Pfarrer Heinrich Hölscher († 1623)
Ein Sendenhorster Geistlicher zwischen Gegenreformation, Familie, Pest und Krieg
Karteikarte zu Heinrich Hölscher, im Sendenhorster Bildbestand als Bistumsarchiv-Karte geführt. Bild-ID 120171 / 16942.jpg. [4]
Heinrich Hölscher gehört zu den ungewöhnlich gut greifbaren Sendenhorster Pfarrern der frühen Neuzeit. Seine mehr als vier Jahrzehnte dauernde Amtszeit fällt genau in eine Epoche tiefgreifenden kirchlichen und politischen Wandels: die katholische Reform nach Reformation und Täuferzeit, strenge bischöfliche Visitationen, die Pest von 1606, spanisch-niederländische Truppendurchzüge und schließlich die ersten Jahre des Dreißigjährigen Krieges. Zugleich erlauben die Quellen überraschend persönliche Einblicke in sein Familienleben. [1] [2] [3]
Inhaltsverzeichnis
1. Ein Sendenhorster wird Pfarrer
Der Visitationsbericht von 1602 bezeichnet Heinrich Hölscher ausdrücklich als Sendenhorstensis: Er stammte also aus Sendenhorst. Er war ehelich geboren und kirchenrechtlich nicht wegen seiner Herkunft belastet. Damit haben wir bei ihm etwas, das bei vielen Geistlichen seiner Zeit fehlt – eine klare lokale Herkunftsangabe. [2] [3] [7]
Mit Hölscher beginnt nach Heinrich Petzmeyer im Jahr 1584 die lückenlose Reihe der Sendenhorster Pfarrgeistlichen. Die ältere Pfarrchronistik, insbesondere Pfarrer Kuipers, nennt ebenfalls 1584. Ein später überlieferter Übersetzungsauszug des Visitationsberichts von 1613 nennt dagegen 1582 als Jahr seiner Anstellung. Diese Abweichung sollte nicht geglättet werden: Für die Pfarrerreihe ist 1584 die besser abgestützte Angabe, 1582 bleibt eine abweichende Überlieferung. [1] [2] [3]
Sein Pfarramt war kein kleines Nebenamt. Zur Sendenhorster Kirche gehörten mehrere Vikarien, kirchliche Ländereien und das Pastorat. Der Pfarrer war Seelsorger, Verwalter kirchlicher Rechte und Güter und eine der zentralen öffentlichen Personen der Stadt. [2] [3]
2. 1578, 1580, 1584 – der Weg ins Pfarramt
Die von dir vorgelegte Bistums-Karteikarte ergänzt die bisherige Biographie um einen wichtigen frühen Punkt: 1578 wird Heinrich Hölscher als Vikar an St. Lamberti in Münster erwähnt. Diese Angabe steht auf der Karte ausdrücklich in der Vita. Sie gehört damit in seine berufliche Vorgeschichte, auch wenn die zugrunde liegende Einzelquelle auf der Karte nur durch ein Quellenkürzel erschlossen wird. [4]
Für 1580 vermerken die HGF-/Petz-Arbeitsunterlagen seine Priesterweihe in Köln. Der Visitationsbericht von 1602 bestätigt den Kern dieser Angabe mit der lateinischen Formulierung Coloniae ordinatus. Damit ist die Kölner Weihe deutlich besser belegt als bloß durch spätere Erinnerung. [2] [3] [7]
Spätestens 1584 übernahm Hölscher das Pfarramt in seiner Heimatstadt. 1589 erscheint er dann in einer weiteren Quelle ausdrücklich als „Pastor der Kercken zu S.“. Damit ist seine Amtsausübung nicht nur aus späteren Pfarrerlisten, sondern auch aus zeitgenössischen Verwaltungsunterlagen greifbar. [2] [3]
Die Folge 1578 – 1580 – 1584 zeichnet deshalb einen plausiblen kirchlichen Werdegang: Vikar in Münster, Priesterweihe in Köln, anschließend Pfarrer in Sendenhorst. Die Quellen sind jedoch nicht in allen Einzelheiten widerspruchsfrei; deshalb sollte diese Abfolge als gut belegt, aber nicht als vollständig rekonstruierte Ausbildungsbiographie verstanden werden. [2] [3] [4]
3. Pfarrer in einer Kirche im Umbruch
Hölscher trat sein Amt nur wenige Jahrzehnte nach Reformation und Täuferherrschaft an. Das Fürstbistum Münster versuchte inzwischen, das kirchliche Leben wieder streng nach katholischen Maßstäben zu ordnen. Die Pfarrer wurden deshalb nicht nur nach ihrem persönlichen Glauben beurteilt, sondern auch danach, ob sie Liturgie, Sakramente, Katechese, Kirchenbücher und kirchliche Disziplin korrekt handhabten. [1] [7]
Für Sendenhorst bedeutete dies eine bemerkenswerte Übergangszeit. Noch 1571 war lediglich knapp vermerkt worden, der Küster halte Schule. 1602 mahnten die Visitatoren bereits eine geregelte Katechismusunterweisung an; 1613 unterrichtete der Kaplan rund 50 Schüler aus katholischen Büchern. Hölscher stand also an der Schwelle von älteren örtlichen Gewohnheiten zu einer stärker normierten katholischen Pfarrorganisation. [1] [2] [3]
Die Quellen zeigen ihn dabei weder als Reformhelden noch als notorischen Regelbrecher. Vielmehr erscheint er als typischer Geistlicher einer Übergangszeit: grundsätzlich katholisch und loyal, aber bei mehreren Forderungen der kirchlichen Reform noch nachlässig oder von älteren Lebensformen geprägt. Genau darin liegt der historische Wert der beiden Visitationsberichte. [1] [7]
4. 1602 – die Visitatoren schauen genau hin
Am 25. September 1602 wurde Heinrich Hölscher durch die geistliche Visitationskommission geprüft. Das Ergebnis war zunächst eindeutig positiv: Er galt als katholisch und keiner Häresie verdächtig. Er spendete die Sakramente nach der Agende, benutzte bei der Taufe Wasser und die richtige Taufformel; vor dem Allerheiligsten brannte das Ewige Licht, dessen Unterhalt durch bestimmte Ackerflächen gesichert war. [1] [2] [3] [7]
Die Visitatoren fanden aber auch eine ganze Reihe von Mängeln. Hölscher las die kanonischen Stunden nicht täglich. Die letzte Ölung war in der Gemeinde offenbar nicht in Gebrauch. Er hatte den Katechismus bislang nicht regelmäßig gelehrt und die Vorschriften gegen heimliche Eheschließungen nicht erneut verkündet. Außerdem fehlte ihm ein entsprechendes theologisches Handbuch für Gewissens- und Beichtfragen. [2] [3] [7]
Die Anordnungen waren konkret: An Sonn- und Feiertagen sollte er die Gemeinde in Glaubensfragen und im Katechismus unterweisen, das Verbot heimlicher Ehen regelmäßig bekanntmachen, geeignete Literatur anschaffen und zwei Register anlegen – eines für Getaufte, eines für Verheiratete. Der Besuch von 1602 war also nicht nur Kontrolle, sondern ein detailliertes Reformprogramm für die Sendenhorster Pfarrei. [2] [3] [7]
5. „Konkubine“, Ehefrau und drei Kinder
Der spektakulärste Punkt des Visitationsprotokolls lautet knapp: habet concubinam – „er hat eine Konkubine“. Die Visitatoren verlangten, Hölscher müsse die Frau innerhalb von 15 Tagen entlassen; andernfalls drohe die Suspension vom Amt. Außerdem sollte er nachweisen, dass die Beziehung beendet und eine Beichte abgelegt worden sei. [2] [3] [7]
Die Sache ist historisch komplizierter, als das Wort „Konkubine“ zunächst vermuten lässt. Petzmeyer weist ausdrücklich darauf hin, dass Hölscher selbst die Verbindung als rechtmäßige Ehe ansah. Wir haben es also nicht einfach mit einer heimlichen Geliebten zu tun, sondern mit einem Konflikt zwischen persönlicher beziehungsweise älterer Eheauffassung und den nun streng durchgesetzten kirchlichen Zölibats- und Disziplinarregeln. [1]
Aus dieser Familie sind mindestens drei Kinder greifbar. Petzmeyer nennt zwei Söhne, die 1604 die Universität Köln besuchten. Die HGF-Arbeitsnotizen prüfen als mögliche Kandidaten einen Johann und einen Andreas Hölscher, kennzeichnen diese Zuordnung aber selbst mit einem Fragezeichen. Die Namen sollten deshalb nicht als abschließend bewiesen gelten. Sicher ist dagegen, dass 1613 außerdem eine Tochter im Haushalt des Pfarrers lebte. [1] [2] [3]
Gerade diese Familiengeschichte macht Hölscher zu einer außergewöhnlich anschaulichen Figur der Sendenhorster Kirchengeschichte. Sie zeigt, wie tief die katholische Reform des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts in das persönliche Leben eines Pfarrers eingriff. [1]
6. 1613 – elf Jahre später
Bei der nächsten überlieferten Visitation 1613 hatte sich das Bild deutlich verändert. Hölscher feierte die Messe, benutzte die neue Agende und lehrte nach der Kommunion den Katechismus. Zur Vorbereitung verwendete er zwar ältere, aber zugelassene Bücher. Die Reformforderungen von 1602 waren also zumindest teilweise umgesetzt worden. [1] [2] [3]
Ganz ohne Kritik kam er weiterhin nicht davon: Er wurde ermahnt, Beichte zu hören, und konnte die Absolutionsformel nicht korrekt wiedergeben. Sein persönlicher Lebenswandel gab nun jedoch keinen Anlass zur Klage. Er wird als nicht verheiratet bezeichnet. Petzmeyer lässt ausdrücklich offen, ob seine Frau inzwischen gestorben war oder ob Hölscher sie aufgrund der Anordnung von 1602 tatsächlich hatte fortschicken müssen. [1] [2] [3]
Die Tochter wohnte weiterhin bei ihm. Zugleich heißt es, der Pfarrer habe keinen Streit mit seinen Pfarrkindern, halte sich nicht häufig in Gasthäusern auf und betreibe keinen Handel. Für einen Visitationsbericht ist das fast ein kleines Charakterbild: ein inzwischen älterer Pfarrer, dessen Lebensführung als unauffällig und geordnet galt. [1] [2] [3]
Auch das kirchliche Leben der Gemeinde wird sichtbar. Feierliche Prozessionen gab es 1613 kaum; ausdrücklich genannt wird die Fronleichnamsprozession durch die Straßen und um Tore beziehungsweise Befestigung. Die Pfarrgemeinde war nahezu vollständig katholisch. Nur ein Einwohner wird als nicht katholisch beschrieben; er besuchte zwar die Kirche, kommunizierte aber nicht. [1] [2]
7. Hölscher im Alltag der Stadt
Heinrich Hölscher erscheint nicht nur in Visitationsakten. 1609 stimmte er gemeinsam mit dem Archidiakon und den Kirchenprovisoren einem Verkauf von sieben Landstücken an das Kloster Überwasser zu. Der Erlös sollte der Verbesserung der Kircheneinkünfte, der Begleichung von Lasten und der Fortsetzung des Gottesdienstes dienen. Damit sehen wir Hölscher ganz praktisch als Verwalter des kirchlichen Vermögens. [3] [5]
Auch spätere HGF-Unterlagen zeigen den Namen im Sendenhorster Rechts- und Besitzleben. 1618 wird sein Haus als Lagebezug bei einer Verschreibung genannt; andere Unterlagen nennen ihn als Pastor und bestätigenden Zeugen. Solche Nachrichten sind unscheinbar, aber wichtig: Sie zeigen, dass Hölscher über Jahrzehnte fest in den rechtlichen und gesellschaftlichen Alltag der kleinen Stadt eingebunden war. [5]
Die Sendenhorster Pfarrstelle war zudem wirtschaftlich mit dem Pastorat und seinen Ländereien verbunden. Der Pfarrer lebte nicht in einem rein geistlichen Sonderraum, sondern war Teil der städtischen und ländlichen Wirtschaftsordnung – als Seelsorger, Grundbesitzverwalter, Vertragspartner und Zeuge. [1] [3] [5]
8. Pest, Truppendurchzüge und Krieg
Hölschers lange Amtszeit fiel in eine der unruhigsten Epochen der Sendenhorster Geschichte. Während der spanisch-niederländischen Kriege wurde das Münsterland wiederholt von Truppen heimgesucht. Sendenhorst erlebte Einquartierungen, Forderungen, Unsicherheit und Gewalt. Hölscher war in diesen Jahrzehnten der Pfarrer der Stadt – nicht nur in ruhigen Kirchenjahren, sondern mitten in einer Krisenzeit. [1] [6]
1618 begann der Dreißigjährige Krieg. 1622 erreichte mit Christian von Braunschweig eine neue Welle militärischer Gewalt das Münsterland und auch den Sendenhorster Raum. Als Hölscher 1623 starb, befand sich seine Gemeinde nach Petzmeyers Formulierung bereits im ersten Höhepunkt dieses großen Krieges. [1] [6]
Damit hat Hölscher in seiner mehr als vier Jahrzehnte dauernden Amtszeit sehr unterschiedliche Krisen erlebt: konfessionelle Kontrolle, Seuche, Truppendurchzüge und schließlich den Beginn eines Krieges, der Sendenhorst noch lange nach seinem Tod schwer belasten sollte. [1] [2] [6]
9. Alter, Tod und Nachfolge
In seinen letzten Lebensjahren konnte Heinrich Hölscher sein Amt offenbar nicht mehr vollständig aus eigener Kraft ausüben. Petzmeyer und die HGF-Unterlagen berichten, dass ihm wegen seines Alters ein Vizekurat als Assistent zur Seite gestellt wurde. Dieser Helfer war Johannes Engelberding, ein Kanoniker beziehungsweise ehemaliger Fraterherr aus Münster. [1] [2] [3]
Heinrich Hölscher starb am 13. August 1623. Dieses Datum ist sowohl in der lokalen Pfarrerüberlieferung als auch auf der Bistums-Karteikarte vermerkt. Die HGF-Überlieferung erklärt sein Ende mit Altersschwäche. [2] [3] [4]
1624 folgte Johannes Engelberding als Pfarrer. Er hatte Hölscher zuvor bereits als Vizekurat unterstützt und führte die Gemeinde anschließend durch einen großen Teil des Dreißigjährigen Krieges. Damit ging eine außergewöhnlich lange Amtszeit zu Ende: Mehr als vier Jahrzehnte hatte Heinrich Hölscher die Sendenhorster Pfarrei geprägt. [1] [2] [3]
Seine Bedeutung liegt dabei nicht in einem einzelnen spektakulären Ereignis. Vielmehr lässt sich an ihm exemplarisch beobachten, wie sich Kirche und Gesellschaft in Sendenhorst zwischen spätem 16. und frühem 17. Jahrhundert veränderten. Kaum ein anderer Pfarrer dieser frühen Zeit ist in den lokalen Quellen so persönlich greifbar. [1] [2] [3]
Zeittafel – Heinrich Hölscher
| Jahr | Beleg / Ereignis |
|---|---|
| 1578 | Auf der Bistums-Karteikarte als Vikar an St. Lamberti in Münster erwähnt. |
| 1580 | Priesterweihe in Köln; 1602 bestätigt als Coloniae ordinatus. |
| 1584 | Beginn des Pfarramtes in Sendenhorst nach Kuipers/Petzmeyer und Bistums-Karteikarte. Ein 1613 überlieferter Auszug nennt abweichend 1582. |
| 1589 | Zeitgenössischer Beleg als „Pastor der Kercken zu S.“. |
| 25.09.1602 | Erste ausführliche Visitation: katholisch, aus Sendenhorst, in Köln geweiht; zugleich Beanstandungen bei Katechese, Kirchenordnung und privater Lebensführung. |
| 1604 | Zwei Söhne der Familie Hölscher besuchen nach Petzmeyer die Universität Köln. |
| 1606 | Pestjahr in Sendenhorst während seiner Amtszeit. |
| 1609 | Hölscher wirkt als Pfarrer bei einem Verkauf kirchlicher Ländereien an Überwasser mit. |
| 1613 | Zweite Visitation: Lebenswandel ohne Beanstandung; Tochter lebt bei ihm; Katechese verbessert, weiterhin fachliche Ermahnungen. |
| 1618–1622 | Beginn des Dreißigjährigen Krieges; Hölscher bleibt als Pfarrer und in örtlichen Rechtsakten greifbar. |
| späte Amtszeit | Johannes Engelberding wird wegen Hölschers Alters als Vizekurat/Assistent eingesetzt. |
| 13.08.1623 | Tod Heinrich Hölschers. |
| 1624 | Johannes Engelberding wird sein Nachfolger als Pfarrer. |
Quellen und Fundstellen
[1] Heinrich Petzmeyer: Sendenhorst. Geschichte einer Kleinstadt im Münsterland. Stadt Sendenhorst, 1993, besonders der Abschnitt zur Reformations- und Visitationszeit, S. 122–124. Leitquelle für die Einordnung von 1584, die Visitationen 1602/1613, die Familie, die letzten Amtsjahre und den Übergang zu Johannes Engelberding.
[2] HGF/Fascies, Bestand 01–29, Dossier Kirche/Pfarrer der Reformationszeit: Pfarrer Kuipers, Einträge 1584, 1589, 1609, Visitationsübersetzung 1613, Sterbeeintrag 1623 und Nachfolge 1624; außerdem Notizen zur Pest 1606 und zur Kölner Priesterweihe 1580.
[3] Petz-/Arbeitsakten, 1995_Akten_komplett, besonders „Kirche 1“ und „Kirche 3“: lateinischer Visitationsbefund vom 25. September 1602, Anordnungen der Visitatoren, 1609 Überwasser sowie die Zusammenstellung zur Pfarrerreihe.
[4] Karteikarte zu Heinrich Hölscher im lokalen Bilder-/Archivbestand, bezeichnet als „Karteikarte Bistumsarchiv Pfarrer Heinrich Hölscher 1584–1623 Pfarrer in Sendenhorst“, Bild 16942.jpg, ID 120171. Sie nennt unter anderem Sendenhorst als Herkunft, den Todestag 13. August 1623 und in der Vita die Erwähnung 1578 als Vikar an St. Lamberti.
[5] HGF/Fascies 36–69 sowie HGF 93–96 Teil 5: Sendenhorster Rechts- und Besitzakten der Jahre 1618–1620 mit Bezügen zu Heinrich Hölscher, seinem Haus und seiner Tätigkeit als Pastor beziehungsweise Zeuge.
[6] Petzmeyer sowie lokale HGF-/Heimatvereinschronik zu den spanisch-niederländischen Truppendurchzügen, der Pest von 1606 und den ersten Jahren des Dreißigjährigen Krieges. Diese Angaben dienen der historischen Einordnung der Amtszeit und sind nicht als persönliche Handlungen Hölschers zu verstehen.
[7] Protokolle des Geistlichen Rates in Münster, hg. Hermann Immenkötter, in den Petz-/HGF-Arbeitsakten transkribiert: Visitationsprotokoll vom 25. September 1602 und spätere Visitationsüberlieferung.
Redaktioneller Hinweis: Die Darstellung trennt bewusst zwischen zeitgenössischen bzw. archivalisch überlieferten Angaben, späterer lokaler Zusammenstellung und nicht belegter Anekdote. Die frühere Melle/Riemsloh-Vermutung wurde nicht aufgenommen.