Inhaltsverzeichnis
1. Stadtwerdung in unruhiger Zeit
Besonders gefährdet war das Kirchspiel außerhalb der Stadtbefestigung. Während sich die Bürger innerhalb von Wall, Graben und Toren wenigstens zeitweise schützen konnten, lagen die Bauernhöfe in den Bauerschaften weitgehend offen. Die Konflikte des 14., 15. und 16. Jahrhunderts zeigen deshalb eine bemerkenswerte Kontinuität. Lange bevor 1622 Christian von Braunschweig vor Sendenhorst erschien, wussten die Menschen hier bereits, was es bedeutete, wenn fremde Soldaten kamen. [1] [5]
Die Entwicklung Sendenhorsts zur Stadt vollzog sich zu Beginn des 14. Jahrhunderts unter dem münsterischen Fürstbischof Ludwig II. von Hessen. Am 11. August 1315 wird Sendenhorst erstmals urkundlich als oppidum, also als Stadt beziehungsweise befestigter Ort, bezeichnet. Die Stadtwerdung hatte wirtschaftliche und verwaltungspolitische Gründe; zugleich war die Lage im südöstlichen Bereich des Hochstifts Münster auch militärisch bedeutsam, denn hier berührten sich die Interessen des Fürstbischofs und benachbarter Herrschaften, insbesondere der Grafen von der Mark. [1] [2]
Ein befestigter Ort konnte Straßen kontrollieren, Bevölkerung und Vorräte schützen und dem Landesherrn als Stützpunkt dienen. Wall, Graben und Stadttore waren deshalb keine bloße Grenze zwischen Stadt und Land, sondern Teil der Verteidigungsfähigkeit des Ortes. Schon wenige Jahre nach der Stadtwerdung zeigte sich allerdings, dass auch diese Befestigungen nur begrenzten Schutz boten. [1] [2]
2. 1323 – die erste große Katastrophe
Das Jahr 1323 gilt in der Sendenhorster Überlieferung als erste große Zerstörung der jungen Stadt. Heinrich Petzmeyer bringt das Ereignis mit den Auseinandersetzungen zwischen dem Fürstbischof von Münster und Graf Engelbert II. von der Mark in Verbindung. Danach sollen märkische Truppen Sendenhorst angegriffen, geplündert und niedergebrannt haben. Auch in der älteren heimatgeschichtlichen Überlieferung, insbesondere bei Fascies und in Veröffentlichungen des Heimatvereins, wird diese Verbindung aufgegriffen. [1] [3]
Die Quellenlage für ein Ereignis aus dem frühen 14. Jahrhundert ist allerdings dünn. Ältere örtliche Darstellungen formulieren teilweise vorsichtiger und sprechen davon, Sendenhorst sei 1323 von einer schweren Brandkatastrophe betroffen worden, ohne die genauen Umstände zweifelsfrei festlegen zu können. Historisch sauber lässt sich deshalb festhalten: 1323 gehört zu den ältesten überlieferten Katastrophendaten Sendenhorsts; Petzmeyer und die spätere örtliche Geschichtsschreibung sehen die Zerstörung im Zusammenhang mit der Fehde zwischen Münster und der Grafschaft Mark. [1] [3]
Für die junge Stadt muss das Ereignis ein schwerer Rückschlag gewesen sein. Erst wenige Jahre zuvor hatte Sendenhorst seinen städtischen Status erhalten, nun musste ein großer Teil offenbar wieder aufgebaut werden. Damit stand schon am Beginn der Sendenhorster Stadtgeschichte jene Erfahrung, die sich später mehrfach wiederholen sollte: Die Konflikte der Mächtigen trafen vor allem die Bevölkerung. [1] [3]
3. Fehden – Krieg ohne große Schlacht
Das Wort Fehde klingt heute beinahe harmlos. Im Mittelalter konnte eine Fehde für die betroffene Bevölkerung jedoch verheerende Folgen haben. Adlige, Fürsten, Städte oder andere Herrschaftsträger trugen Konflikte mit Gewalt aus, wenn sie Besitz, Rechte, Erbschaften, Ämter oder politische Ansprüche durchsetzen wollten. [4]
Wer einen Gegner wirtschaftlich treffen wollte, musste nicht unbedingt dessen stärkste Burg angreifen. Häufig war es einfacher, Dörfer und Höfe zu schädigen. Dort gab es alles, was bewaffnete Truppen benötigten: Getreide, Vieh, Pferde, Wagen, Heu, Lebensmittel und Geld. Ein Bauer konnte seinen Hof gegen eine größere Gruppe Bewaffneter kaum verteidigen. [1] [4]
Deshalb gehörten Plünderungen, Viehraub, erzwungene Abgaben und das Niederbrennen von Höfen zu den typischen Begleiterscheinungen solcher Konflikte. Für Sendenhorst war die Situation besonders charakteristisch: Die Stadt konnte ihre Tore schließen – das Kirchspiel konnte es nicht. Gerade die Bauerschaften rund um Sendenhorst wurden deshalb immer wieder zum eigentlichen Schauplatz der Gewalt. [1] [5]
4. Soester Fehde und Münsterische Stiftsfehde
Im 15. Jahrhundert wurde Westfalen von mehreren großen Konflikten erschüttert. Von 1444 bis 1449 tobte die Soester Fehde. Die mächtige Stadt Soest hatte sich von ihrem bisherigen Landesherrn, dem Kölner Erzbischof, losgesagt und sich unter den Schutz des Herzogs von Kleve-Mark gestellt. Zahlreiche Herrschaften wurden in diesen Krieg hineingezogen; auch das Hochstift Münster gehörte zum politischen Spannungsraum. [4]
Für konkrete Zerstörungen in Sendenhorst während der Soester Fehde gibt es bislang keinen sicheren Nachweis. Sie gehört daher vor allem zum regionalen Hintergrund und sollte nicht nachträglich zu einem Sendenhorster Kriegsereignis gemacht werden. [4]
Nur wenige Jahre später wurde Sendenhorst dagegen unmittelbar betroffen. Nach dem Tod des münsterischen Fürstbischofs Heinrich II. von Moers brach 1450 die Münsterische Stiftsfehde aus. Verschiedene Adelsparteien stritten um die Besetzung des münsterischen Bischofsstuhls. Auf der einen Seite stand die Partei um Walram von Moers, auf der anderen die Partei der Grafen von Hoya. Aus der umstrittenen Bischofswahl entwickelte sich ein jahrelanger Krieg, der erst 1457 endete. [4] [5]
5. 1450–1457 – Krieg im Sendenhorster Kirchspiel
Nach Petzmeyers Darstellung spielte das feste Haus Sendenhorst, der spätere Drostenhof im südwestlichen Bereich der Stadt, während der Münsterischen Stiftsfehde möglicherweise eine militärische Rolle. Dort soll sich zeitweise eine Besatzung der Hoya-Partei befunden haben. [1] [5]
Noch deutlicher werden die Folgen außerhalb der Stadt. Überliefert sind Plünderungen und Verwüstungen in der Hardt und in Jönsthövel. Damit wird sichtbar, wie eine solche Fehde vor Ort wirkte. Nicht unbedingt die Stadt selbst musste vollständig erobert werden. Es genügte, die Umgebung zu verwüsten, Vorräte zu rauben und die wirtschaftliche Grundlage des Gegners zu treffen. [1] [5]
Petzmeyer weist zudem darauf hin, dass in dieser Zeit die sonst nachweisbaren Rechtsgeschäfte in Sendenhorst weitgehend aussetzen. Auch das ist ein wichtiger Hinweis. Krieg bedeutete nicht nur Gewalt, sondern auch Stillstand: Verträge wurden nicht abgeschlossen, Grundstücke nicht übertragen, Handel und Landwirtschaft wurden unsicher. Das normale Leben geriet aus den Fugen. [1]
Die Münsterische Stiftsfehde gehört deshalb zu den schwersten belegbaren Krisen, die Sendenhorst im 15. Jahrhundert trafen. Besonders deutlich zeigt sich erneut die Verletzlichkeit der Bauernhöfe außerhalb von Wall und Graben. [1] [5]
6. 1534/35 – der Täuferkrieg erreicht Sendenhorst
Im 16. Jahrhundert veränderte sich der Charakter der Konflikte. Zu den alten Macht- und Herrschaftsfragen kamen die religiösen Auseinandersetzungen der Reformationszeit. Besonders dramatisch entwickelte sich die Lage in Münster, wo 1534 die Täufer die Herrschaft übernahmen. Fürstbischof Franz von Waldeck ließ die Stadt belagern. [6]
Rund um Münster entstand ein großer militärischer Belagerungsraum. Tausende Soldaten mussten versorgt werden; Desertionen, Überfälle und Gewalttaten gehörten zum Kriegsalltag. Auch Sendenhorst wurde von diesen Ereignissen unmittelbar berührt. [5] [6]
Nach der örtlichen Überlieferung verließ eine Gruppe bewaffneter Deserteure das fürstbischöfliche Heer und zog in Richtung Sendenhorst. Dabei kam es zu Brandschatzungen. Schließlich verschanzte sich die Gruppe auf dem Hof Jungmann südlich der Stadt. Der Hof war durch eine Gräfte geschützt und bot damit bessere Verteidigungsmöglichkeiten als ein gewöhnlicher Bauernhof. [5]
Bischöfliche Truppen nahmen die Verfolgung auf. Beim Versuch, die Verschanzten zu überwältigen, entwickelte sich ein regelrechtes Feuergefecht. Ein Angehöriger der Familie von der Recke wurde getötet, ein weiterer schwer verwundet. Die Deserteure hielten zunächst stand. Erst als der Einsatz schwererer Geschütze drohte, ergaben sie sich. Die Gefangenen wurden nach Wolbeck gebracht und dort vor ein Kriegsgericht gestellt. [5]
Damit besitzt Sendenhorst für die Zeit der Täuferunruhen einen erstaunlich konkreten lokalen Kriegsschauplatz. Der große Konflikt um Münster hatte die Umgebung der kleinen Stadt unmittelbar erreicht. [5] [6]
7. 1553 – Philipp Magnus und 16 ausgeplünderte Bauern
Nur rund zwanzig Jahre später kamen erneut Soldaten. Im Jahr 1553 zog Herzog Philipp Magnus von Braunschweig-Lüneburg gegen das Hochstift Münster. Der Feldzug stand im Zusammenhang mit den großen politischen und konfessionellen Auseinandersetzungen im Reich. Philipp Magnus nahm unter anderem Sassenberg und Warendorf ein. [7]
Auch der Raum Sendenhorst blieb nicht verschont. Die örtliche Überlieferung ist hier besonders wertvoll, weil sie ungewöhnlich konkret wird: Nach dem Durchzug meldeten 16 Bauern ihre Verluste. Betroffen waren Höfe insbesondere in Hardt, Rinkhöven und Elmenhorst. Geraubt wurden Geld und Sachwerte. [1] [5]
Was sich hinter einer solchen knappen Nachricht verbirgt, lässt sich leicht unterschätzen. Für einen Bauern konnte bereits der Verlust eines Pferdes existenzbedrohend sein. Das Pferd war Arbeitskraft; fehlte das Zugtier, konnten Äcker nicht oder nur schwer bestellt werden. Geraubtes Saatgetreide gefährdete die nächste Ernte, Vieh bedeutete Nahrung und Vermögen zugleich. [1] [5]
Eine Plünderung dauerte vielleicht nur Stunden, ihre wirtschaftlichen Folgen konnten jedoch Jahre anhalten. Gerade deshalb ist die überlieferte Zahl der 16 geschädigten Bauern so eindrucksvoll: Sie macht aus einem allgemeinen Kriegsereignis sechzehn konkrete Familiengeschichten. [5]
8. Spanier und Niederländer – der Krieg wird international
Ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde das Münsterland zunehmend von einem Krieg betroffen, der weit über Westfalen hinausreichte. Seit 1568 kämpften die Niederlande gegen die spanische Herrschaft. Der Konflikt dauerte Jahrzehnte und machte Westfalen als unmittelbar östlich angrenzenden Raum zu einem gefährdeten Durchzugs- und Versorgungsgebiet. [8]
Spanische und niederländische Truppen überschritten immer wieder Grenzen, suchten Quartiere, Verpflegung und Nachschub. In der Sendenhorster Überlieferung ist deshalb für die Zeit gegen Ende des 16. Jahrhunderts wiederholt von Spaniern und Holländern beziehungsweise Niederländern die Rede. Auch Sendenhorst und Albersloh wurden von solchen Kriegsvölkern betroffen. [5] [8] [9]
Der Unterschied zu den älteren Fehden war erheblich: Nun kamen die Soldaten nicht mehr nur aus benachbarten westfälischen Herrschaften. Der Krieg war international geworden. Für die Menschen auf den Höfen änderte sich trotzdem erstaunlich wenig. Auch spanische oder niederländische Truppen benötigten Brot, Fleisch, Bier, Hafer und Pferde – und wenn diese Dinge nicht freiwillig geliefert wurden, konnten sie mit Gewalt genommen werden. [8] [9]
So wurde das Münsterland schon Jahrzehnte vor 1618 daran gewöhnt, dass große militärische Konflikte weit entfernter Mächte plötzlich vor der eigenen Haustür auftauchen konnten. Der Dreißigjährige Krieg traf später also keineswegs auf eine Bevölkerung ohne Kriegserfahrung. [8] [9]
9. Warum immer wieder die Bauern litten
Die älteren Sendenhorster Kriegsberichte zeigen ein auffälliges Muster. Immer wieder tauchen die Bauerschaften auf: Hardt, Jönsthövel, Rinkhöven, Elmenhorst und weitere Höfe im Kirchspiel. Das hatte einen einfachen Grund: Ein Heer konnte nur marschieren, wenn es versorgt wurde. [1] [5]
Eine moderne militärische Logistik gab es nicht. Soldaten mussten Lebensmittel, Pferdefutter, Zugtiere und andere Vorräte in erheblichem Umfang aus der Umgebung beziehen. Gerade schlecht versorgte oder unregelmäßig besoldete Truppen lebten vielfach unmittelbar vom Land. Für einen Sendenhorster Bauern konnte Krieg deshalb bedeuten, dass plötzlich Bewaffnete auf dem Hof standen und Brot, Speck, Bier, Hafer, ein Pferd, eine Kuh oder einen Wagen verlangten. [1] [8]
Widerspruch konnte gefährlich sein. Kam wenige Tage später eine andere Truppe vorbei, begann das Ganze erneut. Freund und Feind unterschieden sich aus Sicht des Bauern mitunter nur dadurch, welches Wappen oder welche Fahne sie führten. Für die Familie zählte vor allem, was nach ihrem Abzug noch vorhanden war. [1] [5]
Deshalb darf die Geschichte der Fehden und Kriege in Sendenhorst nicht allein anhand großer Feldzüge erzählt werden. Ihre eigentliche Wirkung zeigt sich in den kleinen Nachrichten: ein niedergebrannter Hof, geraubtes Vieh, ein unterbrochenes Rechtsgeschäft, sechzehn geschädigte Bauern oder ein Feuergefecht an einer Gräfte. Darin wird Krieg vor Ort sichtbar. [1] [5]
10. 1618 – der große Krieg beginnt
Als 1618 in Böhmen der Konflikt begann, der zum Dreißigjährigen Krieg werden sollte, war Sendenhorst zunächst weit vom eigentlichen Kriegsschauplatz entfernt. Niemand konnte absehen, dass dieser Krieg drei Jahrzehnte dauern und große Teile Mitteleuropas verwüsten würde. [10]
Für die Menschen in Sendenhorst war die Erfahrung militärischer Gewalt jedoch keineswegs neu. Seit der Stadtwerdung hatte sich eine lange Kette von Konflikten entwickelt: 1323 die erste große überlieferte Zerstörung, 1450 bis 1457 die Münsterische Stiftsfehde mit Plünderungen in den Bauerschaften, 1534/35 die Ausläufer des Täuferkrieges und das Feuergefecht am Hof Jungmann, 1553 der Raubzug des Philipp Magnus mit mindestens 16 geschädigten Bauern und danach die jahrzehntelangen Auswirkungen des spanisch-niederländischen Krieges. [1] [5] [9]
Über beinahe drei Jahrhunderte war Sendenhorst damit immer wieder von militärischer Gewalt berührt worden. Der Dreißigjährige Krieg brachte allerdings eine neue Größenordnung: Die Heere wurden größer, die Kriegszüge dauerten länger, immer mehr Regionen wurden einbezogen und die Versorgung der Armeen lastete zunehmend auf der Bevölkerung. [10]
Schon 1622 erreichte diese neue Kriegswirklichkeit Sendenhorst unmittelbar. Christian von Braunschweig zog mit seinen Truppen durch das Münsterland. Damit begann für die Stadt das nächste große Kriegskapitel. Die Vorgeschichte zeigt jedoch deutlich: Der Dreißigjährige Krieg kam nicht in eine friedliche Welt. Die Namen der Gegner wechselten – die Erfahrung der Bevölkerung blieb erschreckend ähnlich. [1] [10]
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Zeit |
Ereignis und Bedeutung |
|---|---|
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1315 |
Sendenhorst wird erstmals urkundlich als oppidum, als Stadt beziehungsweise befestigter Ort, bezeichnet. |
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1323 |
Erste große überlieferte Brand- und Zerstörungskatastrophe; Petzmeyer und die spätere örtliche Geschichtsschreibung stellen sie in den Zusammenhang der Fehde Münster–Mark. |
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1444–1449 |
Soester Fehde. Bedeutender regionaler Konflikt; konkrete Schäden in Sendenhorst sind bislang nicht sicher belegt. |
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1450–1457 |
Münsterische Stiftsfehde. Plünderungen und Verwüstungen im Sendenhorster Kirchspiel, insbesondere in Hardt und Jönsthövel. |
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1534/35 |
Täuferkrieg. Deserteure gelangen in den Raum Sendenhorst; Feuergefecht am Hof Jungmann. |
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1553 |
Feldzug des Philipp Magnus. 16 Bauern, insbesondere aus Hardt, Rinkhöven und Elmenhorst, melden Verluste durch Plünderungen. |
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ab Ende 16. Jh. |
Auswirkungen des spanisch-niederländischen Krieges. Durchzüge, Forderungen und Plünderungen belasten das Münsterland; auch Sendenhorst und Albersloh werden in der örtlichen Überlieferung genannt. |
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1618 |
Beginn des Dreißigjährigen Krieges. Sendenhorst liegt zunächst noch außerhalb der unmittelbaren Kampfzone. |
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1622 |
Christian von Braunschweig erreicht Sendenhorst – Übergang zum nächsten großen Kriegskapitel. |
[1] Heinrich Petzmeyer: Sendenhorst. Geschichte einer Kleinstadt im Münsterland. Sendenhorst 1993. Kernquelle für die ältere Stadtgeschichte, Fehden und örtlichen Kriegsereignisse.
[2] Heimatverein Sendenhorst: Frühgeschichte und Stadtwerdung Sendenhorsts.
[3] Heimatverein Sendenhorst: Chronik – ältere Stadtgeschichte, Brand- und Katastrophenüberlieferung.
[6] LWL / Internet-Portal Westfälische Geschichte: Täuferherrschaft und Belagerung Münsters 1534/35.
[8] LWL / Westfälische Geschichte: Auswirkungen des niederländisch-spanischen Krieges auf Westfalen.
Redaktioneller Hinweis: Die Darstellung verbindet die Sendenhorster Kernquellen Petzmeyer und Fascies mit regionalen Quellen des LWL. Bei Ereignissen des 14. und 15. Jahrhunderts ist die Überlieferung teilweise lückenhaft. Wo ein unmittelbarer Sendenhorster Bezug nicht sicher belegt ist – insbesondere bei der Soester Fehde –, wird dies ausdrücklich kenntlich gemacht. Für 1323 wird zwischen dem überlieferten Katastrophendatum und der späteren Einordnung als kriegerische Zerstörung unterschieden.