Schnadegang am 11.10.2025 - Sendenhorst-Albersloh
SENDENHORST. Am 11. Oktober - 14:00 Uhr - Schnadegang mit Albersloh - Treff am Hof Heimann-Hahues - Mitkommen - Tradition pflegen - Geselligkeit pflegen. Danke an alle Teilnehmer und
Aktiven! ...
Bild: Bürgermeisterin Katrin Reuscher bei der Poahläsung.
Schnadegänge früher ➦
Auf zum Schnadegang! Grenzgang erinnert an 50 Jahre kommunale Einheit und 100 Jahre Heimatverein Sendenhorst e.V. .
Sendenhorst/Albersloh – "Auf zum Schnadegang!“ – unter diesem Ruf stand am Samstag ein Stück lebendige westfälische Tradition. Der Heimatverein Sendenhorst hatte zum Grenzgang eingeladen, und
rund 60 Frauen und Männer aus Sendenhorst und Albersloh folgten der Einladung zum Hof Heimann-Hahues. Mit dem alten Brauchtum des Schnadegangs werden die Grenzen einer Gemeinde symbolisch
abgeschritten – um mögliche „heimliche Verschiebungen“ zu kontrollieren.
In diesem Jahr aber war der Anlass besonders festlich: Seit 50 Jahren
bilden Sendenhorst und Albersloh eine Kommune, und zugleich feiert der Heimatverein Sendenhorst sein 100-jähriges Bestehen und das mit mindestens einem Event pro Monat. Nach dem Startsignal der
Jagdhornbläser setzte sich der Zug in Bewegung. Ziel war die Grenze zwischen den beiden Ortsteilen, wo das traditionelle Poaläsen stattfand – ein humorvolles Ritual, bei dem symbolisch die Grenze
bekräftigt wird. Bürgermeisterin Katrin Reuscher wurde dabei – ganz nach alter Sitte – dreimal auf dem Grenzpfahl auf Albersloher Gebiet „aufgetitscht“ und damit gleichzeitig zur Poalbürgerin von
Albersloh ernannt. Nicht ganz offiziell, aber mit viel Spaß, folgte ihr Elke Große-Perdekamp, „getitscht“ von Willy Haubrock und Martin Pälmke.
Danach ging es über die Landwehr, historische Grenzwälle aus dem
Mittelalter, über die Ulrich Menke spontan zu berichteten wusste. Auch zum Thema Flughafen, gab es einige erklärende Worte von Christian Hölscher, sowie eine Audio-Einspielung von echten
Flughafengeräuschen. Denn an dieser heute ruhigen Stelle im Wald wäre ja vor über 50 Jahren beinahe der Interkontinentale Großflughafen entstanden, hier die Startbahn 1. Ein Airbus 380 hätte einer
der 5 geplanten Start-Landbahnen problemlos landen können.. Zum Glück kam jedoch alles anders.
Über den alten Grenzwall führte der Weg anschließend zurück zum Hof Heimann-Hahues, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den gelungenen Schnadegang bei geselligem Beisammensein ausklingen ließen.
Zum Abschluss wurde der Schnadegang 2025 feierlich urkundlich bestätigt – mit den Unterschriften von BMin Katrin Reuscher, Christian Hölscher und Martin Pälmke als Vorsitzende der beiden
Heimatvereine Sendenhorst / Albersloh, wurde die Urkunde im sog. Schnadebuch hinterlegt.
Der besondere Dank des Vorsitzenden galt noch einmal der Stadt-Feuerwehrkapelle und den Jagdhornbläsern für die musikalische Unterstützung und den Gastgebern, der Familie Birgit & Paul
Heimann-Hahues, und den vielen teilnehmenden Freunden aus Albersloh und Sendenhorst!
Ein stimmungsvoller Tag, der Geschichte, Gemeinschaft und westfälischen Humor auf wunderbare Weise vereinte. Und man war sich einig: Das nächste Mal ist Albersloh wieder dran!
Am Samstag hatte der Heimatverein Sendenhorst e.V. zum Schnadegang auf den Hof Herte ins sog. „Wilde Eck“ in der Bauerschaft Bracht, kurz vor der Grenze zu Drensteinfurt und Ahlen geladen.
Bild:
Bild: Start am
Hof
(Es handelt sich hier
um eine Verbindungsstraße mit der Drensteinfurter Bauerschaft Averdung, die erst mit der Flurbereinigung Anfang der 1970er angelegt wurde) entlang in Richtung des Hof Renvert, wo
schon der neue Grenzstein kurz vor der Brücke über den Ahrenhorster Bach zu sehen war, natürlich noch verhüllt.
Wir bei einem traditionellen Schnadegang üblich, wurden
dann die Gemeinde vertreter „gepoahläst“, ihnen wurden quasi die Grenzen genau aufgezeigt, indem sie auf den Grenzstein „aufgetitscht“ wurden. Die beiden Bürgermeister B. Streffing (Sendenhorst) und
C. Grawunder (Drensteinfurt) ließen die Prozedur jedoch klaglos über sich ergehen, sowie der Bürgermeister aD und MdL aD Faust als Repräsentant der Stadt Ahlen und „n Klaoren“ gab es jetzt natürlich
auch!
Dazu
spielte der Spielmannszug auf und auch die Jagdhornbläser kamen noch einmal zum Zuge. Links: Auf Hof Herte herrschte beste Stimmung



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Vorbereitung | Weg und Stein | Rückkehr und Hof (Sprung in usse siete)
Der Heimatverein Sendenhorst e.V.
lädt ein zum Schnadegang mit 3 Städten – Jeder ist willkommen! Sendenhorst — Drensteinfurt — Ahlen: Am 8. Juli lädt der Heimatverein ins „Wilden Eck” ein, um gemeinsam mit unseren Nachbarn aus Ahlen
und Drensteinfurt, aber auch gerne aus weiteren Städten, das 3-Ländereck zwischen den 3 Kommunen zu erkunden und zu überprüfen, ob der Grenzverlauf noch stimmt, immerhin ist der letzte Schnadegang an
dieser Stelle schon 41 Jahre her! Diesbezüglich sollte jedoch kaum mit Überraschungen zu rechnen sein.
Jeder ist willkommen, bei hoffentlich
schönem Wetter daran teilzunehmen. So verlegen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder der PSG / DPSG ihre Gruppenstunde ins „Wilde Eck“. Die Pfadfinder treffen sich mit Rad und Helm um 13:30 auf dem
Pfadfindergelände, um zum Treffpunkt an Hertes Kreuz zu radeln. Auch Abordnungen der örtlichen Schützenvereine sind mit an Bord, Schnadegänge sind für jung und alt und überhaupt für alle
Bürger!
So wird auch 2017 ein Grenzstein
genau am 3-Landereck gesetzt. Etwas „untypisch“ ist die Jahreszeit: So wurden in alter Zeit die Schnadegänge und Schnad-Jagden im Herbst abgehalten, um die
Grenzsteine und –zeichen besser finden zu können. In Zeiten von GPS sollte das obsolet sein und somit wird die Tradition etwas angepasst. So wurde 1976 beim letztmaligen Schnadegang hier im Wilden
Eck die gesamte Grenze vom 3-Ländereck Ahlen-Drensteinfurt-Sendenhorst, den Ahrenhorster Bach entlang, bis zur Gaststätte Peters, erwandert. Hier findet sich das nächste 3-Ländereck am Hof Böcker
(bereits auf Albersloher Gebiet), Drensteinfurt und Sendenhorst.
Die Preußen betonten beim Verbot ihre endgültigen Grenzziehungen hervor, jedoch war es wohl auch der Hang zu ausschweifenden Volksfesten,
der sie veranlasste, die Schnadegänge endgültig zu verbieten.
Vielerorts wurde und wird der Schnadegang
zum Anlass genommen, Neubürger der Stadt zu „poaläsen“. Dabei wird der zu „Poaläsende“ von einigen Schnadgängern („Schnadloipers“) angehoben und über einen Grenzstein gehalten. Dann wird sein
Hinterteil („Ääs“) auf den Stein („Poal“) mehrmals aufgetitscht. Damit soll dem Neubürger der Standort des Grenzsteins nachhaltig bewusst gemacht werden.
den „Wieder“ zu entdecken! Das digitale Archiv des Heimatvereins freut sich! Der letzte Schnadegang fand lt. Akten 2007 zwischen Sendenhorst und
Albersloh statt.
werden alle 3 Kommunen erwandert. Keine Angst, da wir hier im 3-Ländereck sind, wird der Fußmarsch eher klein ausfallen, ca. 4km sind zz
geplant. Wer möchte, kann auch direkt zum Grenzstein kommen, für Senioren und Fußkranke wird ein Fahrdienst installiert. Bild: Auf dem Weg zum Startpunkt kommen wir über die Landwehr (Historischer
Grenzwall) ....

verein Sendenhorst ist auf jeden Fall dabei!
Bild:
Magdalene Wierbrügge, Vorsitzende der Everswinkler CDU`ler begrüßte die Teilnehmer, zu denen auch der
Landtagskandidat der CDU Markus Höner und auch Bürgermeister Sebastian Seidel zählten. Bevor es zu Fuß los ging, erläuterte Josef Beuck, Vorsitzender des Heimatverein Everswinkels, den ursprünglichen
Sinn des Schnatganges. „Früher, als es noch keine Katastereinträge gegeben hat, markierten natürliche Landschaftsmerkmale wie Wälder, Hecken und Bäche die Grenzen,“ erläuterte Beuck, „und damit jeder
wusste, wo die Eigentumsgrenzen verliefen, war es Brauch, einmal im Jahr diese Grenzbegehung (Schnatgang) durchzuführen.“
Sendenhorst / Albersloh . Am dritten Adventssonntag , einem herrlichen Wintertag ,
luden die Heimatvereine Sendenhorst und Albersloh zum Schnadegang ein. Wo nun genau die Bäume gepflanzt wurden, ist 10 Jahre später nicht bekannt! In Erinnerung an die traditionelle Grenzbegehung
zwischen den beiden Orten fanden sich dieses Jahr rund 25 Personen an der Bushaltestelle „Reiterhof“ in der Bauerschaft Alst ein. Die Wanderung führte die Gruppe entlang der Grenze zwischen
Sendenhorst und Albersloh bis zur Gaststätte Peters, wo sie gemütlich ausklang.Mehr als 200 Teilnehmer aus Warendorf, Hoetmar, Freckenhorst, Einen, Milte, Sendenhorst und Everswinkel beteiligten sich an einem gemeinsamen Schnadegang entlang der Gemeindegrenzen. Bei strahlendem Wetter führte die etwa acht Kilometer lange Wanderung durch den Ketteler Horst und die Bauernschaft Holtrup bis zum Sportplatz in Hoetmar.
Der alte Brauch des Schnadegangs war 1977 bei einer Grenzbegehung zwischen Ostbevern und Milte wieder aufgenommen worden. Mit der erneuten Wanderung sollte nicht nur an frühere Grenzkontrollen erinnert, sondern auch die Verbundenheit der benachbarten Orte und Heimatvereine gestärkt werden.
Die Warendorfer Teilnehmer starteten mittags mit zwei vollbesetzten Bussen am Marktplatz. Unterwegs schlossen sich weitere Heimatfreunde aus Freckenhorst und Hoetmar an. Auch die Hoetmarer Jagdhornbläser waren dabei und begleiteten die Wandergruppe während des gesamten Nachmittags.
Auf Everswinkeler Gebiet wurden die Teilnehmer von Ewald Drees und Professor Leidinger im Namen der Heimatvereine Hoetmar und Warendorf begrüßt. Everswinkels Bürgermeister Benno Poll erinnerte an die traditionell guten Beziehungen zwischen den beteiligten Gemeinden. Nach einem ersten Umtrunk und einem Signal der Jagdhörner begann die eigentliche Grenzbegehung.
Ein wichtiger Haltepunkt lag am Voßbach. Das Gewässer markiert an dieser Stelle die Grenze zwischen Hoetmar und Sendenhorst. Dort pflanzten die Bürgermeister Benno Poll und Dr. Günther Drescher gemeinsam mit dem Sendenhorster Heimatvereinsvorsitzenden Hans-Günther Fasselt drei junge Eichen.
Die Bäume sollten dauerhaft an den Schnadegang und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit erinnern. Nach alter Tradition wurden die frisch gepflanzten Eichen anschließend auch gebührend „begossen“.
Nur wenige Gehminuten entfernt legte die Wandergruppe auf dem Hof Drees eine erste Rast ein. Danach führte die Strecke durch die Bauernschaft Holtrup weiter in Richtung Enniger. In der Nähe des Hofes Sendenhorst wurden erneut junge Eichen gepflanzt, um auch diesen Berührungspunkt der Gemeindegrenzen sichtbar zu markieren.
Den Abschluss des Schnadegangs bildete ein gemeinsames Beisammensein auf dem Sportplatz in Hoetmar. Bei Getränken und einer Stärkung ließen die Teilnehmer die Wanderung ausklingen, bevor die Busse sie wieder zurückbrachten.
Der Schnadegang verband damit die Pflege eines alten Brauchs mit der Begegnung zwischen Menschen aus mehreren Nachbarorten. Die gepflanzten Eichen blieben als sichtbare Zeichen dieser Verbundenheit zurück.
Schnadegang 1978 Über Brauchtum die Kontakte gepflegt ,Dreiländereck' zusammengetroffen
Schnadegänger marschierten „quer Beet" zum Hof H. Hartmann | 23.10.1978
Ein lebendiges Stück westfälischen Brauchtums und zugleich ein schönes Zeichen guter Nachbarschaft erlebten am vergangenen Samstag rund 100 Heimatfreunde aus Sendenhorst, Hoetmar, Freckenhorst und Warendorf. Der Heimatverein Sendenhorst hatte gemeinsam mit den Freunden aus den Nachbargemeinden zum diesjährigen Schnadegang eingeladen. Entlang der gemeinsamen Grenzen wurde gewandert, erzählt, gepflanzt und natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt.
Der Schnadegang knüpft an eine alte Tradition an. Schon vor mehr als zwei Jahrhunderten wurden die Grenzen regelmäßig begangen und dabei insbesondere die Jagdgrenzen neu festgestellt. Unser Heimatverein hat diesen alten Brauch vor drei Jahren wieder aufgegriffen. Heute steht dabei weniger die genaue Feststellung der Grenzlinien als vielmehr die Begegnung mit den Menschen in den benachbarten Gemeinden im Vordergrund.
Am Treffpunkt im sogenannten „Dreiländereck“ nahe dem Hof Drees begrüßte der Vorsitzende des Heimatvereins Sendenhorst, Hans-Günther Fascies, die Teilnehmer. Er erinnerte daran, dass ein Schnadegang auch in unserer Zeit seinen guten Sinn behalten habe. Brauchtum und Tradition zu erhalten, sei eine wichtige Aufgabe des Heimatvereins. Ebenso wichtig sei es aber, über die Gemeindegrenzen hinweg die persönlichen Kontakte zu pflegen und die gute Nachbarschaft zu fördern.
Zur bleibenden Erinnerung an den Schnadegang 1978 sollten an drei Stellen entlang des Weges Bäume gepflanzt werden. Ausgewählt wurden mit Buche, Esche und Birke drei heimische Baumarten.
Bei der ersten Pflanzaktion am Hof Drees waren zunächst die Bürgermeister beziehungsweise deren Vertreter gefordert. Bürgermeister Heinz Schibill aus Sendenhorst und der stellvertretende Warendorfer Bürgermeister Tönne Deitert aus Hoetmar griffen zum Spaten. Der schwere, lehmige Boden machte ihnen die Arbeit allerdings nicht gerade leicht. So dauerte es nicht lange, bis weitere Schnadegänger mit anpackten und gemeinsam dafür sorgten, dass die jungen Bäume ordentlich in die Erde kamen.
Natürlich durfte anschließend auch das Angießen nicht fehlen. Schließlich hatte man aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre gelernt. Mehrere zuvor gepflanzte Eichen waren leider nicht angewachsen. Deshalb entschied man sich in diesem Jahr erstmals dafür, auch eine Birke als Schnadegang-Erinnerungsbaum zu setzen.
Die Bäume sollen künftig nicht nur an diesen Tag erinnern. Sie stehen zugleich für den Gedanken, der hinter dem Schnadegang steht: Die Menschen der benachbarten Gemeinden wollen trotz bestehender Grenzen miteinander verbunden bleiben und gemeinsam dafür sorgen, dass heimatliches Brauchtum erhalten wird.
Der Weg zum gemeinsamen Treffpunkt wurde von den Teilnehmern nicht überall auf dieselbe Weise zurückgelegt. Ein Teil der Sendenhorster Heimatfreunde war vom Hof Anton Westhues aus aufgebrochen, während die Hoetmarer Gruppe ihnen aus der entgegengesetzten Richtung entgegenkam. Schließlich traf man sich in einem Waldstück und setzte den Weg gemeinsam fort.
Einige der Sendenhorster Schnadegänger hatten sich allerdings gleich zu Beginn für eine etwas längere Strecke entschieden. Zu dieser Gruppe gehörten unter anderem Johannes Stoffers, Hans Homeyer, Heinrich Esser und Werner Dufhues. Dabei war es offenbar nicht allein der sportliche Ehrgeiz, der sie zu ihrem Umweg bewogen hatte. Der etwas bequemere Weg hatte den Vorteil, dass man beim Marsch „quer Beet“ nicht ganz so viel münsterländischen Boden an Schuhen und Stiefeln mit sich tragen musste.
Unterdessen wartete Bürgermeister Heinz Schibill bereits auf die Wanderer. Er hatte an diesem Tage eigentlich noch einen weiteren gesellschaftlichen Termin: Der Sendenhorster Stadtdirektor Heinrich Wiegard feierte seinen 40. Geburtstag. Bürgermeister Schibill hatte sich von dort jedoch zeitweise verabschiedet, um auch am Schnadegang teilnehmen zu können.
Nach der ersten Baumpflanzung war eine Stärkung willkommen. Irmgard Fascies öffnete dafür die „Vorratskammer“ ihres Pkw. Darin fanden sich neben reichlich Brot und Mettenden auch genügend Getränke für die Wanderer.
Dass ein Schnadegang im Münsterland nicht ausschließlich eine sportliche Angelegenheit ist, zeigte sich auch an den weiteren Stationen. Nach der kräftigen Stärkung wurde der Weg fortgesetzt, und bald durfte auch eine besondere Spezialität aus Hoetmar nicht fehlen.
Das von Altbürgermeister Tönne Deitert ausgeschenkte „Hoetmarer Goldtröpfchen“ sorgte bei den Teilnehmern für gute Stimmung und dürfte bei dem einen oder anderen auch dazu beigetragen haben, dass sich die folgenden Kilometer etwas leichter bewältigen ließen.
Die nächste Station lag an der Hoetmarer Straße. Auch diese wurde nicht unbedingt auf dem kürzesten Straßenweg erreicht. Ganz im Sinne eines echten Schnadeganges führte der Weg wieder „quer Beet“ über Felder und Wege.
Nun waren die Vertreter der Verwaltungen an der Reihe, zum Spaten zu greifen. Wieder wurden Esche, Buche und Birke gepflanzt. So wechselten sich entlang der Strecke verschiedene Teilnehmergruppen bei der Arbeit ab.
Eine dritte Pflanzstelle befand sich zwischen den Höfen Suermann und Hartmann auf Sendenhorster Gebiet. Dort mussten schließlich die Vorsitzenden der beteiligten Heimatvereine selbst ran und zeigen, dass sie nicht nur reden, sondern auch mit dem Spaten umgehen können.
Auf diese Weise wurden die Baumpflanzungen zu einem festen Bestandteil des Schnadeganges. An jeder Station kamen andere Teilnehmer zum Zuge, und stets halfen zahlreiche Hände mit.
Von der dritten Pflanzstelle war es schließlich nicht mehr weit bis zum Ziel des Tages, dem Hof Hubert Hartmann.
Dort wartete bereits eine weitere münsterländische Stärkung auf die Wanderer. Unter anderem war Wurstebrot vorbereitet worden. Nach der langen Wanderung und den Pflanzaktionen fand dieses Angebot selbstverständlich zahlreiche Abnehmer.
In der Scheune des Hofes Hartmann blieb man anschließend noch lange in geselliger Runde zusammen. Die Anstrengungen des Weges waren schnell vergessen. Es wurde erzählt, gelacht und manches Erlebnis des Tages noch einmal ausführlich besprochen.
Damit hatte der Schnadegang seinen eigentlichen Zweck erfüllt. Die Grenzen zwischen den Gemeinden waren begangen worden – vor allem aber waren sich die Menschen diesseits und jenseits dieser Grenzen wieder ein Stück nähergekommen.
Der Heimatverein Sendenhorst möchte diese Tradition auch in den kommenden Jahren fortführen. Im jährlichen Wechsel sollen die verschiedenen Grenzen Sendenhorsts zu den Nachbargemeinden begangen werden.
So verbindet der Schnadegang auf besonders schöne Weise Heimatpflege, Brauchtum und gute Nachbarschaft. Und wenn dabei neben Spazierstock und festem Schuhwerk auch ein Stück Wurstebrot und gelegentlich ein kleiner „Klarer“ dazugehören, dann ist auch dies ein Teil jener münsterländischen Geselligkeit, die einen solchen Tag erst richtig vollständig macht.