Am 24. Dezember 1940 heirateten Alfred Pichetta und Martha Peuker in Breslau. in Niederschlesien. Dieser Ort ist nicht zu verwechseln mit dem ca. 40 km entfernten Ort Groß Döbern, Kreis Oppeln! Es gibt 2weitere Forscherkollegen, die in diesem Raum ebenfalls den Namen Peuker erforschen, Hr. Knorr und Fr. Serwaty. Ihre Peuker's waren im Nachbarort von Groß Döbern, Neu Limburg, ansässig. Da die beiden Dörfer nur 1 km auseinander liegen, glaube ich fest an die Beziehung der Sippen, leider ist bis heute ein Beweis nicht erbracht. Ahnen Knorr Ahnen Servaty
Peuker – Ackermann – Müller – Bulitz – Schlatzke – Scholz – usw. Diese ur-mütterliche Linie wurde genetisch durch iGENEA analysiert. Es geht dabei um die direkte Mutterlinie: Mutter, Großmutter, Urgroßmutter und so weiter.
Über mtDNA kann man die rein mütterliche Abstammungslinie untersuchen lassen. Diese Linie wird ausschließlich von der Mutter an ihre Kinder weitergegeben. Dadurch lässt sich eine sehr alte Herkunftslinie nachzeichnen, auch wenn die genealogischen Urkunden viel früher abbrechen.
Was mag wohl meine Vorfahren veranlasst haben, im Mittelalter von Irland nach Schlesien auszuwandern? Das Ganze ist nicht unumstritten und auch nicht ganz billig, aber mir war es den Spaß wert. Und ich habe bei der männlichen Linie einen Erfolg erzielt.
Peucker(t) ist im Schlesischen Namenbuch u. a. für Liegnitz, Görlitz, Sagan, Öls, Ratibor und Oppeln belegt. Die entrundete Form Pei(c)kert erscheint u. a. in Ratibor, Neisse, Görlitz und Liegnitz.
Der Name wird aus mittelhochdeutsch pukaere hergeleitet: „Paukenschläger, Trommler“. Die Pauker gehörten mit den Pfeifern und Fiedlern zur Zunft der Spielleute und Stadtmusiker. Frühe Belege: Nickil pwker der stocmeister 1346 Breslau; Hensil pewker 1380 Liegnitz; Michel Peucker 1513 Görlitz.
Aus der Ahnentafel: Angaben über das Geschlecht der Peuker in Groß-Döbern. Frühere Namensform Peucker, ursprüngliche Form Peicker.
Erste Eintragung im Kirchenbuch von Groß Döbern [? — das müsste Scheidelwitz gewesen sein]: George Peickers von Döbern. Eva Täufling, Hauswirtin am 15. September 1676.
Erster ermittelter Peuker ist Christoph Peuker, geboren 1740. Er war Landwirt, wie die weiteren vier Generationen seiner Familie.
Früheste direkte Vorfahren von mir sind die Eltern seiner Frau Maria Baum, geboren am 4. Januar 1756: Kasper Baum und Anna Angerhäusler, geboren vor 1736.
Karl-Herrmann Peuker, mein Urgroßvater, wurde am 22. August 1878 in Groß Döbern geboren. Er war verheiratet mit Anna Paulina Peuker, geb. Ackermann, wohnhaft 1940 in der Alexisstraße 2 in Breslau.
Sie hatten sechs Kinder: Kurt (*1908), Georg (*1909), Auguste (*1911), Martha (*24.12.1914, meine Großmutter), Margaretha Augusta (*1916, †1918) und Gerhard Karl (*1923).
K.-H. Peuker war Postschaffner und starb 1931 in Breslau. Nach mündlicher Überlieferung ist er in der Oder ertrunken. Meine Oma Martha Pichetta geb. Peuker lebte mit Alfred Pichetta bis zur Flucht in der Brandenburger Straße 52 in Breslau.
Nebenlinien der Peuker sind u. a. Ackermann, Fiedler, Müller und Nitsche. Die Links zu den Forscherkollegen mit wahrscheinlichen Verwandten Peukers:
Christoph Peuker (* 1740, Groß Döbern) oo Maria Baum (* 04.01.1756)
└── Johann Peuker (* 01.05.1780, Groß Döbern) oo Maria Fiedler (* 22.06.1783)
├── Gottfried Peuker (* 19.04.1809, Groß Döbern) oo Susanna Elisabeth May († 18.02.1878)
│ └── Gottfried Johann Peuker (* 15.11.1836 Neu Limburg, † 17.06.1901)
│ oo Auguste Peuker (* 27.10.1847, † 28.09.1908)
│ Kinder:
│ ├── Carl Peuker (* 17.02.1875, † 05.03.1875)
│ ├── Louise Henriette Peuker (* 1877, † 11.12.1878)
│ ├── Karl Hermann Peuker (* 22.08.1878 Groß Döbern, † 20.10.1931 Breslau)
│ ├── Carl Robert Peuker (* 18.06.1881, † 23.05.1882)
│ ├── Anna Rosina Peuker († 06.03.1882)
│ └── Hermann Peuker (* 08.08.1884)
└── Daniel Peuker (* 16.04.1820) oo Rosina Fiedler (* 12.01.1824)
└── Auguste Peuker (* 27.10.1847, † 28.09.1908)
Karl Hermann Peuker (* 22.08.1878 Groß Döbern, † 20.10.1931 Breslau)
oo Anna Pauline Ackermann (* 06.10.1884, † 26.11.1955 Köln)
├── Kurt Peuker (* 1908)
├── Georg Peuker (* 1909)
├── Auguste Peuker (* 1911)
├── Martha Peuker (* 24.12.1914 Breslau, † 10.12.1996 Sendenhorst)
│ oo Alfred Pichetta (* 1915, † 1980), Heirat 24.12.1940 Breslau
│ └── Christine Maria Pichetta (* 1944)
├── Margaretha Augusta Peuker (* 1916, † 1918)
└── Gerhard Karl Peuker (* 1923)
Nach mündlicher Überlieferung war Anna Pauline Ackermann in ihrer Jugend Dienstmädchen bei „von Ohlen und Adlerskron“. Da ich bisher nur ihre direkten Vorfahren und nicht die dazugehörigen Orte vollständig habe, bleibt diese Spur ein wichtiger Ansatz für weitere Forschung.
Meine Urgroßmutter muss ein wandelndes Sprüchelexikon gewesen sein. Viele ihrer Weisheiten habe ich über meine Mutter übernommen.
Die Familie Ackermann stammt nach neuesten Erkenntnissen aus Osseg. Die Linie führt über Ackermann, Müller, Nitsche, Ploschke, Bulitz, Schlatzke und weitere Familien.
1. Anna Pauline Ackermann, geboren am 6. Oktober 1884 in ???, Niederschlesien, gestorben am 26. November 1955 in Köln. Weitere Angaben: Versch. 1941 Breslau, Schlesien, Alexisstraße 2; Religion: protestantisch.
Vater: Heinrich Ackermann, geboren am 20. Juni 1858, Todesdatum unbekannt.
Mutter: Pauline Müller, geboren am 26. Januar 1852, Todesdatum unbekannt.
2. Heinrich Ackermann, geboren am 20. Juni 1858, Todesdatum unbekannt. Er heiratete Pauline Müller. Vater: Franz Ackermann, geboren 1823, gestorben am 8. März 1903. Mutter: Hedwig Nitsche, geboren am 19. Januar 1827, gestorben am 30. Mai 1909.
3. Pauline Müller, geboren am 26. Januar 1852, Todesdatum unbekannt. Vater: Anton Müller, geboren am 23. Mai 1819, gestorben am 18. Dezember 1874. Mutter: Theresia Bulitz, geboren am 13. April 1821, gestorben am 9. April 1860.
4. Franz Ackermann, geboren 1823, gestorben am 8. März 1903. Er heiratete Hedwig Nitsche. Beruf: Auszügler. Vater: Franz Ackermann, geboren vor 1803.
5. Hedwig Nitsche, geboren am 19. Januar 1827, gestorben am 30. Mai 1909. Vater: Franz Nitsche, geboren vor 1807. Mutter: Hedwig Ploschke, geboren am 19. Oktober 1795.
6. Anton Müller, geboren am 23. Mai 1819, gestorben am 18. Dezember 1874. Er heiratete Theresia Bulitz. Vater: Josef Müller, geboren am 3. November 1782. Mutter: Anna Elisabeth Zimmermann, geboren am 3. April 1786, gestorben am 25. März 1845.
7. Theresia Bulitz, geboren am 13. April 1821, gestorben am 9. April 1860. Vater: Michael Bulitz, geboren am 5. Juni 1789. Mutter: Veronika Schlatzke, geboren am 6. Februar 1790, gestorben am 7. Mai 1835.
8. Franz Ackermann, geboren vor 1803, Todesdatum unbekannt.
9. Franz Nitsche, geboren vor 1807. Er heiratete Hedwig Ploschke. 10. Hedwig Ploschke, geboren am 19. Oktober 1795. Vater: Anton Ploschke, geboren vor 1775. Mutter: Elisabeth Kaschinski, geboren vor 1775.
11. Josef Müller, geboren am 3. November 1782. Er heiratete Anna Elisabeth Zimmermann. Vater: Anton Müller. Mutter: Elisabeth Steiner.
12. Anna Elisabeth Zimmermann, geboren am 3. April 1786, gestorben am 25. März 1845. Vater: Melchior Zimmermann, geboren vor 1762. Mutter: Elisabeth Hoppe, geboren vor 1762.
13. Michael Bulitz, geboren am 5. Juni 1789. Er heiratete Veronika Schlatzke. Vater: Michael Bulitz. Mutter: Helena Rossner.
14. Veronika Schlatzke, geboren am 6. Februar 1790, gestorben am 7. Mai 1835. Vater: Heinrich Schlatzke. Mutter: Elisabeth Scholz, geboren vor 1770.
15. Anton Ploschke, geboren vor 1775. Er heiratete Elisabeth Kaschinski. Beruf: Robothgärtner. 16. Elisabeth Kaschinski, geboren vor 1775.
17. Anton Müller, Todesdatum unbekannt. Er heiratete Elisabeth Steiner. Beruf: Hofgärtner. 18. Elisabeth Steiner, Todesdatum unbekannt.
19. Melchior Zimmermann, geboren vor 1762. Er heiratete Elisabeth Hoppe. Beruf: Hofegärtner. 20. Elisabeth Hoppe, geboren vor 1762.
21. Michael Bulitz, Todesdatum unbekannt. Er heiratete Helena Rossner. 22. Helena Rossner, Todesdatum unbekannt. Beruf/Stand: Inwohner.
23. Heinrich Schlatzke, Todesdatum unbekannt. Er heiratete Elisabeth Scholz. Beruf: Freigärtner. 24. Elisabeth Scholz, geboren vor 1770. Kommentar: Herkunftsanalyse durch iGENEA / Herkunft um 1000 n. Chr. Irland.
1. Karl Herrmann Peuker, geboren am 22. August 1887 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben am 20. Oktober 1931 in Breslau, Schlesien.
Andere Ereignisse im Leben von Karl Herrmann Peuker:
Beruf: Postschaffner
Religion: Protestantisch
Vater: 2. Gottfried Johann Peuker, geboren am 15. November 1836 in Neu Limburg, Kreis Brieg, Niederschlesien, und
gestorben am 17. Juni 1901.
Mutter: 3. Auguste Peuker, geboren am 27. Oktober 1847 und gestorben am 28. September 1908.
2. Gottfried Johann Peuker, geboren am 15. November 1836 in Neu Limburg, Kreis Brieg, Niederschlesien, und gestorben am 17. Juni 1901. Er heiratete Auguste Peuker.
Andere Ereignisse im Leben von Gottfried Johann Peuker:
Beruf: Halbbauer
Vater: 4. Gottfried Peuker, geboren am 19. April 1809 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem
unbekannten Datum.
Mutter: 5. Susanna Elisabeth May, geboren vor 1816 und gestorben am 18. Februar 1878 in Groß Döbern, Kreis Brieg.
3. Auguste Peuker, geboren am 27. Oktober 1847 und gestorben am 28. September 1908.
Vater: 6. Daniel Peuker, geboren am 16. April 1820 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 7. Rosina Fiedler, geboren am 12. Januar 1824 und gestorben an einem unbekannten Datum.
4. Gottfried Peuker, geboren am 19. April 1809 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Susanna Elisabeth May.
Andere Ereignisse im Leben von Gottfried Peuker:
Beruf: Bauer
Vater: 8. Johann Peuker, geboren am 1. Mai 1780 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem unbekannten
Datum.
Mutter: 9. Maria Fiedler, geboren am 22. Juni 1783 und gestorben an einem unbekannten Datum.
5. Susanna Elisabeth May, geboren vor 1816 und gestorben am 18. Februar 1878 in Groß Döbern, Kreis Brieg.
Vater: 10. Heinrich May, geboren vor 1789 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 11. Rosina Wielun, geboren in Groß Leubusch, Niederschlesien, und gestorben an einem unbekannten Datum.
6. Daniel Peuker, geboren am 16. April 1820 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Rosina Fiedler.
Andere Ereignisse im Leben von Daniel Peuker:
Beruf: Einlieger
Vater: 12. Johann Peuker, geboren am 1. Mai 1780 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem
unbekannten Datum.
Mutter: 13. Maria Fiedler, geboren am 22. Juni 1783 und gestorben an einem unbekannten Datum.
7. Rosina Fiedler, geboren am 12. Januar 1824 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Vater: 14. Gottfied Fiedler, geboren am 8. April 1799 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 15. Susanne Skrabisch, geboren am 20. Februar 1804 und gestorben an einem unbekannten Datum.
8. Johann Peuker, geboren am 1. Mai 1780 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Maria Fiedler.
Andere Ereignisse im Leben von Johann Peuker:
Beruf: Bauer
Vater: 16. Christoph Peuker, geboren im Jahr 1740 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem
unbekannten Datum.
Mutter: 17. Maria Baum, geboren am 4. Januar 1756 und gestorben an einem unbekannten Datum.
9. Maria Fiedler, geboren am 22. Juni 1783 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Vater: 18. Fiedler, geboren vor 1760 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 19. Rosina Szczyrbrok, gestorben an einem unbekannten Datum.
10. Heinrich May, geboren vor 1789 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Rosina Wielun.
Andere Ereignisse im Leben von Heinrich May:
Beruf: Bauer
11. Rosina Wielun, geboren in Groß Leubusch, Niederschlesien, und gestorben an einem unbekannten Datum.
12. Johann Peuker, geboren am 1. Mai 1780 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Maria Fiedler.
Andere Ereignisse im Leben von Johann Peuker:
Beruf: Bauer
Vater: 20. Christoph Peuker, geboren im Jahr 1740 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem
unbekannten Datum.
Mutter: 21. Maria Baum, geboren am 4. Januar 1756 und gestorben an einem unbekannten Datum.
13. Maria Fiedler, geboren am 22. Juni 1783 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Vater: 22. Fiedler, geboren vor 1760 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 23. Rosina Szczyrbrok, gestorben an einem unbekannten Datum.
14. Gottfied Fiedler, geboren am 8. April 1799 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Susanne Skrabisch.
Andere Ereignisse im Leben von Gottfied Fiedler:
Beruf: Bauer
Vater: 24. Gottfied Fiedler, geboren vor 1779 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 25. Anna Lartke, geboren vor 1779 und gestorben an einem unbekannten Datum.
15. Susanne Skrabisch, geboren am 20. Februar 1804 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Vater: 26. Johann Georg Skarabisch (Kretschmer), geboren vor 1784 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 27. Susanne Scholtz, geboren vor 1784 und gestorben an einem unbekannten Datum.
16. Christoph Peuker, geboren im Jahr 1740 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Maria Baum.
Andere Ereignisse im Leben von Christoph Peuker:
Beruf: Bauer
17. Maria Baum, geboren am 4. Januar 1756 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Vater: 28. Kasper Baum, geboren vor 1720 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 29. Anna Angerhäusler, geboren vor 1720 und gestorben an einem unbekannten Datum.
18. Fiedler, geboren vor 1760 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Rosina Szczyrbrok.
19. Rosina Szczyrbrok, gestorben an einem unbekannten Datum.
20. Christoph Peuker, geboren im Jahr 1740 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Maria Baum.
Andere Ereignisse im Leben von Christoph Peuker:
Beruf: Bauer
21. Maria Baum, geboren am 4. Januar 1756 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Vater: 30. Kasper Baum, geboren vor 1720 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 31. Anna Angerhäusler, geboren vor 1720 und gestorben an einem unbekannten Datum.
22. Fiedler, geboren vor 1760 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Rosina Szczyrbrok.
23. Rosina Szczyrbrok, gestorben an einem unbekannten Datum.
24. Gottfied Fiedler, geboren vor 1779 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Anna Lartke.
25. Anna Lartke, geboren vor 1779 und gestorben an einem unbekannten Datum.
26. Johann Georg Skarabisch (Kretschmer), geboren vor 1784 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Susanne Scholtz.
27. Susanne Scholtz, geboren vor 1784 und gestorben an einem unbekannten Datum.
28. Kasper Baum, geboren vor 1720 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Anna Angerhäusler.
29. Anna Angerhäusler, geboren vor 1720 und gestorben an einem unbekannten Datum.
30. Kasper Baum, geboren vor 1720 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Anna Angerhäusler.
31. Anna Angerhäusler, geboren vor 1720 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Groß Döbern, polnisch Dobrzyn, war ein Dorf im Kreis Brieg. Für die Familiengeschichte ist der Ort besonders wichtig, weil hier frühe Peuker-Spuren und die Verbindung nach Neu Limburg zusammenlaufen.
Einwohner: 886
Kirchen: keine eigene Kirche genannt
Schulen: 1 evangelische Schule
Bürgermeister: Karl Weinert, Rheda/Wiedenbrück
Lehrer: Hauptlehrer Seliger, † 1952 in Avenwedde
Heimatortvertrauensmann: Karl Weinert, siehe oben
Der alte Ortsname Dobrin soll ein Grenzortname gewesen sein. Diese Deutung passt zur historischen Lage: Noch unter Herzog Boleslaus, der von 1311 bis 1352 regierte, verlief die Distriktsgrenze nur etwa eine Meile nördlich der Oder. In der Nähe befand sich außerdem die Grenzburg Ottag, die vermutlich an der Stelle des späteren Altschlosses zu suchen ist.
Der Name Döbern weist auf eine Herkunft aus vordeutscher Zeit hin. Auch der sogenannte Honigzins, zu dem die Bewohner verpflichtet waren, deutet auf ältere Besitz- und Abgabeverhältnisse hin. Später besaß das Dorf deutsches Recht und stand zugleich unter privater Grundherrschaft.
Im Jahr 1330 war Gunter von Blankenburg Grundherr von Groß Döbern. Ihm folgten im Laufe der Jahrhunderte mehrere weitere Grundherren. Erst 1675 wurde der Ort herzogliches Kammergut. Im Jahr 1783 zählte man in Groß Döbern 18 Bauern.
Auch im 20. Jahrhundert blieb Groß Döbern deutlich landwirtschaftlich geprägt. Noch 1945 gab es eine Freischoltisei. Zu Groß Döbern gehörten außerdem Klein Döbern und Smortave. Den rein landwirtschaftlichen Charakter hat die Gemeinde bis zur Vertreibung weitgehend beibehalten.
Für die Peuker-Familiengeschichte ist besonders wichtig, dass Groß Döbern und Neu Limburg räumlich eng zusammenlagen. Dadurch liegt eine Verbindung zwischen den dort vorkommenden Peuker-Linien nahe, auch wenn ein eindeutiger genealogischer Beweis dafür bisher noch fehlt.
Brieg war die Kreisstadt des gleichnamigen Kreises in Niederschlesien und damit der wichtigste Verwaltungs- und Marktort für die umliegenden Dörfer wie Groß Döbern, Neu Limburg und Scheidelwitz. Für viele Familien aus dem ländlichen Umfeld war Brieg der nächste größere Bezugspunkt: Amtswege, Handel, Schule, Bahnverbindungen und später auch Arbeitsmöglichkeiten führten in die Stadt.
Die Stadt lag an der Oder und war historisch durch ihre Lage zwischen Breslau, Ohlau und Oppeln geprägt. Für die Familiengeschichte der Peuker ist Brieg vor allem als regionales Zentrum wichtig. Auch wenn die Familie selbst aus Groß Döbern und Neu Limburg stammt, gehörten diese Orte zum Kreis Brieg. Kirchenbücher, Standesamtsregister, Verwaltungsangaben und Ortsbeschreibungen müssen daher immer im Zusammenhang mit Brieg gelesen werden.
Brieg steht damit nicht nur für eine Stadt, sondern für den gesamten Herkunftsraum der Familie: Groß Döbern, Neu Limburg, Scheidelwitz, Groß Leubusch und weitere Orte des Kreises bildeten ein eng verbundenes Siedlungs- und Familiennetz.
Königshütte-Colonie / historische Ansichten
Ortsangaben:
Einwohner: 528
Kirchen: keine eigene Kirche genannt
Schulen: 1 evangelische Schule
Bürgermeister: Martin Kosok, Anschrift bei der Betreuungsstelle Brieg zu erfragen
Standesbeamter: Willi Raabe, siehe Scheidelwitz
Pfarrer: Pastor Dreichlich, Scheidelwitz
Lehrer: Gerhard, vermisst, und Frl. Schwertner
Heimatortvertrauensmann: Willi Peuker, Iserlohn, Tannenweg 28
Die nachfolgenden Hinweise zu Neu Limburg stammen aus dem Buch „Neu Limburg – Die drei schicksalhaften Wege“ von Reinhard Frohne. Für die weitere Beschäftigung mit dem Ort ist dieses Buch eine wichtige Quelle und ausdrücklich empfehlenswert.
Neu Limburg liegt dicht unter dem 51. nördlichen Breitengrad und damit ungefähr auf der Höhe von Köln am Rhein. Der Ort befindet sich auf etwa 130 Meter über dem Meeresspiegel. Bemerkenswert ist dabei, dass diese Höhenlage etwa einen Meter unter dem Normalwasserstand der Oder bei Linden liegt. Die Oder selbst befindet sich in südwestlicher Richtung ungefähr 8 Kilometer vom Ort entfernt.
Das Gelände um Neu Limburg ist flach. Im Südwesten und Westen wird es vom Laubwald des Oderwaldes begrenzt, im Norden und Nordosten vom Nadelwald des Heidewaldes. Durch diese Lage war die Ortschaft immer wieder hochwassergefährdet. Besonders schwere Überschwemmungen ereigneten sich in den Jahren 1829, 1830, 1831 und 1834. Erst mit dem Bau von Polderdämmen, Pumpstationen und Entflutungsgräben in den Jahren 1930 bis 1934 nahm diese Gefahr deutlich ab.
Gegründet wurde Neu Limburg im Jahr 1771 als reine Bauernsiedlung. Zunächst standen rund 300 Hektar Ackerfläche zur Verfügung. Diese Fläche reichte aus, um 30 Hofstellen anzulegen. Die Kolonie Neu Limburg geht auf das fränkische Grafengeschlecht von Limpurg-Speckfeld zurück. Die Mehrzahl der ersten Siedler kam ebenfalls aus Franken, besonders aus dem Gebiet um Markt Einersheim.
Neu Limburg war als Straßendorf angelegt. Zum Ort gehörten der Ortsteil Altschloß und das kleine Rittergut Liednitz. Altschloß ist deutlich älter als Neu Limburg; hier befand sich bereits eine vorgeschichtliche Befestigungsanlage. Im Jahr 1771 wurde Altschloß der friderizianischen Kolonie Neu Limburg zugeschlagen.
Verwaltungsmäßig gehörte Neu Limburg zum Amtsbezirk Scheidelwitz, etwa 3,5 Kilometer entfernt. Die Kreisstadt Brieg lag rund 10 Kilometer entfernt, die Regierungsbezirksstadt Breslau etwa 35 Kilometer. Die Poststation war Groß Leubusch.
Für die Peuker-Familiengeschichte ist Neu Limburg besonders interessant, weil es in unmittelbarer Nachbarschaft zu Groß Döbern lag. Die Nachbargemeinden waren Groß Döbern mit 1075 Einwohnern und Peisterwitz mit 3052 Einwohnern; sie lagen etwa 2 beziehungsweise 4 Kilometer von Neu Limburg entfernt. Gerade diese enge räumliche Nähe macht mögliche Verbindungen zwischen den Peuker-Linien aus Groß Döbern und Neu Limburg genealogisch besonders spannend.
Leubusch bestand ursprünglich aus zwei Dörfern: Klein-Leubusch im westlichen Bereich bei der Kirche und Groß-Leubusch im östlichen Bereich beim heutigen Gemeindeamt. Beide Orte lagen an unterschiedlichen Verkehrsachsen. Daraus erklärt sich die bis heute unregelmäßige Siedlungsstruktur.
Erstmals erwähnt wurde Leubusch im Jahr 1264 als Lubych. Der Name ist slawischen Ursprungs und hängt vermutlich mit dem Namen Lubiesz zusammen. Über die Jahrhunderte erschienen verschiedene deutsche und polnische Namensformen wie Lubisch, Leubusch, Lubies sowie Klein- und Groß-Leubisch. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand der heutige polnische Name Lubsza.
Die Region war über lange Zeit zweisprachig geprägt. Noch im 19. Jahrhundert verstand ein großer Teil der Bevölkerung kein Deutsch, sondern folgte dem Gottesdienst auf Polnisch. Ein Dokument von 1845 nennt den Ort noch Lubies.
Politisch und wirtschaftlich war Leubusch eng mit der Stadt Brieg verbunden. Der Leubuscher Wald wurde 1264 der Stadt Brieg übertragen. Später kamen auch die beiden Dörfer in städtischen Besitz. Seit dem 14. Jahrhundert gehörte Leubusch für mehrere Jahrhunderte der Stadt Brieg. Dabei kam es immer wieder zu Grenzfragen zwischen Stadt und Fürsten, die durch genaue Grenzfeststellungen beigelegt wurden.
Wirtschaftlich war Leubusch für seine Tonvorkommen bekannt, die von Brieger Töpfern genutzt wurden. Außerdem war die Umgebung mit ihren Wäldern ein beliebtes Jagdgebiet. Die Brieger Piasten besaßen dort ein Jagdschloss.
Kirchlich gab es ebenfalls zwei historische Schwerpunkte. In Klein-Leubusch bestand vermutlich schon im Mittelalter eine Kirche. 1822 wurde dort eine evangelische Fachwerkkirche errichtet, später durch Mauerwerk ersetzt und um einen Turm ergänzt. Nach 1945 wurde sie katholisch. In Groß-Leubusch entstand um 1707 eine katholische Kirche, die 1945 beschädigt und nach 1954 abgerissen wurde.
Die verwaltungsmäßige Zusammenlegung von Groß- und Klein-Leubusch erfolgte erst 1929. Vor dem Krieg war Leubusch mit über 2.000 Einwohnern die größte Landgemeinde im Kreis Brieg.
Der Zweite Weltkrieg bedeutete auch für die Familien Peuker und Pichetta einen tiefen Einschnitt. Bis 1945 lebte die Familie in Breslau, zuletzt in der Brandenburger Straße 52. Karl-Hermann Peuker war Postschaffner in Breslau. Er starb bereits 1931; nach mündlicher Familienüberlieferung soll er in der Oder ertrunken sein.
Während des Krieges entwickelte sich Breslau zu einem wichtigen Verkehrs- und Verwaltungszentrum des Deutschen Reiches. Die Stadt wurde ab 1944 zunehmend vom Krieg geprägt. Mit dem Vormarsch der Roten Armee Anfang 1945 begann für viele schlesische Familien eine Zeit von Angst, Unsicherheit und Verlust. Breslau wurde zur „Festung Breslau“ erklärt. Große Teile der Bevölkerung mussten die Stadt verlassen oder gerieten zwischen Fronten, Bombardierungen und Kampfhandlungen.
Die Kämpfe um Breslau dauerten bis Mai 1945 und hinterließen eine weitgehend zerstörte Stadt. Viele Bewohner verloren ihre Wohnungen, ihre Heimat oder Angehörige. Zahlreiche schlesische Familien flohen in den letzten Kriegsmonaten nach Westen oder wurden nach Kriegsende vertrieben.
Auch Teile der Familie Peuker und Pichetta verließen Schlesien. Martha Pichetta, geborene Peuker (* 24.12.1914 in Breslau), war seit dem 24. Dezember 1940 mit Alfred Pichetta (* 1915) verheiratet. Gemeinsam mit ihrer Tochter Christine (* 1944), Auguste Knopp geborene Peuker sowie der Großmutter Anna Peuker gelangte die Familie nach Nordrhein-Westfalen. Stationen nach der Flucht waren unter anderem Eisenach und danach Wermelskirchen.
Wie bei vielen schlesischen Familien bedeutete die Flucht nicht nur den Verlust der Heimat, sondern auch den Verlust gewachsener Nachbarschaften, Besitzungen und familiärer Bindungen. Dennoch blieben Erinnerungen an Breslau erhalten. „Aua schreit der Bauer, aber nicht der Breslauer!“, sagte meine Oma immer. Die Erinnerung an Groß Döbern wurde in der Familie dagegen kaum gepflegt; meine Großeltern sahen sich immer als Großstädter.
Die NS-Zeit, der Krieg und die Vertreibung wurden in der Familie offiziell nie thematisiert. Ich denke, das war ihre Art, mit den schrecklichen Ereignissen umzugehen. Mein Opa Alfred saß zudem vier Jahre in einem Kriegsgefangenenlager in Russland, was ihn sicherlich ebenfalls schwer traumatisiert hat. Meine Mutter Christine wurde 1944 geboren, also schon mitten im Krieg.
Die Geschichte der Familien Pichetta und Peuker steht damit beispielhaft für viele schlesische Familiengeschichten zwischen ländlicher Herkunft, dem Leben im alten Breslau sowie Flucht, Vertreibung und Neubeginn nach 1945.
Die Geschwister meiner Oma beziehungsweise deren Nachfahren sind über ganz Deutschland verteilt, so zum Beispiel in Thüringen und Bayern.
Von der Flucht hat meine Oma ganz selten erzählt. Ihre Erlebnisse waren wohl sehr schlimm, aber die Familie konnte sich in Westdeutschland ein neues Leben aufbauen. Sie hat ihren Frieden in Sendenhorst, meiner Heimatstadt, gefunden.
Am 24. Dezember 1940 heirateten Alfred Pichetta und Martha Peuker in Breslau. in Niederschlesien. Dieser Ort ist nicht zu verwechseln mit dem ca. 40 km entfernten Ort Groß Döbern, Kreis Oppeln! Es gibt 2weitere Forscherkollegen, die in diesem Raum ebenfalls den Namen Peuker erforschen, Hr. Knorr und Fr. Serwaty. Ihre Peuker's waren im Nachbarort von Groß Döbern, Neu Limburg, ansässig. Da die beiden Dörfer nur 1 km auseinander liegen, glaube ich fest an die Beziehung der Sippen, leider ist bis heute ein Beweis nicht erbracht. Ahnen Knorr Ahnen Servaty
Peuker – Ackermann – Müller – Bulitz – Schlatzke – Scholz – usw. Diese ur-mütterliche Linie wurde genetisch durch iGENEA analysiert. Es geht dabei um die direkte Mutterlinie: Mutter, Großmutter, Urgroßmutter und so weiter.
Über mtDNA kann man die rein mütterliche Abstammungslinie untersuchen lassen. Diese Linie wird ausschließlich von der Mutter an ihre Kinder weitergegeben. Dadurch lässt sich eine sehr alte Herkunftslinie nachzeichnen, auch wenn die genealogischen Urkunden viel früher abbrechen.
Was mag wohl meine Vorfahren veranlasst haben, im Mittelalter von Irland nach Schlesien auszuwandern? Das Ganze ist nicht unumstritten und auch nicht ganz billig, aber mir war es den Spaß wert. Und ich habe bei der männlichen Linie einen Erfolg erzielt.
Peucker(t) ist im Schlesischen Namenbuch u. a. für Liegnitz, Görlitz, Sagan, Öls, Ratibor und Oppeln belegt. Die entrundete Form Pei(c)kert erscheint u. a. in Ratibor, Neisse, Görlitz und Liegnitz.
Der Name wird aus mittelhochdeutsch pukaere hergeleitet: „Paukenschläger, Trommler“. Die Pauker gehörten mit den Pfeifern und Fiedlern zur Zunft der Spielleute und Stadtmusiker. Frühe Belege: Nickil pwker der stocmeister 1346 Breslau; Hensil pewker 1380 Liegnitz; Michel Peucker 1513 Görlitz.
Aus der Ahnentafel: Angaben über das Geschlecht der Peuker in Groß-Döbern. Frühere Namensform Peucker, ursprüngliche Form Peicker.
Erste Eintragung im Kirchenbuch von Groß Döbern [? — das müsste Scheidelwitz gewesen sein]: George Peickers von Döbern. Eva Täufling, Hauswirtin am 15. September 1676.
Erster ermittelter Peuker ist Christoph Peuker, geboren 1740. Er war Landwirt, wie die weiteren vier Generationen seiner Familie.
Früheste direkte Vorfahren von mir sind die Eltern seiner Frau Maria Baum, geboren am 4. Januar 1756: Kasper Baum und Anna Angerhäusler, geboren vor 1736.
Karl-Herrmann Peuker, mein Urgroßvater, wurde am 22. August 1878 in Groß Döbern geboren. Er war verheiratet mit Anna Paulina Peuker, geb. Ackermann, wohnhaft 1940 in der Alexisstraße 2 in Breslau.
Sie hatten sechs Kinder: Kurt (*1908), Georg (*1909), Auguste (*1911), Martha (*24.12.1914, meine Großmutter), Margaretha Augusta (*1916, †1918) und Gerhard Karl (*1923).
K.-H. Peuker war Postschaffner und starb 1931 in Breslau. Nach mündlicher Überlieferung ist er in der Oder ertrunken. Meine Oma Martha Pichetta geb. Peuker lebte mit Alfred Pichetta bis zur Flucht in der Brandenburger Straße 52 in Breslau.
Nebenlinien der Peuker sind u. a. Ackermann, Fiedler, Müller und Nitsche. Die Links zu den Forscherkollegen mit wahrscheinlichen Verwandten Peukers:
Christoph Peuker (* 1740, Groß Döbern) oo Maria Baum (* 04.01.1756)
└── Johann Peuker (* 01.05.1780, Groß Döbern) oo Maria Fiedler (* 22.06.1783)
├── Gottfried Peuker (* 19.04.1809, Groß Döbern) oo Susanna Elisabeth May († 18.02.1878)
│ └── Gottfried Johann Peuker (* 15.11.1836 Neu Limburg, † 17.06.1901)
│ oo Auguste Peuker (* 27.10.1847, † 28.09.1908)
│ Kinder:
│ ├── Carl Peuker (* 17.02.1875, † 05.03.1875)
│ ├── Louise Henriette Peuker (* 1877, † 11.12.1878)
│ ├── Karl Hermann Peuker (* 22.08.1878 Groß Döbern, † 20.10.1931 Breslau)
│ ├── Carl Robert Peuker (* 18.06.1881, † 23.05.1882)
│ ├── Anna Rosina Peuker († 06.03.1882)
│ └── Hermann Peuker (* 08.08.1884)
└── Daniel Peuker (* 16.04.1820) oo Rosina Fiedler (* 12.01.1824)
└── Auguste Peuker (* 27.10.1847, † 28.09.1908)
Karl Hermann Peuker (* 22.08.1878 Groß Döbern, † 20.10.1931 Breslau)
oo Anna Pauline Ackermann (* 06.10.1884, † 26.11.1955 Köln)
├── Kurt Peuker (* 1908)
├── Georg Peuker (* 1909)
├── Auguste Peuker (* 1911)
├── Martha Peuker (* 24.12.1914 Breslau, † 10.12.1996 Sendenhorst)
│ oo Alfred Pichetta (* 1915, † 1980), Heirat 24.12.1940 Breslau
│ └── Christine Maria Pichetta (* 1944)
├── Margaretha Augusta Peuker (* 1916, † 1918)
└── Gerhard Karl Peuker (* 1923)
Nach mündlicher Überlieferung war Anna Pauline Ackermann in ihrer Jugend Dienstmädchen bei „von Ohlen und Adlerskron“. Da ich bisher nur ihre direkten Vorfahren und nicht die dazugehörigen Orte vollständig habe, bleibt diese Spur ein wichtiger Ansatz für weitere Forschung.
Meine Urgroßmutter muss ein wandelndes Sprüchelexikon gewesen sein. Viele ihrer Weisheiten habe ich über meine Mutter übernommen.
Die Familie Ackermann stammt nach neuesten Erkenntnissen aus Osseg. Die Linie führt über Ackermann, Müller, Nitsche, Ploschke, Bulitz, Schlatzke und weitere Familien.
1. Anna Pauline Ackermann, geboren am 6. Oktober 1884 in ???, Niederschlesien, gestorben am 26. November 1955 in Köln. Weitere Angaben: Versch. 1941 Breslau, Schlesien, Alexisstraße 2; Religion: protestantisch.
Vater: Heinrich Ackermann, geboren am 20. Juni 1858, Todesdatum unbekannt.
Mutter: Pauline Müller, geboren am 26. Januar 1852, Todesdatum unbekannt.
2. Heinrich Ackermann, geboren am 20. Juni 1858, Todesdatum unbekannt. Er heiratete Pauline Müller. Vater: Franz Ackermann, geboren 1823, gestorben am 8. März 1903. Mutter: Hedwig Nitsche, geboren am 19. Januar 1827, gestorben am 30. Mai 1909.
3. Pauline Müller, geboren am 26. Januar 1852, Todesdatum unbekannt. Vater: Anton Müller, geboren am 23. Mai 1819, gestorben am 18. Dezember 1874. Mutter: Theresia Bulitz, geboren am 13. April 1821, gestorben am 9. April 1860.
4. Franz Ackermann, geboren 1823, gestorben am 8. März 1903. Er heiratete Hedwig Nitsche. Beruf: Auszügler. Vater: Franz Ackermann, geboren vor 1803.
5. Hedwig Nitsche, geboren am 19. Januar 1827, gestorben am 30. Mai 1909. Vater: Franz Nitsche, geboren vor 1807. Mutter: Hedwig Ploschke, geboren am 19. Oktober 1795.
6. Anton Müller, geboren am 23. Mai 1819, gestorben am 18. Dezember 1874. Er heiratete Theresia Bulitz. Vater: Josef Müller, geboren am 3. November 1782. Mutter: Anna Elisabeth Zimmermann, geboren am 3. April 1786, gestorben am 25. März 1845.
7. Theresia Bulitz, geboren am 13. April 1821, gestorben am 9. April 1860. Vater: Michael Bulitz, geboren am 5. Juni 1789. Mutter: Veronika Schlatzke, geboren am 6. Februar 1790, gestorben am 7. Mai 1835.
8. Franz Ackermann, geboren vor 1803, Todesdatum unbekannt.
9. Franz Nitsche, geboren vor 1807. Er heiratete Hedwig Ploschke. 10. Hedwig Ploschke, geboren am 19. Oktober 1795. Vater: Anton Ploschke, geboren vor 1775. Mutter: Elisabeth Kaschinski, geboren vor 1775.
11. Josef Müller, geboren am 3. November 1782. Er heiratete Anna Elisabeth Zimmermann. Vater: Anton Müller. Mutter: Elisabeth Steiner.
12. Anna Elisabeth Zimmermann, geboren am 3. April 1786, gestorben am 25. März 1845. Vater: Melchior Zimmermann, geboren vor 1762. Mutter: Elisabeth Hoppe, geboren vor 1762.
13. Michael Bulitz, geboren am 5. Juni 1789. Er heiratete Veronika Schlatzke. Vater: Michael Bulitz. Mutter: Helena Rossner.
14. Veronika Schlatzke, geboren am 6. Februar 1790, gestorben am 7. Mai 1835. Vater: Heinrich Schlatzke. Mutter: Elisabeth Scholz, geboren vor 1770.
15. Anton Ploschke, geboren vor 1775. Er heiratete Elisabeth Kaschinski. Beruf: Robothgärtner. 16. Elisabeth Kaschinski, geboren vor 1775.
17. Anton Müller, Todesdatum unbekannt. Er heiratete Elisabeth Steiner. Beruf: Hofgärtner. 18. Elisabeth Steiner, Todesdatum unbekannt.
19. Melchior Zimmermann, geboren vor 1762. Er heiratete Elisabeth Hoppe. Beruf: Hofegärtner. 20. Elisabeth Hoppe, geboren vor 1762.
21. Michael Bulitz, Todesdatum unbekannt. Er heiratete Helena Rossner. 22. Helena Rossner, Todesdatum unbekannt. Beruf/Stand: Inwohner.
23. Heinrich Schlatzke, Todesdatum unbekannt. Er heiratete Elisabeth Scholz. Beruf: Freigärtner. 24. Elisabeth Scholz, geboren vor 1770. Kommentar: Herkunftsanalyse durch iGENEA / Herkunft um 1000 n. Chr. Irland.
1. Karl Herrmann Peuker, geboren am 22. August 1887 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben am 20. Oktober 1931 in Breslau, Schlesien.
Andere Ereignisse im Leben von Karl Herrmann Peuker:
Beruf: Postschaffner
Religion: Protestantisch
Vater: 2. Gottfried Johann Peuker, geboren am 15. November 1836 in Neu Limburg, Kreis Brieg, Niederschlesien, und
gestorben am 17. Juni 1901.
Mutter: 3. Auguste Peuker, geboren am 27. Oktober 1847 und gestorben am 28. September 1908.
2. Gottfried Johann Peuker, geboren am 15. November 1836 in Neu Limburg, Kreis Brieg, Niederschlesien, und gestorben am 17. Juni 1901. Er heiratete Auguste Peuker.
Andere Ereignisse im Leben von Gottfried Johann Peuker:
Beruf: Halbbauer
Vater: 4. Gottfried Peuker, geboren am 19. April 1809 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem
unbekannten Datum.
Mutter: 5. Susanna Elisabeth May, geboren vor 1816 und gestorben am 18. Februar 1878 in Groß Döbern, Kreis Brieg.
3. Auguste Peuker, geboren am 27. Oktober 1847 und gestorben am 28. September 1908.
Vater: 6. Daniel Peuker, geboren am 16. April 1820 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 7. Rosina Fiedler, geboren am 12. Januar 1824 und gestorben an einem unbekannten Datum.
4. Gottfried Peuker, geboren am 19. April 1809 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Susanna Elisabeth May.
Andere Ereignisse im Leben von Gottfried Peuker:
Beruf: Bauer
Vater: 8. Johann Peuker, geboren am 1. Mai 1780 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem unbekannten
Datum.
Mutter: 9. Maria Fiedler, geboren am 22. Juni 1783 und gestorben an einem unbekannten Datum.
5. Susanna Elisabeth May, geboren vor 1816 und gestorben am 18. Februar 1878 in Groß Döbern, Kreis Brieg.
Vater: 10. Heinrich May, geboren vor 1789 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 11. Rosina Wielun, geboren in Groß Leubusch, Niederschlesien, und gestorben an einem unbekannten Datum.
6. Daniel Peuker, geboren am 16. April 1820 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Rosina Fiedler.
Andere Ereignisse im Leben von Daniel Peuker:
Beruf: Einlieger
Vater: 12. Johann Peuker, geboren am 1. Mai 1780 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem
unbekannten Datum.
Mutter: 13. Maria Fiedler, geboren am 22. Juni 1783 und gestorben an einem unbekannten Datum.
7. Rosina Fiedler, geboren am 12. Januar 1824 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Vater: 14. Gottfied Fiedler, geboren am 8. April 1799 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 15. Susanne Skrabisch, geboren am 20. Februar 1804 und gestorben an einem unbekannten Datum.
8. Johann Peuker, geboren am 1. Mai 1780 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Maria Fiedler.
Andere Ereignisse im Leben von Johann Peuker:
Beruf: Bauer
Vater: 16. Christoph Peuker, geboren im Jahr 1740 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem
unbekannten Datum.
Mutter: 17. Maria Baum, geboren am 4. Januar 1756 und gestorben an einem unbekannten Datum.
9. Maria Fiedler, geboren am 22. Juni 1783 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Vater: 18. Fiedler, geboren vor 1760 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 19. Rosina Szczyrbrok, gestorben an einem unbekannten Datum.
10. Heinrich May, geboren vor 1789 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Rosina Wielun.
Andere Ereignisse im Leben von Heinrich May:
Beruf: Bauer
11. Rosina Wielun, geboren in Groß Leubusch, Niederschlesien, und gestorben an einem unbekannten Datum.
12. Johann Peuker, geboren am 1. Mai 1780 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Maria Fiedler.
Andere Ereignisse im Leben von Johann Peuker:
Beruf: Bauer
Vater: 20. Christoph Peuker, geboren im Jahr 1740 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem
unbekannten Datum.
Mutter: 21. Maria Baum, geboren am 4. Januar 1756 und gestorben an einem unbekannten Datum.
13. Maria Fiedler, geboren am 22. Juni 1783 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Vater: 22. Fiedler, geboren vor 1760 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 23. Rosina Szczyrbrok, gestorben an einem unbekannten Datum.
14. Gottfied Fiedler, geboren am 8. April 1799 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Susanne Skrabisch.
Andere Ereignisse im Leben von Gottfied Fiedler:
Beruf: Bauer
Vater: 24. Gottfied Fiedler, geboren vor 1779 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 25. Anna Lartke, geboren vor 1779 und gestorben an einem unbekannten Datum.
15. Susanne Skrabisch, geboren am 20. Februar 1804 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Vater: 26. Johann Georg Skarabisch (Kretschmer), geboren vor 1784 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 27. Susanne Scholtz, geboren vor 1784 und gestorben an einem unbekannten Datum.
16. Christoph Peuker, geboren im Jahr 1740 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Maria Baum.
Andere Ereignisse im Leben von Christoph Peuker:
Beruf: Bauer
17. Maria Baum, geboren am 4. Januar 1756 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Vater: 28. Kasper Baum, geboren vor 1720 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 29. Anna Angerhäusler, geboren vor 1720 und gestorben an einem unbekannten Datum.
18. Fiedler, geboren vor 1760 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Rosina Szczyrbrok.
19. Rosina Szczyrbrok, gestorben an einem unbekannten Datum.
20. Christoph Peuker, geboren im Jahr 1740 in Groß Döbern, Kreis Brieg, und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Maria Baum.
Andere Ereignisse im Leben von Christoph Peuker:
Beruf: Bauer
21. Maria Baum, geboren am 4. Januar 1756 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Vater: 30. Kasper Baum, geboren vor 1720 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Mutter: 31. Anna Angerhäusler, geboren vor 1720 und gestorben an einem unbekannten Datum.
22. Fiedler, geboren vor 1760 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Rosina Szczyrbrok.
23. Rosina Szczyrbrok, gestorben an einem unbekannten Datum.
24. Gottfied Fiedler, geboren vor 1779 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Anna Lartke.
25. Anna Lartke, geboren vor 1779 und gestorben an einem unbekannten Datum.
26. Johann Georg Skarabisch (Kretschmer), geboren vor 1784 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Susanne Scholtz.
27. Susanne Scholtz, geboren vor 1784 und gestorben an einem unbekannten Datum.
28. Kasper Baum, geboren vor 1720 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Anna Angerhäusler.
29. Anna Angerhäusler, geboren vor 1720 und gestorben an einem unbekannten Datum.
30. Kasper Baum, geboren vor 1720 und gestorben an einem unbekannten Datum. Er heiratete Anna Angerhäusler.
31. Anna Angerhäusler, geboren vor 1720 und gestorben an einem unbekannten Datum.
Groß Döbern, polnisch Dobrzyn, war ein Dorf im Kreis Brieg. Für die Familiengeschichte ist der Ort besonders wichtig, weil hier frühe Peuker-Spuren und die Verbindung nach Neu Limburg zusammenlaufen.
Einwohner: 886
Kirchen: keine eigene Kirche genannt
Schulen: 1 evangelische Schule
Bürgermeister: Karl Weinert, Rheda/Wiedenbrück
Lehrer: Hauptlehrer Seliger, † 1952 in Avenwedde
Heimatortvertrauensmann: Karl Weinert, siehe oben
Der alte Ortsname Dobrin soll ein Grenzortname gewesen sein. Diese Deutung passt zur historischen Lage: Noch unter Herzog Boleslaus, der von 1311 bis 1352 regierte, verlief die Distriktsgrenze nur etwa eine Meile nördlich der Oder. In der Nähe befand sich außerdem die Grenzburg Ottag, die vermutlich an der Stelle des späteren Altschlosses zu suchen ist.
Der Name Döbern weist auf eine Herkunft aus vordeutscher Zeit hin. Auch der sogenannte Honigzins, zu dem die Bewohner verpflichtet waren, deutet auf ältere Besitz- und Abgabeverhältnisse hin. Später besaß das Dorf deutsches Recht und stand zugleich unter privater Grundherrschaft.
Im Jahr 1330 war Gunter von Blankenburg Grundherr von Groß Döbern. Ihm folgten im Laufe der Jahrhunderte mehrere weitere Grundherren. Erst 1675 wurde der Ort herzogliches Kammergut. Im Jahr 1783 zählte man in Groß Döbern 18 Bauern.
Auch im 20. Jahrhundert blieb Groß Döbern deutlich landwirtschaftlich geprägt. Noch 1945 gab es eine Freischoltisei. Zu Groß Döbern gehörten außerdem Klein Döbern und Smortave. Den rein landwirtschaftlichen Charakter hat die Gemeinde bis zur Vertreibung weitgehend beibehalten.
Für die Peuker-Familiengeschichte ist besonders wichtig, dass Groß Döbern und Neu Limburg räumlich eng zusammenlagen. Dadurch liegt eine Verbindung zwischen den dort vorkommenden Peuker-Linien nahe, auch wenn ein eindeutiger genealogischer Beweis dafür bisher noch fehlt.
Brieg war die Kreisstadt des gleichnamigen Kreises in Niederschlesien und damit der wichtigste Verwaltungs- und Marktort für die umliegenden Dörfer wie Groß Döbern, Neu Limburg und Scheidelwitz. Für viele Familien aus dem ländlichen Umfeld war Brieg der nächste größere Bezugspunkt: Amtswege, Handel, Schule, Bahnverbindungen und später auch Arbeitsmöglichkeiten führten in die Stadt.
Die Stadt lag an der Oder und war historisch durch ihre Lage zwischen Breslau, Ohlau und Oppeln geprägt. Für die Familiengeschichte der Peuker ist Brieg vor allem als regionales Zentrum wichtig. Auch wenn die Familie selbst aus Groß Döbern und Neu Limburg stammt, gehörten diese Orte zum Kreis Brieg. Kirchenbücher, Standesamtsregister, Verwaltungsangaben und Ortsbeschreibungen müssen daher immer im Zusammenhang mit Brieg gelesen werden.
Brieg steht damit nicht nur für eine Stadt, sondern für den gesamten Herkunftsraum der Familie: Groß Döbern, Neu Limburg, Scheidelwitz, Groß Leubusch und weitere Orte des Kreises bildeten ein eng verbundenes Siedlungs- und Familiennetz.
Königshütte-Colonie / historische Ansichten
Ortsangaben:
Einwohner: 528
Kirchen: keine eigene Kirche genannt
Schulen: 1 evangelische Schule
Bürgermeister: Martin Kosok, Anschrift bei der Betreuungsstelle Brieg zu erfragen
Standesbeamter: Willi Raabe, siehe Scheidelwitz
Pfarrer: Pastor Dreichlich, Scheidelwitz
Lehrer: Gerhard, vermisst, und Frl. Schwertner
Heimatortvertrauensmann: Willi Peuker, Iserlohn, Tannenweg 28
Die nachfolgenden Hinweise zu Neu Limburg stammen aus dem Buch „Neu Limburg – Die drei schicksalhaften Wege“ von Reinhard Frohne. Für die weitere Beschäftigung mit dem Ort ist dieses Buch eine wichtige Quelle und ausdrücklich empfehlenswert.
Neu Limburg liegt dicht unter dem 51. nördlichen Breitengrad und damit ungefähr auf der Höhe von Köln am Rhein. Der Ort befindet sich auf etwa 130 Meter über dem Meeresspiegel. Bemerkenswert ist dabei, dass diese Höhenlage etwa einen Meter unter dem Normalwasserstand der Oder bei Linden liegt. Die Oder selbst befindet sich in südwestlicher Richtung ungefähr 8 Kilometer vom Ort entfernt.
Das Gelände um Neu Limburg ist flach. Im Südwesten und Westen wird es vom Laubwald des Oderwaldes begrenzt, im Norden und Nordosten vom Nadelwald des Heidewaldes. Durch diese Lage war die Ortschaft immer wieder hochwassergefährdet. Besonders schwere Überschwemmungen ereigneten sich in den Jahren 1829, 1830, 1831 und 1834. Erst mit dem Bau von Polderdämmen, Pumpstationen und Entflutungsgräben in den Jahren 1930 bis 1934 nahm diese Gefahr deutlich ab.
Gegründet wurde Neu Limburg im Jahr 1771 als reine Bauernsiedlung. Zunächst standen rund 300 Hektar Ackerfläche zur Verfügung. Diese Fläche reichte aus, um 30 Hofstellen anzulegen. Die Kolonie Neu Limburg geht auf das fränkische Grafengeschlecht von Limpurg-Speckfeld zurück. Die Mehrzahl der ersten Siedler kam ebenfalls aus Franken, besonders aus dem Gebiet um Markt Einersheim.
Neu Limburg war als Straßendorf angelegt. Zum Ort gehörten der Ortsteil Altschloß und das kleine Rittergut Liednitz. Altschloß ist deutlich älter als Neu Limburg; hier befand sich bereits eine vorgeschichtliche Befestigungsanlage. Im Jahr 1771 wurde Altschloß der friderizianischen Kolonie Neu Limburg zugeschlagen.
Verwaltungsmäßig gehörte Neu Limburg zum Amtsbezirk Scheidelwitz, etwa 3,5 Kilometer entfernt. Die Kreisstadt Brieg lag rund 10 Kilometer entfernt, die Regierungsbezirksstadt Breslau etwa 35 Kilometer. Die Poststation war Groß Leubusch.
Für die Peuker-Familiengeschichte ist Neu Limburg besonders interessant, weil es in unmittelbarer Nachbarschaft zu Groß Döbern lag. Die Nachbargemeinden waren Groß Döbern mit 1075 Einwohnern und Peisterwitz mit 3052 Einwohnern; sie lagen etwa 2 beziehungsweise 4 Kilometer von Neu Limburg entfernt. Gerade diese enge räumliche Nähe macht mögliche Verbindungen zwischen den Peuker-Linien aus Groß Döbern und Neu Limburg genealogisch besonders spannend.
Leubusch bestand ursprünglich aus zwei Dörfern: Klein-Leubusch im westlichen Bereich bei der Kirche und Groß-Leubusch im östlichen Bereich beim heutigen Gemeindeamt. Beide Orte lagen an unterschiedlichen Verkehrsachsen. Daraus erklärt sich die bis heute unregelmäßige Siedlungsstruktur.
Erstmals erwähnt wurde Leubusch im Jahr 1264 als Lubych. Der Name ist slawischen Ursprungs und hängt vermutlich mit dem Namen Lubiesz zusammen. Über die Jahrhunderte erschienen verschiedene deutsche und polnische Namensformen wie Lubisch, Leubusch, Lubies sowie Klein- und Groß-Leubisch. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand der heutige polnische Name Lubsza.
Die Region war über lange Zeit zweisprachig geprägt. Noch im 19. Jahrhundert verstand ein großer Teil der Bevölkerung kein Deutsch, sondern folgte dem Gottesdienst auf Polnisch. Ein Dokument von 1845 nennt den Ort noch Lubies.
Politisch und wirtschaftlich war Leubusch eng mit der Stadt Brieg verbunden. Der Leubuscher Wald wurde 1264 der Stadt Brieg übertragen. Später kamen auch die beiden Dörfer in städtischen Besitz. Seit dem 14. Jahrhundert gehörte Leubusch für mehrere Jahrhunderte der Stadt Brieg. Dabei kam es immer wieder zu Grenzfragen zwischen Stadt und Fürsten, die durch genaue Grenzfeststellungen beigelegt wurden.
Wirtschaftlich war Leubusch für seine Tonvorkommen bekannt, die von Brieger Töpfern genutzt wurden. Außerdem war die Umgebung mit ihren Wäldern ein beliebtes Jagdgebiet. Die Brieger Piasten besaßen dort ein Jagdschloss.
Kirchlich gab es ebenfalls zwei historische Schwerpunkte. In Klein-Leubusch bestand vermutlich schon im Mittelalter eine Kirche. 1822 wurde dort eine evangelische Fachwerkkirche errichtet, später durch Mauerwerk ersetzt und um einen Turm ergänzt. Nach 1945 wurde sie katholisch. In Groß-Leubusch entstand um 1707 eine katholische Kirche, die 1945 beschädigt und nach 1954 abgerissen wurde.
Die verwaltungsmäßige Zusammenlegung von Groß- und Klein-Leubusch erfolgte erst 1929. Vor dem Krieg war Leubusch mit über 2.000 Einwohnern die größte Landgemeinde im Kreis Brieg.
Der Zweite Weltkrieg bedeutete auch für die Familien Peuker und Pichetta einen tiefen Einschnitt. Bis 1945 lebte die Familie in Breslau, zuletzt in der Brandenburger Straße 52. Karl-Hermann Peuker war Postschaffner in Breslau. Er starb bereits 1931; nach mündlicher Familienüberlieferung soll er in der Oder ertrunken sein.
Während des Krieges entwickelte sich Breslau zu einem wichtigen Verkehrs- und Verwaltungszentrum des Deutschen Reiches. Die Stadt wurde ab 1944 zunehmend vom Krieg geprägt. Mit dem Vormarsch der Roten Armee Anfang 1945 begann für viele schlesische Familien eine Zeit von Angst, Unsicherheit und Verlust. Breslau wurde zur „Festung Breslau“ erklärt. Große Teile der Bevölkerung mussten die Stadt verlassen oder gerieten zwischen Fronten, Bombardierungen und Kampfhandlungen.
Die Kämpfe um Breslau dauerten bis Mai 1945 und hinterließen eine weitgehend zerstörte Stadt. Viele Bewohner verloren ihre Wohnungen, ihre Heimat oder Angehörige. Zahlreiche schlesische Familien flohen in den letzten Kriegsmonaten nach Westen oder wurden nach Kriegsende vertrieben.
Auch Teile der Familie Peuker und Pichetta verließen Schlesien. Martha Pichetta, geborene Peuker (* 24.12.1914 in Breslau), war seit dem 24. Dezember 1940 mit Alfred Pichetta (* 1915) verheiratet. Gemeinsam mit ihrer Tochter Christine (* 1944), Auguste Knopp geborene Peuker sowie der Großmutter Anna Peuker gelangte die Familie nach Nordrhein-Westfalen. Stationen nach der Flucht waren unter anderem Eisenach und danach Wermelskirchen.
Wie bei vielen schlesischen Familien bedeutete die Flucht nicht nur den Verlust der Heimat, sondern auch den Verlust gewachsener Nachbarschaften, Besitzungen und familiärer Bindungen. Dennoch blieben Erinnerungen an Breslau erhalten. „Aua schreit der Bauer, aber nicht der Breslauer!“, sagte meine Oma immer. Die Erinnerung an Groß Döbern wurde in der Familie dagegen kaum gepflegt; meine Großeltern sahen sich immer als Großstädter.
Die NS-Zeit, der Krieg und die Vertreibung wurden in der Familie offiziell nie thematisiert. Ich denke, das war ihre Art, mit den schrecklichen Ereignissen umzugehen. Mein Opa Alfred saß zudem vier Jahre in einem Kriegsgefangenenlager in Russland, was ihn sicherlich ebenfalls schwer traumatisiert hat. Meine Mutter Christine wurde 1944 geboren, also schon mitten im Krieg.
Die Geschichte der Familien Pichetta und Peuker steht damit beispielhaft für viele schlesische Familiengeschichten zwischen ländlicher Herkunft, dem Leben im alten Breslau sowie Flucht, Vertreibung und Neubeginn nach 1945.
Die Geschwister meiner Oma beziehungsweise deren Nachfahren sind über ganz Deutschland verteilt, so zum Beispiel in Thüringen und Bayern.
Von der Flucht hat meine Oma ganz selten erzählt. Ihre Erlebnisse waren wohl sehr schlimm, aber die Familie konnte sich in Westdeutschland ein neues Leben aufbauen. Sie hat ihren Frieden in Sendenhorst, meiner Heimatstadt, gefunden.