Heimatverein Sendenhorst e.V. *1925
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2014

Tanz um die Lambertuspyramide 17.09.2014|  Dreigau-Zeitung, A. Schmitz-Westphal | Fotos: Heimatverein 

Sendenhorst - Bei Einbruch der Dunkelheit sind am Mittwoch zahlreiche Erwachsene und Kinder mit Laternen zur Lambertuspyramide am Haus Siekmann gezogen. Seit vielen Jahren moderiert Max Linnemann-Bonse die Veranstaltung am 17. September, die als Brauchtums- und Lichterfest überliefert wurde.In fröhlicher Stimmung stellen sich dabei die Männer gegen die Frauen und besingen sich mit dem Lied "Ein Loch ist im Eimer".Das traditionelle Bauerspiel "Oh Buer, wat kost dien Hei?" gehört ebenfalls zu dem Brauchtum und wird in jedem Jahr von den Schulkindern gespielt. Für die musikalische Unterstützung sorgte neben der Stadt- und Feuerwehrkapelle auch die Musik- und Kulturschule.
Nach Abschluss des Festes beleucheteten die Laternen den Weg nach Hause.
Besonders hat uns gefreut, dass das Fernsehen zu Besuch war! Nicht so schön die etwas geringe Beteiligung, dies soll im nächsten Jahr, Jubiläum..., aber anders werden.... Die anschließende Jahreshauptversammlung brachte neben dem Vereinsleben unter anderem einen unterhaltsamen Bilder-Votrag auf Plattdeutsch von Ludwig Schmülling und Josef Strohbücker über das alte Sendenhorst

WN, J. Thesing

125 Jahre St.-Josef-Stift Strom-kasten erinnert an bewegte Zeit 
Sendenhorst - Ein Stromkasten erinnert an die wechselvolle Geschichte. Am Westtor ist ein „Augenblick“ aus dem St.-Josef-Stift ins Licht gerückt. Von Josef Thesing
 
Übergaben den gestalteten Verteilerkasten seiner Bestimmung: Werner Dufhues (Heimatverein), Bürgermeister Berthold Streffing, Stift-Geschäftsführerin Rita Tönjann und Krankenhauspfarrer Fritz Hesselmann (v.li.). Foto: Josef Thesing

Es ist nur eine Momentaufnahme, gewissermaßen am Rande. Aber sie soll bleibend sein und am Westtor an die Bedeutung des St.-Josef-Stifts für die Stadt bereits in den vergangenen Jahrzehnten erinnern. Es ist ein „Augenblick“ auf dem Strom-Verteilerkasten. Aber eine, der vor allem Patienten, die mal vor die Tür gehen, oder Besucher ein wenig in die Geschichte des Krankenhauses blicken lässt.
Wer heute das Krankenhaus mit seinen zahlreichen Neu- und Anbauten und mit dem Reha-Zentrum betritt, wird kaum noch erahnen, mit welcher Idee der Stifter Joseph Spithöver das Haus 1889 der Stadt übergab. Nach seinem Willen waren neben der „normalen“ Krankenpflege einige Plätze armen und pflegebedürftigen alten Menschen sowie etwa zwölf Waisenkindern vorbehalten. Spithöver verfügte, dass Sendenhorster Bürger bei Bedürftigkeit kostenlos behandelt werden sollten.
Spithöver errichtete das Krankenhaus als eine selbstständige Stiftung, die von einem Kuratorium vertreten wird und der Stiftungsaufsicht des Bischofs in Münster untersteht. Der Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Martin war von Beginn an geborenes Mitglied des Kuratoriums. Die Franziskanerinnen von St. Mauritz übernahmen den Pflegedienst. Noch heute in den hochmodernen Zeiten gehören die Nonnen zum Krankenhaus dazu. In den ersten Jahrzehnten ersparten die Zinsen aus dem Stiftungsguthaben von seinerzeit rund 300 000 Goldmark den Verantwortlichen alle Geldsorgen. Bis dann 1923 die große Inflation kam, die den Wert der Mark ins Bodenlose sinken ließ und auch das Stiftungsvermögen auffraß.
Es galt, neue Wege zu finden. Mit Dr. Heinrich Book übernahm 1960 ein Facharzt für Orthopädie die medizinische Leitung. Zusammen mit Dr. Friedrich Lohmann, seit 1957 Direktor des Stiftes, gelang der Aufbau einer erfolgreichen Fachklinik für Orthopädie, die über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt wurde. Die Abteilung verfügte über 256 Betten. Daneben bestand bis 1979 ein Belegkrankenhaus mit 50 Betten. Nach der Schließung des Belegkrankenhauses wurde 1980 mit dem Aufbau des Nordwestdeutschen Rheumazentrums begonnen. Dessen Leitung übernahm der Rheumatologe Professor Dr. Reinhard Fricke, der 1996 in den Ruhestand ging und seine Aufgaben an Professor Dr. Michael Hammer übergab, der heute ärztlicher Direktor des Sendenhorster Krankenhauses ist.  

Mitgliederversammlung des Heimatvereins - Viele Vorhaben und etwas Missmut

27.09.2013 | WN, A. Weiland  
Sendenhorst - Die Mitglieder des Heimatvereins haben ihren Vorstand gewählt:er neue ist zugleich der alte. Vorsitzender Hans Homeyer bemängelte bei dem Treffen, dass die Planungen der Stadt für das Stadtjubiläum im Jahr 2015 zu langsam voran gingen.  

 

Mit „Unverständnis und Erstaunen“ kommentierte der erste Vorsitzende des Heimatvereins, Hans Homeyer, zu Beginn der Jahreshauptversammlung die termingleiche Informationsveranstaltung der Stadt Sendenhorst in Sachen Windkraft. Und das, „obwohl seit einem Jahr der Termin der heutigen Hauptversammlung bekannt ist.“ So sei den Teilnehmern die Möglichkeit genommen, sich in das lokalpolitische Geschehen mit überregionaler Bedeutung einzubringen.
Die stellvertretende Bürgermeisterin Uschi Puke nahm die „Schelte“ des Vorsitzenden nicht persönlich, versicherte jedoch, dass unter Berücksichtigung der Fristen kein anderer Termin gefunden werden konnte. Umso mehr freute sie sich über die Würdigung der Jahreshauptversammlung durch die zahlreichen Gäste. Sie dankte dem Heimatverein für das vielfältige Engagement in Sachen Brauchtumspflege mit Gegenwartsbezug.
Homeyers Dank galt den Organisatoren des Lambertusspiels, das traditionell am Lambertustag vor der Hauptversammlung des Heimatvereins durchgeführt wird. „Eine Wucht aus Walstedde“, bedankte er sich zudem bei dem fröhlichen Tanzkreis aus Walstedde, der zu Beginn der Versammlung einige Tänze zeigte. In seinem Jahresbericht erzählte der Vorsitzende vom Westfalentag des Westfälischen Heimatbundes. Hier sei die geplante Streichung der Denkmalpflegefördermittel durch die Landesregierung in 2015 ein explosives Thema gewesen. Als Ausgleich wolle des Land Darlehen anbieten. Gegen diese Entscheidung habe der Westfälische Heimatbund Einspruch erhoben.
Der Heimatverein hat sich zudem um die Instandhaltung und Reparatur der Radwege-Orientierungstafel in Richtung Albersloh sowie der zerstörten Promenaden-Spiegel gekümmert. Ein weiteres, auch jetzt noch aktuelles Thema sei der Kooperationsvertrag Haus Siekmann, der zwischen der Stadt Sendenhorst, dem Förderverein und dem Heimatverein im Jahr 1998 geschlossen worden waren, berichtete Hans Homeyer. Da die Stadt Sendenhorst die Terminkoordination vom Heimatverein übernommen habe, sehe der Förderverein keinen Sinn mehr in dem Kooperationsvertrag und möchte ihn auflösen. Da der Heimatverein das Haus jedoch mit aufgebaut und viel Zeit und Geld investiert habe, werde der Vorstand darauf achten, dass das Mitspracherecht des Heimatvereins in vollem Umfang erhalten werde, versprach er den anwesenden Mitgliedern.
Homeyer bemängelte zudem, dass die Planungen der Stadt für die Feierlichkeiten zum 700-jährigen Bestehen der Stadt im Jahr 2015 zu langsam anliefen. Im gleichen Jahr feiert der Heimatverein sein 90-jähriges Bestehen, und die Volkstanzgruppe ihr 25-Jähriges. „Die Zeit wird knapp“, meinte Homeyer mit Blick auf konkrete Überlegungen, Abläufe und Finanzierungen. Berichte aus den Arbeitskreisen „Stadtgeschichte“, „Wandern/Radfahren“, „Volkstanz“ und „plattdeutscher Krink“ rundeten den Bericht des Vorstands ab.
Kassierer Hans Joachim Brüning verzeichnete ein Geschäftsjahr, das mit Gewinn abgeschlossen wurde. „Wo hat man das schon“, so Brüning. Im Anschluss folgten die satzungsgemäßen Wahlen, in denen der komplette Vorstand in seiner alten Besetzung einstimmig wiedergewählt wurde. Im anschließenden unterhaltsamen Teil der Versammlung trug der plattdeutsche Krink „Leedkes und Sketsche“ vor. Christian Hölscher zeigte die neue Homepage des Heimatvereins mit den „Sendenhorster Geschichten“. Zudem wurde schließlich mit Bildern auf das aktuelle Thema „Innenstadtgestaltung im Laufe der letzten Jahrzehnte“ eingestimmt. 

3. Historischer Augenblick 29.06.2013 | Deingau-Zeitung, A. Schmitz-Westphal  

Der dritte Stromkasten in Sendenhorst wurde am Donnerstag mit einem „Historischen Augenblick“ verschönert. An der Neustraße steht er und wurde von der Bürgerstiftung gesponsert.


Informationen zum Standort stehen auf der Homepage www.historische-augenblicke.de. Für diese erhofft man sich weitere Unterstützung durch die Bürger, die vielleicht noch weitere Bilder oder Geschichten beisteuern können. 
Die Idee, verwitterte Elektrokästen zu bekleben, hatten die beiden Heimatvereine gemeinsam mit der Stadt Sendenhorst. 
Unser Bild zeigt (v.l.) Christian Hölscher und Werner Dufhues (Heimatverein), Helga Reuscher-Dufhues und Ulrich Habla (Bürgerstiftung) sowie Sabrina Elkmann (Stadt, hockend).

Plattdeutsche Theatergruppe Dröget Schnüffelken

Besondere Empfehlung des Heimatvereins für Freunde des Plattdeutschen! Nicht nur der Heimatverein pflegt in Sendenhorst das Plattdeuts

che.. Hinweis: Die Theatergruppe Dröget Schnüffelken ist nicht Teil des Heimatvereins
Ladykillers - so lautet der Titel des neuen Theaterstücks der Theatergruppe Dröget Schnüffelken
Aufführungen finden in der Aula der Realschule St. Martin, Sendenhorst statt am:

12.01.2014 15:30 Uhr
17.01.2014 19:30 Uhr
18.01.2014 19:30 Uhr
19.01.2014 15:30 Uhr
www.droeget-schnueffelken.de

Stromkasten mit historischen Fotos und Infos - Hingucker mit Mehrwert 24.04.2013 | WN, Anke Weiland
Der erste „historische Augenblick“ steht. Die Vertreter der Heimatvereine sowie Bernd Gassner (l.), Claus Fronholt (Sparkasse, 3.v.r.) und Sabrina Elkmann (3.v.l.) überzeugten sich von der ansprechenden Gestaltung. Foto: Anke Weiland
Sendenhorst/Albersloh - Zwischen Rathausplatz und Kirchgrün steht der erste Stromverteilerkasten, der von den Heimatvereinen in Sendenhorst und Albersloh sowie von der Stadt Sendenhorst neu gestaltet wurde. „Historische AugenBLICKE“ heißt das Projekt, das die Kästen nicht nur schöner aussehen lässt, sondern auch an die Geschichte der Stadt erinnert. Zwischen Rathausplatz und Kirchgrün steht der erste Stromverteilerkasten, der von den Heimatvereinen in Sendenhorst und Albersloh sowie von der Stadt Sendenhorst neu gestaltet wurde.

„Historische AugenBLICKE“ heißt das Projekt, das die Kästen nicht nur schöner aussehen lässt, sondern auch an die Geschichte der Stadt erinnert. Insgesamt 65 Kästen an 45 Standorten hat der Arbeitskreis zur Neugestaltung im Auge. Der Zeitrahmen sei flexibel. Je nach Sponsorenlage und Arbeitsaufwand werde Kasten für Kasten verschönert, erklärt Sabrina Elkmann, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung. Und das Besondere: Durch den angebrachten „QR-Code“ können Smartphone-Besitzer direkt auf die in diesem Zusammenhang eingerichtete Homepage gelangen, die noch einiges mehr an Hintergrundinformationen, ergänzende Fotos sowie Geschichten und Anekdoten zu den historischen Fotos bereithält. Durch die finanzielle Unterstützung der RWE konnte die Homepage gestaltet werden, freute sich Elkmann.

Gemeinsam mit dem Sponsoren des ersten Kastens, Claus Fronholt von der Sparkasse Münsterland-Ost, besichtigten die Vertreter der Heimatvereine mit Bernd Gassner, dessen Werbeagentur sich um die Bildgestaltung kümmert, den neu entstandenen „historischen Augenblick“ in der Fußgängerzone. Nachdem das Wetter es zugelassen hatte, brachte Robert Schlegel die Platten kürzlich beidseitig an. Neben alten Ansichten der Sparkassenfiliale und des Rathauses ist dort auch das älteste Foto der Pfarrkirche zu sehen, das Dechant Wilhelm Buddenkotte für die Gestaltung zur Verfügung gestellt hatte.

Was war hier vor einiger Zeit? Wie hat sich die Stadt verändert? Diese Fragen sollen die Kästen beantworten. Die historischen Fotos und Erläuterungen sollen zum Verweilen und Nachdenken anregen, meint Elkmann. Es sei schon eine große Herausforderung für den Arbeitskreis gewesen, aus dem großen Bilderpool die entsprechenden Fotos zu finden und einige Informationen zu den Örtlichkeiten zusammenzutragen. Willi Berheide, der diese Aufgabe für Albersloh übernommen hat, wünschte sich in dieser Hinsicht etwas Unterstützung von interessierten Alberslohern. „Das Ziel ist eine lebendige Geschichte in Sendenhorst. Wir wollen die Geschichte im Ort verankern und zeigen und so einen Mehrwert für Sendenhorst schaffen“, führte Bernd Gassner aus. „Es sind schon Sponsoren an uns herangetreten“, berichtete Sabrina Elkmann. Sie hofft auf weitere Unterstützer sowie Bildmaterial, damit alle 65 Kästen bestückt werden können. Interessenten können sich telefonisch bei ihr in der Stadtverwaltung melden oder über die Projekt-Homepage Kontakt aufnehmen. Dort sind auch alle Stromverteilerschränke aufgelistet.

Wieder ein Hingucker
 
17.01.2014 | A. metz

Sendenhorst - Der Verteilerkasten am Haus Siekmann ist neu gestaltet. Er gestattet einen Blick in die Geschichte des Hauses. Von Annette Metz 
 

Der doppelte Verteilerkasten vor Haus Siekmann ist nun ebenfalls neu gestaltet und informiert über die Geschichte des Hauses. Bürgermeister Berthold Streffing, Manfred Rickhoff als Vertreter des Sponsors RWE und Heimatvereins-Vorsitzender Hans Homeyer f

So, das war der sechste Streich, und der siebte folgt – auch bald. Die Umgestaltung von verwitterten Stromverteilerkästen in Sendenhorst und Albersloh ist wieder einen Schritt weitergekommen. Gemeinsam haben sich der Heimatverein Sendenhorst und die RWE des Verteilerkastens am Haus Siekmann angenommen und im Zuge der Aktion „historische AugenBLICKE“ einen weiteren Hingucker geschaffen, der zum Verweilen einlädt.Wie bei seinen Vorgängern wurde auch bei diesem Kasten nicht nur eine optische Reminiszenz an die Vergangenheit des Gebäudes geschaffen. Durch ganz moderne Computer-Technik kann sich jeder Smartphone-Besitzer über den angebrachten so genannten QR-Code auch auf der Internetseite www.historische-augenblicke.de weitere ausführliche Informationen über Haus Siekmann und dessen Geschichte verschaffen und somit eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen.
Zur Finanzierung der Gestaltung mit wetterbeständigen Platten sind rund 700 Euro aufzubringen. Daran hat sich in diesem Fall die RWE beteiligt, berichtete Bürgermeister Berthold Streffing. Zwei weitere Kästen sind derzeit in Arbeit, einer in Albersloh und ein weiterer in der Sendenhorster Fußgängerzone. 46 Kästen im Bereich der Ortskerne sind in die Aktion zunächst einbezogen. Sollten sich aber Interessenten finden, die bereit sind, sich an der Finanzierung für einen Verteilerkasten etwa in ihren Wohngebieten zu beteiligen, so lasse sich, die Reihenfolge flexibel gestalten, erklärt Hans Homeyer, Vorsitzender des Heimatvereins.

Neue Heimat für die Heimat - Digitales Archiv kann von den Bürgern genutzt werden 

Den neuen Archivraum stellen (v.li.) Helga Berkemeyer, Christian Hölcher, Hanms-Joachim Brüning, Berthold Streffing, Hans Homeyer, Werner Dufhues, Ludger Pumpe, Bdernhard Haves, Bernd Gaßner und Manfred Hochbein (Gelsenwasser) vor. Foto: Thesing

Sendenhorst - Das Stadt- und Heimatarchiv, das ins Warendorfer Kreishaus umgezogen ist, ist in großen Teilen digital archiviert. In einem renovierten Raum im Kellergeschoss des Rathauses kann es von allen Bürgern genutzt werden. Von Josef Thesing
 

Es riecht noch ein wenig nach frischer Farbe. Doch das wird sich im Laufe der nächsten Zeit wohl ändern. Denn wo früher im Keller des Rathauses Mitarbeiter ihr Frühstücksbrot verzehrten, ist jetzt das digitale Zeitalter eingezogen. Und mit ihm zugleich auch ein gewaltiges Stück Heimat. Auf den neuen Rechnern treffen zugleich Zukunft und Vergangenheit aufeinander. Die Festplatten enthalten all das, was die Arbeitsgruppe „Stadtgeschichte“ des Heimatvereins aus den Beständen des ehemaligen Stadt- und Heimatarchivs bisher in den Räumen der Werbeagentur Gassner digitalisiert hat. Dazu gehören unter anderem 8000 Fotos und 6000 Dias. Die Heimat hat im Rathaus eine neue Heimat gefunden.

Bevor die Bestände des ehemaligen Stadt- und Heimatarchivs ins Warendorfer Kreishaus gewandert sind – und auch noch weiter wandern werden –, wurden und werden sie von der Arbeitsgruppe, die von Werner Dufhues geleitet wird, für das digitale Zeitalter aufbereitet. „Bürger, die sich dafür interessieren, müssen nicht mehr nach Warendorf fahren, um in der Stadt- und Heimatgeschichte zu forschen“, erklärt Bürgermeister Berthold Streffing bei der Übergabe des Raumes in Gegenwart der Mitglieder des Arbeitskreises.

Das digitale Archiv ist ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Heimatverein. Gefördert wurde es im Rahmen des „Generationenprojekts“ von der Gelsenwasser AG, die 2000 Euro für die technische Ausstattung beigesteuert hat. Die Stadt hat nochmal 2200 Euro zugebuttert. Denn Nutzer können alle Bürger sein, die sich nach der Anmeldung einen Schlüssel für den Raum holen. Der Heimatverein habe im März 2010 mit der Digitalisierung begonnen, blickt Werner Dufhues zurück. Zwei Mal in der Woche haben sich die Arbeitskreisler bei Gassner getroffen. „Wir waren immer sehr willkommen und haben uns dort sehr wohl gefühlt“, sagt Dufhues.Das digitale Archiv solle bewusst Generationen miteinander verbinden. Denn die Stadtgeschichte solle von Generation zu Generation weitergegeben und dort, wo es möglich ist, von Jüngeren auch weiter ausgearbeitet werden.

Bernd Gaßner vom Arbeitskreis spricht in diesem Zusammenhang gar von einer „Demokratisierung der Stadtgeschichte“, an der alle mitwirken sollten. Denn nicht immer seien bislang auf Papier festgehaltene Details ganz richtig oder vollständig. Das könne und solle in Zukunft anders werden, wenn sich Zeitzeugen oder Kenner der Stadtgeschichte zum Beispiel über das Internet an der Fortschreibung beteiligen würden. Deshalb sollen auch Zugriffe von außerhalb möglich sein. „Daran wird noch gearbeitet“, so Bernd Gaßner. 

Historische AugenBLICKE auf Verteilerkästen 
17.05.2012 WN, Annette Metz

Sendenhorst - Die Stadt Drensteinfurt hat vorgemacht, wie aus unansehnlichen, oft mit Graffiti beschmierten Verteilerkästen ein Blickfang werden kann. Ähnliches soll nun auch in Sendenhorst umgesetzt werden. Das beschloss der Ausschuss für Sport, Kultur und Freizeit am Dienstag.

Die Stadt Drensteinfurt hat vorgemacht, wie aus unansehnlichen, oft mit Graffiti beschmierten Verteilerkästen ein Blickfang werden kann. Ähnliches soll nun auch in Sendenhorst umgesetzt werden. Mit den Stimmen von CDU, FDP und BfA wurde im Ausschuss für Sport, Kultur und Freizeit beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen das Projekt „historische AugenBLICKE“ umzusetzen.

Schön ist der derzeitige Zustand vieler Verteilerkästen nicht. Künftig sollen – wie in Drensteinfurt – historische Fotos aufgebracht werden. Demnach soll nun auf die Verteilerschränke ein schwarz-weißes historisches Foto mit Bezug zum jeweiligen Standort aufgebracht werden. Bei der Auswahl und Zuordnung der Bildmotive wird die Stadt durch die Heimatvereine in Albersloh und Sendenhorst unterstützt. Beide Vereine wollen auch helfen, Sponsoren für die Aktion zu finden. Je Kasten wird mit Kosten von rund 350 Euro gerechnet.

Während CDU, FDP und BfA in erster Linie bei der Abstimmung einen schnellen Start der Aktion anvisierten, machte die SPD einige Bedenken geltend. „Auch wir sehen die Problematik der grauen Ungetüme“, erklärte Wolfgang Janus. Doch gemeinsam mit Jürgen Krass plädierte er dafür, angesichts der etwa für den Brennerei-Pfad und den Kleinhans-Pfad angebrachten Tafeln im Ortsbild ein Gesamtkonzept zu entwickeln, in das die Gestaltung der Kästen mit einbezogen wird. Es wäre zunächst wichtig, die Dinge herauszuarbeiten, die in Form dieser Pfade vorhanden sind, als nun noch einen weiteren hinzuzufügen, so Janus. Seiner Meinung nach, reiche es aus, die Kästen mit einer anti-Graffitti-Beschichtung erneut grau zu streichen.
Und Jürgen Krass betonte, dass es nicht originell sei, etwas abzukupfern. Vielmehr wäre es besser, ein eigenes Konzept zu entwickeln. Es entstünde die Gefahr, dass vorhandene und neue Dinge nicht zu einander passen, so Krass.
Ludger Breul (CDU) hingegen unterstrich, dass durch das aufbringen von Kunstwerken oder Fotos das ständige Beschmieren der kästen verhindert werden können. „Wir sehen darin ein positiven Ansatz“, betonte er. 

Sendenhorst Schwerpunkt im neuen Kreisjahrbuch

03.12.2011 . .WN, Anke Weiland Sendenhorst/Albersloh - Es war für ihn eine große Ehre, dem Kreisheimatverein Beckum-Warendorf Gastgeber sein zu dürfen. Werner Strotmeier, Geschäftsführer des St.-Josef-Stiftes, würdigte die Arbeit am Jahrbuch des Kreises 2012 bei der Begrüßung des Vorsitzenden des Vereins, Professor Dr. Paul Leidinger, sowie der zahlreichen Gäste aus den Heimatvereinen des Kreises und aus Sendenhorst.
Bild: Sie alle haben am Jahrbuch des Kreises mitgewirkt und stellten es der Öffentlichkeit vor: v.l. Alfred Smieszchala (Kreisheimatverein), Rolf Hartmann (Heimatverein Sassenberg), Werner Strotmeier (St.-Josef-Stift), stellvertretender Landrat Franz-Josef Buschkamp, Dr. Mark Steinert (Kreisarchiv), Stefan Wittenbrink (Kreisheimatverein), Martin Möller (Layout), Hans Homeyer (Heimatverein Sendenhorst), Martina Bäcker (Stadt Sendenhorst), Professor Dr. Paul Leidinger (Vorsitzender Kreisheimatverein) In den druckfrischen Ausgaben des neuen Buches werden Sendenhorst und Albersloh als Schwerpunkt hervorgehoben, freute sich Hans Homeyer vom Vorstand des hiesigen Heimatvereins. Aus diesem Grund fand die Vorstellung am Donnerstagabend im St.-Josef-Stift statt. Leidinger sei nicht so ganz ungern im St.-Josef-Stift, meinte er zu Beginn seiner Ausführungen. Denn er kenne das Haus bereits aus eigener Erfahrung. Etwas verspätet und etwas umfangreicher als geplant sei das 61. Jahrbuch über das Münsterland nun fertig. Auf dem Titel zeigt es das aktuelle Luftbild des Sendenhorster Krankenhauses mit der neu angebauten Reha-Klinik. Zu jedem der neun Kapitel des Buches hatte Leidinger einige Highlights mit Fotos zusammengestellt. So widme sich der erste Abschnitt der Zeitgeschichte und Gegenwart des Kreises. Es werde unter anderem über die Entwicklung der deutschen Ostvertriebenen berichtet, die 1945 in den Kreis kamen: „Eine Reminiszenz an die insgesamt 25 000 Flüchtlinge, die im Kreis eine neue Heimat gefunden haben.“ Die Stadt Sendenhorst, historisch und aktuell, wird anhand der Kirche, der Skulpturen von Bernhard Kleinhans, des Brennereipfades und alter Fotos von Straßenzügen thematisiert. Auch der Geschichte Albersloh widmet sich das Jahrbuch. So vermuten die Autoren ein Vorbild der Kirche im Kaiserdom Lothars III. in Königslutter. Um 1150 als romanische Grabkirche erstellt, wurde sie um 1250 um eine gotische Hallenkirche mit Eingangsportal erweitert und der Öffentlichkeit geöffnet. Im Kapitel „Neues aus der Wirtschaft des Kreises“ stehen einige Sendenhorster Unternehmen im Fokus. So die Veka AG, „die einen Aufstieg innerhalb von 40 Jahren von einer kleinen Fensterbaufirma bis an die Weltspitze vollzogen hat“, führte Leidinger aus.

Aber auch andere Handwerksbetriebe hätten sich zu mittelständischen Unternehmen entwickelt. Mit der Digitalisierung und Überführung des Archivs nach Warendorf leiste die Firma Gassner darüber hinaus einen Heimatdienst. „Eine Folge des Raummangels in den Archiven der Städte.“ Zum 150. Geburtstag von Augustin Wibbelt im Jahr 2012 befasst sich das Jahrbuch ausführlich mit dem Leben des gebürtigen Vorhelmers. Neben der Kultur stellt das Buch auch das vielfältige künstlerische Spektrum vor. „Der Kreis Warendorf ist eine Landschaft von Künstlern und Museen, der seinesgleichen sucht.“ Eine ganze Reihe an Persönlichkeiten gebe es, die im Kreis geboren seien oder gewirkt hätten, meinte der Vorsitzende des Kreisheimatvereins. Auch hier sind einige Sendenhorster Namen erwähnt: So Valentin Dünnewald, der als Pfarrer in Österreich gewirkt hat oder auch August Jakob Happe, Priester in den USA, und sein Bruder, Priesterdichter Franz Engelbert Happe. „Wir gedenken darin unter anderem auch einer großen Persönlichkeit aus Ahlen - Imo Moszkowicz.“ Ebenso sind die Kreisorte in Geschichte und Gegenwart, „110 Jahre Kreisheimatverein“ sowie der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, bei dem Füchtorf 2011 als knapper Sieger hervorging, Themen des Jahrbuches. „Ich hoffe, ich habe sie etwas heiß gemacht auf das Buch“, schloss Leidinger seine enthusiastische Vorstellung. Der stellvertretende Landrat, Franz-Josef Buschkamp, der in Vertretung von Dr. Olaf Gericke das erste Jahrbuch in Empfang nahm, zeigte sich gleich angetan: „Der 61. Band zeigt, dass die Kräfte des Kreisheimatvereins nicht nachgelassen haben. Man sieht, dass es eine nahezu unerschöpfliche Vielfalt an Themen gibt.“ Das Jahrbuch ist ab heute im Buchhandel zum Preis von 13 Euro erhältlich.

TV Beitrag in der Lokalzeit Münsterland am 5.11.2011 | CH

Auf Anregung von Bianca Elmenhorst habe ich dem WDR eine Email über das Projekt geschrieben. Der WDR war sofort Feuer und Flamme. Am Mittwoch, 2.11.11, war der WDR dann zu Besuch in unserem Büro, Danke an Frau Weydt und Ihr Team. Zum Interview .. Ich war dann am Samstag, 5.11.2011, live im WDR Studio an der Mondstraße zu Gast. Eine äußerst interessante Erfahrung...

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Jahreshauptversammlung 23. März 2011 
23.07.2011 | WN, Anke Weiland

Die kommenden Jahre der Heimatfreunde stehen ganz im Zeichen der „Sendenhorster Geschichten“. Dieses Projekt stellte der „Arbeitskreis Stadtentwicklung“ um Werner Dufhues im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins am Mittwochabend vor. 
Bild: Interessiert verfolgten die Mitglieder die Berichte der Arbeitskreise, den Vortrag von Heiner Dünnewald sowie die Ausführungen zum Projekt „Sendenhorster Geschichten“ Foto: (Anke Weiland)

Bürgermeister Berthold Streffing bedankte sich zunächst für die Arbeit des Heimatvereins und hoffte auf Unterstützung der Heimatfreunde bei der geplanten Präsentation der Rathaus-Vergangenheit. Das Gebäude besteht in diesem Jahr seit 100 Jahren und soll am „Tag des offenen Denkmals“ im Mittelpunkt stehen.
Professor Dr. Paul Leidinger überbrachte Grüße desKreisheimatvereins Beckum-Warendorf. Das nächste Jahrbuch werde Sendenhorst als Schwerpunkt haben, kündigte er an. 

Heimatvereins-Vorsitzende Hans Homeyer gab einen Überblick über die Aktivitäten des Vorstandes und die Besuche der Versammlungen des Kreisheimatvereins, der Naturfördergesellschaft, des Westfälischen Heimatbundes, desWestfalentages und des Kreisheimattages im vergangenen Jahr. Der Heimatverein habe sich zudem mit einer Info-Tafel an dem neuen Natur- und Erlebnispfad im Bürgerwald beteiligt. Homeyer berichtete, dass es einige sanierungswürdige Grabsteine der ehemaligen Pastöre des St.-Josef-Stiftes gebe. Zudem sei der Rad- und Wanderweg am „Schörmel“ dringend verkehrssicher zu gestalten. Hier habe der Heimatverein bereits die Verantwortlichen kontaktiert und sei sich sicher, dass schnell Abhilfe geschaffen werde.

In 2012 werde die Beteiligung am Jahrbuch des Kreises Warendorf einige Arbeit in Anspruch nehmen, führte Homeyer aus. Zudem habe die KFD St. Martin offensichtlich ein Projekt „Sendenhorster Heimatkrippe“ in Arbeit, das sie bei der nächsten Vorstandssitzung vorstellen werde. Die Jahreshauptversammlung werde ab sofort - wie früher - im Anschluss an das Lambertusspiel am 17. September stattfinden, erklärte er abschließend. Kurze Berichte der Arbeitskreise „Plattdeutscher Krink“, „Volkstanz“, „Wandern“ und „Stadtgeschichte“ schlossen sich an.

Die Kassenlage gestalte sich weiterhin positiv, führte Schatzmeister Hans Brüning aus. Die Kassenprüfer Jürgen Pleger und Gerhard Olde baten um Entlastung des Vorstandes und wurden im Anschluss für ein weiteres Jahr gewählt. Weitere Wahlen standen in dieser Generalversammlung nicht an. Der unterhaltsame Teil des Abends startete mit einer Präsentation von Heiner Dünnewald, der über Valentin Dünnewald, einen „gebürtigen Sendenhorster als Pfarrer in Österreich“ sprach. Ein Linzer Priester hatte ihn bei einem Besuch in Münster als Priesteranwärter nach Österreich geholt. Dort herrschte zur damaligen Zeit Priesterknappheit.
Mit vielen Fotos von der damaligen sowie der heutigen, nach dem Krieg wieder aufgebauten und gerade renovierten imposanten Kirche, untermalte Dünnewald seinen Vortrag. Hallstatt, das Salzkammergut und das Dachsteinmassiv gehörten zum Weltkulturerbe der Unesco, schloss er. Nach einer munteren Einlage der Volkstanzgruppe, die sich stetig in Fortbildungen neuen Tänzen widmet, stellten Bernd Gaßner und Christian Hölscher das Projekt „Sendenhorster Geschichten“ im Internet vor. 

Sie wollen die „Demokratisierung der Sendenhorster Geschichte“ vorantreiben, erklärte Gaßner. Bücher mit der Geschichte Sendenhorsts gebe es ja bereits. Jedoch: „Nicht alles, was geschrieben ist, stimmt für jeden Leser so“, erklärte Gaßner. Die Initiatoren möchten daher Thesen und Stimmen aus unterschiedlichen Quellen sammeln und gegeneinander stellen.

Die Website existiere bereits mit einigen Inhalten. Mit der Archivierung des Sendenhorster Stadtarchives habe der erste Schritt vor einem Jahr begonnen. Themen seien unter anderem: Vereine, Bildarchive, Ahnenforschung und Geschichten. Jetzt sei die Mithilfe aller Bürger vonnöten. „Wer hat noch geschichtliches Material, Bilder, Dokumente, Ahnenfolgen? Wer möchte mitarbeiten, als Schreibkraft, Fotograf oder auch als Hilfe beim Archivieren?“, lauteten die Fragen. Die Website stecke noch in „Kinderschuhen“, habe aber bereits einige Unterstützer.

Mit einem digitalisierten Super-8-Film der Wahlen in Sendenhorst von 1968, einigem Gelächter und großem Wiedererkennen endete der Abend. „Wir wollen uns auch in der nächsten Hauptversammlung auf unser Potenzial in Sendenhorst besinnen“, schloss Hans Homeyer die Versammlung unter großer Zustimmung der Mitglieder
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Nichts soll verloren gehen

16.06.2011 . .Dreingau-Zeitung,
Foto & Bericht: A. Schmitz-Westphal

Sie kümmern sich um die Digitalisierung (v.l.): Helga Berkemeyer, Hans Homeyer, Christian Hölscher, Bernd Gassner und Werner Dufhues. Foto Annerose Schmitz-Westphal SENDENHORST Die Stadtgeschichte Sendenhorsts darf nicht verloren gehen und soll deshalb im Computer archiviert werden.
Sie kümmern sich um die Digitalisierung (v.l.): Helga Berkemeyer, Hans Homeyer, Christian Hölscher, Bernd Gassner und Werner Dufhues. Foto Annerose Schmitz-Westphal

So stellt es sich der Heimatverein Sendenhorst vor, der in Zusammenarbeit mit Bernd Gassner und Christian Hölscher seit über einem Jahr mehrere Tausend Fotos, Texten und Videos digitalisiert. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und dem Kreisarchivar. Anschließend wandert das Sendenhorster Stadt- und Heimatarchiv endgültig ins Warendorfer Kreishaus.

Schon rund die Hälfte der Arbeiten haben die ehrenamtlichen Helfer in den Räumen der Werbeagentur Gassner erledigt. Doch hierbei handelt es sich erst einmal um das Bewahren der Geschichtsnachweise. Die Idee, die Bernd Gassner, seine Frau Evelyn und Christian Hölscher haben, umfasst jedoch noch viel mehr. So sollen viele weitere Geschichten, Bilder, Videos und Dokumente für die Öffentlichkeit im Internet zur Verfügung gestellt werden. Damit könnte die Geschichte Sendenhorsts erweitert, Ahnenforschern aus aller Welt könnten wichtige Daten und Fakten geliefert werden.

Mitnehmen oder einlagern

Um diese Idee zu verwirklichen, sind alle Sendenhorster Bürger aufgerufen, ihre geschichtlichen Dokumente, Fotos, Videos oder Erzählungen einzureichen. Hans Homeyer, Vorsitzender des Heimatvereins, weist darauf hin, dass alle Dokumente und Fotos im Beisein des Besitzers digitalisiert und entweder wieder mitgenommen oder im Kreisarchiv mit eingelagert werden können.

Wer Lust hat, im Arbeitskreis für das digitale Archiv der Stadtgeschichte ehrenamtlich mitzuwirken, kann sich bei Hans Homeyer, Tel. (02526) 1202, melden.

Sendenhorster Stadtgeschichte wird lebendig 15.05.2011 | WN, J. Thesing

Bild: Wollen die Sendenhorster Geschichte lebendig werden lassen: Christian Hölscher, Werner Dufhues, Helga Berkemeyer, Bernd Gaßner und Hans Homeyer (v.li.). Foto: (Josef Thesing) 

Sendenhorst - Das Ziel ist definiert, doch der Weg dahin ist noch etwas diffus. „Wir wissen, wo wir hinwollen. Aber wir wissen noch nicht, wie wir dahin kommen“, sagt Bernd Gaßner. Und er meint damit vor allem die technische Umsetzung.

Bislang, und da sind sich im Dachgeschoss der Alten Molkerei alle einig, ist es nur ein Anfang. „Es geht jetzt darum, alles zu bewahren“, meint Christian Hölscher, der „Techniker“ im Arbeitskreis Stadtgeschichte des Heimatvereins, der in zwei kleinen Räumen im Dachgeschoss seine Zelte aufgeschlagen hat. Zwei Mal in der Woche treffen sich die Geschichtsforscher dort. Heute sind es neben Gaßner und Hölscher Helga Berkemeyer, Werner Dufhues, Sprecher des Arbeitskreises, und Hans Homeyer, zugleich Vorsitzender des Arbeitskreises. 

Alles bewahren - das meint das Digitalisieren von mehreren Tausend Bildern und Texten aus der Stadtgeschichte, um sie für die Internetseite www.sendenhorstergeschichten.de aufzubereiten. „In den vergangenen zwölf Monaten sind schätzungsweise bereits 800 Stunden ehrenamtlich geleistet worden“, blickt Werner Dufhues zurück. In Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister und dem Kreisarchivar werden alle wichtigen Archivalien elektronisch erfasst und gespeichert, bevor das Sendenhorster Stadt- und Heimatarchiv endgültig im Warendorfer Kreishaus eingelagert wird. 

Der Arbeitskreis hat sich für das Internet entschieden, weil „es immer da und von überall einsehbar ist“, erklärt Bernd Gaßner. Und weil die Homepage, die in diesen Tagen mit einem neuen Design versehen wird, stets aktualisiert werden kann.
Der Arbeitskreis arbeitet seit rund einem Jahr an dem Projekt. „Wir wollen das Archiv allen Sendenhorstern über das Internet zur Verfügung stellen“, erklärt Bernd Gaßner. Das sei in ganz Deutschland wohl so ziemlich einmalig. 
Ein wichtiges Anliegen ist dem Arbeitskreis jedoch, sich nicht auf das Stadtarchiv zu beschränken. Die Mitglieder hoffen nun darauf, dass sich Menschen bei ihnen melden, die historisch Wertvolles in den eigenen vier Wänden aufbewahren, das anderen zugänglich gemacht werden sollte - Fotos zum Beispiel. Oder die eigene Beiträge schreiben. „Jeder sieht Geschichte vielleicht ein bisschen anders, subjektiv“, meint Gaßner. 
Viele Berichte zu einem Ereignis oder Thema würden zur Objektivität beitragen. „Ein komplettes Bild der Stadtgeschichte“ soll geschaffen werden. Und das vor allem für künftige Generationen.

Sendenhorst und Albersloh - Gemeinsamkeit trotz Grenzlinie 17.12.2007  

Sendenhorst / Albersloh . Am dritten Adventssonntag , einem herrlichen Wintertag , luden die Heimatvereine Sendenhorst und Albersloh zum Schnadegang ein.
In Erinnerung an die traditionelle Grenzbegehung zwischen den beiden Orten fanden sich dieses Jahr rund 25 Personen an der Bushaltestelle „Reiterhof“ in der Bauerschaft Alst ein. Die Wanderung führte die Gruppe entlang der Grenze zwischen Sendenhorst und Albersloh bis zur Gaststätte Peters, wo sie gemütlich ausklang.

Willi Berheide vom Heimatverein Albersloh begrüßte die Gruppe und erklärte kurz die historische Bedeutung des Schnadegangs. Weiter erinnerte er an den letztjährigen, erstmals wieder eingeführten Schnadegang, zu dessen Erinnerung zwei Bäume gepflanzt worden waren.

Auch der nun zweite begangene Schnadegang hinterließ seine Spuren. Ein Schnadestein wird an ihn erinnern. Obwohl nach den beiden Gängen nun die Grenze zwischen Sendenhorst und Albersloh abgeschritten sei, so werde es doch auch in den nächsten Jahren weitere Begehungen geben, meinte Willi Berheide zuversichtlich.
Begegnungen, ja die gab es reichlich, jedoch bis zum nächsten Schnadegang sollte es knapp 10 Jahre dauern.

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