A
Allgemeiner Schützenverein St. Martinus
seit 1864
Vereins-Kennkarte
Gründung 1864 Stand Vorstandsseite 2026
Geschäftsführender Vorstand
1. VorsitzenderAndreas Rickert
2. VorsitzenderAndre Everts
KassiererinKatharina Wegner
SchriftführerHolger Hinkerohe
Vorstand
22 Mitglieder
Vereinsmitglieder gesamtkeine aktuelle öffentliche Zahl
gefunden
Geschichte
Der Allgemeine Schützenverein St. Martinus wurde 1864 gegründet. Die eigene Vereinsseite
beschreibt für die Anfangsjahre eine zweigeteilte Leitung: einen Military-Vorstand aus Offizieren und einen Zivil-Vorstand. Der militärische Vorstand wurde jährlich gewählt, während die Mitglieder
des Zivil-Vorstands jeweils für drei Jahre bestimmt wurden. Zum Zivil-Vorstand gehörten der Präsident und zwei Beisitzer.
Die heute bekannte Form des Vorstands führt der Verein auf die Wiederbelebung im Jahr 1901 zurück.
Gegenwärtig umfasst der Gesamtvorstand 22 Mitglieder, die grundsätzlich jeweils für fünf Jahre durch die Generalversammlung gewählt werden können. Zum geschäftsführenden Vorstand gehören der 1.
Vorsitzende, der 2. Vorsitzende, der Schriftführer und die Kassiererin.
Daneben gehören verschiedene Funktionsträger kraft ihres Amtes zum Vorstand. Die Vereinsseite
nennt den aktuellen Kaiser, König oder die Königin, den Vorsitzenden der Ehrenabteilung, den Kommandeur der Ehrengarde, die Vorsitzende der Damengarde und den Vorsitzenden der Sportschützen. Weitere
Aufgaben wie Festausschuss, Forstwart, Pressearbeit, Kammerverwaltung oder Schießwesen werden ebenfalls innerhalb des Vorstands wahrgenommen.
Die heutige Vorstandsarbeit reicht weit über die Organisation des Schützenfestes hinaus. Dazu
gehören Genehmigungen für Umzüge und Schießen, Abstimmungen mit Behörden, Vorbereitung der Generalversammlung, Kassen- und Geschäftsbericht, Pflege der Kontakte zu anderen Vereinen und die Planung
von Fahrten und Festprogrammen. Auch Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft und besondere Verdienste werden im Vorstand vorbereitet.
Seit dem 11. Oktober 2024 ist Andreas Rickert 1. Vorsitzender; zuvor war er seit 2011 Beisitzer.
Ebenfalls seit dem 11. Oktober 2024 ist Andre Everts 2. Vorsitzender. Katharina Wegner ist seit dem 30. März 2023 Kassiererin, Holger Hinkerohe bereits seit dem 10. Juni 2006 Schriftführer. Die lange
Amtszeit einzelner Vorstandsmitglieder zeigt eine ausgeprägte personelle Kontinuität.
Historisch steht der Verein in einer noch älteren Sendenhorster Schützentradition. Die Quellen
belegen für die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts mehrere Schützengesellschaften in Stadt und Kirchspiel. 1841 stritt man sogar darüber, wie viele Schützenfeste noch zugelassen werden sollten. Diese
ältere Festlandschaft bildet den historischen Hintergrund, ist aber nicht mit dem 1864 gegründeten Allgemeinen Schützenverein gleichzusetzen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten Schützenfeste zunächst nur unter den Bedingungen der
Militärregierung wieder stattfinden. 1949 wurde nach zehnjähriger Unterbrechung erstmals wieder ein allgemeines Schützenfest gefeiert; König wurde Hubert Wessel. Auch diese Unterbrechung gehört zur
Vereinsgeschichte und zeigt, dass Tradition nicht mit lückenloser Veranstaltungskontinuität gleichgesetzt werden darf.
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B
Beamtenverein Sendenhorst
belegt 1923/1924
Geschichte
1923 hatte der Beamtenverein rund 40 Mitglieder. Fascies nennt ausdrücklich Post, Bahn,
Lehrerschaft, Stadtverwaltung und Polizei als vertretene Berufsgruppen. Im Durchschnitt fand monatlich eine Versammlung statt.
Der Verein ist ein gutes Beispiel dafür, wie die neuen Berufs- und Verwaltungsgruppen der modernen
Kleinstadt eine eigene soziale Identität entwickelten. In der Organisationsübersicht 1924 erscheint er erneut.
Fascies macht den Verein erstaunlich konkret: 1923 werden durchschnittlich monatliche
Versammlungen und rund 40 Mitglieder genannt. Vertreten waren Post, Eisenbahn, Lehrerschaft, Stadtverwaltung und Polizei. Der Verein war damit kein allgemeiner Bürgerklub, sondern ein
berufsständisches Netzwerk derjenigen, die den wachsenden Verwaltungs- und Dienstleistungsapparat der Kleinstadt trugen.
Die große Organisationsaufnahme von 1924 führt den Beamtenverein erneut auf. Damit lässt er sich
mindestens über zwei Jahre sicher verfolgen; sein Ende oder eine mögliche Nachfolgeorganisation bleibt bislang offen.
Die Quellen machen die soziale Zusammensetzung ungewöhnlich genau sichtbar. 1923 gehörten rund 40
Mitglieder aus Post, Bahn, Lehrerschaft, Stadtverwaltung und Polizei dazu; durchschnittlich wurde monatlich getagt. In der großen Organisationsübersicht von 1924 erscheint Brüggemann als Vorsitzender
bzw. Geschäftsführer und die Mitgliederzahl bereits mit 50. Damit war der Beamtenverein ein relativ großer berufsständischer Zusammenschluss.
Seine Bedeutung lag weniger in öffentlicher Festkultur als in beruflicher Vernetzung und
Interessenpflege einer wachsenden Schicht von Angestellten und Staatsbediensteten. Wann der Verein endete oder ob Mitglieder später in andere Berufsverbände wechselten, ist in den bisher
ausgewerteten Akten nicht geklärt.
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Bildungswerk St. Martin
spätestens 1970er Jahre
Geschichte
Das Bildungswerk St. Martin ist in der Fascies-Schrift 1975 mit einem eigenen Beitrag vertreten.
Es organisierte Erwachsenenbildung und kulturelle Veranstaltungen und gehörte damit zur Bildungsinfrastruktur der katholisch geprägten Stadt.
Für ein Vereinskompendium ist die Rechtsform wichtig: Bildungswerke sind nicht zwangsläufig
eigenständige Vereine. Der Eintrag bleibt daher als organisierte örtliche Gemeinschaft, bis Trägerschaft und Satzung abschließend geklärt sind.
Das Bildungswerk besteht laut der 1975er Sendenhorst-Dokumentation seit 1967. Jährlich wurde ein
Winterprogramm mit Erwachsenenbildung – in kleinerem Umfang auch Angeboten für Kinder – herausgegeben und per Post an die Haushalte verteilt.
Bemerkenswert ist die Finanzierung: Mitte der 1970er Jahre betrug der Jahresetat rund 18.000 DM.
Etwa je ein Drittel trugen Kirchengemeinde/Diözese, die Stadt Sendenhorst und die Teilnehmenden. Träger war die katholische Kirchengemeinde St. Martin, die Veranstaltungen standen jedoch allen
Bürgern unabhängig von der Konfession offen.
Das Bildungswerk gehört zur zweiten großen Ausbauphase katholischer Vereins- und Bildungsarbeit
nach dem Krieg. Während die älteren katholischen Vereine stark nach Geschlecht, Alter oder Beruf gegliedert waren, richtete sich das 1967 gegründete Bildungswerk mit Vorträgen, Kursen und kulturellen
Angeboten ausdrücklich an die gesamte Bevölkerung. Damit änderte sich auch die Form kirchlicher Erwachsenenarbeit: weniger geschlossener Mitgliederverein, stärker öffentliches Programm.
Die kommunale Mitfinanzierung in den 1970er Jahren zeigt, dass das Bildungswerk nicht nur als
innerkirchliche Einrichtung wahrgenommen wurde. Für eine spätere Vertiefung sind vor allem die frühen Winterprogramme interessant: Aus ihnen lässt sich ablesen, welche gesellschaftlichen, religiösen
und kulturellen Themen Sendenhorst in den 1960er und 1970er Jahren beschäftigten.
Offene Forschungsfrage: Rechtsform, Gründungsjahr und organisatorische Trägerschaft klären.
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Borromäusverein
vor 1933 bis nach 1945
Geschichte
Der Borromäusverein war Teil des katholischen Bildungswesens. Seine Aufgabe bestand in der
Förderung guter Lektüre, Hausbüchereien und der Volksbücherei. In der 1934er Aufstellung wird er ausdrücklich als kirchlicher Verein geführt.
1948 ist seine Tätigkeit erneut sichtbar: Jugendliche Flüchtlinge konnten Bücher kostenlos
ausleihen. Damit berührt die Vereinsgeschichte nicht nur Kirche und Bildung, sondern auch die Integration der Nachkriegsbevölkerung.
Die OCR liefert bei der Mitgliederzahl 1934 widersprüchliche Lesungen; deshalb wird bewusst keine
exakte Zahl übernommen, bevor das Originalbild geprüft ist.
Der Borromäusverein war Teil der katholischen Bildungsinfrastruktur und eng mit der Volksbücherei
verbunden. In der amtlichen Zusammenstellung der kirchlichen Vereine von 1934 wird Vikar Focke als verantwortlicher Geistlicher genannt; die Akte zählt 394 Mitglieder und beschreibt als Zweck den
Ausbau katholischer Hausbüchereien sowie die Ausleihe guter Bücher durch die Volksbücherei. Das war für eine Kleinstadt eine bemerkenswerte Reichweite.
Die hohe Zahl erklärt, warum der Verein nicht nur als kleiner Lesekreis verstanden werden darf. Er
war zugleich Medien-, Bildungs- und Milieuarbeit. Unter dem Druck des NS-Staates wurden kirchliche Verbände zunehmend auf rein religiöse Tätigkeit beschränkt. Wie lange der örtliche Borromäusverein
als eigenständige Organisation bestand und wann seine Aufgaben vollständig in der Pfarrbücherei aufgingen, bleibt noch zu klären.
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Brieftaubenverein „Blitz“
gegründet 1913; noch 1975 belegt
Geschichte
Am 1. Januar 1913 wurde „Blitz“ mit zwölf Mitgliedern und zwei Ehrenmitgliedern gegründet. Die
Stadt gewährte eine Beihilfe. Bereits 1914 berichtete der Verein von zwölf errungenen Preisen; der letzte dokumentierte Flug hatte über 473 Kilometer geführt.
1938 feierte „Blitz“ sein 25-jähriges Bestehen – ein Archivfoto bestätigt damit das Gründungsjahr
unabhängig. Für die Kriegs- und Nachkriegszeit ist bemerkenswert, dass Brieftauben in der britischen Zone zunächst verboten bzw. stark reglementiert waren und ab 1947 wieder zugelassen wurden.
1975 existierten in Sendenhorst gleich drei Brieftaubenvereine. Für „Blitz“ gibt es zudem
Hinweise, dass Ende der 1970er Jahre zugezogene Oberschlesier, besonders aus dem Garrath, dem Sport neuen Schwung gaben. Damit wird Vereinsgeschichte zugleich Integrationsgeschichte.
Die Akten geben für die Frühphase ungewöhnlich konkrete Leistungsdaten. Der Verein wurde am 1.
Januar 1913 gegründet, zählte zwölf Mitglieder und zwei Ehrenmitglieder und erhielt von der Stadt 21 Mark Beihilfe. Schriftführer war Heinrich Ahland. Schon 1914 beantragte „Blitz“ erneut
Unterstützung und verwies darauf, im Gründungsjahr zwölf Preise gewonnen zu haben; der letzte dokumentierte Flug hatte eine Luftlinie von 473 Kilometern.
Brieftaubensport war damit nicht bloß Hinterhofhaltung, sondern organisierter Wettkampfsport mit
Reise-, Transport- und Kommunikationslogistik. Im Ersten Weltkrieg erhielten Tauben zusätzlich militärische Bedeutung. Die spätere Bildüberlieferung – etwa zum 25-jährigen Bestehen 1938 – und die
Nennung 1975 zeigen eine erstaunlich lange örtliche Kontinuität.
Quellenbasis: HGF/Fascies · Shorst_comp / Stadt-Heimatarchiv 1938 ·
Fakten 1975 · Petzmeyer-/Migrationsbestand
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Brieftaubenverein „Heimattreue“
belegt 1975
Geschichte
1975 wird „Heimattreue“ als eigenständiger Sendenhorster Brieftaubenzuchtverein neben „Blitz“ und
„Sonnenschein“ geführt. Die Existenz ist damit sicher.
Der der HGF- und Shorst-Texte liefert bisher keine belastbare Gründungsurkunde oder längere
Chronik. Die Aufnahme ins Kompendium ist gerade deshalb wichtig: Drei parallele Taubenvereine zeigen ein starkes lokales Milieu, dessen Vereinsgrenzen und Lokale noch rekonstruiert werden müssen.
„Heimattreue“ ist 1975 als eigenständiger Sendenhorster Brieftaubenverein sicher belegt. Damit
existierten damals mehrere konkurrierende oder parallel arbeitende Reisevereinigungen im Ort. Das spricht für die große Popularität des Brieftaubensports in der Nachkriegszeit, als Taubenschläge,
Wochenendflüge und gemeinsames Konstatieren zu einem festen Freizeitmilieu gehörten.
Für „Heimattreue“ fehlen bislang Gründungsprotokoll, frühe Vorstände und Vereinslokal. Diese Lücke
soll nicht durch Vermischung mit dem älteren Verein „Blitz“ geschlossen werden: Ähnlicher Zweck bedeutet keine organisatorische Kontinuität. Weitere Hinweise sind vor allem in Lokalpresse,
Preisfluglisten und privaten Taubenzüchter-Nachlässen zu erwarten.
Offene Forschungsfrage: Gründungsjahr, Vereinslokal, Vorsitzendenfolgen und Auflösung suchen.
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Brieftaubenverein „Sonnenschein“
belegt 1975
Geschichte
Auch „Sonnenschein“ ist 1975 als eigener Sendenhorster Brieftaubenzuchtverein verzeichnet.
Zusammen mit „Blitz“ und „Heimattreue“ belegt dies eine ungewöhnlich dichte Taubenzüchterszene.
Trotz intensiver Suche ist bislang keine geschlossene Vereinschronik greifbar. Der Eintrag bleibt
deshalb bewusst quellenkritisch und benennt die Lücke statt sie mit Vermutungen zu füllen.
Auch „Sonnenschein“ steht 1975 ausdrücklich in der Sendenhorster Vereinsübersicht. Zusammen mit
„Blitz“ und „Heimattreue“ belegt dies eine heute fast verschwundene Vereinslandschaft: Brieftaubenzucht war zeitweise stark genug, um mehrere örtliche Vereine nebeneinander zu tragen.
Über Gründung, Vorsitz und Ende von „Sonnenschein“ ist bislang wenig gesichert. Gerade deshalb
bleibt der Eintrag bestehen. Für ein Vereinskompendium sind auch solche verschwundenen Alltagsvereine wichtig, weil sie zeigen, welche Freizeitformen früher viele Menschen banden, obwohl sie heute
kaum noch im öffentlichen Gedächtnis vorkommen.
Offene Forschungsfrage: Gründungs- und Auflösungsdaten aus Presse, Vereinsakten und Bildbestand ergänzen.
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Bund der Vertriebenen – Ortsgruppe Sendenhorst
belegt 1975
Geschichte
Die Ortsgruppe des Bundes der Vertriebenen ist 1975 im Sendenhorster Vereinsverzeichnis
dokumentiert. Sie gehört in die unmittelbare Nachkriegsgeschichte einer Stadt, deren Bevölkerung nach 1945 durch Flüchtlinge und Vertriebene deutlich anwuchs.
Eine ausführliche örtliche Chronik ist bisher nicht greifbar. Für das Kompendium sind besonders
Gründung, Vorsitzende, kulturelle Veranstaltungen und die Rolle bei Integration und Erinnerungskultur zu ermitteln.
Die Entstehung der Vertriebenenorganisationen ist unmittelbar mit dem starken Bevölkerungszuwachs
nach 1945 verbunden. Eine Stadtbeschreibung von 1948 nennt 590 Flüchtlinge und 447 Evakuierte bei insgesamt knapp 4.000 Einwohnern; 1949 lag der Flüchtlingsanteil weiterhin bei etwa 17 Prozent. Damit
veränderte sich die zuvor fast vollständig katholische und alteingesessene Stadtgesellschaft erheblich.
Der Bund der Vertriebenen bündelte später Interessen, Erinnerungskultur und soziale Kontakte eines
Teils dieser Neubürger. 1975 ist die Ortsgruppe Sendenhorst ausdrücklich verzeichnet. Zu klären bleibt, wann genau die örtliche Gruppe gegründet wurde, wer die ersten Vorsitzenden waren und welche
Landsmannschaften in Sendenhorst besonders stark vertreten waren.
Quellenbasis: Fakten 1975 · HGF/Petzmeyer – Nachkriegsgesellschaft
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C
CDU Stadtverband Sendenhorst-Albersloh
gemeinsamer Stadtverband für beide Ortsteile · aktuell bestehend
Vereins-Kennkarte
Gründung auf der aktuellen CDU-Homepage nicht angegeben Stand Vorstand 10.12.2025 · Homepage 2026
Vorstand
VorsitzBernd Gaßner
StellvertretungHenning Rehbaum · Christian Hölscher
KassiererNorbert Groll
SchriftführerAlexander Koch
MitgliederbeauftragterHeiko Dechering
Kontakt
AnsprechpartnerBernd Gaßner
AdresseWeststraße 13 · 48324 Sendenhorst
Telefonauf der aktuellen Homepage nicht angegeben
Mitglieder
keine aktuelle öffentliche Zahl gefunden
Geschichte
Der CDU-Stadtverband Sendenhorst-Albersloh ist die gemeinsame parteiorganisatorische Ebene für das
gesamte Stadtgebiet. Er steht neben den örtlichen Parteistrukturen in Sendenhorst und Albersloh und ist von der CDU-Ratsfraktion organisatorisch zu unterscheiden. Die heutige CDU-Homepage wird vom
Stadtverband verantwortet und bündelt die politische Arbeit für beide Ortsteile, die Ratsmannschaft, Presseberichte und gemeinsame Veranstaltungen.
Für die jüngere Geschichte ist die Führung gut dokumentiert. Noch 2024 wurde der gemeinsame
Stadtverband von Henning Rehbaum geführt. Bei der Mitgliederversammlung am 10. Dezember 2025 im Hotel Zurmühlen wurde der Vorstand turnusmäßig neu gewählt. Bernd Gaßner übernahm den Vorsitz; Henning
Rehbaum und Christian Hölscher wurden stellvertretende Vorsitzende. Alexander Koch wurde Schriftführer, Norbert Groll blieb Kassierer und Heiko Dechering übernahm die Aufgabe des
Mitgliederbeauftragten.
Dem erweiterten Vorstand gehören als Beisitzerinnen und Beisitzer Ricarda Wittkamp, Uli
Altewische, Markus Hartmann, Maurice Pyras, Sebastian Sievers und Johannes Tiedeken an. Als Kassenprüfer wurden Helmut Beckmann und Ann-Kathrin Bremer gewählt. Der neue Vorstand trat im Januar 2026
erstmals zusammen.
Die aktuelle Homepage beschreibt den Stadtverband als politische Klammer für Sendenhorst und
Albersloh. Inhaltliche Schwerpunkte der veröffentlichten Arbeit sind unter anderem Schulen und Jugend, Verkehr und Mobilität, Sicherheit und Ordnung, lebendige Ortskerne, Infrastruktur sowie Wohnen
und Stadtentwicklung. Die Website dokumentiert zugleich die gewählten Ratsmitglieder, sachkundigen Bürgerinnen und Bürger sowie die Reserveliste.
Das exakte Gründungsjahr des gemeinsamen Stadtverbandes wird auf der aktuellen CDU-Homepage nicht
genannt. Deshalb wird im Kompendium bewusst kein Jahr aus der kommunalen Neugliederung oder aus älteren Parteistrukturen abgeleitet. Die ältere Geschichte der CDU im Ortsteil Sendenhorst bleibt im
separaten Eintrag „CDU – Ortsunion Sendenhorst“ dokumentiert.
Offene Forschungsfrage: Gründungsdatum des gemeinsamen Stadtverbandes Sendenhorst-Albersloh und erste Vorstandszusammensetzung aus
Parteiunterlagen sichern.
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CDU – Ortsunion Sendenhorst
seit der unmittelbaren Nachkriegszeit; heute aktiv
Vereins-Kennkarte
Gründung Nachkriegszeit; spätestens 1946 organisiertStand 2026
Vorstand
VorsitzChristian Hölscher
2. VorsitzUli Altewische
KassiererNorbert Groll
SchriftführerJohannes Tiedeken
Kontakt
AnsprechpartnerHeiko Dechering
FunktionMitgliederbeauftragter
Telefonnicht öffentlich angegeben
Mitglieder
keine aktuelle öffentliche Zahl gefunden
Geschichte
Die CDU gehört unmittelbar zur politischen Neuordnung nach 1945. Bei der ersten kommunalen Wahl
nach dem Krieg 1946 stellte sie in Sendenhorst die mit Abstand größte Gruppe der Stadtvertretung. Damit ist eine organisierte örtliche CDU spätestens zu diesem Zeitpunkt sicher.
Für die folgenden Jahrzehnte ist die Ortsunion im Fascies-/Bildbestand vielfach greifbar. 1990
zeigt das Archiv eine Mitgliederversammlung mit Bernhard Stapel als Vorsitzendem; 1991 ist ein CDU-Grünkohlessen bei Zurmühlen dokumentiert.
Eine geschlossene Gründungschronik der Sendenhorster Ortsunion ist bislang nicht in derselben
Qualität veröffentlicht wie etwa bei der SPD. Deshalb bleibt die Nachkriegsgründung der CDU im Kompendium vorerst als gesicherter Rahmen stehen; frühe Vorsitzende und Organisationsentwicklung werden
weiter aus HGF, Presse und Parteiunterlagen zusammengesetzt.
Die Quellen liefern jetzt einen festen frühen Nachkriegsstand: Am 9. Januar 1948 hatte die CDU in
Sendenhorst nach städtischer Statistik 60 Mitglieder; Vorsitzender war Caspar Roeren aus der Hardt. Im 15-köpfigen Stadtrat stellte die CDU zu diesem Zeitpunkt elf Mitglieder. Damit ist eine
organisierte örtliche CDU wenige Jahre nach Kriegsende klar belegt.
Die Ortsunion entwickelte sich aus der politischen Neuordnung unter alliierter Aufsicht.
Parteiarbeit war anfangs noch stark kontrolliert, und die kommunalen Institutionen mussten nach Diktatur und Krieg neu legitimiert werden. Für die weitere Chronik sind die Vorstandsfolgen der 1950er
bis 1980er Jahre und die Abgrenzung zwischen Ortsunion, Fraktion und späterem Stadtverband noch systematisch zusammenzuführen.
Offene Forschungsfrage: Exaktes Gründungsdatum, Gründungsversammlung und erste Vorstandsliste sichern.
Homepage / online: CDU Sendenhorst ↗◎
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Christliche Bauhandwerker – Ortsgruppe Sendenhorst
gegründet 1907
Geschichte
1907 entstand in Sendenhorst eine Ortsgruppe des Zentralverbandes christlicher Bauhandwerker und
Bauhilfsarbeiter Deutschlands. Vorausgegangen waren öffentliche Gewerkschaftsversammlungen. Die neue Ortsgruppe traf sich regelmäßig einmal im Monat im Lokal Suermann an der Weststraße.
Als Vorsitzender wird Hermann Brünemann genannt, als Schriftführer Heinrich Hellweg und als
Kassierer Josef Schmies. 1908 ist ein neu zusammengesetzter Vorstand dokumentiert. Der Verein macht die christlich-gewerkschaftliche Arbeiterorganisation in der katholisch geprägten Kleinstadt
konkret sichtbar.
Die christlichen Bauhandwerker spielten eine Schlüsselrolle bei der Entstehung der katholischen
Arbeiterorganisationen. Ein Rückblick von 1931 datiert ihren Zusammenschluss auf 1904 und stellt ihn ausdrücklich in den damaligen Konkurrenzkampf zwischen christlichen und freien bzw.
sozialdemokratischen Gewerkschaften. Vikar Beike sah in einer rein berufsbezogenen Abwehrorganisation jedoch keine dauerhafte Lösung und betrieb anschließend die Gründung des breiter angelegten
katholischen Arbeitervereins.
1924 bestand die Organisation weiterhin: Die große örtliche Übersicht nennt Hellweg als
Vorsitzenden/Geschäftsführer und 60 Mitglieder. Damit war sie zwei Jahrzehnte nach ihrer Entstehung noch ein relevanter berufsständischer Verband.
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Christliche Metallarbeiter – Ortsgruppe Sendenhorst
1924 sicher belegt · 50 Mitglieder
Geschichte
1924 bestand in Sendenhorst eine eigene Organisation christlicher Metallarbeiter. Die städtische
Übersicht nennt Bolte als Vorsitzenden/Geschäftsführer und 50 Mitglieder.
Die Gruppe ist ein Hinweis auf den Wandel der lokalen Arbeitswelt: Neben Bauhandwerk,
Landwirtschaft und traditionellen Handwerken bildeten nun auch industriell bzw. metallgewerblich Beschäftigte eigene Interessenverbände. Das geschah in Konkurrenz und Nachbarschaft zu freien
Gewerkschaften und katholischen Sozialvereinen.
Über Gründung, Betriebsbezug und Ende der örtlichen Gruppe ist bislang nichts Sicheres bekannt.
Der Eintrag wird deshalb als eigenständiger Aktennachweis geführt.
Offene Forschungsfrage: Dachverband, Gründungsjahr und beteiligte Sendenhorster Betriebe ermitteln.
Quellenbasis: Quellen / Stadtarchiv Sendenhorst ·
Vereinswesen
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D
Deutsch-Ausländischer Freundeskreis Sendenhorst
seit 1990
Vereins-Kennkarte
Gründung 1990Stand 2026
Vorstand
VorsitzTheodor Lohölter
2. VorsitzLea Wallmeyer
KassiererSchatzmeisterin vorhanden; Name auf der HP nicht genannt
Schriftführernicht öffentlich angegeben
Kontakt
AnsprechpartnerTheodor Lohölter
Telefonnicht öffentlich angegeben
E-MailKontakt über Vereins-HP
Mitglieder
7 aktive Ehrenamtliche; daneben Schatzmeisterin (Vereinsangabe auf HP)
Geschichte
Die Initiative entstand im Oktober 1990 aus einem Konflikt um ein geplantes Übergangswohnheim.
Nachbarschaftliche Ängste und teils drastisch fremdenfeindliche Argumente führten zu Gegenreaktionen von Bürgern, die Aufklärung und Unterstützung organisieren wollten.
Von etwa 50 Interessierten einer ersten Veranstaltung blieben zunächst rund 15 aktive
Mitarbeitende; der Freundeskreis konzentrierte sich zunehmend auf die Probleme von Flüchtlingen. Damit entstand der Verein bzw. die Initiative nicht aus einem abstrakten Integrationsprogramm, sondern
aus einer konkreten örtlichen Auseinandersetzung.
Diese Entstehung macht den Freundeskreis zu einem wichtigen Kapitel der Sendenhorster Migrations-
und Zivilgesellschaftsgeschichte.
Der Freundeskreis entstand nicht aus einer abstrakten Integrationsinitiative, sondern aus einem
konkreten Konflikt um die Unterbringung von Flüchtlingen 1990. Aus einer zunächst größeren Gruppe Interessierter entwickelte sich ein kleinerer, kontinuierlich arbeitender Kreis. Schon diese
Entstehung ist für die jüngere Stadtgeschichte wichtig, weil sie zeigt, wie kommunale Auseinandersetzungen in dauerhaftes bürgerschaftliches Engagement umschlagen konnten.
Die Arbeit verschob sich mit den jeweiligen Zuwanderungsbewegungen: praktische Begleitung,
Behördenkontakte, Sprachhilfe, Begegnung und Unterstützung Geflüchteter standen im Vordergrund. Damit gehört der Verein zu den Organisationen, an denen sich der Wandel Sendenhorsts von einer
vergleichsweise homogenen Kleinstadt zu einer vielfältigeren Stadtgesellschaft besonders gut ablesen lässt.
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Deutsches Rotes Kreuz – Sendenhorster Bereitschaft / Ortsverband
mindestens seit 1936; bis heute
Geschichte
Der Bildbestand weist bereits 1936 ein Deutsches Rotes Kreuz in Sendenhorst nach. 1975 ist eine
eigene DRK-Bereitschaft Sendenhorst mit örtlicher Leitung aufgeführt.
1990 dokumentiert das Archiv Blutspendetermine und Helfergruppen, 1991 erneut eine Sendenhorster
DRK-Gruppe. In einem Terminkalender 1990 erscheint die Mitgliederversammlung bereits unter der Bezeichnung DRK Sendenhorst-Albersloh.
Damit ist der Übergang von der eigenständigen Sendenhorster Bereitschaft zur späteren
gesamtstädtischen Struktur sichtbar, auch wenn die rechtlichen Organisationsschritte noch genauer datiert werden müssen.
Der örtliche DRK-Zusammenhang ist älter als die Nachkriegszeit: Das Stadt-Heimatarchiv besitzt
bereits ein Gruppenbild des Deutschen Roten Kreuzes Sendenhorst aus dem Jahr 1936. Für Januar 1948 nennt eine städtische Statistik ausdrücklich einen DRK-Ortsverband; Leiter war Stadtdirektor Eugen
Strotmann am Markt. Das DRK war damals auch mit der Flüchtlingsversorgung verbunden, die Gemeinschaftsküche befand sich an der Neustraße.
Spätere Fotos dokumentieren Blutspendeaktionen, Bereitschaftsarbeit und Helfergruppen. Wann genau
die heutige gemeinsame Organisationsform Sendenhorst/Albersloh entstand, ist noch zu trennen von der älteren eigenständigen Sendenhorster Geschichte.
Offene Forschungsfrage: Gründung der Bereitschaft und Datum des organisatorischen Zusammenschlusses mit Albersloh sichern.
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DPSG St. Georg Sendenhorst
seit 1960 · Stamm St. Martinus
Vereins-Kennkarte
Gründung 1960Stand Mitglieder/Vorstand 2025 · Kontakt 2026
Vorstand
VorsitzStammesvorstand: Sven Korte · Jakob Grosse · Ole Lücke
2. Vorsitzkein separates Amt veröffentlicht
Geschäftsführungkein separates Amt veröffentlicht
Kassierernicht separat veröffentlicht
Schriftführernicht separat veröffentlicht
Kontakt
AnsprechpartnerSven Korte / Sven Jehles
Telefonnicht öffentlich angegeben
Geschichte
1960 ist als Gründungsjahr inzwischen gesichert. Die heutige Pfarrei führt die DPSG Sendenhorst
seit 1960; die Jubiläen bestätigen dieselbe Zählung: 2015 wurden 55 Jahre und 2025 65 Jahre DPSG gefeiert. Damit kann die bisherige vorsichtige Formulierung „mindestens seit Mitte der 1960er Jahre“
entfallen.
Die frühe örtliche Präsenz lässt sich auch im Stadt-Heimatarchiv greifen. Ein Bild aus den 1960er
Jahren zeigt Pfadfinder an der Weststraße; für 1965 ist ausdrücklich ein Pfadfindergelände auf Bonses Wiese am Südtor bezeichnet. 1969 traten die Sendenhorster St.-Georgs-Pfadfinder als Sternsinger
in Erscheinung. Die Pfadfinder waren damit schon wenige Jahre nach ihrer Gründung ein sichtbarer Teil der katholischen Jugend- und Stadtgesellschaft.
Die Fascies-Dokumentation von 1975 beschreibt die DPSG nicht nur als Freizeitgruppe, sondern als
katholischen Jugendverband mit den damaligen Schwerpunkten Leben in der Kirche, soziales Engagement, politische Mitverantwortung und Einsatz für den Frieden. Die vier Altersstufen waren Wölflinge,
Jungpfadfinder, Pfadfinder und Rover. Als örtlicher Vorsitzender wird 1975 Bernhard Austermann genannt. Für die Sommerferien 1975 ist außerdem ein zehntägiges Stammes-Zeltlager verzeichnet.
Besonders stark ist die Überlieferung für die 1970er und 1980er Jahre. Bis 1981 nutzten die
Pfadfinder nach den Erinnerungen und Bildern des Heimatvereins Untiedts Garten neben dem Hallenbad. Dort gab es Kinderkirmes, Lagerfeuer und Familienstafetten. Danach wurde das Geisterholz am Garrath
zum prägenden Gelände. Archivaufnahmen von 1987 zeigen den Eingang und im Hintergrund den „Turm der Juffis“. Das damals noch weitgehend baumfreie Gelände wurde über Jahrzehnte von den Gruppen selbst
mitgestaltet.
Zum Pfadfinderleben gehörten große gemeinsame Lager und Fahrten. Für die 1970er und 1980er Jahre
sind unter anderem Wildschönau in Österreich, der Köterberg, Usch in der Eifel, der Diemelsee und Walkenried im Harz überliefert. Shorst_comp enthält einen umfangreichen eigenen
Pfadfinder-Bildbestand; für 1984 ist beispielsweise ein Jungpfadfinderlager am Diemelsee und für 1986 ein Stammeslager in Walkenried erfasst. Hinzu kamen Action-Tage, Autorallyes, Seifenkistenrennen,
Geländespiele und frühe Umweltprojekte.
Heute heißt der DPSG-Stamm Stamm St. Martinus Sendenhorst. Die 2025 veröffentlichte Anmeldung
nennt rund 60 Mitglieder und den Stammesvorstand Sven Korte, Jakob Grosse und Ole Lücke. Die Gruppenstunden finden gemeinsam mit der PSG samstags von 14.30 bis 16.00 Uhr auf dem Geisterholz statt.
Die DPSG arbeitet in Sendenhorst weiterhin in Jungengruppen; gegliedert wird aktuell in Wölflinge, Jungpfadfinder, Pfadfinder und Rover.
2025 feierten DPSG und PSG gemeinsam ihr „120-jähriges“ Doppeljubiläum – 65 Jahre DPSG und 55
Jahre PSG – mit Jurtenburg, Workshops, Gottesdienst und Lagerfeuer. Das Jubiläum macht zugleich deutlich, wie eng beide rechtlich selbstständigen Stämme inzwischen praktisch zusammenarbeiten.
Das 1980 herausgegebene 20-Jahre-Jubelheft erlaubt eine fast jahrweise Rekonstruktion. Die
Westfälischen Nachrichten meldeten am 4. November 1960, dass die DPSG als Untergruppe der katholischen Pfarrjugend vor wenigen Wochen gegründet worden sei. Vikar Benning und Pfarrjugendführer
Engelbert Bartlich hatten Heinz Bäcker zur Gründung ermuntert. Die erste Sippenstunde fand am 4. Oktober 1960 statt; 1961 wurde der junge Stamm durch die Landesführung als selbstständiger DPSG-Stamm
anerkannt und durfte das Lilienbanner führen.
Schon 1961 folgte das erste Stammeslager in Gevelinghausen. Gleichzeitig übernahmen Pfadfinder
einen regelmäßigen Dienst im Krankenhaus und brachten Betten zum Sonntagsgottesdienst in die Kapelle. Die Chronik verschweigt Krisen nicht: 1965 war der Stamm personell so geschwächt, dass ernsthaft
über eine Auflösung gesprochen wurde. 1966/67 stabilisierte sich die Arbeit wieder; Bernhard Austermann übernahm den Jungtrupp, es entstand erneut eine Rovergruppe und die Jugendlichen beteiligten
sich an der Aktion „Flinke Hände, flinke Füße“ für körperbehinderte Jugendliche.
Die Vorsitzendenfolge der ersten 20 Jahre ist im Jubelheft festgehalten: Heinz Bäcker 1960–1970,
Bernhard Austermann 1971–1976 und Martin Bonse 1977–1980. 1974 zählte der Stamm 64 Mitglieder. In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre wurde die Arbeit politischer und internationaler: Rover und
Pfadfinder reisten durch Europa, neun Sendenhorster nahmen am Jamboree in Norwegen teil, 1978 führte eine Fahrt zum BENKADI nach Obervolta. Aus der Nachbereitung entstand 1979 ein Arbeitskreis
Entwicklungsfragen mit etwa 12 bis 17 Aktiven.
Auch die eigene Infrastruktur wurde von den Jugendlichen geschaffen. Nach dem Sommerlager 1979
plante und baute ein Trupp eine neue Hütte; verwendet wurden vor allem brauchbare Bretter und Balken aus Sendenhorster Abbruchhäusern. Lokale Unternehmer und Eltern halfen mit Werkzeug und Material.
Diese Selbstbaukultur erklärt, warum Gelände und Hütten in der Erinnerung ehemaliger Pfadfinder eine so große Rolle spielen.
Offene Forschungsfrage: Exaktes Gründungsdatum 1960, Gründungspersonen und erster Stammesvorstand aus der Gründungsakte bzw. Pfarrchronik
noch sichern.
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E
Evangelische Jugend Sendenhorst
belegt 1975
Geschichte
1975 wird die Evangelische Jugend Sendenhorst als eigene örtliche Jugendorganisation aufgeführt.
Sie gehört in die Geschichte der nach 1945 stark gewachsenen evangelischen Gemeinde.
Für eine belastbare Vereins-/Gruppengeschichte fehlen derzeit noch Gründungs- und
Leitungsunterlagen; der Eintrag bleibt daher knapp, aber mit Forschungsauftrag.
Evangelische Jugendarbeit wurde in Sendenhorst erst durch die demografischen Veränderungen nach
1945 zu einem größeren örtlichen Thema. 1949 zählte eine Stadtbeschreibung bereits 451 evangelische Einwohner – eine deutliche Veränderung gegenüber der zuvor nahezu vollständig katholischen
Einwohnerschaft. Mit den Vertriebenen und Evakuierten entstanden deshalb neue konfessionelle Strukturen.
1975 ist die Evangelische Jugend Sendenhorst als eigene örtliche Jugendgruppe verzeichnet. Ihre
weitere Geschichte hängt eng mit dem Aufbau der evangelischen Gemeinde und später der gemeinsamen Kirchengemeinde Sendenhorst-Vorhelm zusammen. Exakte Gründungsdaten und frühe Leiterinnen und Leiter
sollen aus den Gemeindearchiven ergänzt werden.
Offene Forschungsfrage: Anfänge der evangelischen Jugendarbeit und Gruppenräume nach 1945 ergänzen.
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F
FDP – Ortsverein Sendenhorst
Nachkriegszeit; 1975 klar belegt; heute aktiv
Vereins-Kennkarte
Gründung Nachkriegszeit; 1975 sicher belegtStand 2026
Vorstand
VorsitzJosef Lammerding
2. VorsitzChristoph Bölling
KassiererLudger Voges (Schatzmeister)
SchriftführerJulian Michels
Kontakt
AnsprechpartnerVorstand FDP Sendenhorst/Albersloh
Telefonnicht öffentlich angegeben
E-MailKontaktformular auf der HP
Mitglieder
keine aktuelle öffentliche Zahl gefunden
Geschichte
Liberale Kommunalvertretung ist in Sendenhorst schon in den ersten Nachkriegsjahrzehnten sichtbar.
In der Fascies-Schrift 1975 wird ausdrücklich ein FDP-Ortsverein Sendenhorst geführt; Herbert Stork war damals Fraktionsvorsitzender.
Der Shorst-Bestand dokumentiert 1991 eine FDP-Versammlung mit mehreren namentlich bekannten
Mitgliedern. Heute besteht ein FDP-Ortsverband Sendenhorst/Albersloh fort.
Das exakte lokale Gründungsdatum ist im noch nicht sicher gefunden. Der Eintrag trennt deshalb
gesicherte kommunalpolitische Präsenz von der noch offenen Organisationsgründung.
Die FDP ist in der kommunalen Nachkriegsgeschichte als politische Kraft nachweisbar, auch wenn der
genaue Gründungsakt des Sendenhorster Ortsvereins bislang fehlt. In der Vereinsübersicht 1975 besteht ein eigener FDP-Ortsverein; Herbert Stork wird zugleich als Fraktionsvorsitzender genannt. Damit
war die Partei organisatorisch fest im Ort verankert.
Die spätere Zusammenführung politischer Strukturen mit Albersloh darf nicht rückwirkend auf die
ältere Sendenhorster Geschichte übertragen werden. Für das Kompendium bleibt deshalb der eigenständige Ortsverein der 1970er Jahre der historische Ausgangspunkt, bis frühere Aktenfunde eine genauere
Datierung ermöglichen.
Offene Forschungsfrage: Gründungsversammlung und erste Vorsitzende ermitteln.
Homepage / online: FDP Sendenhorst ↗f◎
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Freier Gewerkschaftsverein Sendenhorst
1924 sicher belegt · 20 Mitglieder
Geschichte
Die Organisationsübersicht von 1924 führt neben den christlichen Verbänden auch einen freien
Gewerkschaftsverein. Vorsitzender und Geschäftsführer war Menke; angegeben werden 20 Mitglieder.
Die kleine Mitgliederzahl ist historisch interessant, weil sie das Kräfteverhältnis im stark
katholisch geprägten Sendenhorst zeigt. Freie Gewerkschaften waren vorhanden, standen aber zahlenmäßig deutlich hinter den christlichen Zusammenschlüssen. Schon 1904 hatten Konflikte um
sozialdemokratisch bzw. frei orientierte Arbeiterorganisationen die Entstehung katholischer Gegenstrukturen beschleunigt.
Welche Einzelgewerkschaften hier zusammengefasst waren und ob der Verein unmittelbar mit der SPD
verbunden war, darf ohne weitere Akten nicht angenommen werden.
Offene Forschungsfrage: Menke identifizieren und Dachverband/Einzelgewerkschaften aus den 1920er Akten bestimmen.
Quellenbasis: Quellen / Stadtarchiv Sendenhorst ·
Vereinswesen
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Förderverein Haus Siekmann e.V.
1990er Jahre; bis heute
Vereins-Kennkarte
Gründung 1994Stand 2026
Vorstand
VorsitzDr. Matthias Sauerland
2. VorsitzMartha Daldrup (1. stellv. Vorsitzende); Wolfgang Janus (2. stellv.
Vorsitzender)
KassiererBernhard Erdmann
SchriftführerWolfgang Prange
Kontakt
AnsprechpartnerFörderverein Haus Siekmann
Geschichte
Der Förderverein ist eng mit der Rettung und kulturellen Nutzung von Haus Siekmann verbunden. 1992
entschied der Rat mit knapper Mehrheit, das historische Anwesen zu erhalten und zu einem soziokulturellen Zentrum auszubauen.
Am 30. Juli 1994 begannen Arbeiten mit vielen ehrenamtlichen Helfern. Die Villa wurde am 3.
Oktober 1995 eröffnet; Tenne, Kaminraum und Stadtgarten folgten 1998. Der Förderverein unterstützt die Stadt bis heute bei Programm und Weiterentwicklung des Hauses.
Die Vereinsgeschichte ist damit unmittelbar mit einem der wichtigsten Sendenhorster Kulturorte der
Gegenwart verknüpft.
Die Vereinsgeschichte ist untrennbar mit der Rettung und Umnutzung des Hauses Siekmann verbunden.
Nach dem Erwerb des Grundstücks durch die Stadt 1992 begann 1994 ein erheblicher Teil der praktischen Aufbauarbeit ehrenamtlich. Am 3. Oktober 1995 wurde die Villa als Kulturort eröffnet; 1998 kamen
Tenne, Kaminraum und Stadtgarten hinzu.
Der Förderverein wurde damit zu einem typischen Beispiel für die jüngere Sendenhorster
Bürgergesellschaft: Ein kommunales Gebäude erhielt durch kontinuierliche Vereinsarbeit Programm, Ausstattung und öffentliche Nutzung. Seine Geschichte ist weniger eine klassische Mitgliederchronik
als die Geschichte eines dauerhaft von Ehrenamt getragenen Kulturortes.
Homepage / online: Haus Siekmann ↗
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G
Geschlossene Bürgergesellschaft
belegt 1867
Geschichte
1867 wurden der Stadt Statuten einer geschlossenen Gesellschaft vorgelegt. Ihr Programm verband
die Besprechung landwirtschaftlicher, gewerblicher und kaufmännischer Verhältnisse mit wissenschaftlicher und geselliger Unterhaltung. Zur Bildung gehörte ausdrücklich das Halten entsprechender
Zeitschriften.
Treffpunkt war beim Schenkwirt Heinrich Wieler an der Oststraße. Die Mitglieder sollten
„unbescholtene Bürger“ sein; die Aufnahme erfolgte durch Ballotage. Die Gesellschaft zeigt früh, wie wirtschaftlicher Erfahrungsaustausch, Bildung und standesbewusste Geselligkeit in Sendenhorst
zusammenliefen.
Die Statuten von Oktober 1867 zeigen, dass diese Gesellschaft mehr sein wollte als eine reine
Trinkrunde. Treffpunkt war beim Schenkwirt Heinrich Wieler an der Oststraße. Besprochen werden sollten landwirtschaftliche, gewerbliche und kaufmännische Verhältnisse; daneben waren wissenschaftliche
und gesellige Unterhaltung sowie das Halten entsprechender Zeitschriften vorgesehen.
Die Aufnahme erfolgte durch Ballotage und stand „unbescholtenen“ Bürgern offen. Als Vorstand
erscheinen Salomon Alsberg, J. B. Panning und G. E. König. Bemerkenswert sind die täglichen Zusammenkünfte – im Sommer ab 20 Uhr, im Winter ab 19 Uhr. Ob diese Gesellschaft mit der späteren
Gesellschaft „Verein“ identisch ist, bleibt trotz zeitlicher Nähe ausdrücklich offen.
Offene Forschungsfrage: Zu prüfen ist, ob diese Gesellschaft ein unmittelbarer Vorläufer der späteren Gesellschaft „Verein“ war. Die
zeitliche Nähe ist auffällig, aber die Identität ist nicht bewiesen.
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Gesellschaft „Einerlei“
1889 bis vor 1897
Geschichte
1889 entstand die geschlossene Gesellschaft „Einerlei“. Bei der Gründungsversammlung traten 34
Personen bei; eine spätere Mitgliederliste nennt 36. Vorsitzender war Lammerding, Schriftführer Dünnewald und Rechnungsführer Horsmann.
Die Statuten formulierten den sozialen Ausschluss ungewöhnlich offen: Die Mitglieder wollten sich
im Kreis gleichgesinnter Freunde treffen und Personen fernhalten, mit denen sie gesellschaftlich nicht verkehren wollten. Religion und Politik sollten ausgeschlossen sein; zugleich waren Bestrebungen
der Sozialdemokratie ausdrücklich unerwünscht.
Als Vereinslokal mietete die Gesellschaft Küche und zwei Wohnzimmer bei Anton Koch. 1893 wurden
631 Mark Ausgaben und ein kleiner Überschuss dokumentiert, der an Bedürftige verteilt wurde. 1897 ist bereits von der „früheren“ Gesellschaft die Rede.
Besonders aufschlussreich ist die Sicht der Stadtverwaltung: Der Bürgermeister verdächtigte die
Gesellschaft 1889 sogar, nur gegründet worden zu sein, damit Anton Koch trotz fehlender Schankkonzession Getränke an einen geschlossenen Kreis abgeben konnte. Er wollte die Genehmigung zunächst wegen
der räumlichen Verhältnisse verhindern. Das macht „Einerlei“ zu einem seltenen Beispiel dafür, wie Vereinsrecht, Gastwirtschaft und soziale Abgrenzung ineinandergriffen.
1896 wird der Bildhauer Bernhard Strickmann als Vorsitzender genannt. Bereits 1897 spricht die
Akte von der „früheren“ Gesellschaft – der Verein dürfte also nach weniger als einem Jahrzehnt wieder verschwunden sein.
Die Quellen geben ein ungewöhnlich plastisches Bild dieser kurzen Vereinsgeschichte. Die
Gründungsversammlung 1889 hatte 34 Teilnehmer; die Mitgliederliste kam auf 36 Personen, darunter bekannte Sendenhorster Bürgerfamilien. Der Vorstand bestand aus Lammerding, Dünnewald und Horsmann. In
den Statuten wurde offen formuliert, dass man im Kreis Gleichgesinnter verkehren und Personen fernhalten wolle, mit denen man gesellschaftlich nichts zu tun haben wollte.
Konfliktstoff lieferte das Vereinslokal: Anton Koch vermietete Küche und zwei Wohnzimmer seines
Hauses 258 für jährlich 120 Mark an die Gesellschaft. Der Bürgermeister vermutete darin eine Konstruktion zur Umgehung einer fehlenden Schankkonzession. 1893 verzeichnete die Rechnung 631 Mark
Ausgaben; der kleine Überschuss von 8,50 Mark wurde an Bedürftige verteilt. 1896 war der Bildhauer Bernhard Strickmann Vorsitzender, 1897 sprechen die Akten bereits von der „früheren“
Gesellschaft.
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Gesellschaft „Frohsinn“
gegründet 1907
Geschichte
1907 wurden Satzung und Vorstand der Gesellschaft „Frohsinn“ festgehalten. Zweck war, „gemütliche
Geselligkeit und Frohsinn“ zu pflegen. Mitglieder konnten nur unbescholtene Männer werden; Frauen waren von der Mitgliedschaft ausgeschlossen.
Vereinslokal war das Hotel Ridder. Bemerkenswert ist die Intensität der Geselligkeit: Die Satzung
sah Vereinsabende an jedem Abend vor – mit Ausnahme der Karwoche. Unter den Mitgliedern finden sich Ärzte, Kaufleute, Guts- und Gewerbetreibende und andere bekannte Sendenhorster Namen.
Frohsinn wurde 1907 gegründet und ist durch Satzung und Mitgliederliste gut greifbar. Ziel war
ausdrücklich die Pflege „gemütlicher Geselligkeit und Frohsinns“. Aufnahme fanden nur unbescholtene Männer; eine monatliche Generalversammlung war vorgeschrieben. Gleichzeitig war der Alltag
erstaunlich intensiv: Vereinsabende sollten grundsätzlich jeden Abend stattfinden – mit Ausnahme der Karwoche.
Vereinslokal war das Hotel Ridder von C. Schramm. Dem Vorstand gehörten Hesse, Isfort und Schramm
an; die Mitgliederliste nennt unter anderem Lainck-Vissing, Röhrkohl, Bücker, Schmülling, Pottmeyer, Tergeist und Knieper. Der Verein zeigt damit das bürgerlich-männliche Geselligkeitsmilieu der Zeit
kurz vor dem Ersten Weltkrieg.
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Gesellschaft „Verein“
wohl seit 1866; mindestens bis 1936
Geschichte
Die Gesellschaft „Verein“ gehört zu den interessantesten Wiederentdeckungen. 1926 feierte sie ihr
60-jähriges Stiftungsfest; daraus ergibt sich als wahrscheinlichstes Gründungsjahr 1866. In den 1920er Jahren sind Winterfeste, Weihnachtsfeiern, Fastnachtsfeiern und Tanzabende im Vereinslokal
Herweg regelmäßig dokumentiert.
Noch 1936 fragte die Gestapo nach bestehenden Herrengesellschaften. Der Sendenhorster
Bürgermeister antwortete, seit Jahren bestehe die Gesellschaft „Verein“; sie beteilige sich politisch nicht und habe sich nach Kenntnis der Verwaltung auch früher nicht politisch betätigt. Diese
amtliche Notiz verlängert die nachweisbare Vereinsgeschichte deutlich über die Weimarer Zeit hinaus.
Sozialgeschichtlich ist die Gesellschaft wichtig, weil sie das bürgerliche Vereinsleben jenseits
von Kirche, Sport und Schützenwesen sichtbar macht.
Die Feierkultur lässt sich über Jahre verfolgen: 1925 ist eine Weihnachtsfeier belegt, 1926
Winterfest und 60-jähriges Stiftungsfest, 1928 Fastnacht und Weihnachten, 1929 erneut Fastnacht und Weihnachtsfeier, 1930 ein Weihnachtsfest mit beantragter Polizeistundenverlängerung bis drei Uhr.
Der Name „Verein“ war also keineswegs nur ein Aktenfund, sondern über Jahrzehnte mit einem regelmäßigen gesellschaftlichen Jahreslauf verbunden.
Als die Gestapo 1936 nach politischen Herrengesellschaften fragte, erklärte die Stadt, die
Gesellschaft bestehe seit Jahren, beteilige sich aber nicht politisch. Gerade diese amtliche Aussage ist für die lange Laufzeit wichtig.
Für die 1920er Jahre ist ein regelrechter Festkalender überliefert. 1924 beantragte Vorsitzender
A. Pottmeyer für ein Winterfest mit Wohltätigkeitssammlung eine verlängerte Polizeistunde. Es folgten Christbaumfeiern, Winterkränzchen, Fastnacht und Weihnachtsfeste; Vereinslokal war Herweg. 1926
feierte die Gesellschaft ihr 60-jähriges Stiftungsfest, was auf ein Selbstverständnis mit Gründung um 1866 verweist.
Die Reihe reicht bis mindestens 1930. Noch 1936 fragte die Gestapo nach bestehenden
Herrengesellschaften; der Bürgermeister antwortete, die Gesellschaft „Verein“ bestehe seit Jahren, habe sich aber weder aktuell noch früher politisch betätigt. Ob sie organisatorisch auf die 1867
nachgewiesene Bürgergesellschaft zurückgeht, bleibt eine wichtige offene Frage.
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Gewerbeverein / heutiger Gewerbe- und Verkehrsverein
spätes 20. Jh.; heute stadtweit
Geschichte
Der Shorst-Bestand belegt den Sendenhorster Gewerbeverein 1989 mit Vorsitzendem Heinrich Wiedehage
bei der Eröffnung des Weihnachtsmarktes und 1991 erneut mit einer Vereinsgruppe. Heute besteht ein Gewerbe- und Verkehrsverein mit gesamtstädtischer Ausrichtung.
Ob und wie dieser Nachkriegsverein mit dem 1924 belegten Handwerker- und Gewerbeverein verbunden
ist, ist offen und wird nicht vorausgesetzt.
Der heutige Gewerbe- und Verkehrsverein besitzt eine eigene Homepage und vertritt die Interessen
von Handel, Handwerk, Gewerbe und Industrie. Zu den sichtbaren Aufgaben gehören Gänsemarkt, Handwerker- und Bauernmarkt, Weihnachtsbeleuchtung und Maßnahmen zur Bindung der Kaufkraft.
Seit Juli 2013 gibt es den Sendenhorst-Gutschein, der bewusst die örtliche Kaufkraft stärken soll.
Historisch ist der Nachkriegs-Gewerbeverein spätestens 1989/91 gut dokumentiert. Ob eine rechtliche Linie zum 1924 belegten Handwerker- und Gewerbeverein besteht, bleibt offen.
Der heutige Gewerbe- und Verkehrsverein steht in einer langen Sendenhorster Tradition
wirtschaftlicher Selbstorganisation, doch die rechtliche Kontinuität zu älteren Zusammenschlüssen ist nicht belegt. 1924 bestand bereits ein Handwerker- und Gewerbeverein mit Westhoff als
Vorsitzendem und 110 Mitgliedern; daneben existierten Wirteverein, Konsumverein, Gewerkschaftsverbände und Genossenschaften.
Nach dem Krieg ist der Gewerbeverein wieder als eigenständiger Akteur greifbar und spätestens in
den 1980er/90er Jahren durch Veranstaltungen und Innenstadtaktivitäten sichtbar. Die heutige Arbeit mit Märkten, Weihnachtsbeleuchtung und Sendenhorst-Gutschein knüpft funktional an das alte Ziel an,
wirtschaftliche Interessen gemeinsam zu vertreten – ohne dass daraus automatisch eine ununterbrochene Vereinslinie folgt.
Offene Forschungsfrage: Neugründungsdatum nach 1945 und Satzungskontinuität zum Vorkriegsverein prüfen.
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H
Handwerker- und Gewerbeverein
belegt 1924; später wieder als Gewerbeverein greifbar
Geschichte
1924 führt Fascies einen Handwerker- und Gewerbeverein in der großen Sendenhorster
Organisationsübersicht. Eine lückenlose Linie in die Nachkriegszeit ist noch nicht belegt.
Spätestens in den 1980er/90er Jahren ist wieder ein Sendenhorster Gewerbeverein deutlich fassbar:
1989 eröffnete dessen Vorsitzender Heinrich Wiedehage gemeinsam mit weiteren Vertretern den Weihnachtsmarkt; 1991 zeigt der Archivbestand eine Gewerbevereinsgruppe. In der jüngeren Stadtgeschichte
erscheint daraus ein Gewerbe- und Verkehrsverein mit stadtweiter Ausrichtung.
Für das Kompendium werden die Phasen bewusst getrennt, bis Satzungen oder Protokolle eine
Kontinuität belegen.
1924 war der Handwerker- und Gewerbeverein mit 110 Mitgliedern einer der größeren wirtschaftlichen
Zusammenschlüsse der Stadt. Vorsitzender bzw. Geschäftsführer war Westhoff. Bereits im August desselben Jahres ist ein Handwerker- und Gewerbetag mit Umzug durch Sendenhorst aktenkundig.
Die Quellen zeigen jedoch, dass organisierte Handwerker weit ältere Wurzeln hatten: Schon 1851
meldete Amtmann Brüning einen Sendenhorster Handwerker-Verein, der zu diesem Zeitpunkt allerdings seit längerer Zeit keine Sitzung mehr abgehalten habe. Ob zwischen diesem frühen Verein und der
Organisation von 1924 irgendeine Kontinuität bestand, ist nicht belegt und wird deshalb getrennt behandelt.
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Handwerker-Verein Sendenhorst (1851 belegt)
mindestens 1851 belegt · früher Handwerkerzusammenschluss
Geschichte
Der bislang älteste konkrete Hinweis auf einen Sendenhorster Handwerkerverein stammt aus dem Jahr
1851. Auf eine Anfrage des Landrats zum Vereinswesen antwortete Amtmann Brüning am 4. April, in Sendenhorst bestehe zwar ein Handwerker-Verein, dieser habe jedoch schon längere Zeit keine Sitzung
mehr gehalten. Zugleich versicherte er, der Verein verfolge keine „schädlichen Tendenzen“.
Die Formulierung ist typisch für die politische Überwachung des Vereinswesens nach der Revolution
von 1848/49. Gerade deshalb ist der Aktenfund wertvoll: Er belegt organisierte Handwerker schon 15 Jahre vor dem Männergesangverein und lange vor den berufsständischen Vereinen des frühen 20.
Jahrhunderts.
Eine direkte Verbindung zum 1924 nachgewiesenen Handwerker- und Gewerbeverein ist nicht belegt.
Gründungsjahr, Satzung, Mitglieder und Ende des 1851 erwähnten Vereins bleiben offen.
Offene Forschungsfrage: Akte vor 1851 nach Gründung, Statuten und Mitgliedern durchsuchen; mögliche Verbindung zu späteren
Handwerkervereinen prüfen.
Quellenbasis: Quellen / Stadtarchiv Sendenhorst ·
Vereinswesen
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Heimatverein Sendenhorst e.V.
seit 1925
Vereins-Kennkarte
Gründung 1925Stand 2026
Vorstand
VorsitzChristian Hölscher
2. VorsitzHans-Günther Ermer (1. stellv.); Jürgen Peuker (2. stellv.)
KassiererUlrich Ermer
SchriftführerMarlis Ermer
Kontakt
AnsprechpartnerChristian Hölscher
Mitglieder
175 Mitglieder
Stand2026
Geschichte
1925 gegründet; nach 1945 wieder aufgebaut und unter Bernhard sowie Hans-Günther Fascies eng mit
dem Stadt-Heimatarchiv verbunden. Die 100-Jahre-Geschichte ist bereits ausführlich veröffentlicht.
Der Heimatverein verfügt über eine sehr umfangreiche eigene Homepage mit Vereinsgeschichte,
Archiv, Pressebestand und aktuellen Aktivitäten. Für das Kompendium bleibt daher die knappe Einordnung: gegründet 1925, nach 1945 neu aufgebaut und über Jahrzehnte eng mit dem Stadt-Heimatarchiv
verbunden.
Die Gründung 1925 fiel in eine Phase, in der sich Sendenhorst organisatorisch stark
ausdifferenzierte: Neben Berufs- und Sozialverbänden bestanden Sport-, Gesang-, Schützen-, kirchliche und landwirtschaftliche Vereine. Der Heimatverein trat in dieses dichte Geflecht mit dem
besonderen Ziel, Ortsgeschichte, Landschaft, Brauchtum und Überlieferung zu sichern.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Arbeit neu aufgebaut. Besonders wichtig wurde später die
Verbindung zum Stadt-Heimatarchiv. Dadurch ist der Heimatverein heute nicht nur Veranstalter, sondern selbst Quellenproduzent: Bildsammlungen, Zeitungsbestände, digitalisierte Fascies- und
Petzmeyer-Unterlagen sowie Zeitzeugenmaterial bilden inzwischen einen wesentlichen Teil der dokumentierten Sendenhorster Vereinsgeschichte.
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J
Jagdhornbläser Sendenhorst
belegt 1975
Geschichte
1975 werden Jagdhornbläser als eigene Sendenhorster Gruppe mit Vorsitzendem aufgeführt. Der
bisherige liefert keine ausreichende Chronik, um Gründungsjahr und organisatorische Anbindung sicher zu nennen.
Der Verein bzw. die Bläsergruppe bleibt daher als offener Forschungsfall enthalten – zwischen
Jagdwesen, Musik und Brauchtum.
Die Jagdhornbläser sind 1975 als eigenständige Sendenhorster Gruppierung in der Vereinsübersicht
verzeichnet. Damit gehören sie in die in den 1960er und 1970er Jahren stark gewachsene Landschaft spezialisierter Freizeit- und Brauchtumsgruppen. Ihr Tätigkeitsfeld verbindet Musik mit Jagdkultur
und öffentlichen Anlässen.
Ein genaues Gründungsjahr, erster Leiter und die organisatorische Bindung an eine Jägerschaft oder
einen eigenen Verein sind bisher nicht gesichert. Für die weitere Chronik sind vor allem lokale Presseberichte zu Hubertusfeiern, Jagdveranstaltungen und Auftritten bei Stadtfesten auszuwerten.
Offene Forschungsfrage: Anbindung an Hegering/Kreisjagdverband und spätere Entwicklung klären.
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Johannisbruderschaft Sendenhorst
Tradition seit der frühen Neuzeit
Vereins-Kennkarte
Gründung traditionell 1606Stand Schützenjahr 2026/27
Vorstand
VorsitzOtto A. Weng (Oberst)
2. VorsitzJürgen Surmann (stellv. Oberst)
GeschäftsführungDietmar Specht; stellv. Geschäftsführer Lothar Esch
Kassiererin der aktuellen Online-Vorstandsliste nicht ausgewiesen
Schriftführerin der aktuellen Online-Vorstandsliste nicht separat ausgewiesen
Kontakt
AnsprechpartnerDietmar Specht
Telefonnicht öffentlich angegeben
Mitglieder
keine aktuelle öffentliche Zahl gefunden
Geschichte
Die Johannisbruderschaft ist die älteste fortbestehende Sendenhorster Fest- und
Schützengemeinschaft. Das traditionelle Gründungsjahr 1606 ist historisch überliefert, aber nicht durch eine erhaltene Gründungsurkunde im modernen Sinn abgesichert; die Geschichte ist bereits
ausführlich aufgearbeitet.
Die Bruderschaft verfügt über eine eigene Homepage. Bei der Datierung bleibt die quellenkritische
Formulierung wichtig: 1606 ist das tradierte Gründungsjahr, eine moderne Gründungsurkunde aus diesem Jahr ist jedoch nicht überliefert. Die lange Kontinuität der Johannisbruderschaft selbst ist
unstrittig.
Die Akten des 19. Jahrhunderts zeigen, wie stark die Johannisbruderschaft in die ältere Schützen-
und Festkultur eingebunden war. 1841 berichtet Bürgermeister Brüning, dass sich etwa 20 Mitglieder unter dem Namen „Johannisbrüder-Gesellschaft“ zu einem der damals jährlich gefeierten Schützenfeste
zusammengeschlossen hatten. Gleichzeitig gab es konkurrierende Junggesellen- und Kirchspielsfeste – ein Hinweis darauf, dass die heutige klare Vereinslandschaft damals viel kleinteiliger war.
Die Bruderschaft überstand diese Umformungen und blieb als eigener Traditionsverband bestehen.
Ihre Königsschilder, Sprüche und Festüberlieferungen des 19. Jahrhunderts sind zugleich eine seltene Quelle für Handwerker, Wirte und Bürger der Stadt.
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Junge Union Sendenhorst
spätestens 1960er/1975; 2025 neu formiert
Vereins-Kennkarte
Gründung ältere örtliche Tradition; heutige JU Sendenhorst-Albersloh neu gegründet 21.07.2025Stand 2026
Vorstand
VorsitzJohannes Tiedeken
2. VorsitzEric Zipper
Kassiererkein Kassierer im veröffentlichten Vorstand genannt
SchriftführerMaurice Pyras
Kontakt
AnsprechpartnerJohannes Tiedeken
Telefonnicht öffentlich angegeben
Mitglieder
keine aktuelle öffentliche Zahl gefunden
Geschichte
Eine Junge Union gab es in Sendenhorst lange vor der aktuellen Neugründung. Bereits 1969 ist eine
von der JU organisierte Reise junger Sendenhorster nach Moskau überliefert; 1975 wird die Junge Union Sendenhorst ausdrücklich im Vereins-/Verbändeverzeichnis genannt, Vorsitzender war Jochen
Löckmann.
2025 wurde im Haus Siekmann erneut eine Junge Union Sendenhorst-Albersloh gegründet bzw. neu
formiert. Johannes Tiedeken wurde Vorsitzender. Historisch ist daher wichtig, 2025 nicht als erste JU-Gründung in Sendenhorst darzustellen, sondern als Wieder-/Neubeginn nach einer früheren örtlichen
Tradition.
Die Zwischenphase – wann die ältere JU ihre Arbeit einstellte – bleibt noch zu rekonstruieren.
Die 2025 neu gegründete JU Sendenhorst-Albersloh ist ausdrücklich nicht der Beginn der örtlichen
Jugendorganisation. Bereits Ende der 1960er Jahre ist eine Sendenhorster Junge Union aktiv; für 1969 ist etwa eine von ihr organisierte Moskau-Reise junger Sendenhorster überliefert. 1975 nennt die
Vereinsübersicht eine „Junge Union Sendenhorst“ mit Jochen Löckmann als Vorsitzendem.
Damit muss die Geschichte als mindestens zweiphasig erzählt werden: ältere Sendenhorster JU,
späterer Rückgang oder Stillstand und Neubeginn 2025 in gemeinsamer Struktur mit Albersloh. Wann die erste JU gegründet und wann sie zwischenzeitlich inaktiv wurde, bleibt noch zu ermitteln.
Offene Forschungsfrage: Ende der alten JU und organisatorische Lücke bis 2025 klären.
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Jungfrauenkongregation
vor 1927 bis in die NS-Zeit
Geschichte
Die Jungfrauenkongregation war zahlenmäßig eine der größten Jugendgemeinschaften der Stadt. 1927
werden 165 Mitglieder genannt, 1929 sogar 184 jugendliche Mitglieder; in der kirchlichen Aufstellung 1934 erscheint eine deutlich höhere Gesamtzahl von 340.
Die unterschiedlichen Zahlen beruhen auf verschiedenen Erhebungszwecken und Altersabgrenzungen,
zeigen aber eindeutig die enorme Reichweite. Während männliche Vereine in der Überlieferung häufig sichtbarer sind, ist diese weibliche Massenorganisation bisher erstaunlich wenig aufgearbeitet.
Gerade deshalb erhält sie im Kompendium einen eigenen Beitrag und wird nicht bloß als Untergruppe
der Pfarrei behandelt.
Die Mitgliederzahlen zeigen die enorme Reichweite der Kongregation. 1927 wurden 165 Mitglieder
gezählt; 1934 weist die kirchliche Vereinsaufstellung sogar 340 Mitglieder aus. 1930 nahmen Hedwig Brandhove und Anna Meyer als Führerinnen an einer katholischen Führerwoche in den Baumbergen teil.
Die Gruppe war also deutlich stärker organisiert, als der Begriff einer rein frommen Andachtsgemeinschaft vermuten lässt.
Unter dem NS-Regime wurden konfessionelle Jugendverbände schrittweise auf religiöse Tätigkeiten
beschränkt. Für 1935 werden noch 65 Mitglieder der Jungfrauenkongregation genannt, während parallel BDM-Strukturen ausgebaut wurden. Dieser Rückgang gehört in die Geschichte der staatlichen
Verdrängung eigenständiger katholischer Jugendarbeit.
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Jungsozialisten / Jusos Sendenhorst
spätestens um 1969/1975
Geschichte
Die Jungsozialisten sind in Sendenhorst spätestens in der politischen Aufbruchphase um 1969/70
greifbar. Die Fascies-Schrift 1975 führt „Jung Sozialisten Sendenhorst“ als eigene Organisation; Vorsitzender war Horst Endler.
Die Quellenlage ist deutlich dünner als bei SPD oder Zentrum. Deshalb wird die Gruppe nicht mit
einer erfundenen lückenlosen Chronik versehen, sondern als eigenständige politische Jugendorganisation mit gezieltem Forschungsbedarf geführt.
Die Jungsozialisten sind für Sendenhorst spätestens in der Vereinsübersicht 1975 nachgewiesen;
Vorsitzender war Horst Endler. Hinweise aus der SPD-Überlieferung setzen eine aktive Gruppe bereits um 1969 an. Die Jusos standen damit für den Ausbau parteipolitischer Jugendarbeit in einer Zeit, in
der Kommunalpolitik und gesellschaftliche Debatten stärker von der jüngeren Generation geprägt wurden.
Für eine belastbare Chronik fehlen bislang Gründungsprotokoll, Vorstandsfolge und Angaben zu
eigenen Aktionen. Wichtig ist außerdem die Trennung zwischen einer formellen Juso-Arbeitsgemeinschaft und einzelnen jungen SPD-Mitgliedern.
Offene Forschungsfrage: Gründung, Vorsitzendenfolge und spätere Organisationsphasen ermitteln.
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K
Kaninchenzuchtverein W 392 Sendenhorst
wohl seit 1916; bis mindestens 1994 belegt
Geschichte
Der Kaninchenzuchtverein ist wesentlich besser dokumentiert als zunächst angenommen. Ein Bericht
von 1965 nennt 29 Mitglieder und sechs Jugendliche sowie 360 registrierte Rassetiere. Zugleich heißt es, der Verein könne im folgenden Jahr auf sein 50-jähriges Bestehen zurückblicken – das weist auf
1916 als Gründungsjahr.
Schon vor dem Zweiten Weltkrieg sind Ausstellungen und Züchter belegt. 1937 zeigt der
Archivbestand einen Sendenhorster Züchter; später taucht ausdrücklich die Vereinsbezeichnung W 392 auf.
Die Nachkriegsgeschichte ist dicht: 1987 wird Bernhard Engbert als Vorsitzender fotografisch
dokumentiert; 1990 erscheint eine Damenabteilung, 1991 eine Vereinsgruppe und 1994 eine Mitgliederehrung. Das Vereinslokal Peiler ist ebenfalls bildlich überliefert.
Damit lässt sich W 392 über fast acht Jahrzehnte verfolgen – ein Paradebeispiel für einen
traditionsreichen Verein, dessen Geschichte bislang kaum geschlossen erzählt wurde.
Die lokale Zucht war quantitativ beachtlich. 1965 zählte der Verein 29 Mitglieder und sechs
Jugendliche; registriert waren rund 360 Rassekaninchen. Zwei Züchter hatten im Vorjahr Landesmeistertitel errungen. Da 1965 bereits das 50-jährige Bestehen des Folgejahres angekündigt wurde, weist
die Überlieferung auf eine Gründung um 1916 hin.
Der Verein blieb über Jahrzehnte sichtbar: 1937 ist Paul Weber als Züchter belegt, 1987 Bernhard
Engbert als Vorsitzender, 1990 entstand eine Damenabteilung. Ausstellungen und Treffen bei Peiler prägten das Vereinsleben. Die exakte Gründungsurkunde um 1916 ist noch zu finden.
Offene Forschungsfrage: Gründungsurkunde bzw. erster Vereinsname um 1916 noch sichern.
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Katholische Pfarrjugend Sendenhorst
Nachkriegszeit; 1975 belegt
Geschichte
Die Katholische Pfarrjugend ist 1975 als eigene Sendenhorster Jugendgruppe aufgeführt;
Bildbestände zeigen bereits in den 1960er Jahren Theaterarbeit der katholischen Pfarrjugend.
Sie steht organisatorisch zwischen älteren Jungmänner-/Jungfrauenverbänden und späteren
BDKJ-/Pfarrstrukturen. Die Übergänge müssen noch aus dem Pfarrarchiv rekonstruiert werden.
Die Pfarrjugend nach 1945 steht in der Nachfolge einer sehr viel älteren katholischen
Jugendlandschaft, ohne rechtlich mit Jungmännerverein, Jungfrauenkongregation oder DJK gleichgesetzt werden zu können. 1948 wurde eine katholische Mädchen-Jugendgruppe mit Elisabeth Kleinhans, Sophia
Lütke-Haarmann, Klar Thiemann und Desiderata Baldauf als Jugendpflegeverein anerkannt; für Jungengruppen werden Hans Palm und Heinz Kreimer genannt.
Diese Nachkriegsgruppen bilden den organisatorischen Hintergrund, aus dem später spezialisierte
Verbände wie DPSG und PSG weiterwuchsen. 1975 erscheint die Katholische Pfarrjugend weiterhin als eigener Eintrag neben den Pfadfindern.
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Katholischer Arbeiterverein
frühes 20. Jh. bis 1937
Geschichte
Der katholische Arbeiterverein gehörte zu den großen Organisationen des Sendenhorster katholischen
Milieus. Die HGF-Übersicht von 1924 weist ihn als bedeutende Organisation aus; 1934 wurden noch 115 Mitglieder gemeldet.
Im Sommer 1933 setzte die erste massive Kampagne gegen katholische Vereine ein. Petzmeyer
beschreibt, dass der Sendenhorster Arbeiterverein und der Jungmännerverein ihren Handlungsspielraum verloren; die verbliebenen katholischen Vereinigungen betonten demonstrativ ihren rein religiösen
Zweck.
1937 ordnete die Gestapo die Auflösung der katholischen Arbeitervereine im Regierungsbezirk
Münster an. Der Sendenhorster Verein steht damit exemplarisch für die Zerschlagung einer eigenständigen sozialen Infrastruktur durch den NS-Staat.
Für diesen Verein liefern die Quellen inzwischen eine geschlossene Gründungsgeschichte. Nach den
Auseinandersetzungen um Gewerkschaftsorganisationen 1904 betrieb Vikar Beike einen breiteren katholischen Arbeiterverein. Am Sonntag, 25. März 1906, wurde er im Horsmannschen Saal gegründet und unter
den Schutz des hl. Martin gestellt. Am 1. Mai genehmigte der Bischof die Satzung und ernannte Beike zum ersten Präses. Zu den ersten Vorstandsmitgliedern gehörten Wilhelm Fischer, Heinrich Hackenes,
Theodor Buschkötter genannt Jaspert, Hubert Kötter, Heinrich Niesmann und Bernhard Lewe; die Stadt gab 300 Mark Zuschuss.
1908 folgten Fahnenweihe und Anschluss an eine Krankengeld-Zuschusskasse. 1924 war der Verein
unter Präses Bröcker mit 180 Mitgliedern einer der größten örtlichen Verbände. Nach Bröckers Weggang 1929 übernahm Vikar Focke. Besonders wichtig ist die Auflösung: Als die Gestapo 1935 die
katholischen Arbeitervereine beschlagnahmen wollte, erklärte Focke unter Verweis auf das Protokollbuch, der Sendenhorster Verein habe sich bereits im Juni 1933 selbst aufgelöst; Beiträge, Zeitung und
Versammlungen seien damals eingestellt worden.
Quellenbasis: HGF/Fascies 1924/1934/1937 · Heinrich Petzmeyer
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Katholischer Jungmännerverein / Jugendverein
vor 1927 bis 1937
Geschichte
1927 nennt die Jugendpflegestatistik 95 Mitglieder im katholischen Jugendverein; 1934 wurden für
den Jungmännerverein 100 Mitglieder angegeben. Der Verein verband religiöse Erziehung mit Jugendarbeit, Gemeinschaft und – zeitweise – Sport.
1933 wurde auf staatspolizeiliche Anordnung Material des katholischen Jungmännerverbandes
beschlagnahmt: Rechnungsordner, Schriftstücke, Unterlagen zum Gruppenleben, Kassenbuch, Sparbuch und Stempel. Kurz darauf wurden Teile wieder freigegeben, doch die staatliche Kontrolle blieb.
1937 wurde der katholische Jungmännerverband der Diözese Münster aufgelöst. Für Sendenhorst ist
damit nicht nur abstrakte Kirchenpolitik, sondern ein konkreter Eingriff in eine örtliche Jugendorganisation dokumentiert.
Für 1926 nennt das katholische Vereinsmaterial 92 Mitglieder. In den Jugendpflegestatistiken der
folgenden Jahre liegen die Zahlen ähnlich hoch. Der Verein war damit eine feste Größe der männlichen katholischen Jugend – nicht nur eine kleine kirchliche Gruppe.
1932 wurde das neue Jugendheim St. Martin eingeweiht. Es sollte der gesamten Sendenhorster Jugend
neue Impulse geben und wurde zum räumlichen Mittelpunkt kirchlicher Jugendarbeit. Gerade deshalb trafen die staatspolizeilichen Eingriffe ab 1933 eine bereits ausgebaute Infrastruktur.
Die Zahlen belegen die zentrale Stellung des Vereins: 1926 wurden 92 Mitglieder genannt, 1927 95,
später stieg die Zahl weiter. 1932 erhielt die katholische Jugend mit dem Jugendheim St. Martin einen eigenen Mittelpunkt. Dort verbanden sich Gruppenarbeit, Bildung, religiöse Praxis und
Freizeit.
Nach 1933 geriet genau diese außerkirchliche Aktivität unter Druck. Staatliche Regelungen
untersagten konfessionellen Jugendverbänden zunehmend Aufmärsche, Uniformen, Sport und Geländearbeit. 1934 wurde der Jungmännerverein mit 100 Mitgliedern noch bewusst als Verein zur „religiösen
Erziehung“ gemeldet. 1937 löste die Gestapo den katholischen Jungmännerverband der Diözese auf und überwachte, ob frühere Mitglieder ihre Arbeit in Pfarrjugend, Jungkolping oder Messdienergruppen
fortsetzten.
Quellenbasis: HGF/Fascies, Staatspolizei-/Jugendakten · Heinrich Petzmeyer
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Katholischer Verein für Frauen und Mütter / spätere kfd
1930er; kfd bis heute
Vereins-Kennkarte
Gründung historische Vorgängerorganisation spätestens 1934; heutige kfd-Tradition nach 1945Stand 12.03.2026
Vorstand
VorsitzMaria Koch (Teamsprecherin)
2. VorsitzTeamstruktur; keine klassische 2. Vorsitzende veröffentlicht
KassiererHeike Westmeier (Kassenbericht 2026)
Schriftführernicht öffentlich separat ausgewiesen
Kontakt
AnsprechpartnerMaria Koch
Mitglieder
401 zum Jahresende 2025
Geschichte
1934 führt die kirchliche Vereinsübersicht einen katholischen Verein für Frauen und Mütter mit 420
Mitgliedern. Diese Größenordnung macht ihn zu einer der bedeutendsten örtlichen Frauenorganisationen seiner Zeit.
Für die Nachkriegszeit ist die Katholische Frauengemeinschaft Sendenhorst 1975 klar belegt. Der
Shorst-Bestand dokumentiert Teamsitzungen und Vorstandsarbeit 1990, 1993 und 1994.
Eine direkte rechtliche Kontinuität vom Verein für Frauen und Mütter zur späteren kfd darf ohne
Satzungs-/Pfarrarchivbeleg nicht einfach behauptet werden. Sozialgeschichtlich liegt jedoch eine klare Traditionslinie katholischer Frauenorganisation vor, die nun gezielt weiter untersucht werden
kann.
Die heutige kfd St. Martin besitzt eine eigene Homepage und ein umfangreiches Jahresprogramm. 2026
finden sich dort unter anderem Mitgliederversammlung, Betriebsbesichtigung, Mehrtagesfahrt, Radtouren, Wandertag und Wort-Gottes-Feiern – ein Spektrum, das weit über rein kirchliche Termine
hinausgeht.
Historisch bleibt dennoch sauber zu trennen: Der 1934 mit 420 Mitgliedern geführte „Verein für
Frauen und Mütter“ ist eine Vorgängertradition im katholischen Frauenmilieu; der genaue Namens- und Organisationsübergang zur heutigen kfd muss aus Pfarr- und Verbandsakten belegt werden.
1934 gehörte der Verein für Frauen und Mütter mit 420 Mitgliedern zu den mit Abstand größten
Organisationen Sendenhorsts. Als verantwortliche Frau nennt die Akte A. Brückmann; der Zweck wurde als fürsorgliche und kirchlich-weltanschauliche Tätigkeit beschrieben. Diese Größenordnung zeigt,
dass katholische Frauenarbeit gesellschaftlich eine zentrale Rolle spielte.
Die spätere kfd knüpft an diese Tradition katholischer Frauenorganisation an, doch der genaue
institutionelle Übergang muss noch über Pfarr- und Verbandsakten nachvollzogen werden. Deshalb wird die historische Vorgängerorganisation im Kompendium ausdrücklich benannt, ohne eine lückenlose
juristische Kontinuität zu behaupten.
Offene Forschungsfrage: Pfarrarchiv: Namenswechsel, Wiedergründung nach 1945 und Satzungskontinuität klären.
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Kegelklub „Eintracht“
1923 sicher belegt · geschlossene Gesellschaft
Geschichte
Der Kegelklub „Eintracht“ ist 1923 durch eine vollständige Mitgliederliste greifbar. Gekegelt
wurde am Samstagabend in der Wirtschaft Hullerum; die Akte bezeichnet den Klub als geschlossene Gesellschaft.
Vorsitzender war E. Borgmann, zweiter Vorsitzender B. Holtel, Schriftführer F. Lütke und Kassierer
Hullerum. Daneben werden unter anderem Schwermann, die Brinkmanns, Löckmann, Brüggemann, Silling, zwei Lammerdings, Holtmann, Everke, Sieckmann, Telges, Bonse und Obermeier genannt. Die Liste macht
den Verein zu einer kleinen sozialgeschichtlichen Momentaufnahme der Stadtgesellschaft.
Wie lange „Eintracht“ bestand und ob der Klub ein festes Statut besaß, ist noch nicht bekannt. Er
wird dennoch aufgenommen, weil solche Geselligkeitsvereine einen wichtigen Teil des Alltagslebens bildeten.
Offene Forschungsfrage: Gründungsjahr, Ende und weitere Kegelabende in Presse/Akte B 161 ermitteln.
Quellenbasis: Quellen / Stadtarchiv Sendenhorst ·
Vereinswesen
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KG „Schön wär’s“
spätestens Ende 20. Jh.; bis heute
Geschichte
Die Karnevalsgesellschaft ist im Shorst-Bestand spätestens 1990/91 klar sichtbar; 1991 wird Alfred
Kolb als Präsident genannt. Fotos dokumentieren Versammlungen, Prinzen und Gefolge.
Für die Entstehung ist der Kolping-Zusammenhang entscheidend. Die Heimatvereinsdarstellung zum
100-jährigen Kolpingjubiläum berichtet, dass ehemalige Kolpingprinzen die KG „Schön wär’s“ gründeten; in der Folge verlagerte sich der Sendenhorster Karneval von der Kolpingsfamilie zur neuen
Gesellschaft.
Das exakte Gründungsjahr ist in den bislang geprüften Quellen noch nicht sauber belegt. Es wird
deshalb nicht geraten.
Die KG verfügt heute über eine eigene Homepage. Der Sendenhorster Karneval besitzt allerdings
ältere Wurzeln: Kolping betrieb über Jahrzehnte Karneval, und aus diesem Umfeld ging später die eigenständige KG hervor. Damit handelt es sich nicht um einen Bruch, sondern um eine organisatorische
Verlagerung der närrischen Tradition.
Der Stadt-Heimatarchivbestand ist für 1990/91 bereits dicht: Versammlungen, Präsident Alfred Kolb,
Prinz Uwe Landau und sein Gefolge sind bildlich dokumentiert. Die genaue Gründungsversammlung der KG bleibt als eigener Datierungspunkt noch zu sichern.
Die KG übernahm eine Karnevalstradition, die in Sendenhorst lange in anderen Vereinen – besonders
Kolping – gepflegt worden war. Die Stadtakten zeigen, dass Karneval schon in der Weimarer Zeit stark reglementiert wurde: Umzüge und Verkleidung im Freien konnten verboten sein, Tanzveranstaltungen
brauchten Genehmigungen. Nach dem Krieg entwickelten Vereine und Gaststätten die närrische Festkultur neu.
Für 1990/91 ist die KG im Stadt-Heimatarchiv dicht dokumentiert; Alfred Kolb erscheint als
Präsident, Uwe Landau als Prinz. Die genaue Gründung der eigenständigen Karnevalsgesellschaft bleibt noch zu datieren, ebenso der organisatorische Übergang aus dem Kolping-Karneval.
Offene Forschungsfrage: Gründungsversammlung, erstes Prinzenpaar und erste Satzung sichern.
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Kirchenchor Cäcilia
seit dem 19. Jahrhundert
Geschichte
Der katholische Kirchenchor besitzt eine ausführlich aufgearbeitete Geschichte mit Chorleitern,
Zusammenschlüssen und Jubiläen. Im Kompendium genügt deshalb ein Kurzprofil als eine der langlebigsten musikalischen Gemeinschaften Sendenhorsts.
Die Gründung ist exakt auf 1869 datierbar. Ausgangspunkt war eine Gesangsabteilung der
katholischen Jünglingssodalität; Pfarrer Reinermann gab den Anstoß, Organist Gerhard Heilmann leitete die ersten Proben. Der Chor gehört damit zu den ältesten langlebigen Kulturvereinen der
Stadt.
Die Geschichte war keineswegs geradlinig: Um 1931 entstanden getrennte Chorstrukturen, 1947 wurden
Cäcilien-Chor und Kirchenchor wieder zusammengeführt. 1969 erhielt der Chor zum 100-jährigen Bestehen die Zelter-Plakette; 1992 übernahm mit Annette Mertens erstmals eine Frau den Vereinsvorsitz.
Die Quellen ergänzen die vorhandene Jubiläumschronik um Momentaufnahmen. 1928 meldete die Stadt
den 1869 gegründeten Gesangverein Cäcilia mit 26 Mitgliedern und Wiedehage als Vorsitzendem. Eine Anfrage von 1927 bezeichnet ihn als kirchlichen Männergesangverein unter Eberhard Haselmann, der
hauptberuflich Küster war; öffentliche Konzerte seien damals nicht üblich gewesen.
1933 werden sogar drei Sendenhorster Chorformationen nebeneinander genannt: Männergesangverein
Cäcilia unter Heinrich Schlautmann, Gesangabteilung des Gesellenvereins unter Haselmann und Kirchenchor unter Kaplan Schürmann. 1946 bestand nach Kriegsende nur noch ein gemischter Kirchenchor unter
dem Dirigenten Kemper aus Hamm. Diese wechselnden Bezeichnungen erklären, warum die Chorchronik quellenkritisch und nicht nur anhand von Vereinsnamen rekonstruiert werden muss.
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Kleingärtner- und Kleinsiedlerverein
belegt 1935
Geschichte
1935 erscheint ein Kleingärtner- und Kleinsiedlerverein mit Lehrer August Stafflage als
Vorsitzendem. Das passt in die zeitgenössische Bewegung von Kleinsiedlung, Selbstversorgung und Gartenbau.
Auch hier gilt: Ähnlicher Zweck bedeutet nicht automatisch derselbe Verein. Die Verbindung zum
1931 gegründeten Obst- und Gartenbauverein und zum späteren „Zur Rose“ muss archivalisch geklärt werden.
Der 1935 nachgewiesene Kleingärtner- und Kleinsiedlerverein gehört nicht automatisch in eine Linie
mit älteren oder späteren Gartenvereinen. Schon 1924 gab es einen Pächter- und Kleingartenbauverein mit Kröger als Vorsitzendem und 150 Mitgliedern; 1927 meldete die Stadt dagegen ausdrücklich, dass
kein Obst- und Gartenbauverein bestehe.
Diese wechselnden Organisationsformen zeigen, dass Kleingarten, Selbstversorgung und Siedlerwesen
je nach wirtschaftlicher Lage neu organisiert wurden. Für die 1935er Gruppe sind Satzung, Mitgliederzahl und Ende noch genauer zu ermitteln.
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Kleingärtnerverein „Zur Rose“
seit 1955
Vereins-Kennkarte
Gründung 16.10.1955Stand 2026
Vorstand
VorsitzHelmut Jarosch
2. VorsitzAnnette Kaiser
KassiererMaraike Schulz (Kassenwartin)
SchriftführerWolfgang Kaiser
Kontakt
AnsprechpartnerVorstand Kleingärtnerverein
Telefonnicht öffentlich angegeben
Mitglieder
keine aktuelle öffentliche Zahl gefunden
Geschichte
Am 16. Oktober 1955 gegründet und bis heute aktiv. Die eigene Vereinschronik dokumentiert
Entstehung und Entwicklung bereits ausführlich; ältere Sendenhorster Gartenbauvereine werden getrennt behandelt, weil eine direkte Kontinuität nicht belegt ist.
Die eigene Homepage ist inzwischen umfangreich und aktuell. Sie dokumentiert nicht nur Termine und
Vorstand, sondern auch Gemeinschaftsarbeit, Feste, Umweltaktionen sowie Projekte mit Nistkasten- und Tierkameras.
Für die historische Darstellung bleibt das Gründungsdatum 16. Oktober 1955 maßgeblich. Wichtig ist
die Trennung von älteren Sendenhorster Gartenbau- und Kleinsiedlervereinen; aus ähnlichen Themen folgt keine automatische Vereinskontinuität.
Die Gründung 1955 fällt in eine Zeit, in der Kleingärten nach Krieg und Nachkriegsnot zunehmend
vom reinen Versorgungsraum zum dauerhaften Freizeit- und Gemeinschaftsort wurden. Die ältere Sendenhorster Gartenvereinslandschaft – Pächter- und Kleingartenbauverein 1924, neuer Obst- und
Gartenbauverein 1931, Kleingärtner-/Kleinsiedlerverein 1935 – bildet einen historischen Hintergrund, aber keine automatisch belegte Rechtsvorgängerschaft.
Gerade die lange Laufzeit seit 1955 macht „Zur Rose“ zu einem eigenständigen Nachkriegsverein. Die
Bildbestände der 1990er Jahre und die heutige Vereinsarbeit zeigen, dass Gemeinschaftsarbeit, Feste und Naturprojekte inzwischen ebenso wichtig sind wie die Parzellennutzung.
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Kleinkaliber-Sportverein
belegt 1930
Geschichte
Für Juni 1930 meldet der Fascies-Bestand ausdrücklich das Vorhandensein eines
Kleinkaliber-Sportvereins in Sendenhorst. Weitere sichere Angaben zu Vorstand und Mitgliederzahl fehlen bislang.
Die Spur ist dennoch relevant, weil sie das Schießsportmilieu zwischen Schützenverein,
Turn-/Sportvereinen und späteren Sportschützen ergänzt. Eine Gleichsetzung mit heutigen Sportschützen wäre ohne Satzungsbeleg falsch.
Der Petzmeyer-Bestand liefert einen seltenen harten Zahlenwert: Im Juni 1930 meldete Sendenhorst
einen „Kleinkaliber-Sportverein“ mit 15 Mitgliedern und genau einem Kleinkalibergewehr. Das zeigt, wie klein und materiell bescheiden ein spezialisierter Sportverein damals beginnen konnte.
Sein weiterer Weg ist bislang offen. In den 1930er Jahren wurden Schieß- und Wehrsport zunehmend
politisiert und organisatorisch kontrolliert; daraus darf aber nicht ohne Beleg gefolgert werden, dass der Sendenhorster Verein in eine NS-Organisation überging. Zu suchen sind Schießstand, Vorsitz,
Satzung und Ende.
Offene Forschungsfrage: Vereinsname, Schießstand und Beziehung zu Martinusschützen prüfen.
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Kolpingsfamilie Sendenhorst
1914–2023
Geschichte
1914 als katholischer Gesellenverein gegründet; 2023 endete die eigenständige Vereinsgeschichte.
Festschrift, Fascies, Petzmeyer und eine ausführliche Heimatvereinsseite dokumentieren den Verein bereits sehr gut.
Für Kolping existiert bereits eine sehr ausführliche Heimatvereinsseite auf Basis der Festschrift
2014, Fascies, Petzmeyer und Bildarchiv. Das Kompendium verweist deshalb direkt dorthin. Kernpunkte: Gründung 8. März 1914, breite Kultur-, Sport- und Sozialarbeit und Ende der eigenständigen
Kolpingsfamilie 2023.
Die Petzmeyer-Akte ergänzt die Festschrift um die unmittelbare Gründungssituation: In Sendenhorst
lebten um 1914 etwa 120 Handwerksmeister und 70 Gesellen bei rund 3.000 Einwohnern. Nach mehreren gescheiterten Anläufen meldete Kaplan Fürstenau am 23. März 1914 die erfolgte Gründung des
katholischen Gesellenvereins; die Akte nennt dafür den 22. März. Die Stadt bewilligte 100 Mark aus Sparkassenüberschüssen.
Die gedruckte Satzung stand unter dem Wahlspruch „Religion und Tugend – Arbeitsamkeit und Fleiß –
Eintracht und Liebe – Frohsinn und Scherz“. Damit ist die Bandbreite des Vereins bereits angelegt: religiöse Bindung, berufliche Bildung, Gemeinschaft und Kultur. 1928 führte der Gesellenverein etwa
Augustin Wibbelts „Wildrups Hoff“ auf. Das abweichende Gründungsdatum gegenüber späteren Kolpingdarstellungen bleibt als Quellenfrage kenntlich.
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Konsumverein Sendenhorst
Gründungsinitiative 18.01.1924 · 195 Mitglieder 1924
Geschichte
Am 18. Januar 1924 beantragte Hermann Brünemann eine öffentliche Versammlung bei Seelige zur
Gründung eines Konsumvereins. Noch im selben Jahr führt die städtische Organisationsübersicht den „Consumverein“ mit Brünemann als Vorsitzendem/Geschäftsführer und 195 Mitgliedern.
Der schnelle Mitgliederstand zeigt den praktischen Bedarf an genossenschaftlicher Selbsthilfe in
der Inflations- und Nachinflationszeit. Konsumvereine sollten durch gemeinsamen Einkauf und Warenversorgung die Haushalte ihrer Mitglieder wirtschaftlich entlasten.
Ob die Organisation rechtlich als Genossenschaft oder Verein geführt wurde, welche Verkaufsstelle
sie betrieb und wie lange sie existierte, ist noch offen.
Offene Forschungsfrage: Rechtsform, Laden/Verkaufsstelle und Ende des Konsumvereins ermitteln.
Quellenbasis: Quellen / Stadtarchiv Sendenhorst ·
Vereinswesen
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KPD – Ortsorganisation Sendenhorst (Nachkriegszeit)
1948 eindeutig belegt · 18 Mitglieder
Geschichte
Für die Weimarer Zeit war bisher nur sicher, dass KPD-Veranstaltungen in Sendenhorst von der
Ortsgruppe Ahlen organisiert wurden. Eine eigene Sendenhorster Ortsorganisation lässt sich daraus nicht ableiten.
Für die Nachkriegszeit ändert ein Quellenfund die Lage grundlegend. Die städtische Statistik vom
9. Januar 1948 nennt ausdrücklich Bruno Salowski, Südtor 380, als Vorsitzenden der KPD und 18 Mitglieder. Damit bestand zu diesem Zeitpunkt eindeutig eine organisierte KPD in Sendenhorst.
Im Stadtrat von 1948 ist die KPD in derselben Statistik allerdings nicht als eigene Fraktion
aufgeführt. Wie lange die örtliche Organisation bestand, welche Rolle sie in den frühen Kommunalwahlen spielte und wann sie endete, muss noch aus Wahl- und Entnazifizierungsakten geklärt werden.
Offene Forschungsfrage: Gründungszeit nach 1945, weitere Vorstände, Wahlteilnahmen und Ende der Sendenhorster KPD ermitteln.
Quellenbasis: Quellen / Stadtarchiv Sendenhorst ·
Vereinswesen
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Krieger- und Landwehrverein Sendenhorst
1871 bis in die NS-/Kriegszeit
Geschichte
Die Vorgeschichte reicht bis 1867 zurück. Damals baten 42 Sendenhorster Kriegsteilnehmer um
Genehmigung für ein Erinnerungsfest. 1871 wurde dann der Krieger- und Landwehrverein für Stadt und Landgemeinde gegründet.
Die Satzungen verbanden Kameradschaft und gegenseitige Hilfe mit einem ausgeprägten
monarchisch-nationalen Selbstverständnis. 1895 zählte der Verein 156 Mitglieder; 57 davon hatten an den Feldzügen von 1864, 1866 oder 1870/71 teilgenommen. 1926/27 bewegte sich die Mitgliederzahl
noch um 150.
Sein dauerhaft sichtbarstes Werk ist das Ehrenmal. Unter dem Vorsitz Bernhard Roeterings plante,
baute und finanzierte der Verein in den Jahren 1927 bis 1930 die Anlage. Damit steht am Osttor bis heute ein stadtbildprägendes Zeugnis eines Vereins, der selbst verschwunden ist.
In den 1930er Jahren erscheint die Organisation als Krieger- und Landwehrkameradschaft; Feste,
Umzüge und Schießen in der Mühlenkuhle sind weiterhin belegt. Die genaue organisatorische Auflösung bzw. Eingliederung in das nationalsozialistische Kriegervereinswesen muss noch weiter
quellenkritisch abgegrenzt werden.
Bernhard Roetering prägte den Verein außergewöhnlich lange: Die Festschrift zum Ehrenmal nennt ihn
als Vorsitzenden von 1884 bis 1930. 1895 hatte der Verein 156 Mitglieder, darunter zwei Offiziere und neun Vorstandsmitglieder; 57 Männer hatten an den Feldzügen 1864, 1866 oder 1870/71
teilgenommen.
Das Vereinsleben war stark vom Kaiserreich geprägt. 1904 wurde der Geburtstag des Kaisers mit
Gottesdienst, gemeinsamem Frühstück und einem Festessen begangen; 1908 beantragte der Verein ein Fahnenband, 1910 entstand der Entwurf einer neuen Vereinsfahne mit Stadtwappen. Nach dem Ersten
Weltkrieg blieb die Organisation groß: 1927 wurden für 146 Mitglieder Beiträge an den Kreiskriegerverband abgeführt.
Noch 1934/35 fanden Stiftungsfeste, Umzüge und Preisschießen in der Mühlenkuhle statt. Für das
Schießen wurden Wege gesperrt, weil scharf geschossen wurde. Der Übergang von der alten Kriegervereinswelt zur nationalsozialistisch geordneten Kriegerkameradschaft ist deshalb ein eigener
Forschungspunkt.
Die Quellen erweitern die Vereinsgeschichte erheblich. 1867 unterschrieben 42 ehemalige Soldaten
ein Gesuch, ein Erinnerungsfest an die Einnahme Aschaffenburgs feiern zu dürfen; die eigentliche Gründung des Krieger- und Landwehrvereins für Stadt- und Landgemeinde folgte 1871. 1885 übernahm
Heinrich Roetering den Vorsitz; die Akte spricht von 44 Jahren Amtszeit. Im selben Jahr werden 129 Mitglieder genannt.
Die Statuten von 1886 nennen Roetering als Präses, Kottenstein als Kassierer und B. Stapel als
Schriftführer. Neben Kameradschaft und gegenseitiger Hilfe trat ausdrücklich die Pflege von Vaterlandsliebe und Nationalgefühl. Spätere Fassungen verstärkten die Treue zu Kaiser und Reich,
untersagten aber politische und religiöse Debatten in Vereinsversammlungen. Beerdigungen wurden mit Ehrengeleit und Salven begleitet; für Fernbleiben war sogar eine Geldstrafe vorgesehen.
1894 hatte der Verein rund 150 Mitglieder und durfte eine Fahne führen; 1895 waren es 156
Mitglieder, darunter 57 Veteranen der Feldzüge 1864, 1866 oder 1870/71. 1896 wurde das 25-jährige Bestehen gefeiert. Diese Zahlen zeigen, dass der Kriegerverein zeitweise einer der größten
Männervereine Sendenhorsts war und weit über ein gelegentliches Veteranentreffen hinausging.
Quellenbasis: HGF/Fascies, Stadtarchiv 117-5 · Stadt-Heimatarchiv – Ehrenmal-/Bildbestand ·
Quelle / Vereinswesen
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Kultur Impuls Sendenhorst e.V.
jüngere Vereinsgeschichte
Geschichte
Kultur Impuls ist in jüngeren städtischen Vereinslisten als Sendenhorster Kulturverein geführt.
Für eine historische Einordnung fehlen im älteren Fascies-Bestand naturgemäß Daten.
Der Verein wird als Gegenwartsorganisation aufgenommen; Gründungsanlass und Programmentwicklung
müssen aus Vereinsunterlagen ergänzt werden.
Kultur Impuls gehört zur jüngeren Schicht Sendenhorster Kulturvereine. Anders als der historische
Kulturring der Nachkriegszeit ist der Verein in einer Zeit entstanden, in der Kulturarbeit stärker projektbezogen, generationenübergreifend und auch über Festivals organisiert wird. Besonders
sichtbar ist das Engagement rund um das Rookie Festival.
Da die Quellen naturgemäß keine Gründungsgeschichte dieses jungen Vereins enthalten, bleibt hier
die Vereinsüberlieferung selbst Hauptquelle. Für die nächste Ausbaustufe sollen Gründungsjahr, Gründungsmitglieder, erste Projekte und die Entwicklung des Rookie-Festivals aus Satzung, Presse und
Vereinsunterlagen ergänzt werden.
Quellenbasis: städtische Vereinsbroschüre
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Kulturring Sendenhorst
1945 bis um 1949/50
Geschichte
Am 6. November 1945 begann mit einem Klavierkonzert eine kurze, erstaunlich anspruchsvolle
Kulturphase. Zahlreiche aus dem zerstörten Münster nach Sendenhorst gekommene Menschen förderten das kulturelle Leben; daraus entwickelte sich der Kulturring.
1948 wird Oberstudiendirektor Klein, 1949 Herr Meuser als Vorsitzender genannt. Der Kulturring
organisierte Theater und Konzerte auf hohem Niveau, darunter 1949 Felix Timmermans' „Spiel von den Heiligen drei Königen“ und Zuckmayers „Des Teufels General“ mit dem Neuen Westfalentheater
Gütersloh.
Petzmeyer beschreibt, dass diese Blüte mit Währungsreform und Wirtschaftswunder rasch abebbte: Für
kulturellen „Luxus“ wollten oder konnten viele die knappe harte D-Mark nicht ausgeben. Der Kulturring ist damit ein prägnantes Stück unmittelbarer Nachkriegsgeschichte.
Die kulturelle Qualität war bemerkenswert: Im Januar 1949 zeigte der Kulturring gemeinsam mit dem
Dramaturgischen Institut Düsseldorf Felix Timmermans' „Spiel von den Heiligen drei Königen“; nur wenige Wochen später folgte Carl Zuckmayers „Des Teufels General“, gespielt vom Neuen Westfalentheater
Gütersloh.
Der Kulturring gehört damit zu den überraschenden Erscheinungen der unmittelbaren Nachkriegszeit.
Gerade in einer Phase von Wohnungsnot, Lebensmittelknappheit und Besatzungsregeln entwickelte sich für wenige Jahre ein anspruchsvolles Theater- und Konzertleben, das mit der Währungsreform wieder
einbrach.
Der Kulturring ist ein besonders gutes Beispiel für den kulturellen Aufbruch unmittelbar nach
1945. Schon wenige Jahre nach Kriegsende wurden anspruchsvolle Theater- und Musikveranstaltungen organisiert. Im Januar 1949 brachte der Kulturring in Verbindung mit dem Dramaturgischen Institut
Düsseldorf Felix Timmermans' „Spiel von den Heiligen drei Königen“ nach Sendenhorst; wenige Wochen später gastierte das Neue Westfalentheater Gütersloh mit Zuckmayers „Des Teufels General“.
Die Akten stehen dabei neben einer überraschend vielfältigen Nachkriegskultur: Flüchtlingsabende,
Kolpingtheater, Kirchenchor, Landjugendspiele und SG-Karneval. Der Kulturring war also kein isoliertes Projekt, sondern ein zeitweiliger organisatorischer Mittelpunkt eines breiten kulturellen
Wiederbeginns. Mit der Währungsreform und veränderten finanziellen Bedingungen verlor diese erste Hochphase an Kraft.
▲
L
Landfrauenvereinigung / WLLV-Ortsverband Sendenhorst
spätestens 1975; bis heute
Vereins-Kennkarte
Gründung spätestens 1975 belegtStand Programm 2024/25
Vorstand
VorsitzVorstandsteam: Ruth Leppelmann, Manuela Groll, Teresa Homann
2. VorsitzTeamstruktur
Geschäftsführungüber Kreisverband / Landwirtschaftskammer
Kassierernicht öffentlich in der Ortsangabe ausgewiesen
Schriftführernicht öffentlich in der Ortsangabe ausgewiesen
Kontakt
AnsprechpartnerRuth Leppelmann, Manuela Groll, Teresa Homann
TelefonRuth Leppelmann 02526 9386672 · Manuela Groll 02526 9399982 · Teresa Homann 02526
9399290
Mitglieder
keine aktuelle öffentliche Zahl gefunden
Geschichte
1975 ist die Landfrauenvereinigung Sendenhorst mit Magdalene Arens-Sommersell als Vorsitzender
klar belegt. Ihr langjähriges Engagement reichte über den Ort hinaus bis in Kreis- und Landesebene des Westfälisch-Lippischen Landfrauenverbandes.
Der Archivbestand dokumentiert die Organisation 1989, 1990 und 1993 bei Mitgliederversammlungen,
Ehrungen und dem Binden der Erntekrone. 1994 hielt Elisabeth Horstrup vom Landfrauenverein sogar die Trauerrede beim Volkstrauertag – ein Hinweis auf die öffentliche Rolle jenseits reiner
Landwirtschaft.
Die lokale Gründung vor 1975 ist noch nicht exakt datiert. Der Kreisverband besteht seit der
Nachkriegszeit; daraus darf aber das Gründungsjahr der Sendenhorster Ortsgruppe nicht einfach abgeleitet werden.
Der Ortsverband ist heute weiterhin aktiv und besitzt eine eigene Seite beim
Westfälisch-Lippischen Landfrauenverband. Das Programm reicht von landwirtschaftlichen Themen über Gesundheit, Kultur und Ausflüge bis zu Kinderaktionen und sozialen Projekten.
Die lange lokale Kontinuität ist im Bildbestand greifbar: 1989 und 1990 Mitgliederversammlungen in
der Waldmutter, 1993 das Binden der Erntekrone, 1994 eine Rede am Volkstrauertag. Aktuell kooperieren die Landfrauen etwa mit KLJB, Landwirtschaftlichem Ortsverein, kfd und sozialen
Einrichtungen.
Die Landfrauen stehen in einer langen Tradition landwirtschaftlicher Selbstorganisation,
unterscheiden sich aber von den älteren, fast ausschließlich männlich geführten Bauern- und Ortsvereinen. Spätestens 1975 besteht eine eigene Landfrauenvereinigung Sendenhorst; Vorsitzende war
Magdalene Arens-Sommersell. Ihre jahrzehntelange Verbandsarbeit reichte über den Ort hinaus bis in Kreis- und Landesebene.
Fotos aus 1989, 1990 und 1993 zeigen Mitgliederversammlungen und das Binden der Erntekrone. Damit
verbindet der Ortsverband Weiterbildung, gesellschaftspolitische Themen, ländliche Tradition und praktische Gemeinschaftsarbeit. Das genaue lokale Gründungsjahr vor 1975 bleibt noch offen.
Offene Forschungsfrage: Exaktes Gründungsjahr der Sendenhorster Ortsgruppe sichern.
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Landjugend / KLJB Sendenhorst
spätestens 1960er; bis heute
Vereins-Kennkarte
Gründung ältere Ortsgruppe vor 1975; heutige Gruppe 2016 reaktiviertStand 2026
Vorstand
VorsitzThea Hanhoff
2. Vorsitznicht öffentlich angegeben
Kassierernicht öffentlich angegeben
Schriftführernicht öffentlich angegeben
Kontakt
AnsprechpartnerThea Hanhoff
Mitglieder
keine aktuelle öffentliche Zahl gefunden
Geschichte
Die Sendenhorster Landjugend ist bereits in den 1960er Jahren aktiv: 1969 organisierte sie im
Umfeld des Erntedanks einen Trecker-Geschicklichkeitswettbewerb. 1975 wird sie im Vereinsverzeichnis geführt; Vorsitzender war Bernhard Borgmann-Brüser.
Der Bildbestand zeigt eine Landjugend-Fußballmannschaft und 1987 eine Landjugendgruppe mit
Erntekranz. Damit ist die Verbindung von ländlicher Jugendkultur, Sport, Brauchtum und Kirche gut sichtbar.
Heute besteht die KLJB Sendenhorst weiter. Ein exaktes örtliches Gründungsjahr ist in den bisher
geprüften Quellen noch nicht gefunden; Ergebnisse zur KLJB Senden (Kreis Coesfeld) wurden bewusst nicht übernommen.
Katholische Landjugendarbeit ist in Sendenhorst bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg fassbar.
1948 genehmigten die Behörden ein niederdeutsches Spiel der katholischen Landjugend; der Reinerlös sollte der pfarramtlichen Jugendpflege zugutekommen. In den 1960er/70er Jahren treten
Landjugendliche bei Erntedank, Geschicklichkeitswettbewerben und Sportveranstaltungen auf; 1975 ist Bernhard Borgmann-Brüser als Vorsitzender genannt.
Die heutige KLJB wurde 2016 reaktiviert. Damit ist zwischen älterer Landjugendtradition und
heutiger Gruppe zu unterscheiden: Die historische Existenz ist klar, eine lückenlose institutionelle Kontinuität dagegen noch nicht belegt.
Offene Forschungsfrage: Lokale Gründungsurkunde/erste Vorstandslisten ermitteln.
▲
M
Malteser Hilfsdienst – örtliche Gruppe
spätestens 1990 belegt
Geschichte
1990 zeigt der Stadt-Heimatarchivbestand eine Sendenhorster Malteser-Gruppe im Alten Pastorat. Die
Existenz örtlicher ehrenamtlicher Hilfsarbeit ist damit gesichert.
Für Gründungsjahr, Dauer und spätere organisatorische Entwicklung fehlen derzeit ausreichende
lokale Unterlagen.
Eine örtliche Maltesergruppe ist im Stadt-Heimatarchiv spätestens um 1990 dokumentiert. Damit
gehört sie zu den jüngeren Hilfsorganisationen neben DRK und anderen sozialen Diensten. Die typische Malteserarbeit umfasst Sanitätsdienst, Ausbildung und soziale Hilfe; welche dieser Aufgaben in
Sendenhorst zuerst aufgebaut wurden, muss noch aus lokalen Unterlagen rekonstruiert werden.
Für das Kompendium fehlen vor allem Gründungsdatum, erster Ortsbeauftragter und die Dauer der
eigenständigen Sendenhorster Gruppe. Der Eintrag bleibt deshalb bewusst quellenoffen, statt aktuelle überörtliche Strukturen rückwirkend als örtliche Vereinsgeschichte auszugeben.
Offene Forschungsfrage: Lokale Gründung und Ende/Weiterführung prüfen.
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MUKO e.V.
jüngere Vereinsgeschichte; heute aktiv
Vereins-Kennkarte
Gründung 1987Stand Vorsitz/Kontakt 2026 · übriger Vorstand zuletzt 2022 veröffentlicht
Vorstand
VorsitzMatthias Greifenberg
2. VorsitzAndreas Hartleif; Dr. Matthias Everding (zuletzt öffentlich 2022)
Geschäftsführungnicht separat ausgewiesen
Kassierernicht aktuell öffentlich ermittelt
Schriftführernicht aktuell öffentlich ermittelt
Kontakt
AnsprechpartnerMUKO e.V.
Mitglieder
keine aktuelle öffentliche Zahl gefunden
Geschichte
MUKO ist heute eine freie Musikschule und als Verein organisiert. Neben Instrumentalunterricht hat
sich die Arbeit in Richtung Kinder- und Jugendkunstschule mit Musik, Tanz, Kunst, Theater und Medien erweitert.
Die aktuelle Vereinswebsite dokumentiert Angebot, Team und Satzung, enthält aber keine belastbare
historische Gründungschronik. Für das Kompendium ist deshalb die Gegenwartsbedeutung klar, während Gründungsjahr und Entwicklungsschritte noch aus Vereinsunterlagen ergänzt werden müssen.
Die MUKO wurde 1987 gegründet. Seit 1992 fördert die Stadt Sendenhorst die Musik- und Kulturschule
mit einem jährlichen Zuschuss. Damit ist sie längst mehr als ein privates Unterrichtsangebot, sondern Teil der kommunalen Kulturinfrastruktur.
Aus der Musikerkooperative entwickelte sich eine freie Musik- und Kunstschule mit
Instrumentalunterricht, Ensembles, Workshops, Kinderkultur und Veranstaltungsarbeit. Die Reihe „Kinderkino“ besteht seit 1997; später kamen unter anderem „Kunterbunt“, SoWieSo und die Kinder- und
Jugendkunstschule KreAktiv hinzu. Heute ist die MUKO als eine von 47 Kinder- und Jugendkunstschulen in NRW anerkannt.
Die 1987 gegründete Musikerkooperative gehört zu den markanten Neuerungen der Sendenhorster
Kulturlandschaft der späten 1980er Jahre. Schon der Name verweist auf ein anderes Organisationsmodell als traditionelle Chor- oder Blasmusikvereine: Unterricht, Projektarbeit und gemeinsames
kulturelles Produzieren standen nebeneinander.
Seit 1992 beteiligt sich die Stadt dauerhaft an der Finanzierung. Aus der Musikarbeit entstanden
später Kinderkino, Kunstangebote und die Kinder- und Jugendkunstschule. Damit lässt sich an der MUKO ein grundlegender Wandel ablesen: Kulturvereine wurden nicht mehr nur Träger eines einzigen
Ensembles, sondern entwickelten sich zu Bildungs- und Veranstaltungsplattformen.
Offene Forschungsfrage: Gründungsjahr, Gründerkreis, frühere Standorte und Ausbau zur Kinder- und Jugendkunstschule ermitteln.
Homepage / online: MUKO e.V. ↗
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Männer-Gesang-Verein Sendenhorst
gegründet 1866
Geschichte
Im Februar 1866 legte der Vorstand mit Theodor Böcker, B. Beumer und Dr. Bennemann Statuten für
einen Männer-Gesang-Verein vor. Zweck war die Förderung des Sinnes für Musik. Die Aufnahme war keineswegs automatisch: Ein Bewerber musste als „achtbarer Bürger“ gelten, durch Abstimmung aufgenommen
werden und vom Dirigenten auf Stimme und Gehör geprüft werden.
Die Proben fanden mittwochs von 20 bis 22 Uhr statt. Der Verein besaß ein eigenes Lokal im
Toppschen Wirtshaus. Damit ist er einer der frühesten klar fassbaren modernen Kulturvereine Sendenhorsts – deutlich vor den späteren großen Vereinsgründungswellen des 20. Jahrhunderts.
Die Genehmigungsnotiz des Bürgermeisters ist sozialgeschichtlich interessant: Der Männerchor zähle
die „achtbarsten Eingesessenen“ zu seinen Mitgliedern. Gleichzeitig stellte die Stadt gelegentliche Befreiungen von der Polizeistunde in Aussicht. Chorprobe, Vereinslokal und Geselligkeit gehörten
also schon 1866 eng zusammen.
Ob und wie dieser Männer-Gesang-Verein später in andere Sendenhorster Chorformationen einging, ist
nicht automatisch klar. Der später 1869 entstandene Cäcilien-Chor hat eine eigene, gut belegte Gründungsgeschichte.
Die Gründungsakte von Februar 1866 gehört zu den frühesten detaillierten Vereinsquellen
Sendenhorsts. Theodor Böcker, B. Beumer und Dr. Bennemann legten die Statuten vor. Jeder „achtbare Bürger“ konnte grundsätzlich aufgenommen werden, allerdings erst nach Abstimmung und musikalischer
Prüfung von Stimme und Gehör durch den Dirigenten. Geprobt wurde mittwochs von acht bis zehn Uhr.
Der Bürgermeister charakterisierte die Mitglieder als Teil der „achtbarsten Eingesessenen“ und
genehmigte ein eigenes Lokal im Toppschen Wirtshaus; für Vereinsabende wurden gelegentliche Ausnahmen von der Polizeistunde in Aussicht gestellt. Damit war der Chor von Beginn an zugleich
Kulturverein und bürgerlicher Geselligkeitsraum. Sein Verhältnis zu späteren Chören – besonders Cäcilia – ist nicht ausreichend belegt, um eine organisatorische Fortsetzung zu behaupten.
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N
Naturfördergesellschaft Sendenhorst e.V. (NFG)
seit 1991
Vereins-Kennkarte
Gründung 1991Stand 2026
Vorstand
VorsitzKatrin Reuscher
GeschäftsführungRolf Löckmann; stellv. Geschäftsführer Ludger Voges
KassiererEdith Harig
SchriftführerBeatrice Kromp-Steiling
Kontakt
AnsprechpartnerRolf Löckmann
Telefonnicht öffentlich angegeben
Mitglieder
keine aktuelle öffentliche Zahl gefunden
Geschichte
Die NFG wurde 1991 gegründet. Vereinszweck ist Naturschutz und Landschaftspflege im Stadtgebiet.
Damit steht sie für eine neue Generation von Sendenhorster Vereinen, deren Schwerpunkt nicht Geselligkeit oder Standesinteressen, sondern konkrete ökologische Projektarbeit ist.
Ab 1993 entwickelte eine NFG-Arbeitsgemeinschaft gemeinsam mit Stadtverwaltung und Biologen ein
Konzept für die Flächen um Hof Schmetkamp; 1995 stimmte der Rat zu. Daraus entstand ein umfangreicher Naturraum mit Obstwiesen, Magerwiesen, Bienenhaus, Bauerngarten und später dem Grünen
Klassenzimmer.
Der Shorst-Bestand dokumentiert die NFG 1994 bereits bei der Apfelsaftaktion. Der Verein ist heute
weiterhin aktiv.
Die NFG startete 1991 mit 17 Mitgliedern und wuchs nach eigenen Angaben auf über 50 Mitglieder.
Ihr Selbstverständnis ist ausdrücklich ergänzend zu Stadt und anderen Organisationen: Tier- und Pflanzenwelt sowie Landschaft sollen freiwillig geschützt, gepflegt und weiterentwickelt werden.
Das prägendste Projekt ist Hof Schmetkamp. Ab 1993 erarbeitete eine Arbeitsgemeinschaft der NFG
zusammen mit Stadtverwaltung und Biologen ein Entwicklungskonzept; 1995 stimmte der Rat zu. Daraus entstanden Obstwiesen, Biotope, Bürgerwald, Lernangebote und später die NaturScheune.
Die Gründung 1991 markiert einen neuen Typ von Verein in Sendenhorst: Nicht konfessionelle,
berufliche oder gesellige Zugehörigkeit, sondern Naturschutz und Landschaftsentwicklung standen im Mittelpunkt. Schon früh verband die NFG praktische Pflege mit kommunaler Planung.
Ab 1993 entwickelte eine Arbeitsgemeinschaft gemeinsam mit Stadt und Biologen das Konzept für Hof
Schmetkamp; 1995 stimmte der Rat zu. Aus dieser langfristigen Arbeit entstanden Obstwiesen, Biotope, Bürgerwald und Umweltbildungsangebote. Die spätere NaturScheune ist deshalb ohne die
jahrzehntelange Vorarbeit der NFG kaum zu verstehen, bleibt aber organisatorisch ein eigener Verein.
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NaturScheune Hof Schmetkamp e.V.
seit 2025
Vereins-Kennkarte
Gründung 22.01.2025Stand 2026
Vorstand
VorsitzWolfgang Huth
2. VorsitzElla Zimon
Geschäftsführunggeschäftsführender Vorstand: Vorsitz, Stellvertretung und Schatzmeister
KassiererNorbert Kalthoff (Schatzmeister)
SchriftführerEdith Harig (Protokoll)
Kontakt
AnsprechpartnerWolfgang Huth / Verein
Telefonnicht öffentlich angegeben
Mitglieder
keine aktuelle öffentliche Zahl gefunden
Geschichte
2025 entstand als neue Sendenhorster Initiative der Verein NaturScheune Hof Schmetkamp e.V. Ziel
ist, die historische Scheune im Naturraum Schmetkamp als Lern- und Begegnungsort für Natur- und Klimaschutz weiterzuentwickeln.
Der Verein baut auf einem Gelände auf, das seit 1989 durch Bürgerwald und seit 1991 durch die NFG
geprägt wird. Er ist damit ein aktuelles Beispiel dafür, wie sich Vereinszwecke in Sendenhorst vom klassischen Geselligkeitsverein zu projektbezogenem bürgerschaftlichem Engagement verschieben.
Die Vereinsgründung ist jetzt genau fassbar: Nach Abschluss der Formalitäten Ende 2024 fand die
Gründungsversammlung am 22. Januar 2025 im Kommunalforum statt. Der Verein besitzt inzwischen eine eigene Homepage.
Die NaturScheune setzt die jahrzehntelange Entwicklung des Naturraums Schmetkamp fort, hat aber
eine eigene Organisationsstruktur. Ziel ist ein dauerhafter Lern- und Begegnungsort rund um Natur, Umwelt- und Klimaschutz – mit Veranstaltungen auf dem Gelände und Kooperationen etwa mit NFG,
Kirchengemeinde und Kleingärtnerverein.
Die NaturScheune entstand nicht auf einer grünen Wiese, sondern als jüngste Organisationsstufe
einer seit den 1990er Jahren entwickelten Naturschutzlandschaft am Hof Schmetkamp. Die NFG hatte Gelände, Biotope und Bildungsarbeit über Jahrzehnte aufgebaut; für den dauerhaften Betrieb eines Lern-
und Begegnungsortes wurde schließlich ein eigener Verein geschaffen.
Die Gründungsversammlung am 22. Januar 2025 markiert daher zugleich Neubeginn und institutionelle
Fortentwicklung. Für die künftige Vereinschronik werden besonders Bau- und Planungsphasen, Förderer, ehrenamtliche Arbeitsstunden und die ersten Veranstaltungsjahre relevant sein.
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NSDAP – Stützpunkt/Ortsorganisation Sendenhorst
spätestens 1932–1945
Geschichte
Die NSDAP ist als örtliche politische Organisation spätestens 1932 eindeutig belegt. Im Oktober
1932 meldete Dr. Schwermann für den „Stützpunkt Sendenhorst“ eine öffentliche Wahlversammlung im Saal Seelige an. Im selben Jahr erscheinen außerdem eine nationalsozialistische Betriebszelle (NSBO)
und weitere Veranstaltungen.
Nach der Machtübernahme wurde die Partei nicht einfach ein weiterer Verein unter vielen. Sie
beseitigte vielmehr die pluralistische Vereins- und Parteienlandschaft: katholische Arbeiter- und Jugendvereine wurden zurückgedrängt, kontrolliert oder aufgelöst; öffentliche Veranstaltungen und
Verbände wurden in das nationalsozialistische Organisationssystem eingeordnet.
1933 sind Propagandaumzüge durch die ganze Stadt und eine SA-Formation mit rund 200 Mann
dokumentiert. Der Eintrag behandelt deshalb Organisation, Personal und lokale Machtausübung – nicht als normale Vereinsgeschichte, sondern als Kapitel der Zerstörung der zuvor vielfältigen
Sendenhorster Zivilgesellschaft.
Die Quellen erlauben eine präzisere Organisationschronologie. Anfang 1932 kamen
NSDAP-Veranstaltungen zunächst noch von auswärtigen Ortsgruppen bzw. Parteistellen. Im Herbst 1932 ist dagegen ein eigener „Stützpunkt Sendenhorst“ unter Dr. Ludwig Schwermann eindeutig belegt. Am 2.
März 1933 bezeichnet sich die Organisation ausdrücklich noch als Stützpunkt; Propagandist Josef Bartmann schrieb im April unter derselben Bezeichnung an den Bürgermeister.
Die Entwicklung zur Ortsgruppe ist spätestens am 5. Juni 1934 vollzogen: Ein Handzettel nennt die
„NSDAP Ortsgruppe Sendenhorst“, Kreisleiter Scholdra trat im Saal Werring auf, Dr. Schwermann wird als Ortsgruppenleiter genannt. Parallel wirkten SA und NSBO. Im Februar/März 1933 wurden
Propagandaumzüge mit bis zu etwa 200 SA-Männern beantragt. Die Organisation ist deshalb nicht als normaler Verein, sondern als lokale Herrschafts- und Mobilisierungsstruktur der Diktatur
einzuordnen.
Quellenbasis: HGF/Fascies, Wahl-/Polizeiakten 1932/33 · Heinrich Petzmeyer – Vereinsleben 1933–1945
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O
Obst- und Gartenbauverein Sendenhorst
gegründet 3. Mai 1931
Geschichte
Fascies verzeichnet die Gründung eines Obst- und Gartenbauvereins am 3. Mai 1931. Als Vorsitzender
wird Gutsbesitzer Große-Kogge genannt. Dieser Fund korrigiert die frühere Annahme, in Sendenhorst habe es vor dem späteren Kleingärtnerverein keine organisierte Gartenbewegung gegeben.
Der Verein ist getrennt vom 1955 gegründeten Kleingärtnerverein „Zur Rose“ zu behandeln. Eine
organisatorische Kontinuität ist bislang nicht belegt.
Die Akten zeigen ausdrücklich, dass 1927 noch kein Obst- und Gartenbauverein bestand. Erst am 3.
Mai 1931 wurde ein neuer Verein gegründet; Vorsitzender wurde Gutsbesitzer Große-Kogge. Geplant war unter anderem die Anschaffung einer transportablen Spritze, für die eine Beihilfe beantragt
wurde.
Der genaue Zeitraum seines Bestehens ist noch offen. Wichtig ist die zeitliche Trennung vom 1924
nachgewiesenen Pächter- und Kleingartenbauverein sowie vom späteren Kleingärtnerverein „Zur Rose“: Es handelt sich zunächst um unterschiedliche Organisationen.
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Ortskartell der christlichen Gewerkschaften
1924 sicher belegt · 150 Mitglieder
Geschichte
Die politische und wirtschaftliche Organisationsübersicht von 1924 nennt in Sendenhorst ein
Ortskartell der christlichen Gewerkschaften mit 150 Mitgliedern. Vorsitzender bzw. Geschäftsführer war Hellweg; als Dachverband wird ein Reichsverband angegeben.
Das Ortskartell bündelte mehrere christlich orientierte Berufsorganisationen und gehört in den
konfessionell geprägten Arbeits- und Sozialbereich der Weimarer Zeit. Neben ihm bestanden im selben Jahr unter anderem christliche Bauhandwerker und christliche Metallarbeiter, aber auch ein freier
Gewerkschaftsverein. Sendenhorst war damit arbeitsweltlich deutlich pluraler organisiert, als eine reine Aufzählung katholischer Vereine vermuten lässt.
Gründung, angeschlossene Einzelverbände und Auflösung sind noch zu erforschen.
Offene Forschungsfrage: Zusammensetzung des Ortskartells und Verhältnis zu Arbeiterverein, Bauhandwerkern und Metallarbeitern klären.
Quellenbasis: Quellen / Stadtarchiv Sendenhorst ·
Vereinswesen
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P
Philatelistenverein Sendenhorst
belegt 1975
Geschichte
1975 ist ein eigenständiger Philatelistenverein Sendenhorst verzeichnet. Im HGF- und
Shorst-Textbestand ließ sich bislang keine längere Chronik sicher zuordnen.
Gerade solche nachkriegszeitlichen Hobbyvereine drohen vollständig aus der Erinnerung zu
verschwinden. Der Eintrag bleibt deshalb bestehen und wird bei Presse- und Bildfunden weiter ausgebaut.
Der Philatelistenverein ist 1975 in der Sendenhorster Vereinsübersicht sicher belegt.
Briefmarkensammeln war in der Nachkriegszeit eine verbreitete, stark organisierte Freizeitbeschäftigung mit Tauschtagen, Katalogarbeit und häufig regionalen Verbänden.
Zu den Sendenhorster Philatelisten fehlen bislang jedoch Gründungsjahr, Vorsitz, Vereinslokal und
Ende. Gerade solche kleinen Spezialvereine gehen in der Presseüberlieferung leicht verloren. Eine gezielte Suche nach Tauschtagen und Ausstellungen in den 1960er bis 1980er Jahren ist deshalb noch
erforderlich.
Offene Forschungsfrage: Gründung, Ausstellungen, Vereinslokal und Auflösung suchen.
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Plattdeutsche Theatergruppe „Dröget Schnüffelken“
seit 1988 · aus der Landjugend Sendenhorst hervorgegangen · heute e. V. · plattdeutsches Theater
Geschichte
Die heutige Theatergruppe entstand 1988 aus der Landjugend Sendenhorst. Ein unabhängiger
biografischer Nachweis des Theaters Münster bestätigt, dass sich die Gruppe in diesem Jahr aus der Landjugend bildete und seitdem jährlich ein abendfüllendes Stück in plattdeutscher Sprache auf die
Bühne bringt. Damit ist die Entstehung der heutigen Gruppe jetzt deutlich genauer datiert als in der bisherigen Darstellung.
Aus der zunächst aus der Landjugend hervorgegangenen Spielgruppe wurde später der eingetragene
Verein „Dröget Schnüffelken“ Sendenhorst e. V. Charakteristisch ist die weitgehend eigenständige Produktion: Inszenierung, Kostüm, Maske und Bühnenbau werden von der Gruppe selbst getragen. Die
jährlichen Aufführungen – regelmäßig im Januar – entwickelten sich zu einem festen Bestandteil des Sendenhorster Kulturkalenders.
Historisch steht „Dröget Schnüffelken“ zugleich in einer älteren örtlichen Laienspieltradition.
Bereits katholischer Gesellenverein, Kolping und Landjugend führten in Sendenhorst plattdeutsche Stücke auf; 1948 ist beispielsweise das Landjugendstück „Quarterie um Libbet“ belegt. Diese ältere
Tradition ist kultureller Vorläufer, aber keine automatische organisatorische Rechtsvorgängerschaft des 1988 entstandenen Vereins.
Die Gruppe ist auch für die Pflege des Sendenhorster Plattdeutsch bedeutsam. Neben den
Theateraufführungen taucht sie in der jüngeren örtlichen Sprach- und Heimatpflege immer wieder als wichtiger Träger des Plattdeutschen auf.
Quellenbasis: Vereinshomepage ↗ · Stadt Sendenhorst / Vereinsverzeichnis · Theater Münster (Entstehung 1988 aus der Landjugend) · Heimatverein / Pressebestand · Quellen
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PSG – Pfadfinderinnenschaft St. Georg Sendenhorst
seit 1968 als Siedlung · eigenständiger Stamm ab 1970
Vereins-Kennkarte
Gründung 1968 als Siedlung des Stammes Ahlen · eigenständiger Stamm ab 1970Stand 2026
Vorstand
VorsitzAlina Zihang
2. VorsitzYvonne Haverkamp
Geschäftsführungkein separates Amt veröffentlicht
Kassierernicht öffentlich angegeben
Schriftführernicht öffentlich angegeben
Kontakt
AnsprechpartnerAlina Zihang / Yvonne Haverkamp
Telefonnicht öffentlich angegeben
Mitglieder
keine aktuelle Zahl veröffentlicht
Geschichte
Bei der PSG lassen sich zwei scheinbar widersprüchliche Gründungsangaben jetzt sinnvoll
zusammenführen. Fascies schreibt 1975 ausdrücklich, dass die PSG seit 1968 in Sendenhorst besteht: zunächst als „Siedlung“ des Stammes Ahlen, später als eigenständiger Stamm. Die heutige Pfarrei und
die Jubiläumszählung setzen dagegen bei 1970 an. Das passt zusammen, wenn 1968 den Beginn der Sendenhorster Gruppe und 1970 die Verselbstständigung zum eigenen Stamm bezeichnet.
1975 bestand der junge eigenständige Stamm aus zwei Mädchengruppen im Alter von 10–12 und 14–16
Jahren. Fascies beschreibt die Arbeit mit einem damals modernen pädagogischen Anspruch: Förderung des einzelnen Mädchens als Persönlichkeit und als Teil der Gemeinschaft, Lernen durch Spiel und
praktisches Tun, Zusammenarbeit in der Gruppe und bewusstes Leben in der Natur.
Die PSG war organisatorisch unabhängig von der DPSG, arbeitete in Sendenhorst aber zunehmend eng
mit dem Jungenstamm zusammen. Gerade die gemeinsamen Lager, Aktionen und später das gemeinsam genutzte Geisterholz schufen eine lokale Pfadfinderidentität, ohne die beiden Verbände organisatorisch zu
verschmelzen.
Die Erinnerungsbestände der 1970er und 1980er Jahre sind deshalb für beide Stämme gemeinsam
wichtig: Lager in Wildschönau, am Köterberg, in Usch und Walkenried, Gruppenstunden in Untiedts Garten und später auf dem Geisterholz, Geländespiele, Autorallyes, Seifenkistenrennen und
Umweltaktionen. Beim Heimatvereins-Bilderabend 2024 übernahmen Leiterinnen der PSG die Verpflegung – ein schönes Beispiel dafür, wie aktiv die Verbindung zwischen heutiger und früherer
Pfadfindergeneration ist.
Heute gliedert die PSG ihre Gruppen in Wichtel (7–10), Pfadis (10–13), Caravelles (13–16) und
Ranger (16+). Vorsitzende ist Alina Zihang, zweite Vorsitzende Yvonne Haverkamp; als Kuratin begleitet Miriam Wößmann den Stamm geistlich. Die Gruppenstunden finden samstags gemeinsam auf dem
Geisterholz statt.
2025 wurde offiziell 55 Jahre PSG Sendenhorst gefeiert. Diese Jubiläumszählung bestätigt 1970 als
Jahr des eigenständigen Stammes; der Beginn als Siedlung 1968 bleibt als wichtiges Vorstadium ausdrücklich erhalten.
Die Quellen lassen die Gründung nun genauer differenzieren. Fascies schrieb 1975, die PSG bestehe
seit 1968 und sei zunächst eine „Siedlung“ des Stammes Ahlen gewesen. Das DPSG-Jubelheft von 1980 nennt dagegen den 27. Januar 1970 als Tag, an dem in Sendenhorst eine PSG-Gruppe gegründet wurde. Die
heutige Jubiläumszählung verwendet ebenfalls 1970. Wahrscheinlich beschreiben die Angaben unterschiedliche Organisationsstufen; endgültig geklärt werden soll dies mit PSG- bzw. Pfarrakten.
1975 bestanden zwei Mädchengruppen im Alter von 10–12 und 14–16 Jahren. Ende der 1970er Jahre
wurde die Zusammenarbeit mit der DPSG intensiv diskutiert: Die DPSG-Leiterrunde plante gemeinsam mit der PSG, das Angebot pfadfinderischer Mädchenarbeit zu vergrößern und langfristig möglicherweise
koedukative Formen einzuführen. Diese Diskussion zeigt, dass beide Stämme schon früh eng kooperierten, ohne organisatorisch identisch zu werden.
Offene Forschungsfrage: Datum und Beschluss der Verselbstständigung 1970 sowie die ersten Leiterinnen bzw. der erste Stammesvorstand noch
aus Pfarr-/PSG-Unterlagen belegen.
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Pächter- und Kleingartenbauverein Sendenhorst
1924 sicher belegt · 150 Mitglieder
Geschichte
1924 bestand ein Pächter- und Kleingartenbauverein mit Kröger als Vorsitzendem/Geschäftsführer und
150 Mitgliedern. Der hohe Mitgliederstand zeigt, dass Gartenbau, Pachtland und Selbstversorgung bereits lange vor der Gründung des Kleingärtnervereins „Zur Rose“ ein großes Organisationsthema
waren.
Der Verein ist nicht mit dem 1931 gegründeten Obst- und Gartenbauverein oder dem 1935 genannten
Kleingärtner- und Kleinsiedlerverein gleichzusetzen. Die Akten belegen vielmehr mehrere nacheinander oder nebeneinander bestehende Organisationsformen rund um Boden, Garten und Selbstversorgung.
Wie lange der 1924er Verein bestand und welche Flächen er vermittelte oder betreute, ist noch
offen.
Offene Forschungsfrage: Satzung, Pachtflächen und Ende des Vereins ermitteln.
Quellenbasis: Quellen / Stadtarchiv Sendenhorst ·
Vereinswesen
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R
Reichsbund Deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener – Ortsgruppe
belegt 1926
Geschichte
1926 ist eine Sendenhorster Ortsgruppe des Reichsbundes Deutscher Kriegsbeschädigter und
Kriegshinterbliebener belegt. Versammlungen fanden bei Hullerum statt; auf der Tagesordnung standen unter anderem Kranzniederlegung zu Allerseelen und Weihnachtsfeier.
Die Gruppe gehört zur sozialen Nachgeschichte des Ersten Weltkriegs. Sie ist zugleich ein
möglicher organisatorischer Vorläufer späterer Kriegsopfer- und Sozialverbände, ohne dass eine direkte Rechtsnachfolge bisher bewiesen ist.
Die Ortsgruppe ist bereits 1926 konkret belegt. Am 21. Oktober traf man sich bei Kamerad Hullerum;
auf der Tagesordnung standen eine Kranzniederlegung an Allerseelen und die Vorbereitung der Weihnachtsfeier. Damit verband die Gruppe sozialpolitische Interessenvertretung mit Erinnerung und
Gemeinschaft.
Nach 1945 entstanden erneut Verbände für Kriegsbeschädigte, Hinterbliebene und Sozialrentner. Ob
die spätere Sendenhorster Organisation rechtlich oder personell direkt auf die Reichsbund-Ortsgruppe zurückging, ist nicht belegt und wird im Kompendium deshalb getrennt.
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Reit- und Fahrverein Sendenhorst
seit den 1920er Jahren
Vereins-Kennkarte
Gründung 1925 (organisierte Vorläufer 1922/23)Stand 2026
Vorstand
VorsitzEva Saerbeck
2. VorsitzEdda Glaser
GeschäftsführungJohanna Haske
KassiererMelanie Traven
Schriftführernicht als eigenes Amt veröffentlicht
Kontakt
AnsprechpartnerEva Saerbeck / Vorstand
E-MailKontakt über Vereins-HP
Mitglieder
keine aktuelle öffentliche Zahl gefunden
Geschichte
Die organisierte Reitergeschichte reicht in die frühen 1920er Jahre zurück; 1925 ist eine Satzung
des Reitervereins für Stadt und Landgemeinde belegt. Die eigene Vereinschronik ist gut ausgebaut, daher hier nur Kurzprofil.
Die heutige Vereinsanlage am Alten Postweg und das aktuelle Vereinsleben sind auf der eigenen
Homepage ausführlich dokumentiert. Historisch reichen die ersten Sendenhorster Reiterzusammenschlüsse in die Jahre 1922/23 zurück; 1924 fanden erste Wettbewerbe statt, 1925 erfolgte die feste
Einbindung in die organisierte Reiterei.
Die organisierte Reiterei ist seit den frühen 1920er Jahren greifbar. 1925 erscheint ausdrücklich
ein Reiterverein Sendenhorst für Stadt- und Landgemeinde in den Akten. Das passt zu den bereits überlieferten ersten Zusammenschlüssen 1922/23 und frühen Wettbewerben 1924.
Die Reiterei war zunächst stark landwirtschaftlich und militärisch geprägt; erst später
entwickelte sich der Verein stärker zum Sport- und Freizeitverein mit eigener Anlage und Nachwuchsarbeit. Für die genaue Entwicklung von den frühen Reitergruppen zum heutigen RuF sind Satzungen und
Vorstandslisten noch zusammenzuführen.
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Rindviehversicherungsverein
belegt 1924
Geschichte
Die HGF-Organisationsaufnahme von 1924 nennt einen Rindviehversicherungsverein mit rund 140
Mitgliedern. Solche Vereine dienten nicht der Freizeit, sondern der gemeinschaftlichen Absicherung eines existenziellen landwirtschaftlichen Risikos: dem Verlust wertvollen Viehs.
Der Verein zeigt, wie breit der Begriff des örtlichen Vereinswesens historisch war. Selbsthilfe,
Versicherung und Nachbarschaftshilfe wurden in einer organisierten Gemeinschaft gebündelt.
Der Rindviehversicherungsverein war ein klassisches Instrument ländlicher Selbsthilfe. 1924 nennt
die Organisationsübersicht Bücker als Vorsitzenden/Geschäftsführer und 140 Mitglieder. Das war für Sendenhorst eine erhebliche Größe.
Solche Vereine sicherten bäuerliche Betriebe gegen den wirtschaftlich schweren Verlust einzelner
Tiere ab, lange bevor moderne Versicherungsangebote selbstverständlich waren. Wann der Sendenhorster Verein gegründet und wann er durch andere Versicherungsformen ersetzt wurde, ist noch offen.
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S
Schachclub Sendenhorst e.V.
seit 1979
Vereins-Kennkarte
Gründung 1979Stand 2026
Vorstand
VorsitzRalf Westhues
2. VorsitzPeter Weng
KassiererBernfried Specht
SchriftführerStephan Fromm
Kontakt
AnsprechpartnerRalf Westhues
Mitglieder
keine aktuelle öffentliche Zahl gefunden
Geschichte
Der heutige Schachclub nennt 1979 als Gründungsjahr. Er ist aktuell mit einer Seniorenmannschaft
in der Bezirksliga und mit Jugendmannschaften aktiv; gespielt wird im Haus Siekmann.
Der Shorst-Bestand bringt eine interessante Zusatzspur: 1990 existieren Fotos sowohl mit der
Bezeichnung „Schachclub Sendenhorst“ als auch „SG-Schachclub“. Das wirft die Frage auf, ob zeitweise eine organisatorische Verbindung zur SG bestand oder ob die Archivbeschriftung ungenau ist.
Gerade weil die Vereinswebsite nur eine knappe Historie bietet, wird dieser Punkt im Kompendium
ausdrücklich offen gehalten und soll aus Satzungen/Protokollen geklärt werden.
Der 1979 gegründete Verein ist heute mit eigener Homepage präsent. Der historische Bildbestand
weist 1990 sowohl die Bezeichnung „Schachclub Sendenhorst“ als auch „SG-Schachclub“ aus. Diese Doppelbezeichnung ist interessant, aber noch kein Beweis für eine dauerhafte organisatorische
Eingliederung in die SG.
Gerade die ersten zehn bis fünfzehn Jahre verdienen deshalb noch einen eigenen Protokollscan:
Gründungskreis, erstes Spiellokal, Ligastart und die mögliche SG-Verbindung lassen sich damit vermutlich präzisieren.
Der Schachclub wurde 1979 gegründet und ist damit Teil einer Phase, in der sich das örtliche
Freizeitangebot stark spezialisierte. Im Stadt-Heimatarchiv sind für 1990 sowohl Aufnahmen mit der Bezeichnung „Schachclub Sendenhorst“ als auch „SG-Schachclub“ vorhanden. Das kann auf zeitweilige
Zusammenarbeit oder eine ungenaue Archivbeschriftung hindeuten.
Für die Frühgeschichte sollen deshalb Gründungsprotokoll, erstes Spiellokal und erste
Mannschaftsmeldungen herangezogen werden. Heute ist der Verein eigenständig und verbindet Mannschaftsschach mit Jugendtraining; Haus Siekmann ist ein zentraler Spielort.
Offene Forschungsfrage: Frühphase 1979–1990 und mögliche SG-Verbindung klären.
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Sendenhorster Brauchtum und Weihnachtstraditionen e.V.
jüngere Vereinsgeschichte
Geschichte
Der Verein erscheint in der jüngeren Sendenhorster Vereinsübersicht und konzentriert sich auf
örtliches Brauchtum und Weihnachtstraditionen. Er gehört damit zu den neuen Vereinstypen, die einzelne kulturelle Aufgaben gezielt institutionalisieren.
Eine belastbare historische Chronik liegt in den bisher durchsuchten HGF-/Petzmeyer-Beständen
naturgemäß nicht vor.
Der Verein ist jünger als die meisten Traditionsvereine dieses Kompendiums: Die Satzung wurde am
7. November 2017 errichtet, Anfang Januar 2018 erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister.
Eine eigene Homepage ist derzeit nicht bekannt. Gerade deshalb soll der Beitrag künftig stärker
über Vereinsunterlagen und Presse ergänzt werden: Gründungsanlass, konkrete Weihnachtsprojekte und die Abgrenzung zu Heimatverein, Gewerbeverein und anderen Brauchtumsträgern sind noch zu
dokumentieren.
Der 2017 gegründete Verein steht in einer Stadt, in der Weihnachts- und Festkultur traditionell
von vielen Organisationen gemeinsam getragen wurde – Kirche, Gewerbeverein, Kolping, Musikvereine und Heimatverein. Seine Entstehung zeigt daher weniger die Erfindung neuer Bräuche als den Versuch,
bestimmte Traditionen dauerhaft in einer eigenen Organisation zu sichern.
Die ersten Jahre sollen künftig anhand Satzung, Presse und Projektunterlagen detailliert erfasst
werden: Welche Tradition war unmittelbarer Gründungsanlass, welche Veranstaltungen wurden übernommen und welche neu geschaffen? Dadurch lässt sich der Verein sauber von anderen Brauchtumsträgern
abgrenzen.
Offene Forschungsfrage: Gründungsjahr, Anlass der Gründung und zentrale Projekte ergänzen.
Quellenbasis: städtische Vereinsbroschüre
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Sendenhorster Georgspfadfinder e.V.
spätestens seit 2004 belegt · Rechtsträger von DPSG und PSG
Vereins-Kennkarte
Gründung spätestens 2004 belegt; exaktes Gründungsjahr noch offenStand Mitgliederangabe 2025 · Vorsitz 2026
Vorstand
VorsitzMax Linnemann-Bonse
2. Vorsitzzuletzt 2024: Hendrik Grosse
Geschäftsführungnicht öffentlich separat ausgewiesen
Kassierernicht aktuell öffentlich ausgewiesen
Schriftführernicht aktuell öffentlich ausgewiesen
Kontakt
AnsprechpartnerMax Linnemann-Bonse / Team Jugendgästehaus
Telefonnicht öffentlich angegeben
Mitglieder
höchstens 18 gewählte Mitglieder
Geschichte
Der Sendenhorster Georgspfadfinder e.V. ist kein dritter Pfadfinderstamm, sondern der gemeinsame
Rechtsträger der beiden selbstständigen Stämme DPSG und PSG. Seine Mitglieder sind überwiegend ehemalige oder erfahrene aktive Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Der Verein unterstützt die
Bildungsarbeit, berät die Leitungsrunden, verwaltet materielle Werte und kümmert sich um das Gelände.
Spätestens 2004 ist der Verein sicher belegt: Unter seinem Namen wurde damals das Projekt eines
eigenen Jugendgästehauses auf dem südlich an das Geisterholz angrenzenden Grundstück „Himmelreich“ entwickelt und am 13. Juli 2004 im städtischen Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellt. Das
exakte Vereinsgründungsjahr kann daraus noch nicht abgeleitet werden; der Verein muss zu diesem Zeitpunkt aber bereits bestanden haben.
Aus der Idee entstand das Jugendgästehaus Himmelreich. Das Haus besitzt 24 Betten, Aufenthalts-
und Seminarraum sowie einen großen Zeltplatz. Der Trägerverein betreibt es ehrenamtlich und verbindet damit die örtliche Pfadfinderarbeit mit überörtlicher Jugendbildung. Auch das angrenzende
Geisterholz wird durch den Verein mitgetragen und gepflegt.
Die 2025 veröffentlichte DPSG-Unterlage beschreibt den Trägerverein als kleinen, bewusst
begrenzten Kreis von höchstens 18 Mitgliedern. 2024 traten Max Linnemann-Bonse und Hendrik Grosse beim Heimatvereins-Bilderabend als Vorsitzende des Trägervereins auf; im aktuellen Impressum des
Jugendgästehauses wird Max Linnemann-Bonse als Vorsitzender ausgewiesen.
2013 entstand neben dem Himmelreich in einer gemeinsamen Aktion des Georgspfadfinder e.V., der
beiden Stämme und zahlreicher Schülerinnen und Schüler der Realschule St. Martin ein neuer Wald. Seit 2018 ist der Verein zudem Träger des Sendenhorster Abenteuerspiels „Dondrekiel“, nachdem die
erste Ausgabe 2015 noch unter städtischer Trägerschaft stattgefunden hatte.
Das DPSG-Jubelheft von 1980 enthält einen wichtigen neuen Hinweis: In der Chronologie wird am 19.
November eine „Gründungsversammlung für den e.V.“ mit einer Liste von 13 Beteiligten erwähnt. Der Eintrag steht unmittelbar vor den Ereignissen von 1972 und dürfte daher in das Jahr 1971 gehören. Ob
dieser damalige e.V. juristisch unmittelbar mit dem heutigen Sendenhorster Georgspfadfinder e.V. identisch ist, soll über Vereinsregister und Satzungen abgesichert werden.
Gesichert ist, dass der heutige Trägerverein die materielle Basis beider Stämme organisiert und
später das Jugendgästehaus Himmelreich entwickelte. Damit ergänzt er die pädagogischen Jugendverbände DPSG und PSG um eine kleine, erwachsen getragene Infrastrukturorganisation.
Offene Forschungsfrage: Exaktes Gründungsdatum, Gründungsvorstand und Satzungsentwicklung des Georgspfadfinder e.V. sichern.
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Sendenhorster Vokalensemble
jüngere Vereinsgeschichte
Geschichte
Das Sendenhorster Vokalensemble ist in der jüngeren städtischen Vereinsübersicht als eigenständige
musikalische Gemeinschaft verzeichnet. Eine historische Chronik war in den bislang geprüften Fascies-/Shorst-Beständen nicht zu erwarten und ist online nur knapp erschlossen.
Der Verein bleibt im Kompendium, weil die aktuelle Vereinslandschaft vollständig sichtbar sein
soll; Gründung und Vorgeschichte sind direkt aus Vereinsunterlagen nachzutragen.
Das Vokalensemble gehört zu den jüngeren musikalischen Formationen Sendenhorsts und steht damit
neben einer außergewöhnlich langen Chortradition, die bis zum Männer-Gesang-Verein von 1866 und Cäcilia von 1869 zurückreicht. Eine direkte organisatorische Linie zu diesen älteren Chören ist jedoch
nicht belegt.
Für die eigene Vereinsgeschichte fehlen bislang ein gesichertes Gründungsjahr, erste musikalische
Leitung und frühe Programme. Diese Daten sollen aus Konzertankündigungen und Vereinsunterlagen ergänzt werden; bis dahin bleibt die Einordnung bewusst knapp und eigenständig.
Offene Forschungsfrage: Gründungsjahr und Entwicklung ermitteln.
Quellenbasis: städtische Vereinsbroschüre
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SPD – Ortsverein Sendenhorst
seit 1922; heute aktiv
Vereins-Kennkarte
Gründung 1922; seit 2024 gemeinsamer OV Sendenhorst-AlberslohStand 2025/26; Vorstand seit 2024
Vorstand
VorsitzRalf Kaldewey und Christiane Seitz-Dahlkamp (Doppelspitze)
2. Vorsitzentfällt durch Doppelspitze
KassiererAlexander Tepe
SchriftführerTimo Lütke-Verspohl
Kontakt
AnsprechpartnerSPD Sendenhorst-Albersloh
Telefonnicht öffentlich angegeben
E-MailKontakt über Vereins-/Partei-HP
Mitglieder
keine aktuelle öffentliche Zahl gefunden
Geschichte
Die Sendenhorster SPD wurde Ende Februar 1922 gegründet. Die wichtigste zeitgenössische Nachricht
erschien am 1. März 1922 im sozialdemokratischen „Volkswillen“: In Sendenhorst habe sich „vor einigen Tagen“ ein Ortsverein gebildet, dem bereits eine stattliche Zahl Mitglieder beigetreten sei. Am
27. März folgte eine öffentliche Volksversammlung im Hotel Klümper.
Fascies ergänzt die Zwischenkriegszeit mit konkreten örtlichen Aktivitäten. Im April 1932
veranstaltete die OG Sendenhorst eine öffentliche Versammlung unter dem Titel „Der Kampf um Preußen“; weitere SPD-Wahlveranstaltungen folgten vor den Reichstagswahlen.
Politisch blieb die SPD in der stark katholischen Stadt zunächst klein. Nach 1945 gehörte sie aber
wieder zur kommunalen Parteienlandschaft. 1989 wurde mit Franz-Josef Reuscher erstmals ein SPD-Politiker Bürgermeister Sendenhorsts.
Da die SPD zum 100-jährigen Jubiläum selbst bereits eine ausführliche Chronik veröffentlicht hat,
konzentriert sich das Kompendium auf die durch Fascies ergänzbaren lokalen Organisationsspuren.
Der Ortsverein wurde 1922 gegründet und ist spätestens 1932 in den Verwaltungsakten ausdrücklich
als „OG Sendenhorst der SPD“ greifbar. Im April 1932 veranstaltete er eine öffentliche Versammlung unter dem Titel „Der Kampf um Preußen“; weitere Wahlveranstaltungen wurden teils vom
Parteisekretariat Münster oder vom Stadtverband Ahlen organisiert.
Nach 1945 begann die Parteiarbeit neu. Eine städtische Statistik vom Januar 1948 nennt Hermann
Bücker als Vorsitzenden und 53 Mitglieder; im Stadtrat saß damals ein SPD-Vertreter. Damit ist die organisatorische Kontinuität der Nachkriegs-SPD früh fassbar. Die spätere kommunalpolitische
Entwicklung bis zur Bürgermeisterwahl Franz-Josef Reuschers 1989 gehört zu den prägenden Kapiteln der örtlichen Parteiengeschichte.
Homepage / online: SPD Sendenhorst ↗f
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Spielmannszug der SG Sendenhorst
seit 1952
Vereins-Kennkarte
Gründung 1952Stand Vorstand 2026 · Mitgliederzahl 2024
Vorstand
VorsitzAndré Zirk
2. VorsitzMonika Terbaum
Geschäftsführungkein eigener Geschäftsführerposten mehr
KassiererMichael Wessel
SchriftführerKarin Serries
Kontakt
AnsprechpartnerVorstand Spielmannszug
Mitglieder
52 aktive Musiker (veröffentlicht 2024)
Geschichte
1952 initiierten Reinhold Greive und Hans-Günther Fascies die Gründung; 15 Interessierte trafen
sich in der alten Turnhalle. Die eigene Historie ist sehr umfangreich und wird deshalb nicht nacherzählt.
Die eigene Spielmannszug-Historie ist ausführlich. 1952 begann die Gruppe auf Initiative von
Reinhold Greive und Hans-Günther Fascies mit 15 Interessierten in der alten Turnhalle. Der Zug entwickelte sich zu einem der konstanten musikalischen Träger von Schützenfesten und
Stadtveranstaltungen.
Der Spielmannszug entstand 1952 auf Initiative von Reinhold Greive und Hans-Günther Fascies. 15
Interessierte trafen sich zunächst in der alten Turnhalle. Die Gruppe wuchs aus der Sportgemeinschaft heraus, entwickelte aber rasch ein eigenes musikalisches Vereinsleben.
Seitdem begleitet der Zug Schützenfeste, Umzüge und städtische Veranstaltungen. Archivbilder aus
den 1960er Jahren zeigen, wie früh er zum öffentlichen Erscheinungsbild der SG gehörte. Für die detaillierte Chronik – Instrumentierung, Tambourmajore, Wettbewerbe und Jubiläen – bleibt die eigene
Spielmannszug-Überlieferung maßgeblich.
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Sportgemeinschaft Sendenhorst 1910 e.V.
seit 1910; als SG seit 1945
Vereins-Kennkarte
Gründung 03.05.1910; als SG seit November 1945Stand 24.06.2026
Vorstand
VorsitzKarl-Heinz Sandknop
2. VorsitzStephan Erdmann
GeschäftsführungThomas Erdmann
KassiererFranz-Josef Reuscher (Finanzvorstand)
SchriftführerSina von Ofen
Kontakt
AnsprechpartnerGeschäftsstelle / Thomas Erdmann
Geschichte
Am 3. Mai 1910 wurde der Turnverein Sendenhorst gegründet; im November 1945 erfolgte der
Wiederbeginn als Sportgemeinschaft Sendenhorst. Die SG besitzt eine ausführliche eigene Historie, deshalb hier nur der Verweis auf die Entwicklung vom Turnverein zum Mehrspartenverein.
Die SG besitzt eine umfangreiche eigene Historie. Sie zeigt die Entwicklung vom 1910 gegründeten
Turnverein über die Sportarten der Zwischenkriegszeit bis zur 1945 neu formierten Sportgemeinschaft. Deshalb verweist dieser Eintrag bewusst auf die vorhandene Chronik statt sie doppelt
abzuschreiben.
Die Nachkriegsgeschichte der SG ist in den Quellen besonders gut fassbar. Nach der Neuformierung
mussten Vorstandsmitglieder von Sport- und Jugendvereinen 1946 auf Anordnung des britischen Kreiskommandanten einen politischen Fragebogen mit 133 Fragen ausfüllen. Am 18. Februar 1947 genehmigte die
Militärregierung die Führertätigkeit für Josef Heiringhoff, Hermann Bücker, Hermann Lasthaus und Karl Dünnewald; am 28. April folgte die Genehmigung der Sportgemeinschaft als Verein.
1948 beteiligte sich die SG am Sternlauf „300 Jahre Westfälischer Friede“. Diese Dokumente zeigen,
dass der Wiederbeginn nach 1945 nicht einfach durch Fortsetzung alter Strukturen erfolgte, sondern unter Entnazifizierungs- und Genehmigungsbedingungen der Besatzungszeit stand.
Homepage / online: SG Sendenhorst ↗
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Stadt- und Feuerwehrkapelle Sendenhorst
spätestens Ende 1920er; bis heute
Vereins-Kennkarte
Gründung 1921Stand 2026
Vorstand
VorsitzLydia Richter
2. Vorsitznicht öffentlich angegeben
Geschäftsführungnicht öffentlich angegeben
Kassierernicht öffentlich angegeben
Schriftführernicht öffentlich angegeben
Kontakt
AnsprechpartnerLydia Richter
Mitglieder
über 100 Musikerinnen und Musiker
Geschichte
Eine Sendenhorster Stadtkapelle ist in den Fascies-Akten bereits um 1929/30 greifbar. Ein
HGF-Vermerk nennt 1929 die Stadtkapelle unter Anton Jaspert; 1930 zeigt der Heimatvereinsbestand die Feuerwehrkapelle auf dem Marktplatz. Bei der Heimatwoche 1950 gab die Sendenhorster Stadtkapelle
ein großes Platzkonzert.
1965 spielte die Feuerwehrkapelle bei der 650-Jahr-Feier. In den 1970er Jahren ist die Bezeichnung
„Stadt- und Feuerwehrkapelle“ fest etabliert: Sie musizierte traditionell um Mitternacht an Heiligabend und fuhr an Mariä Himmelfahrt nach Warendorf. 1975 war Wilhelm Wöstmann Kapellmeister.
Eine externe Feuerwehrübersicht nennt 1921 als Gründungsjahr; dieser Punkt sollte mit
Vereinsunterlagen gegengeprüft werden. Historisch sicher ist: Die musikalische Tradition ist spätestens seit Ende der 1920er Jahre kontinuierlich sichtbar.
Das Gründungsjahr lässt sich inzwischen mit 1921 angeben. Die Kapelle ist heute Musikzug der
Freiwilligen Feuerwehr in Orchesterbesetzung. Die aktuelle Pfarreidarstellung nennt über 100 Musikerinnen und Musiker; neben dem Hauptorchester bestehen Ausbildungs- und Jugendbereiche.
Historisch trat die Kapelle bei Schützenfesten, kirchlichen Feiern, Stadtjubiläen und Konzerten
auf. Die traditionelle Blasmusik in der Heiligen Nacht ist bereits für die 1970er Jahre ausdrücklich überliefert. Damit verbindet die Kapelle Feuerwehrtradition, Nachwuchsarbeit und einen großen Teil
des öffentlichen Festkalenders.
Die Kapelle ist seit 1921 Teil des Sendenhorster Musiklebens. Bereits Ende der 1920er Jahre wird
eine Stadtkapelle unter Anton Jaspert genannt; um 1930/31 organisierten Musiker Tanzveranstaltungen, um Reparaturen an Instrumenten zu finanzieren. Nach dem Krieg trat die Kapelle wieder bei
öffentlichen Festen auf, unter anderem bei der Heimatwoche 1950 und beim Stadtjubiläum 1965.
Die Verbindung von Stadt- und Feuerwehrfunktion erklärt die breite Präsenz bei weltlichen wie
kirchlichen Anlässen. In den 1970er Jahren gehörten Weihnachtsmusik, Wallfahrten und Stadtfeste selbstverständlich zum Jahreslauf. Die genaue Kontinuität zwischen einer möglicherweise frühen
Kolping-Musikkapelle und der 1921 gegründeten Kapelle bleibt nur dann zu behaupten, wenn eine Vereinsquelle dies ausdrücklich belegt.
Offene Forschungsfrage: Gründungsjahr 1921 und Übergang von „Stadtkapelle“ zu „Stadt- und Feuerwehrkapelle“ anhand Vereinsunterlagen
verifizieren.
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Stadtfanfarenzug „Blau-Weiß“ Sendenhorst e.V.
seit 1974
Vereins-Kennkarte
Gründung 1974Stand Kontaktangabe 2022; Verein 2026 weiterhin aktiv
Vorstand
Vorsitzzuletzt öffentlich als Kontakt: Christian Opitz
2. Vorsitznicht öffentlich ermittelt
Geschäftsführungnicht öffentlich ermittelt
Kassierernicht öffentlich ermittelt
Schriftführernicht öffentlich ermittelt
Kontakt
AnsprechpartnerChristian Opitz (letzte öffentlich auffindbare Kontaktangabe)
Mitglieder
keine aktuelle öffentliche Zahl gefunden
Geschichte
Der Fanfarenzug ist nun deutlich besser datiert. Archivbilder zeigen ihn bereits 1974 beim
Martinusschützenfest. Die Heimatvereinschronik beschreibt den neuen Fanfarenzug im selben Jahr erstmals öffentlich im Umfeld des 60-jährigen Kolpingjubiläums.
Ein zweiter unabhängiger Zeitanker kommt vom Spielmannszug: 2024 wurde dem Stadtfanfarenzug
ausdrücklich zum 50-jährigen Jubiläum gratuliert. Das bestätigt 1974 als Gründungs-/Startjahr sehr stark.
Der Shorst-Bestand verfolgt „Blau-Weiß“ durch 1980, 1982, 1991 und 1998 bei großen Sendenhorster
Festen. Damit ist die Entwicklung vom neuen Zug der 1970er Jahre zum festen Bestandteil des Stadt- und Schützenlebens gut belegbar.
Die Gründung 1974 ist inzwischen mehrfach abgesichert. Archivfotos zeigen den Zug bereits beim
Martinusschützenfest 1974; 2024 wurde offiziell das 50-jährige Bestehen gefeiert. Damit kann das Gründungsjahr ohne das frühere Fragezeichen übernommen werden.
Seit den 1970er Jahren ist der Fanfarenzug bei Schützenfesten, Umzügen und Stadtveranstaltungen
regelmäßig präsent. Bildserien von 1980, 1982, 1991 und 1998 zeigen auch wechselnde Tambourmajore und Generationen von Musikerinnen und Musikern.
Die Gründung 1974 ist inzwischen mehrfach gesichert: Archivaufnahmen zeigen den neuen Fanfarenzug
bereits im selben Jahr, und 2024 wurde das 50-jährige Bestehen gefeiert. In der Vereinsübersicht 1975 erscheint Hubert Wessel als Vorsitzender.
Der Zug wurde rasch Teil der Sendenhorster Festkultur. Bilder von 1980, 1982, 1991 und 1998
dokumentieren seine regelmäßige Teilnahme an Umzügen und Schützenfesten. Damit entstand neben Stadt- und Feuerwehrkapelle und SG-Spielmannszug ein dritter dauerhaft sichtbarer Musikzug mit eigener
Klang- und Uniformtradition.
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U
Unterstützungsverein „Glückauf“
belegt 1924
Geschichte
In der HGF-Übersicht der politischen und wirtschaftlichen Organisationen von 1924 erscheint ein
Unterstützungsverein „Glückauf“. Die Namensgebung und Einordnung zwischen christlichen und freien Arbeiterorganisationen weisen auf gegenseitige Hilfe im Arbeitnehmermilieu.
Die intensive Suche in den Fascies-/Petzmeyer-Beständen hat noch keine Satzung oder längere
Vereinschronik geliefert. Gerade deshalb bleibt „Glückauf“ als Forschungsfall im Kompendium: Existenz und Einordnung sind gesichert, Gründung, Zielgruppe und Ende noch nicht.
„Glückauf“ erscheint in der großen Sendenhorster Organisationsaufnahme von 1924 als
Unterstützungsverein mit Angelkötter als Vorsitzendem/Geschäftsführer und 45 Mitgliedern. Schon der Name deutet auf ein sozial bzw. berufsständisch geprägtes Selbsthilfemilieu hin.
Welche konkrete Berufsgruppe der Verein umfasste, welche Leistungen er gewährte und wie lange er
bestand, ist aus der Übersicht allein nicht sicher. Deshalb wird weder ein Bergarbeiterbezug noch eine spätere Rechtsnachfolge unterstellt. Die Mitgliederzahl zeigt jedoch, dass es sich nicht um eine
bloße Kleingruppe handelte.
Offene Forschungsfrage: Satzung, Gründungsjahr, Mitgliederstruktur und Ende suchen.
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V
VdK / Sozialverband – Ortsverband
Nachkriegszeit; heute Sendenhorst/Albersloh
Vereins-Kennkarte
Gründung Nachkriegszeit; örtliche Vorgängerorganisationen früher belegtStand Vorstand 2026 · Mitgliederzahl 2025
Vorstand
VorsitzRegine Descher
2. VorsitzHedwig Glatzel
Geschäftsführungüber VdK-Kreisverband Warendorf
KassiererBernhard Descher
SchriftführerHedwig Glatzel
Kontakt
AnsprechpartnerRegine Descher
Mitglieder
234 (veröffentlicht 30.04.2025)
Geschichte
Der heutige VdK-Ortsverband Sendenhorst/Albersloh ist aktiv und besitzt ein eigenes Vorstandsteam.
Historisch knüpft sein Themenfeld an ältere Sendenhorster Kriegsbeschädigten- und Sozialrentnerverbände an.
Eine direkte Rechtsnachfolge vom 1926 belegten Reichsbund bzw. vom 1975 genannten Verein der
Kriegsbeschädigten zum heutigen VdK ist im derzeitigen Quellenstand nicht belegt und wird deshalb nicht behauptet.
Für die Vereinsgeschichte ist genau dieser Übergang von Kriegsopferfürsorge zu allgemeiner
Sozialverbandsarbeit besonders interessant.
Die heutige VdK-Struktur steht in einer langen Sendenhorster Geschichte der Kriegsopfer- und
Sozialverbände. Bereits 1926 bestand eine Ortsgruppe des Reichsverbandes Deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener. 1949 ist ein „Ortsbund der Kriegs- und Zivilbeschädigten,
Sozialrentner und Hinterbliebenen“ mit eigener Veranstaltung belegt; 1975 erscheint erneut ein entsprechender Verein.
Diese Stationen zeigen eine funktionale Kontinuität der Interessenvertretung, aber noch keine
gesicherte juristische Linie bis zum heutigen VdK. Genau dieser Übergang – Reichsbund, Nachkriegsverbände, VdK – bleibt ein eigener Forschungspunkt.
Offene Forschungsfrage: Nachkriegsgründung und Namens-/Verbandswechsel des örtlichen VdK rekonstruieren.
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Verein der Heimkehrer
belegt 1975
Geschichte
1975 führte Fascies einen eigenen Verein der Heimkehrer in Sendenhorst; Vorsitzender war Bernhard
Schmies. Solche Vereinigungen bündelten die Erfahrungen von Kriegsgefangenschaft, Rückkehr und Wiedereingliederung in die Nachkriegsgesellschaft.
Im HGF-/Shorst- ist bislang keine geschlossene Chronik aufgetaucht. Der Eintrag bleibt deshalb als
gezielter Forschungsauftrag erhalten und soll über Presse, Nachlässe und Vereinsfotos erweitert werden.
Der Verein der Heimkehrer ist in der Sendenhorster Übersicht von 1975 ausdrücklich genannt. Solche
Verbände entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg aus den besonderen Problemen ehemaliger Soldaten und Kriegsgefangener: Rückkehr in Familie und Beruf, Versorgung, Anerkennung von Haftzeiten und
gemeinsame Erinnerung.
Für Sendenhorst sind bislang weder Gründungsdatum noch erster Vorstand gesichert. Die örtliche
Gruppe gehört jedoch in denselben Nachkriegskontext wie Kriegsbeschädigtenverbände und Vertriebenenorganisationen und zeigt, wie stark Kriegserfahrungen die Vereinslandschaft noch Jahrzehnte nach
1945 prägten.
Offene Forschungsfrage: Gründungsjahr, Mitgliederzahl, Vereinslokal und Ende ermitteln.
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Verein der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner
belegt 1975
Geschichte
1975 existierte in Sendenhorst ein Verein der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und
Sozialrentner; als Vorsitzender wird Josef Greive genannt. Die Bezeichnung zeigt bereits den Wandel vom reinen Kriegsopferverband zu einer breiteren sozialpolitischen Interessenvertretung.
Zu klären ist die Verbindung zum 1926 belegten Reichsbund und zum heutigen VdK. Eine bloße
Namensähnlichkeit reicht für eine Rechtsnachfolge nicht.
Die 1975 genannte Organisation hatte ältere Vorläufer. 1949 ist in den Quellen ein Ortsbund der
Kriegs- und Zivilbeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen nachgewiesen, der sogar einen karnevalistischen Abend veranstaltete. Damit war die Gruppe nicht nur Interessenvertretung, sondern auch
sozialer Treffpunkt.
Ob diese Nachkriegsorganisation identisch mit dem 1975 genannten Verein war und wie der spätere
Übergang zum VdK verlief, muss anhand von Satzungen und Vorstandslisten geklärt werden. Die Namensänderungen allein reichen für eine sichere Rechtsnachfolge nicht aus.
Offene Forschungsfrage: Organisatorische Übergänge 1945–1975 rekonstruieren.
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VfB / DJK / Fußball der SG
seit 1920
Geschichte
1920 entstand der eigenständige VfB Sendenhorst; die Fußballgeschichte führte über DJK und
Turnverein in die SG. Das SG-Fußballarchiv dokumentiert diese Entwicklung inzwischen detailliert.
Die Fußballabteilung hat ihre Frühgeschichte selbst sehr detailliert aufgearbeitet. Wichtigster
Eckpunkt ist 1920 mit der Gründung des VfB Sendenhorst. Die spätere Entwicklung über DJK und Turnverein bis zur SG spiegelt zugleich die politischen und organisatorischen Brüche des 20.
Jahrhunderts.
Die Akten ergänzen die Fußballchronik um die schwierigen frühen 1930er Jahre. 1927 zählte der
Verein für Bewegungsspiele unter Friedrich Lütke 65 Mitglieder. Für die DJK werden 1932 27 und 1933 28 Mitglieder genannt. 1933 beantragte die DJK eine Bannerweihe; verantwortlich war Bernhard
Heiringhoff.
Ab 1934 wurden konfessionelle Sportvereine systematisch eingeengt. Der Reichssportführer
reservierte Wehrsport für NS-Organisationen, 1935 untersagte eine Polizeiverordnung konfessionellen Jugendverbänden praktisch jede nicht rein religiöse sportliche und volkssportliche Tätigkeit. Die
spätere SG-Geschichte nach 1945 muss daher als wirklicher organisatorischer Neubeginn unter anderen politischen Bedingungen verstanden werden.
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Volksverein Sendenhorst
1924 sicher belegt · 170 Mitglieder
Geschichte
1924 nennt die Stadt einen „Volksverein“ mit Bröcker als Vorsitzendem/Geschäftsführer und 170
Mitgliedern. Die personelle Verbindung zu Präses Bröcker und die Größe sprechen für einen bedeutenden katholisch-sozialen Bildungs- und Organisationszusammenhang.
Der Volksverein stand damit neben Arbeiterverein, Gesellenverein und christlichen Gewerkschaften.
Solche Überschneidungen waren typisch für das katholische Milieu der Weimarer Zeit: Eine Person konnte gleichzeitig kirchlich, beruflich und politisch in mehreren Verbänden organisiert sein.
Welcher überörtliche Volksverein gemeint war und wie die Sendenhorster Gruppe arbeitete, muss noch
mit Satzungen und Verbandsakten abgeglichen werden.
Offene Forschungsfrage: Überörtlichen Verband, Gründung und konkrete Bildungs-/Sozialarbeit in Sendenhorst bestimmen.
Quellenbasis: Quellen / Stadtarchiv Sendenhorst ·
Vereinswesen
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W
Westfälischer Bauernverein / frühe landwirtschaftliche Organisation
ab 1880er Jahren belegt
Geschichte
Ab 1880 verzeichnet Fascies zahlreiche Sendenhorster Aufnahmen in den Westfälischen Bauernverein.
In den folgenden Jahren kommen weitere Stadt- und Kirchspielbewohner hinzu. Die Akten zeigen damit schon vor dem eigentlichen landwirtschaftlichen Ortsverein eine organisierte bäuerliche
Interessenvertretung.
1907 veranstaltete ein landwirtschaftlicher Verein der Stadt Sendenhorst und des Amtes Vorhelm ein
großes Tierschaufest bei Werring mit Zug zur Mühlenkuhle, Musik, Zapfenstreich und Festball. 1930 wird Bernhard Roetering als Vorsitzender des landwirtschaftlichen Ortsvereins genannt; 1975 bestand
der Ortsverein weiterhin.
Die Quellen zeigen schon ab 1880 Sendenhorster Mitglieder im Westfälischen Bauernverein. 1882
kamen weitere 29 Personen aus Stadt und Kirchspiel hinzu; bis 1886 folgen zahlreiche namentlich dokumentierte Aufnahmen. 1889 fand eine Versammlung des Westfälischen Bauernvereins im Saal Horsmann
statt.
Später bestanden andere landwirtschaftliche Organisationsformen. 1907 veranstaltete ein
Landwirtschaftlicher Verein der Stadt Sendenhorst und des Amtes Vorhelm ein Tierschaufest in der Mühlenkuhle; Vereinsdirektor war Reinhold Brüning. 1924 zählte ein landwirtschaftlicher Ortsverein
unter Roetering 210 Mitglieder. Diese Stationen belegen starke landwirtschaftliche Verbandsarbeit, aber noch keine durchgehende juristische Kontinuität.
Offene Forschungsfrage: Die Übergänge zwischen Westfälischem Bauernverein, dem Verein von Stadt/Amt Vorhelm und dem späteren
Landwirtschaftlichen Ortsverein sind noch nicht als rechtliche Kontinuität gesichert.
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Wirteverein Sendenhorst
1924 sicher belegt · 20 Mitglieder
Geschichte
Die Organisationsübersicht von 1924 nennt einen Wirteverein mit Herweg als
Vorsitzendem/Geschäftsführer und 20 Mitgliedern. Damit waren auch die Gastwirte als eigene Berufsgruppe organisiert.
Das ist für Sendenhorst besonders interessant, weil Gaststätten gleichzeitig die Infrastruktur
fast des gesamten Vereinslebens bildeten: Herweg, Kaupmann, Werring, Seelige, Ridder, Hullerum und andere Häuser dienten als Versammlungs-, Theater-, Tanz- und Vereinslokale. Der Wirteverein vertrat
also eine Berufsgruppe, die selbst zentraler Gastgeber des übrigen Vereinswesens war.
Gründung, Satzung und konkrete Aufgaben des Wirtevereins sind noch zu erforschen.
Offene Forschungsfrage: Mitgliederliste und Tätigkeit des Wirtevereins – insbesondere zu Polizeistunde, Tanzgenehmigungen und Steuern –
untersuchen.
Quellenbasis: Quellen / Stadtarchiv Sendenhorst ·
Vereinswesen
▲
Z
Zentrumspartei – örtliche Organisation Sendenhorst
1918 bis 1933
Geschichte
Für das Zentrum ist die Quellenlage außergewöhnlich gut. Im Pfarrarchiv liegt ein Protokollbuch
der Zentrumspartei, begonnen am 28. November 1918, geführt bis Anfang 1922, 1929 wieder aufgenommen und mit letzter Eintragung vom 6. Januar 1932.
Am 28. November 1918 trafen sich im Gasthof Suermann rund 80 Anhänger aus Stadt und Landgemeinde
zur Schaffung einer örtlichen Organisation. Es wurde ein Vorstand gewählt und Vertrauensleute für Stadtviertel und Bauerschaften bestimmt. Am 5. Dezember wurde Bauunternehmer Brandhove zum ersten
Vorsitzenden gewählt.
Schon am 10. Dezember 1918 folgte eine eigene Frauenversammlung – unmittelbar vor den ersten
Wahlen mit Frauenwahlrecht. Die Parteiorganisation war damit bemerkenswert schnell auf die neue demokratische Ordnung eingestellt.
Sendenhorst blieb bis 1933 eine Hochburg des Zentrums. Bei der Reichstagswahl am 31. Juli 1932
erhielt die Partei in der Stadt 884 Stimmen bzw. 74,5 Prozent. Am 6. November 1932 waren es 790 Stimmen bzw. 69,9 Prozent. Noch im Februar 1933 wurden Zentrumsversammlungen angemeldet.
Der Parteieintrag endet nicht mit einer simplen Wahltabelle: Zentrum und katholisches
Vereinsmilieu waren personell und sozial eng verflochten. Genau diese Verbindung erklärt einen großen Teil der lokalen politischen Kultur vor 1933.
Die örtliche Zentrumsorganisation ist durch ein eigenes Protokollbuch im Pfarrarchiv besonders gut
abgesichert. Petzmeyer verzeichnet das „Protokollbuch Centrumspartei 1918–31“ in Karton 31. Damit existiert neben Presse und Wahlakten eine unmittelbare organisatorische Quelle.
Auch in den letzten Jahren der Weimarer Republik war das Zentrum in Sendenhorst äußerst stark.
1932 organisierte Vikar Focke Versammlungen; kurz vor der Reichstagswahl 1933 gab es eine eigene Frauenversammlung und eine politische Kundgebung, an der katholischer Gesellenverein, Jungmännerverein
und DJK beteiligt waren. Nach 1945 lebte das Zentrum nochmals auf: Eine städtische Statistik von Januar 1948 nennt Dr. Untiedt als örtlichen Vorsitzenden und einen Zentrumssitz im Stadtrat. Damit
reicht die lokale Geschichte deutlich über 1933 hinaus.
Quellenbasis: HGF/Fascies, Pfarrarchiv Kasten 31 – Protokollbuch Zentrum · HGF/Fascies, Wahl-/Versammlungsakten 1932/33 ·
Quelle / Vereinswesen
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Ziegenzuchtverein Sendenhorst
1901 gegründet; mindestens bis in die 1930er
Geschichte
Der Ziegenzuchtverein wurde 1901 auf Initiative von Bürgermeister Hetkamp gegründet. Zum
25-jährigen Jubiläum 1926 erinnerte man daran, dass der Verein gerade weniger bemittelten Familien und deren Kindern erheblichen Nutzen gebracht habe. Die Ziege war für viele Haushalte Teil der
Selbstversorgung – der Verein war daher Sozial- und Wirtschaftsorganisation zugleich.
Die große Vereinsaufnahme von 1924 nennt rund 350 Mitglieder. Damit war der Ziegenzuchtverein
zeitweise eine der mitgliederstärksten Sendenhorster Organisationen überhaupt.
Leistungsschauen gehörten zum Vereinsleben. Für 1934 ist eine Ziegenschau in der Mühlenkuhle mit
anschließendem Festball dokumentiert. Ein Archivfoto von 1921 bestätigt zusätzlich die starke lokale Präsenz.
Zum 25-jährigen Bestehen 1926 erinnerte die örtliche Quelle ausdrücklich daran, dass Bürgermeister
Hetkamp den Verein 1901 mit wenigen Mitstreitern aufgebaut hatte und Stadtrentmeister Kleinhans das Werk später fortführte. Der Jubiläumstext hebt weniger Zuchtpreise als den Nutzen für Familien
hervor.
Mit rund 350 Mitgliedern in der Organisationsaufnahme 1924 war der Ziegenzuchtverein größer als
viele heute prominentere Vereine. Das erklärt sich aus der wirtschaftlichen Funktion der Ziegenhaltung: Milch und Nachwuchs waren für Haushalte mit wenig Land oder geringem Einkommen unmittelbar
wertvoll.
Zum 25-jährigen Bestehen 1926 erinnerte die örtliche Quelle ausdrücklich an die Gründung 1901
durch Bürgermeister Hetkamp. Stadtrentmeister Kleinhans führte die Arbeit später fort. Der Text hebt nicht Schauerfolge, sondern den praktischen Nutzen für Familien hervor – besonders für weniger
Bemittelte und deren Kinder.
Die Größe des Vereins unterstreicht diese Funktion: 1924 nennt die Organisationsübersicht
Kleinhans als Vorsitzenden und rund 350 Mitglieder. Bereits 1905 unterstützte die Stadt eine Ziegenschau durch günstige Überlassung eines Grundstücks. Der Verein war damit zeitweise einer der größten
Zusammenschlüsse Sendenhorsts und ein Stück sozialer Alltagsökonomie.
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