Sendenhorst. Eine besonders gut besuchte Donnerstagstour des Heimatvereins Sendenhorst führte jetzt rund um Sendenhorst durch die Bauerschaften, dem sog. Kirchspiel. Im Mittelpunkt stand diesmal ... Weiter auf unserer Seite: Aktiv - Rad
Nachbarschaft, Freunde, Heimat und lebendige Geschichte: Unter diesem Motto stand die Stadtbesichtigung in Sendenhorst mit dem Heimatverein Drensteinfurt.
Gemeinsam mit C. Hölscher ging es durch unsere Stadt, vorbei an historischen Orten, vertrauten Ecken und spannenden Geschichten. Ein besonderer Höhepunkt war die Innenbesichtigung von Haus Siekmann, die viele interessante Einblicke bot.
Natürlich kam auch die Sendenhorster „Prominenz“ nicht zu kurz: der Bildhauer Bernhard Kleinhans mit seinen überall in der Stadt präsenten Kunstwerken, Josef Spithöver als Gründer des St.-Josef-Stifts, Kardinal von Galen mit seinen Bezügen zur Stadt sowie die Geschichte der Sendenhorster Kornbrenner. Gerade diese Namen und Geschichten zeigen, wie lebendig Heimatgeschichte sein kann – wenn man Orte, Menschen und Erinnerungen miteinander verbindet.
Es war eine schöne, unterhaltsame und sehr angenehme Begegnung mit den Heimatfreunden aus Drensteinfurt. Die Gäste sprachen zugleich eine Gegeneinladung nach Drensteinfurt aus, die
Christian Hölscher natürlich gerne annahm. Franjo Naber, Vorsitzender des Heimatvereins Drensteinfurt, freute sich über den gelungenen Austausch und die gute nachbarschaftliche Verbindung.
DIe Heimatfreunde konnten anschließend bestens informiet den Heimweg nach Stewwert antreten. Natürlich wurde vorher noch zünftig bei uns in der Waldmutter eingekehrt, wo die Eindrücke noch lange nach
hallten. Spaß hat’s gemacht!
Christian Hölscher, Vorsitzender▲
Besonders spannend war auch ein Blick darauf, was mit Hilfe künstlicher Intelligenz heute bereits möglich ist: Aus alten Schwarz-Weiß-Fotos entstehen zunächst farbige Ansichten – und im nächsten Schritt sogar kurze, etwa fünf Sekunden lange Videoclips. So wirken historische Aufnahmen plötzlich fast lebendig.
Noch ist das natürlich kein „Holodeck“ wie bei Raumschiff Enterprise, in dem man Figuren anfassen oder mitten in eine Szene eintreten könnte. Aber die Vorstellung, alte Stadtansichten eines Tages vielleicht als 3-D-Hologramme erleben zu können, wirkt gar nicht mehr völlig abwegig.
Vorerst sind es kleine Videosequenzen – und auch hier gilt wie immer bei der KI: Der Prompt ist alles. Ist die Eingabe zu ungenau, fahren plötzlich Autos in die falsche Richtung oder Kinderwagen rollen unkontrolliert durchs Bild. Trotzdem ist das Ergebnis oft erstaunlich authentisch.
Gerade deshalb wird man Videos in Zukunft wohl noch kritischer betrachten müssen. Was echt wirkt, muss nicht immer echt sein – aber als Ergänzung zur historischen Erinnerung eröffnen diese neuen Möglichkeiten einen faszinierenden Blick auf die Vergangenheit.
▲Viele Besucherinnen und Besucher konnten Namen ergänzen, Geschichten beisteuern oder sich an eigene Schulzeiten erinnern.
So wurde der Abend nicht nur unterhaltsam, sondern auch erkenntnisreich. Neue Hinweise gab es unter anderem zu den Anfängen der evangelischen Gemeinde in Sendenhorst und zu einem früheren Gruppenraum an der Schulstraße, im Bereich der Einfahrt zum Haus Siekmann. Gerade solche Details zeigen, wie wertvoll die gemeinsamen Bilderabende sind: Aus alten Fotos entstehen neue Erkenntnisse.
Für besondere Aufmerksamkeit sorgte auch ein kleiner Blick in die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz. Einige alte Fotos wurden in kurzen Clips
behutsam „zum Leben erweckt“. Ein bisschen erinnerte das an die bewegten Bilder aus Harry Potter – faszinierend, manchmal fast ein wenig unheimlich, aber doch sehr eindrucksvoll. Und wenn dann
plötzlich Autos mitten über den Kirchplatz fahren, auch wenn sie historisch nicht immer ganz korrekt unterwegs sind, sorgt das natürlich für Schmunzeln.
Am Ende waren sich alle einig: Es war ein schöner, lebendiger Abend voller Erinnerungen, Geschichten und neuer Entdeckungen. Genau solche Begegnungen
machen die Arbeit des Heimatvereins aus – gemeinsam zurückblicken, miteinander erzählen und die Geschichte unserer Stadt lebendig halten.
Für den nächsten Bilderabend im Herbst sind noch Ideen für Themenvorschläge willkommen!
Die Tenne im Haus Siekmann war gut gefüllt, als die Heimatfreunde wieder zum Bilderabend eingeladen hatten. Dieses Mal drehte sich alles um das Thema Schulen in Sendenhorst – und schnell wurde deutlich: Alte Schulbilder wecken nicht nur Erinnerungen, sondern bringen auch jede Menge Gesprächsstoff mit. Aus der digitalen Schatzkiste des Heimatvereins, dem digitalen Stadt-Heimatarchiv Sendenhorst, wurden zahlreiche historische Aufnahmen gezeigt: Klassenfotos, Schulgebäude, Lehrerinnen und Lehrer, bekannte Gesichter und fast vergessene Namen. Besonders beliebt waren die alten Gruppenbilder. Immer wieder gingen ein Raunen, ein Lachen oder ein „Ach, der war das!“ durch den Raum.
Stadtrundgang in Sendenhorst mit dem Heimatverein Drensteinfurt
Heimatvereins-Challenge: Kuipergürtel-Extension
Passend zum Start des Stadtradelns hat sich der Heimatverein eine besondere Challenge überlegt: Planetenwege gibt es schon einige. Aber im Sonnensystem gibt es noch viel mehr als nur die bekannten
Planeten. Deshalb wurde der Sendenhorster Planetenweg nun virtuell erweitert: mit Asteroiden, Kleinplaneten, Sonden und weiteren spannenden Objekten. Start ist an der Sonne des Planetenwegs bei der
Realschule Sendenhorst. Der Sendenhorster Planetenweg wurde im Jahr 2018 installiert. Initiator war der Realschullehrer Stefan Schubert.
Tour Rund 34 Kilometer durch Sendenhorst, Albersloh und die Bauerschaften.
Setz Dich aufs Rad und fahre den „alten“ Planetenweg Richtung Albersloh. Unterwegs wird der Weg virtuell erweitert: Entdecke zusätzliche Objekte unseres Sonnensystems und erlebe, wie groß, spannend
und überraschend nah Astronomie sein kann.
Bild: Einige der Kleinplaneten im Vergleich zur Erde
Die Strecke führt von Sendenhorst über Albersloh durch die Bauerschaften Richtung Stewwert und Ahlen zurück. Insgesamt sind es rund 34 Kilometer – genau richtig für eine besondere
Stadtradeln-Tour. Die Challenge verbindet Bewegung, Heimatkunde, Natur und ein kleines Weltraumabenteuer direkt vor der Haustür. Alles, was man braucht: ein Fahrrad, etwas Entdeckerlaune und die App
BIPARCOURS. Scanne den QR-Code und los!
Also: anmelden, Rad satteln und losfahren. Der Heimatverein freut sich über alle, die beim Stadtradeln mitmachen und das Sendenhorster Sonnensystem auf zwei Rädern entdecken.