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Landwirtschaft & Höfe

Vom Bauernhof des Mittelalters zum GPS-Traktor - HÖFE · BAUERSCHAFTEN · ACKERBÜRGER · ZIEGEN · STRUKTURWANDEL

Wer heute durch Sendenhorst fährt, sieht eine moderne Kleinstadt. Doch schon wenige Minuten später beginnt eine Landschaft, deren Geschichte wesentlich älter ist als die Stadt selbst. Über Jahrhunderte war Landwirtschaft Lebensgrundlage, Arbeitgeber, Rohstofflieferant und prägender Bestandteil der Stadtgesellschaft. Felder, Wiesen, Weiden, Marken, Wälder und Gewässer waren keine Kulisse – sie waren der Wirtschaftsraum der Menschen.

Auf dieser Seite: Ackerbau, Viehhaltung, bäuerliche Arbeit, Rechte und Abgaben, Jagd und Fischerei, Mechanisierung und Strukturwandel. Lage, Grenzen, Hofgruppen, Wege und Flurnamen der sieben Bauerschaften werden ausführlich auf der Seite Die sieben Bauerschaften dargestellt.

 

Als Sendenhorst aus Höfen bestand

Die bäuerliche Geschichte Sendenhorsts ist älter als die Stadt. Schon vorgeschichtliche Siedlungsspuren zeigen, dass Menschen im heutigen Stadtgebiet Ackerbau und Viehzucht betrieben. Als „Seondonhurst“ um 890/900 erstmals schriftlich greifbar wird, darf man sich noch keine geschlossene Stadt vorstellen. Die Landschaft bestand aus Einzelhöfen, Hofgruppen, Äckern, Weiden, Wäldern und gemeinschaftlich genutzten Flächen.

Aus dieser bäuerlichen Landschaft entwickelten sich die sieben Bauerschaften Hardt, Bracht, Brock, Elmenhorst, Jönsthövel, Rinkhöven und Sandfort. Ihre einzelnen Lagen und Hofgruppen werden auf der Bauerschaften-Seite behandelt. Für die Landwirtschaft entscheidend waren vor allem die Nutzungsformen:

Drubbel – eine locker zusammenliegende Gruppe mehrerer Bauernhöfe.

Esch – eine alte Ackerflur mit zahlreichen einzelnen Ackerstreifen.

Kamp – ein abgegrenztes Stück Acker-, Wiesen- oder Weideland.

Mark / Gemeinheit / Hude – gemeinschaftlich genutztes Land für Weide, Holz, Streu und Heide.

Sendenhorst liegt im fruchtbareren Bereich des Kern- beziehungsweise Kleimünsterlandes. Die schwereren lehmig-tonigen Böden eigneten sich vielfach gut für intensiven Ackerbau, waren vor der Mechanisierung aber mühsam zu bearbeiten. Der Boden bestimmte nicht allein den Ertrag: Entwässerung, Wege, Zugtiere, Arbeitskräfte und die Verteilung vieler kleiner Parzellen entschieden mit darüber, was ein Hof leisten konnte.

Die Flurnamen als landwirtschaftliches Gedächtnis

Roggenkamp · Wickenkamp · Flaßkamp · Linnenkamp · Kuhkamp · Pferdekamp · Plaggenkamp · Feldkamp · Merschkamp · Heidkamp

Der Roggenkamp verweist auf Getreideanbau, der Kuhkamp auf Viehhaltung und der Flaßkamp auf den Anbau von Flachs. Gegen 200 überlieferte Flurstücke tragen „Kamp“ im Namen. Die Namen zeigen, wie kleinteilig die landwirtschaftliche Fläche gegliedert war und wie genau die Menschen ihre Nutzungen unterschieden.

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Was auf Sendenhorsts Feldern wuchs

Die Sendenhorster Hofakten nennen die angebauten Früchte ausdrücklich. Bei der Aufnahme eines Hofvermögens in Jönsthövel 1614 erscheinen Weizen, Roggen, Mengkorn, Gerste, Hafer, Erbsen und Bohnen. Auch Buchweizen lässt sich in Hofunterlagen nachweisen. Mengkorn bezeichnet eine gemeinsam ausgesäte Mischung verschiedener Getreidearten, häufig von Roggen und Weizen.

Weizen Roggen Mengkorn Gerste Hafer Erbsen Bohnen Buchweizen

1812 – eine Ernte in Zahlen

Eine außergewöhnlich genaue Momentaufnahme liefert ein Fragebogen an den damaligen Maire. Als Feldfrüchte werden Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Wicken, Kartoffeln, gelbe Wurzeln und große Bohnen genannt. Roggen wurde teilweise mit Derspel vermischt, Hafer zusammen mit Wicken angebaut.

220
Malter Weizen
310
Malter Roggen
225
Malter Gerste
250
Malter Hafer
800
Malter Kartoffeln
275
Malter gelbe Wurzeln
87
Malter große Bohnen

Die große Kartoffelmenge zeigt, welchen Stellenwert die Knolle zu Beginn des 19. Jahrhunderts bereits erreicht hatte. Das Getreide ernährte nicht nur Menschen und Tiere auf den Höfen: Überschüsse gingen an Bäcker, Brauer und Branntweinbrenner in Sendenhorst und den Nachbarorten.

Jeder Acker hatte seinen Namen

Beim Hof Jönsthövel erscheinen Weizenflächen auf dem Schlickfelde, Berinckfelde, Graßenkamp und der korte Breden. Roggen und Mengkorn standen unter anderem auf Middelberge, Hovekamp und Geist. Der Bauer wusste nicht nur, was er anbaute – nahezu jedes Stück Land hatte seinen eigenen Namen.

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Flachs, Hopfen und andere Rohstoffe

Nicht alles, was auf den Feldern wuchs, landete auf dem Teller. Besonders wichtig war Flachs. In den Hofakten tauchen Flachsanbau, Flachsabgaben und Geräte zur Verarbeitung immer wieder auf. Nach der Ernte mussten die Stängel geröstet beziehungsweise gewässert, gebrochen, geschwungen und gehechelt werden. Erst dann ließen sich die Fasern verspinnen und verweben.

Flachs → Rösten → Brechen → Schwingen → Hecheln → Spinnen → Leinentuch

Die Leinenherstellung war nicht nur bäuerliche Hausarbeit. 1695 erhielten die Sendenhorster Linnentuchmacher eine eigene Zunftordnung. Ab 1778 dienten verfüllte Bereiche der alten Stadtgräfte unter anderem als Leinenbleichen. 1803 wurden 55 Leinenweber genannt. Erst billiger werdende Baumwolle und industrielle Textilien entzogen diesem Verbund aus Ackerbau und Handwerk die wirtschaftliche Grundlage.

Vom Acker zum Brauer und Brenner

Auch Bier begann auf dem Acker. Für 1812 werden in Sendenhorst zehn Bierbrauereien genannt. Angegeben sind dafür 60 Malter Gerste und 360 Pfund Hopfen. Daneben bestanden vier Branntweinbrennereien; sie verarbeiteten unter anderem Weizen, Roggen, Derspel, Gerste und Bohnen. Die beim Brennen anfallende Schlempe ließ sich wiederum als Viehfutter verwenden.

Landwirtschaft verband Stadt und Land:
Korn → Bäcker · Gerste und Hopfen → Brauer · Getreide → Brennerei · Schlempe → Viehfutter · Flachs → Webstuhl

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Pferde, Rinder, Schweine & Co.

Ohne Tiere funktionierte ein Bauernhof über Jahrhunderte kaum. Die Erhebung von 1812 nennt für Sendenhorst rund 1.900 Stück Rindvieh, mehr als 500 Pferde, rund 580 Schweine sowie mehr als 500 Schafe und Lämmer. Hinzu kamen Ziegen, Hühner und Gänse.

Pferde
Zugkraft für Pflug, Egge und Wagen
Rinder
Milch, Fleisch und wertvoller Mist
Schweine
Fleisch und Verwertung pflanzlicher Abfälle
Schafe und Ziegen
Wolle, Fleisch und Milch

Was fraßen die Tiere?

Rinder kamen im Sommer auf Gemeinweiden und brachliegende Äcker; im Winter erhielten sie unter anderem Stroh und Häcksel. Schweine verwerteten Garten- und Getreideabfälle, zur Mast dienten Kartoffeln, Wicken und Gerstenmehl. Pferde fraßen im Sommer Gras und Klee, im Winter Haferhäcksel, Weizenstroh, Heu und Kleeheu.

Acker ernährt Tier → Tier liefert Arbeit, Nahrung und Mist → Mist düngt den Acker

Der Hof war damit ein Kreislaufbetrieb. Ein Teil seiner Fläche musste die Zugtiere ernähren, die ihrerseits die Felder bearbeiteten. Ernte, Viehhaltung, Fütterung und Düngung ließen sich nicht voneinander trennen.

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Marken, Huden, Wald und Hecken

Nicht jedes Stück Land wurde ausschließlich von einem einzelnen Bauern genutzt. Marken, Gemeinheiten und Huden waren gemeinschaftliche Wirtschaftsflächen. Dort weidete Vieh, man gewann Holz und Streu und nutzte Heide. Die mit einer Hofstelle verbundenen Rechte konnten einen erheblichen wirtschaftlichen Wert besitzen.

Ostheide und Greinkuhle

Die Ostheide östlich der Stadt diente als gemeinschaftliche Weide. Vieh wurde aus Sendenhorst hinausgetrieben; Wasserstellen wie die Greinkuhle dienten als Tränke und Pferdeschwemme. Die Heide war daher kein ungenutztes Ödland, sondern ein Wirtschaftsraum unmittelbar vor der Stadt.

Die Nienholter Mark

In der Nienholter Mark bestanden Huderechte für Pferde, Kühe, Rinder, Kälber, Schweine und sogar Gänse. Schafe konnten problematisch sein, weil sie junge Triebe verbissen und damit die Waldverjüngung gefährdeten. 1810/11 wurde die Mark geteilt. Gemeinschaftlich genutzte Flächen wurden einzelnen Besitzern zugeordnet; Teile wurden anschließend zu Äckern und Wiesen.

Wald und Hecken waren Nutzflächen

Wald und Hecken lieferten Brennholz, Stangen, Reisig und Material für Einfriedungen und Wege. Hecken hielten Tiere auf der Weide, markierten Grenzen und schützten vor Wind. Was heute als typische Münsterländer Parklandschaft geschätzt wird, hatte ursprünglich sehr praktische Aufgaben.

Die räumliche Seite: Gemeinheiten, Grenzverläufe, historische Wege und die Lage von Ostheide, Nienholt und weiteren Landschaftsräumen stehen ausführlicher bei den sieben Bauerschaften.

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Bauer war nicht gleich Bauer

Die bäuerliche Gesellschaft war deutlich gegliedert. Neben großen alten Höfen bestanden kleinere Hofstellen; andere Menschen besaßen kaum oder gar kein eigenes Land.

Erbe / Vollerbe: Bewirtschafter eines alten, meist größeren Hofes.

Kötter: Bewohner oder Bewirtschafter einer kleineren Hofstelle, eines Kottens.

Heuerling: meist landarmer oder landloser Bewohner eines kleinen Hauses auf bäuerlichem Grund; Miete und häufig zusätzliche Arbeitsleistungen.

Knechte und Mägde: lebten und arbeiteten meist dauerhaft auf dem Hof.

Große Düveler in der Hardt

1810 lebten dort neben der Bauernfamilie unter anderem zwei Ackerknechte und zwei Mägde. In den Aufzeichnungen erscheint sogar ein sechsjähriger Schweinehirt. Ein Hof war damit nicht nur Besitz und Gebäude, sondern eine Arbeits- und Lebensgemeinschaft.

Die Bäuerin

Zur Arbeit der Bäuerin gehörten je nach Betrieb Melken, Milchverarbeitung, Schweine und Geflügel, Garten, Vorratshaltung, Lebensmittelverarbeitung, Kochen, Waschen und Kindererziehung. Bei Arbeitsspitzen kam die Feldarbeit hinzu. Die bäuerliche Wirtschaft war daher keineswegs reine Männerarbeit.

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Eigenhörigkeit – wem gehörte der Hof?

Dass eine Familie seit Jahrhunderten auf demselben Hof lebte, bedeutete nicht, dass ihr dieser Hof nach unserem heutigen Eigentumsverständnis frei gehörte. Viele Sendenhorster Höfe standen unter geistlichen oder weltlichen Grundherrschaften. Rechte besaßen unter anderem St. Mauritz, St. Ludgeri, Überwasser, Marienfeld oder Vinnenberg. Allein dem Stift St. Mauritz waren bereits um 1300 mehrere Sendenhorster Hofstätten zugeordnet.

Eigenhörigkeit – oft Leibeigenschaft genannt

Für die westfälischen Verhältnisse ist der Begriff Eigenhörigkeit meist genauer. Der Eigenhörige war kein Sklave. Er konnte eigenes Vermögen besitzen und einen Hof über Generationen bewirtschaften. Frei wie ein heutiger Eigentümer war er dennoch nicht: Hof und Familie waren rechtlich mit dem Grundherrn verbunden. Heirat, Hofübernahme, Tod und selbst eine persönliche Freilassung konnten Ansprüche auslösen.

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Gewinn, Sterbefall und Abgaben

Der Gewinn

Der historische Begriff Gewinn hat nichts mit Unternehmensgewinn zu tun. Übernahm ein neuer Bauer einen eigenhörigen Hof, mussten seine Nutzungsrechte gegenüber dem Grundherrn neu bestätigt oder „gewonnen“ werden. Dafür konnte eine erhebliche Leistung verlangt werden; in den Quellen begegnet auch der Weinkauf.

Beispiel Sommersell, Hardt: Nach dem Tod Dietrich Sommersells wurde 1766 der Nachlass auf 93 Reichstaler geschätzt. Die Leistung für die erneute Hofübernahme wurde mit 75 Reichstalern angesetzt.

Der Sterbefall

Starb ein eigenhöriger Bauer oder eine eigenhörige Bäuerin, konnte der Grundherr Anspruch auf einen Teil des Nachlasses erheben. Ein außergewöhnlich genauer Fall aus Jönsthövel von 1614 verzeichnet sechs Zugpferde, sechs Milchkühe, drei Rinder, vier Kälber, acht Schweine, Gänse, Hühner, Betten, Kupfergeschirr, Wagen, Karren und Pflüge – dazu die bereits eingesäten Feldfrüchte.

Der Zehnt war längst nicht alles

Ein Hof konnte gleichzeitig Geld, Naturalien und Arbeitsleistungen schulden. Genannt werden Getreide, Schweine, Lämmer, Hühner, Gänse, Eier und Flachs sowie Hand- und Spanndienste. Für einen Hof erscheinen beispielsweise vier Schweine, acht Hühner, zwei Gänse, ein Lamm und 200 Eier. Manche Pflichten waren besonders ungewöhnlich: Eine fremde Kuh musste mitversorgt oder ein Jagdhund des Grundherrn gefüttert werden.

Ein Hof – mehrere Berechtigte: Grundherr, Zehntherr, Pastor, Küster oder andere Institutionen konnten jeweils eigene Ansprüche besitzen.

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Die Bauern werden frei

Im 19. Jahrhundert brach die alte Ordnung endgültig auf. Die persönliche Eigenhörigkeit wurde aufgehoben, doch die wirtschaftlichen Belastungen verschwanden nicht automatisch. Naturalabgaben und Dienste wurden häufig zunächst in Geldleistungen umgerechnet und anschließend durch größere Zahlungen dauerhaft abgelöst.

Die Rentenbank

Ab 1850 spielte die Rentenbank in Münster eine wichtige Rolle. Sie stellte Kapital für die Ablösung alter Lasten bereit: Der Grundherr erhielt seine Abfindung, der Bauer zahlte die Summe langfristig zurück. Zwischen etwa 1850 und 1860 wurden zahlreiche Sendenhorster Höfe endgültig von alten grundherrlichen Belastungen befreit. Aus dem eigenhörigen Hofbewirtschafter wurde schrittweise der persönlich freie und wirtschaftlich selbstständig handelnde Landwirt.

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Landwirtschaft mitten in der Stadt

Wer Landwirtschaft nur draußen in Hardt, Rinkhöven oder Bracht sucht, übersieht einen wichtigen Teil der Sendenhorster Geschichte. Sendenhorst war eine Ackerbürgerstadt. Viele Bewohner verbanden Handwerk und Landwirtschaft; hinter den Häusern lagen Gärten, Ställe und Wirtschaftsgebäude.

Vieh mitten in Sendenhorst

Stadt Pferde / Füllen Schafe Rindvieh Ziegen Schweine
1826 60 104 506 30 300
1925 104 4 496 290 765

Zwei Schweine in der Weststraße

Wie lange diese bäuerliche Stadt erhalten blieb, zeigt eine Sendenhorster Familienüberlieferung: Anton und Käthe Hölscher hielten noch nach dem Zweiten Weltkrieg mitten in der Weststraße zwei Schweine und Hühner. Vor dem Haus war eigens ein Misthaufen hergerichtet. Bernhard Hölscher musste ihn zu katholischen Feiertagen mit dem Spaten akkurat „abstechen“. Was heute in einer innerstädtischen Wohnstraße kaum vorstellbar wäre, gehörte damals zur alltäglichen Selbstversorgung.

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Die Ziege – die Kuh des kleinen Mannes

Kaum ein Tier erzählt die Sozialgeschichte Sendenhorsts so anschaulich wie die Ziege. Eine Kuh benötigte Stallraum, viel Futter und ausreichend Fläche. Eine Ziege ließ sich mit deutlich geringerem Aufwand halten und lieferte trotzdem Milch. Gerade Arbeiter, Handwerker, kleinere Ackerbürger und Familien mit wenig Land konnten deshalb eine oder mehrere Ziegen halten.

290
Ziegen in der Stadt 1925
8
Ziegen im Kirchspiel 1925

Bei rund 2.456 Einwohnern kam innerhalb der Stadt rechnerisch auf weniger als neun Menschen eine Ziege. 1901 gründete Bürgermeister Hetkamp den Ziegenzuchtverein. Bereits 1905 ist eine Ziegenschau dokumentiert. Um 1924 zählte der Verein etwa 350 Mitglieder und war damit zeitweise eine der mitgliederstärksten Organisationen Sendenhorsts.

Stadtrentmeister Wilhelm Kleinhans war Vorsitzender des Sendenhorster Vereins und Geschäftsführer des Kreisziegenzuchtverbandes Beckum. Für seine Tätigkeit erhielt er eine Auszeichnung des Reichsbundes für Ziegenzucht. Noch 1934 fand in der Mühlenkuhle eine Ziegenschau mit anschließendem Festball statt.

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Jagd und Fischerei – Rechte in Feld und Flur

Jagd war ein eigenes Recht

Wer einen Acker besaß, durfte dort nicht automatisch jagen. Jagdrechte konnten bei anderen Berechtigten liegen, verpachtet und über größere Räume miteinander verbunden werden. Besonders gut lässt sich diese Entwicklung am Haus Grevinghof verfolgen.

Schnadjagden von 1689, 1739 und 1765 machten Grenzen und Rechte in der Landschaft sichtbar. 1776 zog eine größere Jagd mit klingenden Jagdhörnern durch das Kirchspiel. 1841 wurde die Jagdgerechtigkeit Grevinghofs als Koppeljagd über Gebiete in Sendenhorst, Albersloh, Alverskirchen und Telgte angeboten.

Jagd war zugleich: Herrschaftsrecht · Grenzrecht · Wirtschaftsgut · Pachtobjekt · Nahrungserwerb · gesellschaftliches Ereignis

Wem gehörten die Fische?

Auch Bäche, Gräben, Teiche und Kuhlen wurden wirtschaftlich genutzt. Das Land am Wasser und das Recht auf die Fische mussten nicht derselben Person gehören. Am 21. Oktober 1780 verpachtete die Stadt Fischereirechte unter anderem in Angel, Stadtgräfte, Greinkuhle, Lehmkuhle, Hellenbach sowie weiteren Teichen und Wasserstellen. In der Angel wurde mit Fuken beziehungsweise Fischreusen, Angeln und anderen Fanggeräten gefischt; auch der Fang von Krebsen ist überliefert.

Der Landwirt Greiwe aus Rinkhöven pachtete das Fischereirecht in der Angel unter anderem deshalb, weil er verhindern wollte, dass andere Fischer beim Zugang zum Wasser seine und benachbarte Felder und Wiesen beschädigten. Noch 1937 wurde das Fischereirecht in der Angel für vier Jahre angeboten.

Mehr zum Wasser: Bäche, Gräben, Kuhlen und Teiche dienten der Entwässerung, als Viehtränken, Pferdeschwemmen und Fischgewässer. Die vollständige Geschichte gehört auf die Seite Gewässer in Sendenhorst.

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Landwirtschaft organisiert sich

Im 19. und 20. Jahrhundert kamen zu den alten Nachbarschaften und Hofbeziehungen moderne Vereine, Versicherungen und Genossenschaften. Sie bündelten Einkauf und Absatz, versicherten Risiken, verbesserten die Zucht und vertraten bäuerliche Interessen.

Jahr Beleg
1880 Brennereibesitzer J. Vihsing ist der erste in den Akten genannte Sendenhorster im Westfälischen Bauernverein.
1882 29 weitere Sendenhorster werden aufgenommen; weitere namentliche Aufnahmen folgen 1883 bis 1886.
1889 Versammlung des Westfälischen Bauernvereins im Saal Horsmann.
1907 Der Landwirtschaftliche Verein für Stadt Sendenhorst und Amt Vorhelm veranstaltet bei Werring an der Mühlenkuhle ein Tierschaufest mit Umzug, Zapfenstreich und Festball. Vereinsdirektor ist Reinhold Brüning.
1924 Landwirtschaftlicher Ortsverein etwa 210 Mitglieder · Rindviehversicherungsverein etwa 140 · Ziegenzuchtverein etwa 350 · Bezugs- und Absatzgenossenschaft etwa 80.
1930 Bernhard Roetering wird als Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsvereins genannt.
1990er Der Bildbestand dokumentiert Ortsverein, Landfrauen, Bezugs- und Absatzgenossenschaft sowie Viehverwertungsgenossenschaft als weiterhin aktive Teile des ländlichen Lebens.

Landwirtschaft war damit nicht nur die Summe einzelner Betriebe. Beratung, Versicherung, Vermarktung, gemeinsamer Einkauf, Tierschauen und Feste schufen ein enges wirtschaftliches und soziales Netz.

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Ein Tag auf Hof Brüser

Einen besonders anschaulichen Einblick in die Landwirtschaft um 1930 bietet Hof Brüser in Rinkhöven. 1828 lebten dort neun Personen; zum Viehbestand gehörten vier Pferde, ein Fohlen, vier Kühe, acht Rinder und ein Schwein. 1938 umfasste der Betrieb rund 40 Hektar.

4:00 Uhr
Arbeitsbeginn im Sommer

Bäuerin, Bauer, Knecht und Magd versorgten zunächst Tiere und Stall. Kühe wurden gemolken, Schweine und Rinder gefüttert, Pferde versorgt und Ställe ausgemistet. Erst danach wurde gefrühstückt. Dann ging es mit Pferd und Pflug aufs Feld. Was ein moderner Traktor heute in kurzer Zeit erledigt, bedeutete damals stundenlange Arbeit für Mensch und Tier.

Selbstversorgung und Verkauf

Gemüse, Obst, Fleisch, Brot und weitere Lebensmittel kamen zum großen Teil vom Hof. Für Hof Brüser ist überliefert, dass jährlich mehrere Schweine für den eigenen Haushalt geschlachtet wurden. Blut, Roggenschrot, Speck und Teile des Schweins wurden unter anderem zu Wurstebrot verarbeitet. Butter und Eier konnten kleine Händler abholen und beispielsweise in Ahlen verkaufen. In Sendenhorst selbst war der Bedarf geringer, weil viele Ackerbürger solche Lebensmittel noch selbst erzeugten.

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Vom Pferd zum GPS-Traktor

Innerhalb weniger Jahrzehnte veränderte sich die Landwirtschaft stärker als in vielen Jahrhunderten zuvor. Ein Archivfoto von 1929 trägt bereits die Beschreibung „Ein Traktor ersetzt die Pferde und schafft ein Vielfaches“. Flächendeckend setzte sich die Motorisierung aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch. Noch für die 1950er-Jahre sind Pferd und Pflug im Bildbestand dokumentiert; in den 1960er-Jahren zeigen Garbenbinder und weitere Erntemaschinen eine neue Stufe der Mechanisierung.

Weniger Höfe – größere Betriebe

Viele kleinere Betriebe gaben auf. Ihre Flächen wurden von anderen Höfen übernommen oder gepachtet. Knechte und Mägde verschwanden zunehmend, während Maschinen immer mehr Arbeit übernahmen. Kurz vor der kommunalen Neugliederung bestanden im damaligen Sendenhorst noch 137 landwirtschaftliche Betriebe; mehr als 55 Prozent der Gemeindefläche waren Ackerland, hinzu kamen Wiesen und Weiden.

Flurbereinigung – Nutzen und Verlust

Früher lagen kleine Äcker, Wiesen, Weiden, Hecken, Wege, Gräben und Waldstücke nebeneinander. Selbst die Flächen eines Hofes konnten weit verstreut sein. Grundstückstausch war daher schon lange vor der modernen Flurbereinigung ein Thema. Größere Maschinen verlangten schließlich zusammenhängende, gut erreichbare Schläge. Parzellen wurden neu geordnet, Wirtschaftswege verändert und Gräben ausgebaut.

Der betriebliche Gewinn hatte eine landschaftliche Kehrseite: Manche Feldwege wurden aufgegeben, Hecken und Feldgehölze verkürzt oder beseitigt, kleine Teiche und Kuhlen verfüllt und historische Grenzen unkenntlich. Aus der kleinteiligen Kampflur wurde zunehmend die Landschaft großer Ackerschläge.

Bauern gegen den Großflughafen

Anfang der 1970er-Jahre zeigte sich die Bedeutung der Landwirtschaft auch politisch. Zwischen Sendenhorst, Albersloh und Drensteinfurt war ein internationaler Großflughafen geplant. Zahlreiche Höfe und erhebliche Agrarflächen wären betroffen gewesen. Die Landwirte organisierten sich und kämpften für den Erhalt ihrer Betriebe.

Auch Spezialisierung wird sichtbar: Der Bildbestand dokumentiert 1992 schottische Hochlandrinder am Südtor sowie 1994 einen Spargel- und Erdbeerhof in Sandfort – Beispiele dafür, wie Betriebe neue Nischen suchten.

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Landwirtschaft heute

Heute gehören je nach Betrieb GPS-Lenksysteme, digitale Ackerschlagkarteien, Satellitendaten, Sensoren, automatische Fütterungssysteme und Melkroboter zum Alltag. Der moderne Landwirt ist Bauer, Unternehmer, Techniker, Kaufmann, Datenmanager und Antragsteller zugleich.

Technik macht Wirtschaft nicht automatisch einfach

Maschinen, Gebäude, Energie, Dünger, Futtermittel, Saatgut und Pacht verursachen hohe Kosten. Gleichzeitig kann der einzelne Betrieb die Preise für Milch, Getreide oder Schweine nur begrenzt beeinflussen. Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union verbindet flächenbezogene Einkommensstützung mit Umwelt-, Klima- und Naturschutzleistungen.

Sendenhorst bleibt flächenmäßig Bauernland

79 %
des heutigen Stadtgebietes sind Landwirtschaftsfläche

Das heutige Stadtgebiet umfasst rund 9.695 Hektar. Davon werden etwa 7.662 Hektar landwirtschaftlich genutzt. Der Vergleich mit älteren Zahlen verlangt Vorsicht: Seit 1975 gehört Albersloh zum heutigen Stadtgebiet; historische Angaben für das alte Sendenhorst und heutige Zahlen beschreiben daher unterschiedliche Räume.

Alte Landschaftselemente – neue Bedeutung

Hecken, Feldgehölze, Gewässerrandstreifen, Feuchtflächen und naturnahe Bachläufe gelten heute nicht nur als Grenze oder Wirtschaftsfläche. Sie schützen Boden und Wasser, bieten Lebensräume und verbinden Biotope. Damit verändert der Mensch die Landschaft erneut – diesmal häufig mit dem Ziel, Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Natur besser miteinander zu verbinden.

Vom Flaßkamp zum GPS-Traktor

Dazwischen liegen Eigenhörigkeit und Bauernbefreiung, Gewinn und Sterbefall, Knechte und Mägde, Gemeinweiden und Markenteilungen, Pferdegespanne, Schweine mitten in der Stadt, Ziegenzucht, Vereine und Genossenschaften, Mechanisierung, Flurbereinigung und europäische Agrarpolitik. Die Geschichte Sendenhorsts ist ohne die Geschichte seiner Höfe nicht zu verstehen.

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Zeittafel – Landwirtschaft in Sendenhorst

HOF · ACKER · VIEH · RECHT · TECHNIK · WANDEL

UM 890/900
„Seondonhurst“ erscheint erstmals schriftlich. Einzelhöfe und Hofgruppen prägen die Landschaft.

MITTELALTER
Bauerschaften, Esch- und Kampfluren werden greifbar. Grundherrschaft und Eigenhörigkeit bestimmen das bäuerliche Leben.

1297–1312
In Registern des Stifts St. Mauritz erscheinen mehrere Sendenhorster Hofstätten.

1456
Nach der Münsterischen Stiftsfehde werden in der Hardt zahlreiche verwüstete oder wüst gefallene Hofstellen genannt.

1614
Ein Sterbefall in Jönsthövel dokumentiert Vieh, Geräte und Feldfrüchte außerordentlich genau.

1689 / 1739 / 1765
Schnadjagden machen Jagdrechte, Grenzen, Wege, Felder und Kämpe sichtbar.

1695
Die Sendenhorster Linnentuchmacher erhalten eine Zunftordnung. Flachs verbindet Landwirtschaft und städtisches Gewerbe.

1766
Beim Hof Sommersell werden Nachlass und Weinkauf beziehungsweise Hofgewinn bewertet.

1776
Eine größere Jagd zieht mit klingenden Jagdhörnern durch das Kirchspiel.

1780
Die Stadt verpachtet Fischereirechte in Angel, Stadtgräfte, Greinkuhle, Lehmkuhle, Hellenbach und weiteren Gewässern.

1803
55 Leinenweber zeigen die enge Verbindung von Flachsanbau und Textilgewerbe.

1810/11
Die Nienholter Mark wird geteilt; gemeinschaftlich genutzte Flächen werden einzelnen Besitzern zugeordnet.

1812
Eine Erhebung dokumentiert Feldfrüchte, Erntemengen, Viehhaltung, Fütterung sowie Brauereien und Brennereien.

1826
Innerhalb der Stadt werden 60 Pferde und Füllen, 506 Stück Rindvieh, 300 Schweine, 104 Schafe und 30 Ziegen gezählt.

AB 1850
Die Rentenbank unterstützt bei der Ablösung alter Grundlasten.

1880–1889
Sendenhorster treten dem Westfälischen Bauernverein bei; 1889 findet eine Versammlung im Saal Horsmann statt.

1901
Gründung des Sendenhorster Ziegenzuchtvereins.

1907
Tierschaufest des Landwirtschaftlichen Vereins für Stadt Sendenhorst und Amt Vorhelm an der Mühlenkuhle.

1924/25
Landwirtschaftliche Vereine zählen hunderte Mitglieder; in der Stadt werden 290 Ziegen gezählt, im Kirchspiel acht.

1929
Ein Archivfoto dokumentiert einen frühen Traktor; Pferde bleiben dennoch noch lange wichtig.

UM 1930
Auf Hof Brüser beginnt der sommerliche Arbeitstag gegen vier Uhr morgens.

1934
Ziegenschau in der Mühlenkuhle mit anschließendem Festball.

1937
Das Fischereirecht in der Angel wird weiterhin öffentlich verpachtet.

NACH 1945
Auch mitten in der Stadt werden weiterhin Schweine und Hühner gehalten.

1950/60ER
Traktor, Garbenbinder und Mähdrescher verändern Feldarbeit und Arbeitskräftebedarf grundlegend.

UM 1970
Landwirte wehren sich gegen den geplanten internationalen Großflughafen.

1974
Im damaligen Sendenhorst bestehen 137 landwirtschaftliche Betriebe; mehr als 55 Prozent der Fläche sind Ackerland.

AB 1975
Strukturwandel, Flurbereinigung, Spezialisierung und größere Maschinen verändern Höfe und Landschaft weiter.

HEUTE
GPS, Satellitendaten und digitale Betriebsführung gehören zum Alltag. Rund 79 Prozent des heutigen Stadtgebietes werden landwirtschaftlich genutzt.

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Quellen und weiterführende Informationen

Hans-Günther Fascies (HGF), Stadt-Heimatarchiv Sendenhorst: Arbeitsunterlagen zu Höfen, Hofstätten, Fluren, Huden, Marken, Grundherrschaften, Landwirtschaft, Jagd, Fischerei und Vereinswesen.

Heinrich Petzmeyer: Sendenhorst. Geschichte einer Kleinstadt im Münsterland, 1993; insbesondere Stadt-, Siedlungs-, Hof-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Petzmeyer-Akten im Stadt-Heimatarchiv.

Stadt-Heimatarchiv / SHORST_COMPL: Bild- und Sachdatensätze zur Feldarbeit, Viehhaltung, Mechanisierung, Vereinen, Genossenschaften und landwirtschaftlichen Betrieben.

Heimatverein Sendenhorst: Archivgeschichten – Eigenhörigkeit und Abgaben.

Heimatverein Sendenhorst: Fluren, Huden und Jagd.

Heimatverein Sendenhorst: Gewässer, Fischerei und Markenteilungen.

Heimatverein Sendenhorst: Stadtangelegenheiten – Erhebungen von 1812, 1826 und 1925 zu Feldfrüchten, Erntemengen, Viehhaltung, Tierfütterung, Brauereien, Brennereien, Jagd und Fischerei.

Heimatverein Sendenhorst: Vereine – Westfälischer Bauernverein, Landwirtschaftlicher Ortsverein, Tierschauen, Ziegenzuchtverein und weitere Organisationen.

Heimatverein Sendenhorst: historische Hofunterlagen zu Hardt, Rinkhöven, Brock, Bracht und Jönsthövel.

Heimatverein Sendenhorst: Fakten 1975 – Bodennutzung und Größenstruktur der 137 landwirtschaftlichen Betriebe des damaligen Sendenhorst.

Stadt Sendenhorst: Wirtschaftsstandort und Flächennutzung ↗ – heutige Stadtfläche und Landwirtschaftsfläche.

Westfalen Regional / LWL: historische Agrarlandschaften, Kern- und Kleimünsterland, Esch- und Kampfluren, Heckenlandschaft und Strukturwandel.

Europäische Kommission: Einkommensgrundstützung der GAP ↗ und Öko-Regelungen ↗.

Mündliche Familienüberlieferung Hölscher, Sendenhorst: Nachkriegszeit in der Weststraße – zwei Schweine und Hühner sowie der Misthaufen vor dem Haus.

Recherchehinweis: Alte Hofakten verwenden je nach Zeit, Grundherrschaft und Quelle unterschiedliche Begriffe, Schreibweisen und Maße. Eigenhörigkeit, Gewinn, Sterbefall, Zehnt, Dienste, Hude- und Jagdrechte konnten von Hof zu Hof verschieden ausgestaltet sein. Historische Angaben für das alte Sendenhorst dürfen außerdem nicht ohne Hinweis mit Zahlen für die heutige Gesamtstadt Sendenhorst einschließlich Albersloh verglichen werden.

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Sendenhorst im Oktober
Ernte, Märkte, Kirmes und alte Herbsttraditionen
🌾 Harkemai
+
⛪ Erntedank
+
🚜 Trecker-Geschicklichkeits-
fahrten
+
🐄 Herbstmarkt 1818
+
🎡 Herbstkirmes & Pfarrkirmes
+
🚶 Schnadegang
+
🐎 Herbstritt
+
🔥 Herdfeuerabend & Abend am Kamin
+
👥 Jahrgangstreffen
+
🕯️ Allerheiligen – Übergang zum November
+
Münsterland & Westfalen im Oktober
Weitere überlieferte Herbstbräuche aus unserer Region
🌾 Stoppelhahn
+
🌾 Erntekranz & Erntehahn
+
🥔 Kartoffelfeuer
+
🎃 Rübenlaternen & Rübengeister
+
🍎 Heischegänge
+
🐄 Vieh- & Krammärkte
+
🎡 Herbstkirmessen
+
🐖 Beginn der Schlachtzeit
+
🎃 Halloween – 31. Oktober
+
🕯️ Allerheiligen – 1. November
+
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