für die Gefangenen bedeutete dies Arbeit unter Zwang und fern der eigenen Heimat. Zugleich zeigt ihr Einsatz, wie groß der Arbeitskräftemangel inzwischen geworden war.
Auch Pferde wurden beschlagnahmt oder mussten für militärische Zwecke verkauft werden. Für die bäuerlichen Betriebe war das ein schwerer Verlust, denn Pferde wurden nicht nur zum Pflügen, sondern auch für Transporte und Erntearbeiten benötigt.
6. Mangel trotz Landwirtschaft
Die Menschen auf dem Land konnten sich grundsätzlich besser versorgen als die Bevölkerung der Großstädte. Auf den Sendenhorster Höfen wurden Kartoffeln, Getreide, Gemüse, Milch, Fleisch und Eier erzeugt. Doch auch diese Lebensmittel unterlagen zunehmend der staatlichen Kontrolle. Die Bauern mussten festgelegte Mengen abliefern, während zugleich Arbeitskräfte, Pferde, Dünger und Maschinen fehlten.
Ab Mitte 1916 waren die meisten Lebensmittel rationiert. Brot wurde mit Kartoffelmehl, Hülsenfrüchten, Rüben oder anderen Ersatzstoffen gestreckt. Milch wurde verdünnt, Fett und Fleisch wurden knapp. Bezugsscheine bestimmten, wer welche Waren kaufen durfte.
Besonders hart war der Winter 1916/17. Nach einer schlechten Kartoffelernte mussten sich viele Menschen hauptsächlich von Steckrüben ernähren. Selbst im landwirtschaftlich geprägten Kreis Beckum verschlechterte sich die Versorgung. Aus Münster und dem Ruhrgebiet kamen sogenannte Hamsterer aufs Land, um bei den Bauern Lebensmittel zu kaufen oder gegen Kleidung und Wertgegenstände einzutauschen.[6]
Der Krieg erzeugte damit neue Gegensätze. Während manche Erzeuger auf dem Schwarzmarkt hohe Preise erzielen konnten, litten Familien ohne eigenen Hof oder Garten besonders unter der Teuerung. Die geregelte Lebensmittelverteilung konnte den Mangel immer weniger ausgleichen.
7. Selbst das Fahrrad wurde zum Problem
Wie tief die Kriegswirtschaft in den Alltag eingriff, zeigt ein kleines Sendenhorster Dokument aus dem Jahr 1916: die Radfahrkarte von Adolf Lammerding. Für die Benutzung eines Fahrrades war eine amtliche Erlaubnis erforderlich.[6]
Kautschuk war knapp und wurde für militärische Zwecke benötigt. Deshalb mussten Fahrradreifen abgegeben werden. Erlaubt waren schließlich Ersatzreifen aus Holz, Kork oder Stahl. Gerade auf dem Land, wo das Fahrrad ein wichtiges Verkehrsmittel zwischen Stadt, Kirchspiel und Nachbarorten war, bedeutete dies eine erhebliche Einschränkung.
Auch Metallgegenstände wurden erfasst und beschlagnahmt. Zinn, Kupfer, Messing und andere Rohstoffe sollten eingeschmolzen und der Rüstungsindustrie zugeführt werden. Schulen sammelten Obstkerne, Bucheckern und Kastanien. Jeder Gegenstand und jede Frucht schien nun Teil der Kriegswirtschaft zu sein.
8. Als die „Tweeuhrklock“ verstummte
Selbst vor den Kirchenglocken machte der Rohstoffhunger nicht halt. Seit 1917 mussten zahlreiche Gemeinden ihre Bronzeglocken abgeben. Sie wurden zerschlagen und für militärische Zwecke eingeschmolzen.
In Sendenhorst traf es 1918 die kleinste der drei großen Glocken von St. Martin. Im Volksmund hieß sie „Tweeuhrklock“, weil ihr Läuten am Nachmittag das Ende des traditionellen Mittagsschlafes ankündigte. Mit ihrer Ablieferung verschwand nicht nur ein wertvoller Metallgegenstand, sondern auch ein vertrauter Klang aus dem Alltag der Stadt.[7]
Das Verstummen der Glocke war ein sichtbares und hörbares Zeichen dafür, dass der Krieg inzwischen alles beanspruchte: die Männer, die Ernte, die Pferde, die Fahrräder – und schließlich sogar die Stimmen der Kirchen.
9. Das letzte Kriegsjahr
1918 war die Bevölkerung erschöpft. Die militärische Lage verschlechterte sich, die Versorgung blieb angespannt, und immer neue Todesnachrichten trafen ein. Die Sendenhorster Gefallenenliste verzeichnet allein für dieses Jahr zahlreiche Namen.
Besonders bedrückend ist der Eintrag für Heinrich Wößmann. Als Todesdatum wird der 10. November 1918 genannt – einen Tag vor dem Waffenstillstand. Während in Deutschland bereits die Revolution begonnen hatte und der Kaiser abgedankt hatte, starb noch ein Sendenhorster Soldat.
Am 9. November wurde in Berlin die Republik ausgerufen. Auch im Münsterland entstanden Arbeiter- und Soldatenräte. Im nahen Oelde übernahm am 10. November ein aus drei Arbeitern und drei Soldaten gebildeter Rat vorübergehend die öffentliche Gewalt. Für Sendenhorst selbst ist in den online zugänglichen Quellen kein vergleichbarer Vorgang eindeutig nachgewiesen.[8]
Am 11. November 1918 trat der Waffenstillstand in Kraft. An der Westfront schwiegen die Waffen. Doch nicht alle Sendenhorster kamen sofort zurück. Manche befanden sich noch in Lazaretten, andere in Kriegsgefangenschaft. Einige starben erst nach dem offiziellen Kriegsende an ihren Verwundungen oder an Krankheiten. Die Gefallenenliste reicht deshalb bis in das Jahr 1920.[9]
10. Heimkehr – aber keine Rückkehr in die alte Welt
Am 9. Februar 1919 veranstaltete der Sendenhorster Kriegerverein eine besondere Heimkehrerfeier. Das Sommerfest am 1. Juni 1919 wurde den zurückgekehrten Kriegsgefangenen gewidmet. Eine Militärkapelle aus Dülmen spielte, und die Sendenhorster Brauerei Wiesker stiftete fünf Hektoliter Bier als Begrüßungstrunk.[3]
Doch hinter der Feierlichkeit standen oft schwierige Schicksale. Viele Männer kehrten verwundet oder krank zurück. Manche waren nicht mehr in der Lage, ihren früheren Beruf auszuüben. Familien hatten gelernt, ohne sie auszukommen. Frauen hatten neue Aufgaben übernommen, sollten aber nach Kriegsende vielfach wieder in ihre früheren Rollen zurückkehren.
Auch wirtschaftlich war der Frieden zunächst kaum zu spüren. Es fehlte weiterhin an Lebensmitteln, Kleidung, Kohle und Wohnraum. Das St.-Josef-Stift kämpfte mit finanziellen Problemen. Die Versorgung von Kriegsbeschädigten, Witwen und Waisen wurde zu einer dauerhaften Aufgabe. Inflation und politische Unruhe verschärften in den folgenden Jahren die Not.
11. Ein Denkmal für 100 Tote
Am 1. Juni 1930 wurde in Sendenhorst das Kriegerdenkmal für die Gefallenen aus Stadt und Landgemeinde eingeweiht. Ihre 100 Namen wurden in Stein festgehalten. Die Einweihung war mit Gottesdienst, Konzert, Festzug, Ansprachen und Kranzniederlegung verbunden.[3]
Die Sprache jener Zeit war stark vom militärischen Denken geprägt. Die Urkunde zur Grundsteinlegung sprach von „100 Helden“, von Pflichterfüllung, Treue und Opferbereitschaft. Das Denkmal sollte nach dem Willen seiner Erbauer nicht nur trauern, sondern auch der Jugend militärische Tugenden vor Augen führen.
Heute lesen wir die Namen anders. Hinter ihnen stehen keine hundert steinernen Heldenfiguren, sondern hundert einzelne Menschen: junge Männer, Familienväter, Söhne, Brüder, Knechte, Handwerker und Bauern. Viele hatten keine Vorstellung davon, was sie im Sommer 1914 erwartete. Einige starben bereits in den ersten Kriegswochen, andere nach Jahren in den Schützengräben oder erst an den Spätfolgen ihrer Verwundungen.
12. Der Krieg lag weit entfernt – und war doch überall
In Sendenhorst wurde keine Schlacht geschlagen. Die Stadt wurde nicht beschossen und nicht besetzt. Trotzdem gab es kaum einen Lebensbereich, den der Krieg unberührt ließ.
Er war am Bahnhof zu spüren, wenn Männer ihre Heimat verließen. Er lag in den Briefen von der Front und in den amtlichen Todesnachrichten. Er zeigte sich in den Betten des St.-Josef-Stifts, auf den Feldern ohne Arbeitskräfte, in den Lebensmittelkarten, den Ersatzreifen der Fahrräder und im Verstummen der „Tweeuhrklock“.
Vor allem aber blieb er in den Familien. Hundert Namen auf dem späteren Denkmal zeugen davon, welchen Preis Stadt und Kirchspiel zahlten. Der Erste Weltkrieg kam nicht mit seinen Schützengräben nach Sendenhorst. Aber er drang in die Häuser ein – und veränderte den Ort weit über den November 1918 hinaus.
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31. Juli 1914 |
Kriegs- und Belagerungszustand im Deutschen Reich. |
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1. August 1914 |
Deutschland erklärt Russland den Krieg; Einberufungen beginnen. |
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20. August 1914 |
Ernst Wachholz stirbt als erster in der Sendenhorster Gefallenenliste genannter Kriegstoter. |
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September 1914 |
Der Krieger- und Landwehrverein organisiert Unterstützung für Soldatenfamilien und Verwundete. |
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ab 1914 |
Im St.-Josef-Stift werden verwundete Soldaten gepflegt. |
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1916 |
Lebensmittel werden rationiert; eine Sendenhorster Radfahrkarte dokumentiert die zunehmende Kontrolle des Alltags. |
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Winter 1916/17 |
Steckrübenwinter und weitere Verschlechterung der Versorgung. |
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1918 |
Die Sendenhorster „Tweeuhrklock“ wird für die Kriegswirtschaft abgeliefert. |
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10. November 1918 |
Heinrich Wößmann stirbt einen Tag vor dem Waffenstillstand. |
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11. November 1918 |
Der Waffenstillstand beendet die Kämpfe. |
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9. Februar 1919 |
Der Sendenhorster Kriegerverein veranstaltet eine Heimkehrerfeier. |
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1. Juni 1930 |
Einweihung des Kriegerdenkmals für 100 Tote aus Stadt und Landgemeinde. |
Redaktioneller Hinweis: Die Darstellung verbindet örtliche und regionale Quellen. Wo sich Vorgänge für Sendenhorst nicht unmittelbar nachweisen lassen, wird bewusst vorsichtig formuliert. Die national geprägte Sprache zeitgenössischer Vereinsberichte und Denkmalsurkunden wird historisch eingeordnet.