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Schulen in Sendenhorst

Von der kleinen Stadtschule des 16. Jahrhunderts bis zur modernen Bildungslandschaft

Schule gehört seit mehr als 450 Jahren zur Geschichte Sendenhorsts. Die älteste bislang bekannte Nachricht über eine Schule stammt aus dem Jahr 1571. Was damals mit einem Schulmeister, kleinen Unterrichtsräumen und einfachsten Verhältnissen begann, entwickelte sich über Knaben- und Mädchenschulen, Volksschule, Rektoratsschule, Haupt- und Realschule bis zur heutigen vielfältigen Bildungslandschaft.

Die Schulgeschichte spiegelt zugleich die Geschichte der Stadt: Bevölkerungswachstum, Stadtbrand, Armut, konfessionelle Bindungen, Schulreformen, Krieg und Nachkriegszeit sowie immer neue Schulbauten haben deutliche Spuren hinterlassen. Heute gehören Ganztag, Betreuung, Montessori-Pädagogik und wieder ein Bildungsweg bis zum Abitur unmittelbar in Sendenhorst dazu.

Inhalt

Die Anfänge – Schule seit mindestens 1571

Die älteste bislang bekannte Nachricht über Schulunterricht in Sendenhorst stammt aus dem Jahr 1571. Damit lässt sich eine organisierte Schultradition bereits für das 16. Jahrhundert nachweisen. Über Umfang und Organisation dieser frühen Schule ist nur wenig bekannt. Unterricht war eng mit Kirche und Pfarrgemeinde verbunden; Schulmeister übernahmen häufig zugleich weitere kirchliche oder öffentliche Aufgaben.

Für das Jahr 1613 werden etwa 50 Schulkinder genannt. Regelmäßiger Schulbesuch war jedoch keineswegs selbstverständlich. Kinder wurden in Landwirtschaft, Handwerk und Haushalt benötigt.

Die ersten namentlich bekannten Schulmeister

1636 erscheint Dietrich Reiffers als Sendenhorster Schulmeister. 1662 nennt ein Archidiakonatsbericht Christian Ludwig als Ludimagister, also Schulmeister.

Seit 1705 wirkte Johann Bernard Cattiou aus Beckum. Er hatte in Münster und Paderborn studiert, war gleichzeitig Notar und unterrichtete bei Bedarf auch Latein. Für 1705 werden 57 Schüler, für 1724 45 Schüler genannt. Ein Schriftstück von 1723 beschreibt die Schule ausdrücklich als auf dem Kirchhof gelegen.

Wie klein die Schule war: Cattiou beschrieb 1705 ein Schulhaus von nur etwa 24 × 17 Fuß – grob 7,5 × 5,4 Meter. Darin befand sich zugleich die Wohnung des Schulmeisters. Der Zugang zum Unterrichtsraum führte über eine hohe Treppe; in den Quellen wird sogar von wiederholten Stürzen der Kinder berichtet.

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Knaben, Mädchen und überfüllte Schulstuben

Mit der Kirchen- und Schulordnung von 1693 wurden Schulpflicht, Lehrerbefähigung und Besoldung stärker geregelt.

Neben der Knabenschule entstand 1724 eine organisatorisch selbständige Mädchenschule. Zu den frühen Lehrerinnen gehörten Katharina Loop, Maria Katharina Schmeddes, Jungfer Cattiou und Schuljungfer Holling.

1768 unterrichtete Maria Katharina Schmeddes die Mädchen in einem Nebengebäude des Schornsteinfegers Quante auf der Südseite des Kirchplatzes.

1785 – 120 Kinder, aber nur 24 Schreibplätze

Schulmeister Jodocus Henricus Arninck berichtete, im vorhergehenden Winter 120 Schüler unterrichtet zu haben. Nur 24 Kinder konnten gleichzeitig an den schmalen Tischen schreiben. Die übrigen mussten warten, bis ein Platz frei wurde.

1788 ist eine namentliche Liste von 89 Knaben erhalten. Sie erlaubt einen seltenen Blick in die soziale Zusammensetzung der Schule: Unter den Vätern finden sich unter anderem Bauern, Tagelöhner, Schneider, Wirte, Tuchmacher und Stellmacher.

1793 zeigt sich, wie stark der Schulbesuch noch vom Arbeitsjahr abhing: Im Sommer wurden 186 Kinder, im Winter dagegen 254 Kinder gezählt. Landwirtschaft und häusliche Arbeit beeinflussten den tatsächlichen Schulbesuch erheblich.

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Brand, Lehrerin Wessel und die jüdische Schule

Noch vor dem großen Stadtbrand war am 27. Januar 1806 der Neubau einer Knabenschule für insgesamt 1.002 Reichstaler vergeben worden. Der Brand vom 29. April 1806 zerstörte dann beide damaligen Schulgebäude und zwang zu neuen Planungen. Im Sommer fiel der Unterricht weitgehend aus. 1807 entstanden eine neue Knabenschule am Kirchplatz und eine Mädchenschule an der Nordstraße.

1812 – Schule gegen Erntearbeit: Im September fehlten von 140 Knaben 80, von 156 Mädchen 62. Die Quelle vermerkt ausdrücklich, die Kinder würden „bei der Ernte gebraucht“.

1818–1858 – Maria Anna Wessel

Maria Anna Wessel kam 1818 als Lehrerin nach Sendenhorst. Ein Revisionsbericht von 1852 beschreibt ihre Schule mit 157 Mädchen. Sie starb 1858 kurz vor ihrem 40-jährigen Sendenhorster Dienstjubiläum.

Die jüdische Schule – seit 1808 nachweisbar

Die jüdische Schule lässt sich bereits 1808 nachweisen. Damals unterrichtete Levi Michel sechs Kinder. Später folgten unter anderem Koppel Gutheim, Hellborn, Blumental und Isaac Hagedorn.

Für 1853 ist ein Stundenplan mit Religion, Hebräisch, Deutsch, Lesen, Schreiben, Rechnen, Geographie und biblischer Geschichte erhalten. Bereits 1831, als zeitweise kein eigener jüdischer Lehrer vorhanden war, besuchten neun jüdische Kinder die christlichen Schulen. Seit 1874 besuchten die jüdischen Kinder dauerhaft die allgemeine städtische Volksschule.

Die Vorschule

Auch die jüngsten Kinder wurden zunehmend schulisch erfasst. 1852 werden für die Vorschule 157 Kinder genannt. Ein eigenes Schulhaus fehlte; zeitweise wurde im alten Rathaus unterrichtet. 1863 besuchten 109 Kinder die von Elisabeth Kemper geführte Vorschule.

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Der große Schulbau an der Schulstraße

Mit dem Bevölkerungswachstum reichten die vorhandenen Räume nicht mehr aus. 1855 wurden zwei zusätzliche Klassenzimmer im Rathaus bezogen.

1873 erwarb die Stadt Grundstücke an der damaligen Armenstraße. 1876 einigten sich Stadt und Kirchspiel auf einen gemeinsamen Neubau.

Am 16. Oktober 1878 wurde die neue Volksschule bezogen. Rund 450 Kinder, drei Lehrerinnen und zwei Lehrer zogen ein.

Die Entlastung hielt nicht lange an. 1894 wurden 416 Kinder in nur fünf Klassen unterrichtet. 1899 waren es 451 Kinder bei sechs Lehrkräften; zeitweise musste eine sogenannte Wanderklasse ohne festen eigenen Klassenraum auskommen. Im Oktober 1900 wurde die siebte Klasse eingerichtet.

Ein Bericht von 1926 nennt sieben Klassenräume, einen Lehrmittel- und Besprechungsraum, Ofenheizung sowie eine Lehrer- und eine deutlich größere Schülerbücherei. Zwei Jahre später fiel eine schulärztliche Besichtigung ausgesprochen kritisch aus: bemängelt wurden unter anderem der schlammige und unzureichend abgegrenzte Schulhof, Verkehrsgefahren, sanitäre Verhältnisse, schlechte Beleuchtung, alte Schulbänke und die Heizung.

1911: Bei 448 Kindern ordnete die Regierung wegen der weiterhin zu großen Knaben-Oberklasse die Bildung einer achten Klasse an.

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Die Rektoratsschule – Sendenhorsts erste höhere Schule

Seit 1859 organisierten Sendenhorster Bürger einen höheren Unterricht. Am 4. Dezember 1860 genehmigte die Regierung eine private Schule, die Knaben auf den Besuch eines Gymnasiums vorbereiten sollte. 1865 wurden 19 Schüler in drei Abteilungen unterrichtet; zum Fächerkanon gehörten unter anderem Latein, Französisch, Deutsch, Mathematik, Geschichte und Geographie. 1868/69 erhielt die Schule zwei Räume im Rathaus.

Für eine kleine Stadt blieb es schwierig, Schülerzahl und Finanzierung dauerhaft zu sichern. 1906 wurde die Schule geschlossen.

1920 – ein zweiter Versuch

Am 20. April 1920 wurde die Rektoratsschule mit 36 Schülerinnen und Schülern neu eröffnet. Als Schulhaus diente das ehemalige Rathaus am Westtor.

1922 hatte die Schule bereits 60 Schüler. Nur 26 kamen aus Stadt und Kirchspiel Sendenhorst; weitere kamen unter anderem aus Vorhelm, Albersloh und Hoetmar. Damit besaß die Rektoratsschule eine deutlich überörtliche Funktion.

1924 wurde die öffentliche Rektoratsschule formal aufgelöst, der Unterricht aber privat weitergeführt. Zu den prägenden Lehrern gehörten Dr. Josef Holtmann, Theodor Niehoff, Suermann, Dr. Heinrich Hinrichs, Albert Hetzel und Josef Meschede. Bis 1940 bestand die Einrichtung fort; dann wurde sie endgültig geschlossen.

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1933–1945 – Schule im Nationalsozialismus und Krieg

Auch die Sendenhorster Schulen wurden nach 1933 in das nationalsozialistische Schulwesen eingebunden. Bereits 1933 wurden Schulvorstand und Elternvertretung neu geordnet. 1934 gehörte das gesamte Kollegium dem NS-Lehrerbund an; Rektor Franz Brüggemann fungierte als Vertrauensmann. In den folgenden Jahren zeigen die Akten, dass bei schulischen Funktionen neben fachlichen Fragen zunehmend Parteizugehörigkeit, Abstammungsnachweise und politische Zuverlässigkeit eine Rolle spielten.

Reichsweite Erlasse prägten den Schulalltag: nationalsozialistische Symbolik, ideologische Vorgaben und die rassistische Ausgrenzung jüdischer Kinder griffen in Unterricht und Schulleben ein. Dabei muss zwischen reichsweiten Anordnungen und konkret für Sendenhorst nachgewiesenen Einzelmaßnahmen unterschieden werden.

1938 besuchten 442 Kinder die Volksschule; neun Lehrkräfte waren eingesetzt. Nach Kriegsbeginn durfte der Unterricht 1939 erst wieder aufgenommen werden, nachdem Luftschutzräume zur Verfügung standen. 1943 kamen etwa 70 umquartierte Kinder hinzu; zusätzliche Lehrkräfte wurden nach Sendenhorst versetzt.

27. März 1945: Noch wenige Tage vor dem Ende der NS-Herrschaft in Sendenhorst trat der Schulvorstand zusammen. Nach Kriegsende fand zunächst kein normaler Unterricht statt; Lehrkräfte wurden unter anderem zur Kartoffelkäfersuche und zum Sammeln von Heilkräutern eingesetzt.

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1946–1949 – ein Münsteraner Gymnasium in Sendenhorst

Von 1946 bis 1949 wurde das Hittorf-Gymnasium Münster vorübergehend nach Sendenhorst ausgelagert. Als Räume dienten das ehemalige Rathaus am Westtor und dahinterliegende Baracken.

Eine Besonderheit: In diesen Jahren konnte in Sendenhorst sogar das Abitur abgelegt werden.

Gleichzeitig war die Volksschule stark überlastet. 1949 wurden 745 Schülerinnen und Schüler gezählt – gegenüber 442 im Jahr 1938 ein Zuwachs um rund 69 Prozent. Davon waren 619 katholisch und 126 evangelisch; 169 Kinder stammten aus Flüchtlingsfamilien.

Die konfessionelle Neuordnung wurde zu einem zentralen Thema. Am 12. Oktober 1948 wurde für 117 evangelische Kinder eine eigene evangelische Schule beantragt. Eine Verwaltungsentscheidung vom 23. Mai 1949 hielt ausdrücklich an der Trennung von katholischer und evangelischer Schule fest. Zunächst wurde die evangelische Schule in Baracken, später im alten Schulgebäude an der Schulstraße untergebracht.

Am 14. Oktober 1951 wurde die Kardinal-von-Galen-Schule mit zunächst elf Klassen eingeweiht.

Rektoren der Grundschule – soweit bisher belegt

• Franz Brüggemann – als Rektor im Stadt-Heimatarchiv belegt (SHA 01758).
• Grüther – 1959 als Rektor der Kardinal-von-Galen-Schule belegt (SHA 01761).
• Johannes Stoffers – 1959/60 und 1962/63 als Rektor belegt (SHA 01766 und 01762).
• Karl/Carl Bosnack – 1975 Verfasser des Festschrift-Beitrags „Grundschule Sendenhorst“; in der Bilderdatenbank in den 1970er Jahren ausdrücklich als „Rektor Grundschule“ und noch 1991 als „Rektor der Grundschule Carl Bosnack“ bezeichnet (SHA 10006 und 10568). Damit ist seine Tätigkeit als Rektor mindestens für 1975 bis 1991 sicher nachweisbar.
• Michael Schulte – später als Schulleiter belegt.
• Christel Hille – heutige Schulleiterin.

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1964 – die Realschule St. Martin

Am 1. April 1964 erhielt Sendenhorst wieder eine eigene weiterführende Schule. Die katholische Kirchengemeinde gründete die Realschule St. Martin.

Zunächst wurden Räume der alten Rektoratsschule und später auch Räume am Teigelkamp genutzt.

1967 begann der Neubau „Auf der Geist“. 1968 wurden bereits 295 Realschüler gezählt. 1969 zog die Schule in die neuen Räume.

➦ Realschule St. Martin

Schulleitung – soweit bisher belegt

• Norbert Gatzen – 1975 ist ihm in der Sendenhorster Festschrift der Beitrag über die Katholische Realschule zugeordnet; auch im Stadt-Heimatarchiv als Rektor belegt.
• Gerd Wilpert – folgte Norbert Gatzen direkt als Schulleiter der Realschule St. Martin. Bei seiner Verabschiedung 2022 wurde auf 30 Jahre als Schulleiter zurückgeblickt; seine Leitungstätigkeit begann damit etwa 1992. Er ging zum 31. Januar 2022 in den Ruhestand.
• Michael Rotterdam – übernahm 2022 die Schulleitung von Gerd Wilpert und leitete die Realschule bis zu seinem Wechsel nach Münster im Februar 2025.
• Tanja Witte – seit 2025 Schulleiterin; Lukas Swienty ist stellvertretender Schulleiter.

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Teigelkampschule und Hauptschule

Zur Schulleitung gehört Johannes Stoffers: Er ist zuvor als Rektor der Sendenhorster Grundschule belegt; 1975 ist ihm in der Festschrift ausdrücklich der Beitrag „Hauptschule Sendenhorst“ zugeordnet. Damit lässt sich sein Wechsel an die Hauptschule am Teigelkamp sicher in die Entwicklung der Schule einordnen.

Der Schulkomplex am Teigelkamp steht für den großen Ausbau des Sendenhorster Schulwesens in den 1960er Jahren. Der Baubeginn wird auf 1961/62 datiert.

Am 8. September 1965 wurde der Komplex eingeweiht beziehungsweise übergeben. Zunächst war hier die Hauptschule untergebracht; auch die Realschule nutzte zeitweise Räume am Teigelkamp.

Der „weiße Strich“ auf dem Schulhof

Für den Schulkomplex am Teigelkamp in den 1960er Jahren ist durch mehrere Sendenhorster Zeitzeugen die Erinnerung an einen weißen Strich überliefert, der die Bereiche katholischer und evangelischer Kinder auf dem Schulhof voneinander trennte. Auch aus dem Jahrgang 1952 ist diese Erinnerung bekannt. Eine schriftliche schulische oder behördliche Anordnung für diese Markierung ist bislang nicht nachgewiesen. Die organisatorische konfessionelle Trennung der Schulen selbst ist dagegen aktenkundig.

1969 wurde die Hauptschule am Teigelkamp erweitert. Sie bestand später als Teigelkampschule. Im Zuge des Auslaufens der Hauptschulen wurde sie 2012 organisatorisch mit der Christ-König-Schule in Drensteinfurt zusammengeführt. Die gemeinsame Hauptschule trug den Namen Christ-König-Schule; ihr Hauptstandort lag in Drensteinfurt, am Teigelkamp 5 bestand ein Sendenhorster Teilstandort. Mit Beginn des Schuljahres 2013/14 wurde dieser Teilstandort wieder aufgelöst.

Nach dem Auslaufen der Hauptschule blieb der Standort erhalten und wurde für die Montessori-Schule weitergenutzt.

Für die spätere Phase ist Mario Sehlbach als Leiter der Teigelkampschule belegt. Als die auslaufenden Hauptschulen in Sendenhorst und Drensteinfurt ab 2012 gemeinsam als Christ-König-Schule geführt wurden, gehörte Sehlbach zur gemeinsamen Schulleitung. Am Teilstandort Sendenhorst übernahm Maria Herwig die Vertretung der Schulleitung. Die vollständige Rektorenfolge zwischen Stoffers und Sehlbach ist bislang noch nicht geschlossen.

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1975 – Sendenhorsts Schulen in Zahlen

Die Festschrift zur kommunalen Neuordnung von 1975 liefert eine ungewöhnlich genaue Momentaufnahme des Sendenhorster Schulwesens. Die Angaben stammen überwiegend aus dem Schuljahr 1974/75 und zeigen nicht nur Schüler- und Klassenzahlen, sondern auch Raumnot, Lehrerbesetzung, Einzugsbereiche und besondere Förderangebote.

518
Schüler Grundschule Sendenhorst
409
Schüler Realschule St. Martin
über 80
Schüler der Krankenhausschule
35–40
Schüler der Schule für Körperbehinderte

Grundschule Sendenhorst – Karl Bosnack

Nach der amtlichen Statistik vom 15. Oktober 1974 besuchten 518 Kinder die Grundschule. Erstmals mussten 16 Klassen gebildet werden; alle vier Jahrgänge waren damit vierzügig. Dem standen jedoch nur 14 Klassenräume zur Verfügung. Unterrichtet wurde von 14 hauptamtlichen, zwei nebenamtlichen und drei nebenberuflichen Lehrkräften; hinzu kamen zwei Lehramtsanwärter. Für als Legastheniker erkannte Kinder standen acht Förderstunden pro Woche durch zwei Lehrkräfte zur Verfügung.

Die Schule verfügte über keine eigene Turnhalle. Eine Erweiterung war bereits vor dem Schuljahr 1973/74 beantragt worden, aber noch nicht genehmigt. Auch soziales Engagement ist exakt dokumentiert: Die Martinsfeste 1972 und 1973 erbrachten zusammen rund 1.000 DM für die Indienmission; am Ende des Schuljahres 1973/74 gingen rund 1.800 DM an die „Aktion Sorgenkind“. Verfasser des Festschriftbeitrags war K. Bosnack; das Stadt-Heimatarchiv weist Karl/Carl Bosnack auch ausdrücklich als Rektor der Grundschule aus.

Ludgerusschule Albersloh – 274 Kinder

Die 1956 grundgelegte Ludgerusschule zählte 1974/75 274 Grundschüler. Seit 1. August 1969 wurden die Jahrgänge 5 bis 9 aus Albersloh mit dem Bus zur Hauptschule Sendenhorst gefahren. Seit 12. November 1974 bestand in Albersloh außerdem ein Schulkindergarten mit 17 schulpflichtigen Kindern: elf aus Sendenhorst und sechs aus Albersloh.

Hauptschule am Teigelkamp – Johannes Stoffers

Die 1968 aus der Oberstufe der alten Volksschule hervorgegangene Hauptschule startete zunächst mit sieben Klassen. Seit der Aufnahme der Albersloher Hauptschüler im Herbst 1969 wurde sie zwei- bis dreizügig geführt. Während anfangs noch eine Klassengröße von 40 Schülern vorgesehen war, lag die rechnerische Größe Mitte der 1970er Jahre bei 33 Schülern und teilweise darunter. Der Teigelkamp verfügte über Fachbereiche für Arbeitslehre, Werken, Hauswirtschaft, Textilgestaltung, Physik/Chemie und Biologie.

Bemerkenswert ist die damalige Klasse 10 in Aufbauform: Bis 1975 hatten dort insgesamt 38 Schüler die Fachoberschulreife erreicht. Aus Albersloh allein besuchten zu dieser Zeit 116 Schüler die Hauptschule in Sendenhorst. Der Festschriftbeitrag zur Hauptschule stammt von J. Stoffers und bestätigt Johannes Stoffers für diese Phase an der Hauptschule.

Realschule St. Martin – Norbert Gatzen

Die 1964 gegründete Realschule hatte mit lediglich 57 Jungen und Mädchen aus Sendenhorst und Albersloh begonnen. Rund zehn Jahre später waren daraus 409 Schüler in 14 Klassen geworden. Davon waren 218 Mädchen und 191 Jungen; konfessionell wurden 368 katholische, 40 evangelische und ein adventistischer Schüler gezählt. Die durchschnittliche Klassenstärke betrug 29.

Die Jahrgänge 5 und 6 bestanden jeweils aus drei Klassen, die Jahrgänge 7 bis 10 aus jeweils zwei Klassen. Anfang 1975 unterrichteten 18 Fachlehrer; zum 1. Februar 1975 sollte ihre Zahl auf 20 steigen. Hinzu kamen vier Lehramtsanwärter sowie die Pfarrer beider Konfessionen. Die Schülerschaft kam nicht nur aus Sendenhorst und Albersloh, sondern auch aus Alverskirchen, Vorhelm und Enniger sowie vereinzelt aus Hoetmar, Everswinkel, Wolbeck und Angelmodde. Autor des Beitrags war N. Gatzen, der damalige Rektor Norbert Gatzen.

Krankenhausschule im St.-Josef-Stift – Günter Titz

Die Krankenhausschule bestand 1975 bereits seit mehr als 50 Jahren; seit 1952 war die Stadt Sendenhorst ihr Träger. Unterrichtet wurden mehr als 80 schulpflichtige Patienten der Orthopädischen Klinik. Sie kamen aus Sonder-, Grund-, Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien. Wegen teilweise monatelanger oder wiederkehrender Klinikaufenthalte sollte der Unterricht verhindern, dass die Kinder den Anschluss an ihre Heimatschulen verloren. Als Rektor ist Günter Titz belegt.

Schule für Körperbehinderte – seit 1972 in Sendenhorst

Im November 1972 wurde in Sendenhorst eine Außenstelle der Westfälischen Schule für Körperbehinderte Münster eingerichtet. Träger war der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Mitte der 1970er Jahre wurden hier 35 bis 40 körperbehinderte Kinder aus den damaligen Kreisen Beckum, Warendorf und Lippstadt unterrichtet. Die Halbtagsschule verband Unterricht mit Krankengymnastik und weiterer therapeutischer Förderung; die Kinder wurden morgens mit Taxen aus ihren Heimatorten gebracht und nach Unterrichtsschluss wieder zurückgefahren.

Einordnung: Die Zahlen machen die Dynamik der Zeit sichtbar. Allein Grundschule und Realschule kamen 1974/75 auf 927 Schüler. Gleichzeitig waren die Folgen der Schulreform von 1968 noch unmittelbar zu spüren: Grund- und Hauptschule waren erst wenige Jahre getrennt, Albersloh war schulisch bereits eng mit Sendenhorst verflochten, und mit Krankenhausschule sowie Körperbehindertenschule besaß die Stadt zwei besondere schulische Einrichtungen mit überörtlichem Einzugsbereich.

Quelle: Heimatverein Sendenhorst / Stadt Sendenhorst, Festschrift zur kommunalen Vereinigung 1975, Beiträge „Grundschule Sendenhorst“ (K. Bosnack), „Hauptschule Sendenhorst“ (J. Stoffers), „Katholische Realschule“ (N. Gatzen), „Krankenhausschule“ (G. Titz) und „Schule für Körperbehinderte“ (Maria Liebelt).

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Montessori – vom neuen Schulversuch bis zum Abitur

Im 21. Jahrhundert begann am Teigelkamp ein neues Kapitel. Aus der Montessori-Sekundarschule entwickelte sich die heutige Montessori Gesamtschule Sendenhorst.

Die Schule ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule in privater Trägerschaft. Sie führt durch die Sekundarstufe I und die gymnasiale Oberstufe und bietet sämtliche staatlich anerkannten Schulabschlüsse bis zur Allgemeinen Hochschulreife – dem Abitur.

Damit besteht erstmals seit der vorübergehenden Unterbringung des Hittorf-Gymnasiums von 1946 bis 1949 wieder dauerhaft die Möglichkeit, das Abitur direkt in Sendenhorst abzulegen.

Ganztag als Schulkonzept

Die Montessori-Gesamtschule arbeitet als gebundene Ganztagsschule. Unterricht, individuelle Förderung, Pausen, Projekte, Arbeitsgemeinschaften und gemeinsames Mittagessen werden über den Schultag verteilt.

Historischer Kreis: Von der zeitweisen gymnasialen Ausbildung in Sendenhorst nach 1945 über jahrzehntelange Schulwege nach Ahlen und Münster bis zur heutigen gymnasialen Oberstufe am Teigelkamp.

➦ Montessori Gesamtschule Sendenhorst

Auch die jüngere Entwicklung lässt sich über die Schulleitung fassen: Ralf Friedrich ist als früherer Schulleiter der Montessori-Gesamtschule belegt. Heute wird die Schule von David Gelinski geleitet. Ob Friedrich bereits 2013 die Gründungsschulleitung der damaligen Montessori-Sekundarschule innehatte, ist mit den bislang ausgewerteten Quellen noch nicht sicher belegt und wird deshalb hier nicht als feststehend angegeben.

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KvG, OGS und Betreuung – Schule wird zum Ganztagsort

Auch die Grundschulen haben sich stark verändert. Die Kardinal-von-Galen-Schule wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach erweitert. Ein neuer Klassentrakt wurde in den Jahren 2023 bis 2025 errichtet und ergänzt die bestehende Anlage.

Damit reagiert die Stadt nicht nur auf Raumbedarf, sondern auch auf veränderte pädagogische Anforderungen. Schule benötigt heute neben klassischen Klassenräumen zusätzliche Lern-, Förder- und Betreuungsräume.

Offene Ganztagsschule

An der Kardinal-von-Galen-Schule Sendenhorst und der Ludgerus-Schule Albersloh besteht eine Offene Ganztagsschule – OGS.

Die OGS ergänzt den Unterricht durch Betreuung, Mittagessen und außerunterrichtliche Angebote. Der Betreuungsrahmen reicht an regulären Unterrichtstagen grundsätzlich in den Nachmittag hinein.

Zusätzlich gibt es an beiden Grundschulstandorten kürzere Betreuungsangebote unter der Bezeichnung „Schule von acht bis eins“. An der Kardinal-von-Galen-Schule wird dieses Angebot vom Förderverein getragen; an der Ludgerus-Schule richtet es sich derzeit insbesondere an Kinder der ersten und zweiten Klassen.

2026: Mit dem schrittweise einsetzenden gesetzlichen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder wird die Betreuung neben dem Unterricht zu einer immer wichtigeren kommunalen Aufgabe.

➦ OGS und Schulkinderbetreuung

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Der Weg zum Gymnasium – lange Zeit auswärts

Über viele Jahrzehnte war für Sendenhorster Jugendliche mit dem Wunsch nach einem gymnasialen Abschluss ein täglicher Schulweg in eine andere Stadt selbstverständlich.

Zunächst Richtung Münster

Historisch spielte zunächst Münster eine wichtige Rolle. Schon im 19. und frühen 20. Jahrhundert führten höhere Bildungswege Sendenhorster Schüler häufig in die größere Schulstadt Münster. Eine außergewöhnliche Umkehr dieser Verbindung gab es von 1946 bis 1949, als das Münsteraner Hittorf-Gymnasium selbst zeitweise in Sendenhorst untergebracht war.

Ahlen wird wichtiger

In der Nachkriegszeit und in den folgenden Jahrzehnten wurde Ahlen für viele Sendenhorster Familien zu einem besonders wichtigen Schulort. Dabei spielte insbesondere das Gymnasium St. Michael eine große Rolle.

Daneben steht mit dem Städtischen Gymnasium Ahlen ein weiteres vollständiges gymnasiales Angebot zur Verfügung. Hinzu kommen in Ahlen weitere weiterführende Schulen, Gesamtschulen, Berufskollegs und andere Bildungsgänge.

Wolbeck und weitere Schulorte

Auch Münster-Wolbeck gehört wieder zu den erreichbaren Schulorten für Sendenhorster Jugendliche. Das Gymnasium Wolbeck bietet sowohl Sekundarstufe I als auch Sekundarstufe II und ist Teil des großen Schulzentrums in Wolbeck.

Welche auswärtige Schule besucht wird, hängt heute nicht mehr nur von der Entfernung ab. Schulprofil, pädagogisches Konzept, Fremdsprachen, Ganztag, besondere Schwerpunkte, persönliche Wünsche und die Verkehrsverbindungen spielen ebenfalls eine Rolle.

Typische weiterführende Schulorte für Sendenhorster Jugendliche:

• Gymnasium St. Michael Ahlen
• Städtisches Gymnasium Ahlen
• weitere weiterführende Schulen in Ahlen
• Gymnasium Wolbeck
• weitere Schulen in Münster und im Umland

Mit der gymnasialen Oberstufe der Montessori-Gesamtschule besteht inzwischen zusätzlich wieder ein vollständiger Bildungsweg bis zum Abitur direkt in Sendenhorst. Die gewachsenen Verbindungen zu Ahlen, Münster und den umliegenden Schulstandorten bleiben jedoch bestehen.

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Schullandschaft Sendenhorst 2026

Mehr als 450 Jahre nach der ersten bekannten Erwähnung einer Schule verfügt Sendenhorst über eine für seine Größe bemerkenswert breite Bildungslandschaft.

Schulen im Stadtgebiet:

• Kardinal-von-Galen-Schule Sendenhorst – Grundschule
• Ludgerus-Schule Albersloh – Grundschule
• Realschule St. Martin – weiterführende Schule
• Montessori Gesamtschule Sendenhorst – Sekundarstufe I und gymnasiale Oberstufe bis zum Abitur
• Schule im St. Josef-Stift – Klinikschule

Hinzu kommen die Offenen Ganztagsschulen an den beiden städtischen Grundschulen sowie weitere Betreuungsangebote.

Für weitere Bildungswege nutzen Sendenhorster Jugendliche traditionell auch Schulen in Ahlen, Münster-Wolbeck, Münster und anderen umliegenden Orten.

Aus der kleinen Schulstube des 16. Jahrhunderts ist damit ein Netz aus Grundschulen, Realschule, Gesamtschule, gymnasialer Oberstufe, Klinikschule, Ganztag und überörtlichen Bildungswegen entstanden.

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Lehrerinnen, Lehrer und Rektoren – Menschen der Schulgeschichte

Die Schulgeschichte lässt sich auch als Folge von Lehrerbiografien lesen. Besonders gut belegt sind inzwischen mehrere Personen, die über Jahrzehnte hinweg das Sendenhorster Schulwesen prägten.

Name Sendenhorster Bezug
Gerhard Kriege (1778–?) Schulmeister 1807–1837; Ausbildung an der Normalschule Münster.
Heinrich Drees (1805–?) Leiter der Knabenschule 1837–1878.
Caspar Möllers (1851–?) Seit 1878 in Sendenhorst, ab 1904 Hauptlehrer; prägte die Volksschule bis 1921.
Franz Brüggemann (1883–?) Seit 1921 leitend tätig, ab 1927 Rektor; bis 1944 im Sendenhorster Schuldienst.
Paul Obermeyer (1892–1968) Seit 1912 Lehrer in Sendenhorst; Erster Weltkrieg; 1928 Mittelschullehrerprüfung; ab 1939 zeitweise mit der Schulleitung betraut; 1954 Konrektor.
August Stafflage (1896–1972) Seit 1924 in Sendenhorst; Sport- und Mittelschullehrerqualifikation; bis 1961 regulär, danach noch zeitweise im Schuldienst.
Gerhard Grüter (1892–1965) Ab 1950 Rektor in Sendenhorst; leitete den Übergang in die neue Kardinal-von-Galen-Schule.
Johannes Stoffers (1921–?) Seit 1958 Rektor in Sendenhorst; später prägende Leitungspersönlichkeit der Hauptschule am Teigelkamp.
Hermann Demming (1904–?) Ab 1947 an der Volksschule; wechselte 1964 an die neu gegründete Realschule St. Martin.
Wilhelm Brinkmann (1905–1982) Von 1947 bis 1970 im Sendenhorster Schuldienst.
Josef Engelkamp (1905–?) Nach Kriegsdienst ab Februar 1946 an der katholischen Volksschule.
Hildegard Welzel (1903–?) Vertriebene Lehrerin aus Schlesien; ab Oktober 1946 in Sendenhorst, bis 1964.
Felicitas Nossol (1931–?) Ab 1954 in Sendenhorst; 1967/68 Auslandsjahr in Gravesend/Kent, später Realschule Ahlen.

Weitere Namen sind in den Schulakten und Lehrerlisten überliefert. Die Tabelle konzentriert sich auf Personen, deren Laufbahn inzwischen genauer rekonstruiert werden konnte.

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Zeittafel – Schulgeschichte Sendenhorst

1974/75 Grundschule: 518 Schüler / 16 Klassen; Realschule: 409 Schüler / 14 Klassen; Krankenhausschule: über 80 Schüler; Schule für Körperbehinderte: 35–40 Schüler.
1571 Älteste bislang bekannte Nachricht über eine Schule.
1613 Etwa 50 Kinder besuchen die Schule.
1636 Dietrich Reiffers als Schulmeister belegt.
1662 Christian Ludwig wird als Ludimagister genannt.
1693 Stärkere Ordnung von Schulpflicht, Lehrerbefähigung und Besoldung.
1705 Johann Bernard Cattiou wirkt als Schulmeister; 57 Schüler.
1724 Selbständige Mädchenschule.
1785 120 Kinder, aber nur 24 Schreibplätze.
29.04.1806 Stadtbrand zerstört beide Schulgebäude.
1808 Jüdische Schule nachweisbar.
1818 Maria Anna Wessel beginnt ihre Tätigkeit.
1852 157 Schülerinnen in Wessels Mädchenschule.
04.12.1860 Rektoratsschule wird genehmigt.
1874 Jüdische Kinder wechseln in die städtische Volksschule.
16.10.1878 Neue Volksschule an der Schulstraße; rund 450 Kinder.
1906 Schließung der ersten Rektoratsschule.
20.04.1920 Neugründung der Rektoratsschule.
1940 Endgültige Schließung der Rektoratsschule.
1946–1949 Hittorf-Gymnasium Münster vorübergehend in Sendenhorst.
14.10.1951 Einweihung Kardinal-von-Galen-Schule.
1961/62 Baubeginn Teigelkampschule.
01.04.1964 Gründung der Realschule St. Martin.
08.09.1965 Einweihung des Schulkomplexes am Teigelkamp.
1967 Baubeginn Realschule „Auf der Geist“.
1969 Erweiterung Hauptschule; Umzug Realschule.
1970 Abriss der alten Volksschule an der Schulstraße.
21. Jh. Auslaufen der Hauptschule und Entwicklung der Montessori-Schule am Teigelkamp.
2023–2025 Erweiterung der Kardinal-von-Galen-Schule durch einen neuen Klassentrakt.
2026 OGS an KvG und Ludgerus-Schule; der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung beginnt schrittweise.
2026 Montessori-Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe und Abitur; auswärtige Gymnasialwege nach Ahlen und Münster bestehen weiter.

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Mehr als 450 Jahre Lernen in Sendenhorst

Von einem einzelnen Schulmeister bis zur heutigen Bildungslandschaft war es ein langer Weg. Die Geschichte erzählt von überfüllten Schulstuben, Lehrerinnen und Schulmeistern, einer jüdischen Schule, abgebrannten Gebäuden, Unterricht im Rathaus, Rektoratsschule, Hauptschule, Realschule und immer neuen Schulbauten.

Auch der Weg zum Abitur gehört zu dieser Geschichte: zunächst über Münster, später für viele Jugendliche besonders über Ahlen, heute auch über Wolbeck und andere Schulstandorte – und inzwischen wieder direkt in Sendenhorst über die Montessori-Gesamtschule.

Im 21. Jahrhundert kommt eine weitere Entwicklung hinzu: Schule wird immer stärker zum Ganztags-, Lern-, Betreuungs- und Lebensort.


Quellen und weiterführende Informationen

Heinrich Petzmeyer: Sendenhorst – Geschichte einer Kleinstadt im Münsterland.

Bernhard und Hans-Günther Fascies / Stadt-Heimatarchiv Sendenhorst: Schulakten, Lehrerakten, Chroniken, Zeitungsausschnitte sowie Bild- und Archivmaterial.

Quellenkritischer Hinweis: Erinnerungen wie der „weiße Strich“ am Teigelkamp werden als Zeitzeugenüberlieferung gekennzeichnet, solange keine schriftliche schulische oder behördliche Anordnung nachgewiesen ist.

Heimatverein – Quellenbestand Schule

↗ Stadt Sendenhorst – Grundschulen

↗ Stadt Sendenhorst – OGS und Schulkinderbetreuung

↗ Realschule St. Martin

↗ Montessori Gesamtschule Sendenhorst

↗ Gymnasium St. Michael Ahlen

↗ Städtisches Gymnasium Ahlen

↗ Gymnasium Wolbeck


Kontakt

Heimatverein Sendenhorst e.V.
Weststraße 3

48324 Sendenhorst

Rufen Sie einfach an unter

+49 170.7372307
Kontaktformular.

Wetter

 

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Sendenhorst im Oktober
Ernte, Märkte, Kirmes und alte Herbsttraditionen
🌾 Harkemai
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⛪ Erntedank
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🚜 Trecker-Geschicklichkeits-
fahrten
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🐄 Herbstmarkt 1818
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🎡 Herbstkirmes & Pfarrkirmes
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🚶 Schnadegang
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🐎 Herbstritt
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🔥 Herdfeuerabend & Abend am Kamin
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👥 Jahrgangstreffen
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🕯️ Allerheiligen – Übergang zum November
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Münsterland & Westfalen im Oktober
Weitere überlieferte Herbstbräuche aus unserer Region
🌾 Stoppelhahn
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🌾 Erntekranz & Erntehahn
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🥔 Kartoffelfeuer
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🎃 Rübenlaternen & Rübengeister
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🍎 Heischegänge
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🐄 Vieh- & Krammärkte
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🎡 Herbstkirmessen
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🐖 Beginn der Schlachtzeit
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🎃 Halloween – 31. Oktober
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🕯️ Allerheiligen – 1. November
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