Heimatverein Sendenhorst e.V. *1925
Heimatverein Sendenhorst e.V. *1925

2021  2020  2019  2018  2017  2016  2015  2014 & früher  Menü

2015 - Das Jubiläumsjahr                                      

Erinnerung an Joseph Spithöver - Bronzetafel am Geburtshaus 03.12.2015  | WN

Neue Bronzetafel weist auf den ehemaligen Standort des Geburtshauses des Krankenhaus – Stifters hin

 

Bild:Eine Bronzetafel erinnert in der Weststraße an das Geburtshaus von Joseph Spithöver. Hans Homeyer und Werner Dufhues vom Heimatverein und Künstler Basilius Kleinhans brachten die Tafel gestern an.

SENDENHORST An ein Stück Stadtgeschichte mehr erinnert eine Bronzetafel, die von Blasius Kleinhans, im Auftrag des Heimatvereins gefertigt wurde. An der Stelle der Fußgängerzone in Höhe des Ladenlokals „Ihr Platz“ war Joseph Spithöver am 11. Oktober 1813 geboren worden.

„Das Wohnhaus wurde im Jahr 1826 abgerissen“, haben Hans Homeyer und Werner Dufhues vom Vorstand des Heimatvereins im Vorfeld recherchiert. Um an den bedeutenden Wohltäter der Stadt, den Stifter des Krankenhauses zu erinnern, ist an dieser Stelle nun die Tafel angebracht. „Das ist auch unsere Aufgabe“, betonte Dufhues bei der Anbringung und Übergabe an die Öffentlichkeit. Als ausführender Künstler kam wegen der Verbindung der Familie Kleinhans zum St. Josef-Stift nur Basilius Kleinhans infrage, so Hans Homeyer. Mit dem heutigen Grundstückseigentümer, Bernd Gaßner, ist die Aktion besprochen worden.

 

Seit 90 Jahren die Heimat fest im Blick - Verein feiert sein 90 Jahre  19.09.2015 | WN

Sendenhorst. Der Heimatverein Sendenhorst hatte am Donnerstagabend einiges zu feiern: 90 Jahre Heimatverein, 25 Jahre Volkstanzgruppe und 20 Jahre plattdeutscher Krink boten reichlich Anlass „zum Freuen, zum Vorausschauen und auch zum Zurückblicken“, hieß es in der Einladung. Dies tat auch Hans Homeyer, Vorsitzender des Heimatvereins, der zuerst alle Mitglieder, die Gäste des Heimatvereins Albersloh und des Kreisheimatverbandes Beckum-Warendorf sowie die Vorsitzende der Niederdeutschen Bühne Münster, Elisabeth Georges, willkommen hieß und einen kleinen Exkurs in die Historie des Vereins vortrug. Doch an diesem Abend sollten keine großen Reden geschwungen werden, und deshalb überreichte Bürgermeister Berthold Streffing kurz und knapp die Glückwünsche der Stadt und bekundete seine Freude an einer weiteren, engen Zusammenarbeit zwischen Stadt und Verein. Auch Maria Hagedorn, erste stellvertretende Vorsitzende des Kreisheimatvereins Beckum-Warendorf, zollte ihren Respekt für die „sehr beachtliche Arbeit“, die der Sendenhorster Heimatverein, ein wichtiger und einer der ältesten Vereine im Kreis, so Hagedorn, seit seiner Gründung geleistet habe.

Nun war aber die Bühne frei für die „Gestalterin des Abends“, Elisabeth Georges, die knapp eine Stunde lang mit „Ne Mull vull Platt“ amüsante und humorvolle Geschichten verschiedener Autoren erzählte und vorlas. Zum Abschluss wurde noch eine kleine Geschichte des Gründers des Heimatvereins, Wilhelm Langhans, präsentiert, die Georges in einem „kleinen Heftchen“ gefunden hatte, das sie dem Heimatverein als Geschenk für die Einladung unter lautem Beifall übergab.

Als letzter „Programmpunkt“ stand nun nur noch die Suppe an, doch „falls Frau Georges noch weitere Witze und Geschichten auf Lager hat, können wir unmöglich Nein sagen“, kommentierte Hans Homeyer den weiteren Verlauf des Abends.

Lambertusspiel am Donnerstag, 17.09.2015 17.09.2015 CH
 

Bilder: Das Wetter war bescheiden, dafür die Beteiligung sehr gut! Lt. WN 10

0 Personen :-)
18:00 Treffen auf dem Marktplatz vor dem Rathaus, gemeinsamer Marsch zum Hs. Siekmann, Lambertusspiel im Garten - Anschließend Feierstunde zum 90-jährigen Bestehen des Heimatvereins. Trotz des Wetters: Der Brauch ist lebendig und die Kinder und Erwachsenen hatten viel Spaß! Nächstes Jahr wird wieder gesungen, also üben! Sprung nach unten auf der Seite: Der Buer Und: Im nächsten Jahr wir der Heinrich mal der Dumme 

sein und die Liesel die Schlaue! Hier ein paar Pics:  

O Bur, wat kost´t dien Hei?

Gueden Dag Buer inne Stadt!
1. O Bur, wat kost´t dien Hei,

o Bur, wat kost´t dien Kärmis-Hei,

jucheissa-vivat Kärmis-Hei,

o Bur, wat kost´t dien Hei?

2. Mien Hei, dat kost´t ´ne Kron´,...

3. O Bur, dat is viell to dür,...

4. Nu söck sick de Bur ´ne Fru,...

5. Dütt is miene laiwe Fru,...

6. O Bur, wat ´ne schöne Fru,...

7. Nu söck sick de Bur en Kind,...

8. Dütt is mien laiwet Kind,...

9. Oh Bur, wat en schönet Kind,...

10. Nu söck sick de ´ne Magd,...

11. Düt is miene laiwe Magd,...

12. Oh Bur, wat ne schöne Magd,...

13. Nu söck sick de Bur ´nen Knecht,...

14. Dütt is mien laiwe Knecht,...

15. Oh Bur, wat en schönen Knecht,...

16. Nu söck sick de Bur ´nen Rüen,...

17. Dütt is mien laiwen Rüen,...

18. Oh Bur, wat en schönen Rüen,...

19. Nu söck sick de Bur ´nen Knuocken,...

20. Dütt is mien laiwen Knuoken,...

21. O Bur, wat en schönen Knuoken,...

22. Nu söck sich de Bur ´nen Pottlecker,...

23. Dütt is mien laiwen Pottlecker,...

24. O Bur, wat en schönen Pottlecker,...

25. Nu krich´de Bur ´nen Schupp,..

 

13.09.2015 - Tag des offenen Denkmals

 Gewölbesteigung von St. Martin - älteste Schachfiguren im Kommunalforum | CH

 

St. Martin - Gewölbe- und Turmbesteigung

Sendenhorst: Zum Tag des offenen Denkmals führte Heiner Hagemann vom Kirchenvorstand eine Besichtigung des Kirchenturmes und des Gewölbes unter dem Kirchendach. Eine sehr interessante Perspektive, die so erstmal vermutet wird.

Hr. führte Einzelheiten zur Geschichte der Erbauung der Kirche aus. So z.B., dass die Sandstein-Quader aus den Resten der Schleuse bei Greven des Max-Clemens-Kanals stammen. Der Max-Clemens-Kanal von Münster nach Holland wurde 80 Jahre als Kanal benutzt, bevor 1846 der Schiffverkehr auf ihm eingestellt wurde. Diese Gelegenheit wusste Pfarrer Lorenbeck zu nutzen und kaufte die Quader für den Kirchenneubau in Sendenhorst.
Die Steine wurde dann mit Fuhrwerken in mühseeliger Arbeit nach Sendenhorst geschafft. Das Wegenetz war längst nicht so gut ausgebaut wie heute, so dass pro Tag nur ein Quader transportiert werden konnte. Auch zur Kirchturmuhr wurden interessante Details erklärt. Leider konnte der Turm aus Sicherhetsgründen nicht bis oben bestiegen werden, in den östlichen Türmen konnte man erahnen, wie sich der Weg weiter nach oben gestaltet: Steile Metallleitern, die zu weiteren Ebenen führen..
Das Gewölbe an sich erinnert an eine Art Mondlandschaft. Von hier oben werden das Kreuz, die Leuchter und auch der Tannenbaum über Stahlseilzüge gespannt. Über eine Ballustrade kann man rund um das Gewölbe gehen. ZU sehen ist das im folgenden Video von Nico Rose

Schachfiguren und Backgammonsteine im Kommunalforum

Weiteres Highlight des Tages des offenen Denkmals war die Eröffnung der Ausstellung der historischen Schach- und Backgammonsteine im kommunalen Forum. Die aufwendig gefertigten Backgammonsteine aus Knochen und Bronze, sowie die beiden Schachfiguren aus Knochen, waren 2004 auf dem Erweiterungsgelände der Fa. VEKA AG bei Ausgrabungsarbeiten auf dem "Große Hof" gefunden worden. Das Bodendenkmal ist somit als Adelshof zu sehen, da Schach in dieser Zeit - 1000 - 1200 n. Chr. nur in adeligen Kreisen gespielt wurde.Thema auf Sendenhorst Geschichten

Laut Ausführung von Fr. Dr. Rüschhoff-Thale handelt es sich bei dem Hof als einen Hof der Familie Schorlemer, wahrscheinlich sogar deren Stammsitz. Die Schorlemers erreichten überregionale Bedeutung bei der Besiedlung des Raumes jenseits der Elbe. Auch heute noch ist der Name Schorlemer überregional bekannt. Lt- Fr. Dr. Rüschhoff-Thale ist in den nächsten Jahrzehnten noch mit weiteren Funden von Bodendenkmälern zu rechnen, wo genau, das wollte sie jedoch nicht verraten...

Die Schachfiguren sehen eher unspektakulär aus, jedoch ist es schön, dass die Figuren für die Ausstellung in ihre "Heimat" gekommen sind. Der Heimatverein war mit seiner Supporter-Gruppe "Altstadtfreunde" vor Ort. Anschließend wurde der schöne Nachmittag (trotz Regens) mit Bier und Wurst fortgesetzt. 
 

Dondrekiel - Station Time-Shift - Back to the past

Am 4.9. fand das 20 Stunden Spiel Dondrekiel im Rahmen des Stadtjubiläums statt. Wir vom Heimatverein hatten zwei Stationen, dies ist Reise in die Vergangenheit ....| CH

Dondrekiel! Wir hams geschafft....hat mir sehr gut gefallen!!! Wir von der Station "Time-Shift" - Back to the past - historische Puzzle - hatten sehr viel Spaß, auch wenn es morgens um 8 ein wenig zäh wurde... Die Jugend-Gruppen waren auch super! Danke an unsere Gruppe: Marlis, Jürgen, Josef, Mechthild und unsere Supporter! Einen Kurzfilm zu Dondrekiel von Bastian Bonse gibt es hier auf 
Das Team: v.l. M. Erdenberger, C. Hölscher, J. Peuker, J. Strohbücker, M. Ermer

Die Fragen zu allen Bildern:

1) Aufzeigen der Positonen des Fotografen auf der Sendenhorst-Karte
2) 1 Straßenname
3) 3 Dinge, die sich verändert haben
4) 3 Artikel / Dienstleistungen mit denen gehandelt wurde (Vergangenheit)
5) 1 Artikel, mit dem heute gehandelt wurde

Na, wer kennt sich aus? Viele Jugendliche aus Sendenhorst, aber auch aus Albersloh und darüber hinaus kannten sich wirklich gut aus und konnten sich das "alte" Sendenhorst (vor der Stadtsanierung in den 1970ern) sehr gut vorstellen. Eine Gruppe nur aus "Externen" konnte genauso 100 Punkte erzielen, wie eine verschlafene Gruppe, bei denen 2 Teilnehmer am Tisch glatt eingeschlafen waren. Aber, Dondrekiel!, sie haben es geschafft!

Zitate des Abends: "Stand die Kirche schon immer da?" oder "Wohn ich da?"
Danke an das Orgateam (Max/Dirk) und unserem digitalen Bilderarchiv (Heimatverein) ..
Auch die Besucher älteren Semesters hatten viel Spaß an der Bildern, schade, dass es kein Geruchs-Internet gibt, der Mief von Schlempe und Jauche wäre hier jetzt angesagt... Es war halt nicht alles soo schön, außer vielleicht die Häuserfronten vor den teilweise sehr maroden Fachwerkhäusern aus der Zeit nach dem Brand

von 1806.

 

Die 2. Station vom Heimatverein im Hs. Siekmann: Plattdeutscher Krink | Die spektkulärste Station: Abseilen vom Kirchturm



 

 

Seit 90 Jahren die Heimat fest im Blick&

Verein feiert sein 90-jähriges Bestehen ohne große Reden
Sendenhorst. Der Heimatverein Sendenhorst hatte am Donnerstagabend einiges zu feiern: 90 Jahre Heimatverein, 25 Jahre Volkstanzgruppe und 20 Jahre plattdeutscher Krink 
... boten reichlich Anlass „zum Freuen, zum Vorausschauen und auch zum Zurückblicken“, hieß es in der Einladung.

 

Dies tat auch Hans Homeyer, Vorsitzender des Heimatvereins, der zuerst alle Mitglieder, die Gäste des Heimatvereins Albersloh und des Kreisheimatverbandes Beckum-Warendorf sowie die Vorsitzende der Niederdeutschen Bühne Münster, Elisabeth Georges, willkommen hieß und einen kleinen Exkurs in die Historie des Vereins vortrug. Doch an diesem Abend sollten keine großen Reden geschwungen werden, und deshalb überreichte Bürgermeister Berthold Streffing kurz und knapp die Glückwünsche der Stadt und bekundete seine Freude an einer weiteren, engen Zusammenarbeit zwischen Stadt und Verein.

Auch Maria Hagedorn, erste stellvertretende Vorsitzende des Kreisheimatvereins Beckum-Warendorf, zollte ihren Respekt für die „sehr beachtliche Arbeit“, die der Sendenhorster Heimatverein, ein wichtiger und einer der ältesten Vereine im Kreis, so Hagedorn, seit seiner Gründung geleistet habe.

Nun war aber die Bühne frei für die „Gestalterin des Abends“, Elisabeth Georges, die knapp eine Stunde lang mit „Ne Mull vull Platt“ amüsante und humorvolle Geschichten verschiedener Autoren erzählte und vorlas. Zum Abschluss wurde noch eine kleine Geschichte des Gründers des Heimatvereins, Wilhelm Langhans, präsentiert, die Georges in einem „kleinen Heftchen“ gefunden hatte, das sie dem Heimatverein als Geschenk für die Einladung unter lautem Beifall übergab.

Als letzter „Programmpunkt“ stand nun nur noch die Suppe an, doch „falls Frau Georges noch weitere Witze und Geschichten auf Lager hat, können wir unmöglich Nein sagen“, kommentierte Hans Homeyer den weiteren Verlauf des Abends.

 

Jüdischer Friedhof wieder zugänglich

Kreisheimattag in der Jubiläumsstadt
 

Kreis Warendorf / Sendenhorst. 700 Jahre Stadt Sendenhorst – was lag da näher für Dr. Hermann Mesch, den Kreisheimattag in die Feierlichkeiten zur Verleihung der Stadtrechte im Jahr 1315 mit einzubeziehen?

 

In seiner Begrüßung im Haus Siekmann zeigte sich der Vorsitzende des Kreisheimatvereins am Sonntag erfreut über die Resonanz: Mehr als 60 Vertreter des Heimatvereins im Kreis Warendorf nahmen teil.

Für den Sendenhorster Heimatverein wünschte Vorsitzender Hans Homeyer der Veranstaltung einen guten Verlauf mit vielen neuen Eindrücken und Begegnungen. „2015 ist ein bedeutendes Jahr für unsere Stadt“, betonte er und nannte drei Jubiläen: 90 Jahre Heimatverein, 25 Jahre Volkstanzgruppe und 20 Jahre plattdeutscher Krink. „Sie schmücken mit Ihrem Besuch die Reihe der Veranstaltungen zum Stadtjubiläum“, sagte er und dankte für das große Interesse. Homeyer wünschte sich, den Blick auf die Chancen für die Heimatpflege zu richten. Bürgermeister Berthold Streffing danke dem Verein für seine Bemühungen, Brauchtum zu pflegen und Kulturgut zu wahren. Als Vertreter des Landrats stellte Franz-Josef Blömker die Bedeutung der Heimatvereine heraus. Die Jahrbücher dokumentierten ein Stück Geschichte und seien zu einem festen Bestandteil der Arbeit geworden.

Zwei Stunden lang hatten die Teilnehmer Gelegenheit, unter Leitung des Bildhauers und Ehrenbürgers Bernhard Kleinhans Kunstwerke im öffentlichen Raum zu besichtigen und auch dem St. Josef-Stift einen Besuch abzustatten. Zurück im Haus Siekmann gab die Gruppe „Pattu“ ein eindrucksvolles Konzert. Die vier Musiker präsentierten moderne Mundart-Texte.

Dabei zeigten Georg Bühren, Alexander Bunke, Peter Egger und Jürgen Mönkediek ihre musikalischen Talente, um mit Gitarre, Saxofon, Bass, Mundharmonika und Gesang das Landleben zu porträtieren. Heiter und beschwingt berichteten sie vom Landwirt auf dem Trecker, der im Schneckentempo über die Landstraße zuckelt, hinter ihm zehn PKW-Fahrer, die nicht überholen können. Verschmitzt zwinkerten sie dem Zuhörer zu, wenn sie das Leben auf dem Land humorvoll auf die Schippe nahmen. Wer kein Platt verstand, der erhielt zu den Texten Erklärungen auf Hochdeutsch. Das Publikum war begeistert und sparte nicht mit Applaus.

 

Trutzige Tore boten Schutz

Heimatverein Sendenhorst stellt Nachbauten der Stadttore zum Jubiläum auf Sendenhorst - Mit Nachbauten, die sich an das historische Osttorhaus, dessen Skizze und Abmessungen in der Stadtgeschichte von Heinrich Petzmeyer dokumentiert ist, anlehnen, möchten der Heimatverein und die Stadt Sendenhorst einen greifbaren geschichtlichen Beitrag zum Stadtjubiläum leisten.

Noch heute ist an der Promenade, die sich rund um die Sendenhorster Innenstadt findet, abzulesen, wie sich die Bürger der Stadt über viele Jahrhunderte darum bemüht haben, ihren Ort vor Räubern und Feinden zu schützen. Rund um den Stadtkern wurden eine Wallanlage und Gräben zur Sicherung angelegt. Der Zugang zum Ort war ausschließlich über vier Straßen, die in alle vier Himmelsrichtungen führten, möglich. Verschlossen wurden diese durch wuchtige Stadttore – gemessen an den damaligen Verhältnissen. Mit Nachbauten, die sich an eines dieser Stadttore anlehnen, das Osttorhaus, dessen Skizze und Abmessungen in der Stadtgeschichte von Heinrich Petzmeyer dokumentiert ist, möchten der Heimatverein und die Stadt Sendenhorst einen greifbaren geschichtlichen Beitrag zum Stadtjubiläum leisten.


Auf dem Hof der Zimmerei von Robert Greiwe warten die Kolosse derzeit auf ihre endgültige Gestaltung und darauf, dass sie am 14. August an den Stellen aufgestellt werden, an denen ihre Vorbilder über viele Jahrhunderte hinweg gestanden haben. Dort sollen sie – direkt auf den Hauptstraßen – für zwei Tage ihren Platz finden.

Die Tore haben eine Grundfläche von 6,15 Meter mal 2,25 Meter. Sie sind stattliche 4,25 Meter hoch und bekommen zusätzlich noch ein symbolisches Zeltdach. Und sie haben, so wie es damals nötig war, eine Durchfahrt von 3,10 Metern in der Höhe und in der Breite. „Die Durchfahrten waren eben so bemessen, dass ein Pferdefuhrwerk mit Heu oder Getreide hochbeladen hindurch kam“, erläutert Max Linnemann-Bonse vom Heimatverein.

„An den Toren lässt sich ablesen, wie groß Sendenhorst über viele Jahrhunderte war“, erklärt er. Die heutige Größe habe die Stadt erst im Laufe des vergangenen Jahrhunderts erreicht. Im Namen des Heimatvereins dankte er bei der Präsentation am Mittwoch ebenso wie Silvia Pöhler als Vertreterin des Bürgermeisters sowohl der Sparkasse Münsterland-Ost, die als Hauptsponsor bei der Finanzierung dieses Projektes geholfen hatte, als auch den Handwerkern, die die imposanten Tore geschaffen haben. „Die Sparkasse ist ein Teil von Sendenhorst. Deswegen leisten wir mit unserer Förderung gerne einen Beitrag zum Gelingen des Stadtjubiläums“, führte Roland Klein, stellvertretendes Vorstandsmitglied, aus, während er die mächtigen Tore bestaunte.

Mit einem Gewicht von rund 2,5 Tonnen hat Robert Greiwe mit seinem Mitarbeitern aus Sauerländer Fichte und mit „einem ganzen Haufen Idealismus“ ordentliche Schwergewichte produziert. Und damit, abgesprochen mit Statikern, die Tore auf jeden Fall richtig standfest sind, bekommen sie in den Füßen rechts und links zum Beschweren noch zusätzlich jeweils Tanks mit 1000 Litern Wasser verpasst.

Die Tore werden nun noch sandsteinfarben gestrichen und entsprechend gestaltet. Um so auszusehen, wie Stadttore aus großen Sandsteinblöcken eben ausgesehen haben.

Dass Sendenhorst heute keine Stadttore, nicht einmal mehr Reste davon besitzt, könnte übrigens den Grund haben, dass die Sendenhorster zu dem Schluss kamen, dass sie die Tore zum Schutz nicht brauchen, führte Max Linnemann-Bonse letztlich aus.

Denn wenn es wirklich brenzlig wurde, etwa im Dreißigjährigen Krieg, als die Feinde vor den Stadttoren standen, haben die Sendenhorster diese lieber geöffnet, als die Stadt niederschießen zu lassen.

Diese Taktik, so habe es ihm sein Vater erzählt, habe sogar zum Ende des Zweiten Weltkriegs noch geholfen, die schlimmsten Zerstörungen zu verhindern. Gegen die Zerstörungen durch die großen Stadtbrände konnten die Tore aber selbstverständlich auch nicht schützen.

Im Laufe der Zeit wurden sie oft verändert und angepasst – und schließlich abgebaut.

Am 14. und 15. August werden sie nun noch einmal eine schützende Rolle spielen, denn sie werden den Verkehr aus der Stadt halten. Zunächst wird die Durchfahrt für Lkw gesperrt und am Samstag ab 13 Uhr auch für Pkw.

Dann können die Sendenhorster und ihre Gäste noch einmal ein Sendenhorst ohne Motorenlärm erleben und den Festumzug sowie das anschließende Fest der Begegnung feiern, zu dem dann viele Menschen durch die Tore in die Stadt strömen sollen.

 

 

 

30.4.2015 - Tanz in den Mai Sorgenfrei in den Mai

Ein wenig mehr Zeit können sich die Freunde des Maibaumrichtens lassen, wenn sie am 30. April Feierabend machen. Denn in diesem Jahr wird der bunt geschmückte Baum erst eine Stunde später, also ab 19 Uhr mit vereinten Kräften von der Waagerechte in die Senkrechte befördert. Und wenn der Baum sicher verankert vor dem Rathaus seinen Platz für den dann endlich kommenden Sommer gefunden hat, laden Gewerbe- und Heimatverein zum "Tanz in den Mai" in den Bürgerhaussaal ein.
Mit einem langen Seil und mit tatkräftiger Unterstützung der Besucher wird der Maibaum in die Höhe gezogen. So ist es seit vielen Jahren auch in Sendenhorst der Brauch. Der Spielmannszug der SG Sendenhorst und die Feuerwehrkapelle sorgen dabei für den musikalischen Rahmen.
 

Die Volkstanzgruppe des Heimatvereins wird ebenso mit ihren Tänzen zur Pflege dieses Brauchtums beitragen wie die Zimmermannsleute, di in diesem Jahr ihren traditionellen Zimmermannsklatsch aufführen. 
Damit keinem die Kraft fehlt, wenn es heißt, kräftig in die Hände zuspucken, sorgt der Bügerhauswirt für die notwendige Verpflegung.
Der "Tanz in den Mai" wird dann im Saal des Bürgerhauses gefeiert. Gemeinsam ziehen die Teilnehmer vom Rathausplatz zum Bürgerhaus. Für den weiteren Verlauf des Abends ist dann das Team des Bürgerhauses unter dem Motto "Sorgenfrei in den Mai" als Veranstalter zuständig, teilte der Gewerbeverein mit.

2015 - 24. Januar - Plattdeutsche Heilige Messe in St. Martin 

Pfarrer Honermann aus Vorhelm feierte in St. Martin in Sendenhorst änlässlich des 700-jährigen Geburstages der Stadt Sendenhorst und dem 90-jährigen Jubiläum des Heimatvereins am Samstag, 24.01.2015 um 17:00 eine Heilige Messe in plattdeutscher Sprache.

Zum Einzug: (Melodie GL 392 – Lobe den Herren…)
Kuemt all tohaupe den Hiärgott to priesen und singen!
Loat alle Stemmen und Üörgel met Freiden nu klingen!
Stemmet met in, singet met früehlicken Sinn,
Gott, de us giff dat Gelingen!

Danket den Hiärgott füör all siene Laif üöwermaoten!
He hätt us Liäwen, Gesundheit, de Welt üöwerlaoten.
To alle Tied is siene Hölpe nicht wiet,
he sall us wiss nich verlaoten.

Gruß
P: De Hiär si met ju!  A: Un auk met di!

Kyrie: Hiär (Christus), erbarm di üöwer us…

Gloria (Melodie GL 380 = Großer Gott, wir loben dich)
Hiärgott, graut is diene Macht,
leiwe Hiär, wie willt di priesen.
Du düör alle Naut und Nacht
kanns alleen den Wegg us wiesen.
Mag de ganze Welt vergaohn,
diene Macht de bliff bestaohn.

Tagesgebet. Lesung, danach:
Lektor: Dit is dat hillige. Wort.  A: Dank si Gott!

Zwischengesang (Melodie 449 = Herr wir hören…)
Herr wi hört up wat du seggs,
up din Wuort in Jesus Christ,
in din Wuort us naige bis
un in Laiwe du us dräggs.
Laot din Wuort us wit un sit
auk so recht vüör Augen staohn
un met us düört Liäwen gaohn
wieder hen in alle Tid.

Vor dem Evangelium
P: De Hiär si met ju!  A: Un auk met di!
P: Ut’t hilge Evangelium…  A: Hiär, wi gieft di de Iähr!

Nach dem Evangelium
P: Evangelium vun ussen Hiärn Jesus Christus
A: Wi luoft Di, Christus

Fürbitten: Hiär use Gott  A: Erhör us

Gabenbereitung  Orgel

Präfation
P: De Hiär si met ju!  A: Un auk met di!
P: Haug de Hiärten!  A: Wi hebbt se bi’n Hiärn.
P: Laot us danken den Hiärn, usen Gott!
A: Dat is recht un steiht em to.

Sanktus (Melodie GL 388 = Heilig von Schubert)
Hillig, hillig, hillig, hillig bis du Hiär,
Hiär du bis us hillig, di gieft wie de Iähr,
Ursprunk, Licht un Liäwen, all dat kümp vun di,
Leiwe, Fraid un Siägen, daöfüör danket wi.

Nach der Wandlung
P: Geheimnis vun usen Glauben!
A: Dienen Daud, o Hiär, verkünnigt wi,
dien machtvull Upstaohn, Christus, prieset wi,
bes du kümms in Herrlichkeet.

Vaterunser
Usse Vader in’n Himmel,
hilligt sall dien Name wiär’n.
Dien Riek laot kuemen.
Dien Wille sall daon wiär’n
äs in’n Himmel, so auk up Erden.
Dat naidige Braut giff us vandage
un vergief us usse Schuld,
äs auk wi den vergieft,
de an us schuldig wuorn sind.
Un breng us nich in Versökung,
män maak us frie vun alle Leigheit!

P: Maak us frie… (bis: ) Erlöser Jesus Christus.
A: Denn di hört dat Riek to un de Kraft
un de Hiärlichkeet in Ewigkeet. Amen.

Lamm Gottes (Melodie GL 318 = Christ ist erstanden)
Hiär, Du biss bi us, wao wi biädt un wao wi singt.
Dat mäck us all vun Hiärten froh,
giff us Siekerheet und Trost, Kyrieleis.
Braut dat liäft un Liäwen schenkt,
giffs du us in usse Hand.
Hiär, dien Liäwen, Hiär, dien Daud,
giff us all dat Liäwensbraut, Kyrieleis.
Halleluja, Halleluja, Halleluja.
Us Menschken wiss du naige sein,
dat mäck us all vun Hiärten froh, Kyrieleis.
P: Seiht hier, Gotts Lamm.
dat de Sünde vun de Welt up sick niehmt!

A: Hiär, ick bin`t nich wert, dat du to mi kümps,
owwer segg men een Wort, un miene Siäll wätt gesund.

Kommunion  Orgel

Nach dem Segen
P: Gaoht hen in Friär!  A: Dank si Gott!

Schlußlied  (Melodie GL 780 = Wahrer Gott)
Leiwe Hiär, wi danket di,
du stönns us all usse dabe bi.
Giffs us dat Liäwen un Leiwe un mehr,
daofüör, o Hiär, gieft wi di auk de Ehr.
Dank di, o Hiärgott, in Freide un Leed,
du usse Huopnung, Halleluja.

Dinen hilgen Geist us send,
dat wi den richtigen Wegg auck kennt.
Dat wi in Tokummst in Friäde hier liäft,
nao allet Lieden den Himmel auk iärft.
Siäg’n jedet Hus un den Lü, de drin wuohnt,
du use Huopnung, Halleluja.

 

Kontakt

Heimatverein Sendenhorst e.V.
Weststraße 3

48324 Sendenhorst

Rufen Sie einfach an unter

+49 170.7372307
Kontaktformular.

Wetter

 

Antrag auf Mitgliedschaft im Heimatverein Sendenhorst e.V. für nur 1,- EUR / Monat

Druckversion | Sitemap
© Sendenhorst Heimatverein