Herzlich willkommen beim Heimatverein Sendenhorst e.V. !
Herzlich willkommen beim Heimatverein Sendenhorst e.V. !

Der Ring um Sendenhorst

Von Wall und Gräfte zur Promenade

Der Ring um Sendenhorst – mehr als 700 Jahre Stadtgeschichte auf rund 1,5 Kilometern

Die heutige Promenade folgt großen Teilen der ehemaligen Sendenhorster Stadtbefestigung. Wo einst Wall und Doppelgraben die Stadt schützten, entstanden später Gärten, Bleichen und Wirtschaftsflächen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich daraus die Promenade. Heute verbinden sich hier mittelalterlicher Stadtgrundriss, Wibbsenwall, jüdischer Friedhof, Brauchtum, Kunst und moderner Grünring.

Sendenhorst hinter Wall und Doppelgraben

Das alte Sendenhorst war keine offene Siedlung. Um den Stadtkern verlief eine Doppelgrabenanlage mit einem dazwischenliegenden Wall. Vier Tore verbanden die Stadt mit dem Umland: Nordtor, Osttor, Südtor und Westtor.

Bis heute lässt sich dieser Befestigungsring erstaunlich gut im Stadtgrundriss erkennen. Nordgraben, Ostgraben, Südgraben und Westgraben bewahren die Erinnerung an die Gräfte unmittelbar im Straßennetz. Hinzu kommen historische Bezeichnungen wie Wall, Welle oder Wallstiege.

Die eigentliche Befestigungsanlage war dabei breiter als die heutige Promenade. Der heutige grüne Ring bildet also nicht die gesamte mittelalterliche Anlage ab, folgt aber großen Teilen ihres Verlaufes.

Das Entscheidende: Die mittelalterliche Stadtgrenze muss in Sendenhorst nicht allein anhand alter Karten rekonstruiert werden. Man kann sie bis heute weitgehend abgehen.

Der Festungsring verschwindet

Im 18. Jahrhundert hatte die mittelalterliche Befestigung ihren militärischen Nutzen weitgehend verloren. Nach dem Siebenjährigen Krieg von 1756 bis 1763 setzte auch im Fürstbistum Münster die Entfestigung ein. Eine erste entsprechende Anordnung wurde in Sendenhorst offenbar nicht konsequent umgesetzt. Nach Krieg und Stadtbrand von 1764 hatten die Einwohner zunächst andere Sorgen.

Am 13. März 1778 wurde deshalb erneut ausdrücklich verlangt, die alten Befestigungen zu beseitigen. Die inneren Gräben sollten verfüllt werden; Bürgermeister und Rat hatten die Arbeiten zu beaufsichtigen.

Schon 1779 konnte die Stadt ein erstes planiertes Wallstück für zwölf Jahre verpachten. Entlang der noch bestehenden Außengräfte musste jedoch ein Fahrweg von neun Fuß – rund 2,75 Metern – frei bleiben.

Der Umbau zog sich über Jahrzehnte hin. 1789 wurde der Abschnitt vom Westtor zum Südtor planiert. Für 1791 war der Bereich vom Südtor zum Osttor vorgesehen. 1793 stockten die Arbeiten wegen außergewöhnlich hoher Lebensmittelpreise. 1798 fehlte schlicht genügend Erde, um die Gräben aufzufüllen. 1800 folgte eine weitere dringende Aufforderung. Erst 1802 war die Entfestigung im Wesentlichen abgeschlossen.

24 Jahre für die Entfestigung

Vom erneuten ausdrücklichen Befehl 1778 bis zum Abschluss 1802 verging fast ein Vierteljahrhundert. Aus Wall und Graben wurde dabei noch lange keine Promenade. Zunächst entstanden Wege, Gärten, Bleichen und andere Nutzflächen.

Vom Wehrgraben zum Nutzraum

Nach der Entfestigung entstanden auf dem ehemaligen Wall- und Grabengelände keine Parkanlagen, sondern zunächst ganz praktische Nutzflächen. Teile wurden als Gärten und Bleichen verpachtet. Die Namen Nordenbleiche und Südenbleiche erinnern bis heute daran.

Besonders anschaulich beschreibt die Archivgeschichte Nr. 54 „Zur Promenadenanlage in Sendenhorst“ den Zustand der alten Gräfte. Der frühere Verteidigungsgraben war mit der Zeit verschlammt und verkommen. Reste vom Flachsbrechen, Spreu, faule Rüben, verdorbenes Obst und andere Abfälle landeten darin.

Auch Tierkadaver werden in der historischen Schilderung erwähnt. Der Schlamm stieg, die Wasserfläche wurde kleiner, und die ehemalige Befestigungsanlage verwandelte sich mehr und mehr in einen wenig ansehnlichen Teil des kleinstädtischen Wirtschaftsraumes.

Gleichzeitig gehörte die Gräfte zum Alltag. Kinder spielten dort, Jungen schnitten barfuß Schilf für Prozessionen. Auf den verfüllten Flächen liefen Ziegen und Schweine; Brennholz, Nutzholz, Runkeln und Kartoffelkraut wurden dort gelagert.

Die Promenade entstand nicht auf einer grünen Wiese. Sie verdrängte Nutzungen, die sich über Generationen auf dem ehemaligen Befestigungsgelände entwickelt hatten. Genau daraus erklärt sich ein Teil des späteren Widerstandes gegen das Projekt.

Auf der Stadtseite lagen außerdem die Wallgärten. Gerade diese Mischung aus kleinem Giebelhaus, Handwerk, Landwirtschaft, breiter Deele und Garten hinter dem Haus empfand der spätere Promenadenautor als charakteristisch für Sendenhorst.

Aus der Gräfte wird die Promenade

Im Winter 1906/07 begann die entscheidende Umwandlung. Teile der noch vorhandenen Außengräfte wurden verfüllt. Dabei wurde unter anderem Mergelabraum aus dem Sendenhorster Strontianitbergbau verwendet.

Unter Teilen der heutigen Promenade steckt Industriegeschichte: Material aus der Strontianitzeit half dabei, die mittelalterliche Gräfte endgültig verschwinden zu lassen.

Am 28. Februar 1913 berichtete die Zeitung ausdrücklich über die Anlage einer „Promenade um die Stadt“. Die ehemaligen Festungswälle und die inzwischen verfüllten Gräben seien dafür besonders geeignet. Bemerkenswert ist, dass schon damals auf erfolgreiche Beispiele aus anderen Städten verwiesen wurde.

Der ursprüngliche Plan war großzügig. Fast der gesamte kommunale Grund im ehemaligen Grabenbereich sollte zunächst für die Promenade verwendet werden. Schließlich beschränkte man sich im Wesentlichen auf einen etwa acht Meter breiten öffentlichen Streifen. Größere Restflächen wurden den angrenzenden Eigentümern günstig überlassen.

Der Sendenhorster Kompromiss: öffentliche Promenade außen – private Wallgärten und Grundstücke innen.

Nicht alle Sendenhorster waren begeistert. Beim Fastnachts-Volksgericht 1914 wurde die Promenade als „kostspielig, überflüssig und zwecklos“ verspottet und angeblich sogar als Hemmnis für die heimische „Volkswohlfahrt“ bezeichnet.

Die Ironie der Geschichte

1914: kostspielig, überflüssig und zwecklos.
Heute: einer der charakteristischsten öffentlichen Räume Sendenhorsts.

Der historische Bericht formuliert zugleich eine bemerkenswerte Gestaltungsidee. Sendenhorst sollte verschönert werden, ohne seinen kleinstädtischen Charakter zu verlieren. Gewünscht wurden Stockrosen, Nelken, Pfingstrosen, Georginen, Jasmin, Hecken und einfache Gartentörchen. Großstädtisch wirkende Ziergärten waren ausdrücklich nicht erwünscht.

Auch bei der Bepflanzung wurde konkret geplant. Linden sollten durch andere Arten ergänzt werden; genannt werden unter anderem Ebereschen und Götterbäume. Zum Zeitpunkt des Berichtes war bereits ungefähr ein Viertel der geplanten Promenade ausgebaut und bepflanzt.

Die Promenade sollte außerdem nicht nur schön sein, sondern Verkehrs- und Stadtbeziehungen verbessern. Besonders genannt wurden die Verbindung zwischen Bahnhof, Krankenhaus und Stadt sowie eine Fortführung in Richtung des jüdischen Friedhofs.

Dann kam der Erste Weltkrieg. Die 1914 wegen der Mobilmachung abgebrochene Vermessung des Promenadenweges konnte erst 1919 fortgesetzt werden.

Noch lange prallten alte und neue Nutzungen aufeinander. 1928 beschäftigte ein Streit um ein Fahrrecht den Rat. 1930 störten abgestellte Wagen, Holzlager und Wäscheleinen auf der Ostenpromenade. 1932 musste öffentlich darauf hingewiesen werden, dass Handwagen, Schiebkarren und Fahrräder dort nicht fahren sollten.

1932 verboten – heute selbstverständlich

Ausgerechnet Fahrräder waren auf der Promenade unerwünscht. Heute gehört der Ring selbstverständlich zum Fuß- und Radwegenetz der Stadt.

Wibbsenwall, jüdischer Friedhof und „Üm de Wälle“

Nicht die gesamte mittelalterliche Befestigung verschwand. An der heutigen Ostenpromenade liegt mit dem Wibbsenwall der letzte erhaltene Rest des alten Stadtwalls.

Im Jahr 1780 überließ die Stadt der jüdischen Bevölkerung einen Abschnitt dieses Walles als Begräbnisplatz. Der jüdische Friedhof liegt damit unmittelbar auf einem erhaltenen Teil der ehemaligen Stadtbefestigung.

Der Friedhof wurde etwa 120 Jahre genutzt. Der älteste erhaltene Grabstein erinnert an Rosalie Rothschild, gestorben 1834. Die letzte Beisetzung fand am 9. September 1900 für Leser Löwenstein statt. In der NS-Zeit war der Friedhof bedroht; 1942 und 1944 gab es Bemühungen um seine Beseitigung beziehungsweise den Erwerb der Fläche. Der Verkauf kam vor Kriegsende nicht mehr zustande. 1946 wurde die Anlage wiederhergestellt, 1994 in die Denkmalliste der Stadt eingetragen.

Zwei große Kapitel an einem Ort: Am Wibbsenwall liegen mittelalterliche Stadtbefestigung und jüdische Geschichte buchstäblich übereinander.

Der historische Ring lebt außerdem im Brauchtum weiter. Beim traditionellen „Üm de Wälle gaohn“ wird die alte Stadtgrenze bis heute abgeschritten. In der Osternacht ziehen die Ostersänger mehrfach über den alten Befestigungsring der heutigen Promenade und anschließend durch Innenstadt und Kirchplatz.

Quellenkritisch: Der Brauch wird seit langem als sehr alt beziehungsweise jahrhundertealt überliefert. Ein exakt datierter mittelalterlicher Erstbeleg ist bislang jedoch nicht nachgewiesen.

Vom Spazierweg zum grünen Stadtring

Die Promenade blieb auch im 20. Jahrhundert kein abgeschlossener Zustand. Sie wurde weiterentwickelt, ergänzt und bepflanzt. Dabei entstand ein unterschiedlich geprägter Ring: Im nördlichen und östlichen Bereich wirkt die Anlage eher naturnah, während westliche und südliche Abschnitte stärker den Charakter einer klassischen Allee beziehungsweise gartenkünstlerischen Promenade besitzen.

Ein eigenes Promenadenkonzept Anfang der 1990er Jahre beschäftigte sich mit Wegen, Pflanzungen und Eingangssituationen. Spätere Planungen stellten rückblickend fest, dass davon aus Kostengründen nur Teile umgesetzt worden waren.

Ende des 20. Jahrhunderts kam eine neue Ebene hinzu: Kunst. 1998 schrieb die Stadt einen Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung des historischen Promenadenrings aus. Themen wie Menschenwürde, Solidarität, Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Toleranz, Frieden und Freiheit rückten in den Mittelpunkt.

Ausgerechnet moderne Kunst

Der alte Promenadenautor wollte ausdrücklich keine „moderne Kunst“ an seinem kleinstädtischen Grünring. Jahrzehnte später wurde genau dieser Ring zum Kunst- und Friedensraum. Aus dem Wehrraum wurde ein Friedensraum.

Mit dem Innenstadtkonzept „Alte Wege neu erleben“ wurde der historische Ring erneut als Ganzes betrachtet. Von 2021 bis 2023 wurde die rund 1,5 Kilometer lange Promenade umfassend aufgewertet.

Neue Wegeverbindungen, charakteristisches Klinkerpflaster, Informationsstelen, Seitenwege, Kunstwerke und Aufenthaltsmöglichkeiten stärken den Ring als zusammenhängenden Grünraum. Das Bauvolumen lag bei rund zwei Millionen Euro netto.

Ein besonders sichtbarer Teil der Neugestaltung ist die Beleuchtung des Promenadenrings. Das Planungskonzept sah eine durchgehende Pollerbeleuchtung entlang der Wege sowie punktuelle Strahler zur Akzentuierung einzelner Bäume vor. Heute begleiten rund 90 Leuchten den Promenadenring und machen seinen Verlauf auch in der Dämmerung und am Abend deutlich erkennbar.

Rund 90 Leuchten am Ring: Die niedrigen Pollerleuchten begleiten den Fuß- und Radweg, ohne daraus eine klassische Straßenbeleuchtung zu machen. Ergänzt werden sie punktuell durch Baumstrahler. So bleibt der historische Ring auch nach Einbruch der Dunkelheit räumlich ablesbar.

Eine Linie – viele Funktionen:
Wall → Doppelgraben → Gärten und Bleichen → Promenade → Kunst- und Erinnerungsraum → beleuchteter moderner Fuß- und Radweg.

Sendenhorst und Westfalen

Die Umwandlung alter Befestigungsanlagen in Promenaden und Grünzüge ist kein ausschließlich Sendenhorster Phänomen. Nach dem Ende der militärischen Funktion entstanden in vielen Städten neue öffentliche Räume auf den ehemaligen Wallanlagen.

Stadt Entwicklung Vergleich mit Sendenhorst
Münster Entfestigung ab 1764; heute etwa 4,5 km Promenade. Deutlich älter, größer und städtebaulich bedeutender.
Warendorf Promenade ab 1821 auf ehemaligen Befestigungen. Besonders enger Vergleich; ebenfalls vier Tore und jüdischer Friedhof am alten Wall.
Coesfeld Grüner Ring auf ehemaligen Befestigungsflächen. Mit Walkenbrückentor und Pulverturm mehr sichtbare Befestigungsarchitektur.
Soest Große Teile des historischen Wallrings noch erhalten. Wesentlich mehr Originalsubstanz als in Sendenhorst.

Kein falscher Superlativ: Sendenhorst besitzt weder die einzige noch die älteste oder besterhaltene Wallpromenade Westfalens. Gerade der Vergleich zeigt aber, dass die Kombination verschiedener historischer Schichten auf engem Raum außergewöhnlich dicht ist.

Was Sendenhorst wirklich besonders macht

Das Besondere an Sendenhorst ist nicht ein einzelnes spektakuläres Bauwerk. Erhalten geblieben ist vielmehr die historische Linie des Stadtringes.

Doppelgraben und Wall
Die mittelalterliche Befestigungsstruktur ist im Verlauf des heutigen Rings noch nachvollziehbar.

Vier Grabenstraßen
Nord-, Ost-, Süd- und Westgraben bewahren die alte Struktur unmittelbar im Straßennetz.

Vier historische Tore
Nordtor, Osttor, Südtor und Westtor gliedern den Ring bis heute.

Originalwall
Der Wibbsenwall ist tatsächlich erhaltene Substanz der mittelalterlichen Befestigung.

Jüdischer Friedhof
Ein bedeutender Erinnerungsort liegt unmittelbar auf dem historischen Wall.

„Üm de Wälle“
Der ehemalige Befestigungsring lebt bis heute im Sendenhorster Brauchtum weiter.

Industriegeschichte
Strontianitabraum in der verfüllten Gräfte verbindet Mittelalter und Industrialisierung.

Rund 90 Leuchten
Pollerleuchten und punktuelle Baumstrahler machen den Ring auch in der Dunkelheit als zusammenhängenden Stadtraum erkennbar.

Kunst und Frieden
Der ehemalige Wehrraum ist heute zugleich Kunst-, Erinnerungs- und Friedensraum.

Die eigentliche Sendenhorster Besonderheit

Nicht ein einzelnes spektakuläres Bauwerk ist erhalten geblieben. Erhalten geblieben ist die Linie. Der mittelalterliche Stadtring ist bis heute im Stadtgrundriss, in Straßennamen, einem originalen Wallrest, einem Friedhof, im Brauchtum, in der Kunst und in der täglichen Bewegung durch die Stadt präsent.

Die Promenade ist weniger ein Denkmal am Weg als ein Denkmal als Weg.

Zeittafel

Mittelalter Wall und Doppelgraben umgeben Sendenhorst; vier Tore führen aus der Stadt.
1764 Stadtbrand im Bereich Placken/Ostgraben; die Entfestigung hat zunächst geringe Priorität.
13.03.1778 Erneuter ausdrücklicher Befehl zur Beseitigung der Befestigung.
1779 Erstes planiertes Wallstück wird verpachtet; 9 Fuß breiter Weg an der Außengräfte bleibt frei.
1780 Wallabschnitt wird der jüdischen Bevölkerung als Begräbnisplatz überlassen.
1789 Wallstück Westtor–Südtor wird planiert.
1793 Arbeiten stocken wegen hoher Lebensmittelpreise.
1798 Geeignetes Füllmaterial fehlt.
1802 Entfestigung im Wesentlichen abgeschlossen.
19. Jahrhundert Wallgärten, Bleichen und Wirtschaftsflächen prägen den ehemaligen Befestigungsring.
1906/07 Verfüllung von Teilen der Außengräfte, unter anderem mit Strontianit-Mergelabraum.
28.02.1913 Zeitungsbericht über die Anlage einer „Promenade um die Stadt“.
1914 Fastnachts-Volksgericht verspottet das Projekt; der Krieg unterbricht Vermessungsarbeiten.
1919 Vermessungsarbeiten werden fortgesetzt.
1928 Streit um ein Fahrrecht an der Promenade.
1930 Wagen, Holzlager und Wäscheleinen auf der Ostenpromenade werden beanstandet.
1932 Fahrräder, Handwagen und Schiebkarren sollen die Promenade nicht benutzen.
Anfang 1990er Eigenes Promenadenkonzept; nur teilweise umgesetzt.
1998 Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung des historischen Promenadenrings.
2021–2023 Umfassende Neugestaltung der rund 1,5 km langen Promenade mit neuen Wegen, Aufenthaltsbereichen, Klinkerpflaster, Bepflanzung und durchgehender Pollerbeleuchtung; heute begleiten rund 90 Leuchten den Ring.
Heute Grünring, Geschichtsraum, Kunstweg, Erinnerungsort, Brauchtumsroute sowie beleuchtete Fuß- und Radverbindung.

Quellen und Literatur

Stadt-Heimatarchiv / Heimatverein Sendenhorst: Archivgeschichte Nr. 54 „Zur Promenadenanlage in Sendenhorst“, Verfasser unbekannt, wohl vor 1950.
Archivgeschichten – Teil 3

Heinrich Petzmeyer / Heimatverein Sendenhorst: Quellen zur Siedlungs-, Wege- und Promenadengeschichte.
Siedlung – Wege

Heimatverein Sendenhorst: Promenadengeschichten und Beiträge zur Entfestigung.
Zeitungsgeschichte

Heimatverein Sendenhorst: Jüdisches Leben in Sendenhorst.
Jüdisches Leben

Heimatverein Sendenhorst: „Üm de Wälle gaohn“ – Brauchtum und Ostersingen.
Üm de Wälle

Heimatverein Sendenhorst: Historische Augenblicke – Wibbsenwall; Kunst und „Spiegel der Erkenntnis“.

Stadt Sendenhorst: Integriertes Handlungskonzept Innenstadt / „Alte Wege neu erleben“ – Wegeführung, Gestaltung und Beleuchtung der Promenade.

Weitere Dokumentation zur Neugestaltung: Angaben zur fertiggestellten Promenade und zu rund 90 Leuchten entlang des Rings.

Quellenkritischer Hinweis: Die ältere Archivgeschichte zur Promenade verbindet historische Beobachtungen mit zeittypischen Vorstellungen des Heimatschutzes. Diese Wertungen sind selbst Teil der Geschichte, werden hier aber nicht unkritisch als heutige Bewertung übernommen. Auch bei „Üm de Wälle gaohn“ wird zwischen langer Überlieferung und sicher datierbaren Belegen unterschieden.

 

..

Kontakt

Heimatverein Sendenhorst e.V.
Weststraße 3

48324 Sendenhorst

Rufen Sie einfach an unter

+49 170.7372307
Kontaktformular.

Brauchtum im September im Münsterland
Alte Bräuche zwischen Sommer und Herbst.
🏮 Lambertus
17. September
Kinder zogen mit Lampions durch die Straßen und versammelten sich an geschmückten Lichtpyramiden. Dort wurde gesungen und gespielt. Um 1900 war der Brauch unter anderem in Münster, Altenberge, Greven, Coesfeld und Rheine verbreitet.
🌾 Michaelis
29. September
Michaelis markierte einen wichtigen Einschnitt im bäuerlichen Jahreslauf. Die Ernte sollte beendet sein und auf abgeernteten Flächen begann vielerorts die Hütefreiheit. Hirten erhielten ihren Lohn, teilweise wechselte auch das Gesinde den Dienstherrn.
🍎 Obsternte & Schlachtfest
In Sassenberg zogen Kinder singend von Haus zu Haus und baten um Obst. Aus Drensteinfurt ist zum Schlachtfest ein besonderer Apfelkranz-Brauch überliefert.
🌾 Stoppelhahn
Ende September / Anfang Oktober
So hieß im Münsterland vielfach das traditionelle Erntefest. Erntezeichen und das letzte Getreidefuder wurden zum Hof gebracht, anschließend wurde gemeinsam gefeiert.
Quelle: Dietmar Sauermann, Damals bei uns in Westfalen – Vom alten Brauch in Stadt und Land, Band 3.

Wetter

 

Antrag auf Mitgliedschaft im Heimatverein Sendenhorst e.V. für nur 1,- EUR / Monat

 
Druckversion | Sitemap
© Sendenhorst Heimatverein