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Evangelisch in Sendenhorst
Konfessionen in Sendenhorst – eine Geschichte von Abgrenzung, Ankommen und Zusammenwachsen.

Katholisch, evangelisch – und irgendwann war der Strich weg

Konfessionen in Sendenhorst – eine Geschichte von Abgrenzung, Ankommen und Zusammenwachsen.

Sendenhorst war über Jahrhunderte eine ausgesprochen katholisch geprägte Stadt. Kirche, Schule, Bruderschaften, Vereine, Feste und viele Gewohnheiten des täglichen Lebens waren eng mit dem katholischen Glauben verbunden.

Evangelische Christen kamen jedoch nicht erst nach dem Zweiten Weltkrieg nach Sendenhorst. Ihre Spuren lassen sich mindestens bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen.

Inhalt

Die ersten Evangelischen

Gößlinghoff – eine frühe evangelische Familie

Evangelisches Leben gab es in Sendenhorst bereits lange vor dem großen Zuzug nach 1945.

Eine der früh greifbaren Familien ist Gößlinghoff in der Bauerschaft Jönsthövel. Wilhelm Gößlinghoff kaufte 1856 den Hof Schulze Bering. Bereits seit 1858 besteht dort ein eigenes Erbbegräbnis beziehungsweise ein Familienfriedhof.

Dass dieser private Begräbnisplatz unmittelbar wegen der evangelischen Konfession angelegt wurde, ist bislang nicht nachgewiesen. Bemerkenswert ist er im Zusammenhang mit der frühen evangelischen Familiengeschichte dennoch.


Der „Strunz“ bringt neue Leute

Um 1880 veränderte der Strontianitbergbau Sendenhorst für einige Jahre. Erfahrene Bergleute und andere Arbeitskräfte kamen von außerhalb in die Stadt.

Darunter befanden sich auch Protestanten. Für sie wurden sonntags evangelische Gottesdienste beziehungsweise Bibelstunden abgehalten. Petzmeyer bezeichnet diese als die ersten evangelischen gottesdienstlichen Zusammenkünfte in Sendenhorst seit der Reformationszeit.

Für die Gruben Heumann I und II, das Ostfeld und einige Tagebaue sind zeitweise insgesamt 99 Beschäftigte überliefert. Das bedeutet nicht, dass diese alle evangelisch waren. Der Bergbau brachte aber Menschen mit anderen Herkunftsorten, Berufen und eben auch einer anderen Konfession nach Sendenhorst.


Der Pfarrer kam aus Ahlen

Seit 1891 gab es in Ahlen einen evangelischen Pfarrer, der auch die wenigen Protestanten im Umland betreute. Für Sendenhorst bedeutete das mitunter einen weiten Weg: Der Pfarrer kam teilweise zu Fuß aus Ahlen, hielt Andachten und erteilte Religionsunterricht in Privathäusern.

1907 kam die Familie Rehsöft nach Sendenhorst. Vor dem Ersten Weltkrieg gab es bereits acht evangelische Haushalte, darunter insbesondere Familien von Eisenbahn- und Postbeschäftigten.

Während des Ersten Weltkriegs baten evangelische Verwundete im Sendenhorster Krankenhaus um einen eigenen Gottesdienst. Dafür wurde ein Raum in der Rektoratsschule zur Verfügung gestellt.

Später mietete die kleine Gemeinde einen Raum bei der Drogerie Schüttelhöfer. Dort hielt der Ahlener Pfarrer einmal im Monat am Sonntagnachmittag Gottesdienst.

Privathaus – Rektoratsschule – angemieteter Raum: Lange bevor es eine eigene evangelische Kirche gab, entstand auf diese Weise langsam ein evangelisches Gemeindeleben.

1945 – plötzlich wächst die evangelische Gemeinde

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen zahlreiche Flüchtlinge und Vertriebene nach Sendenhorst. Viele wurden zunächst auf Bauernhöfen und in Notunterkünften einquartiert.

Unter den Neuankömmlingen befanden sich viele Protestanten. Nach Sendenhorster Erinnerungen lebten zahlreiche evangelische Vertriebene im Norden der Stadt und jenseits der Bahn.

Damit änderte sich die konfessionelle Zusammensetzung Sendenhorsts innerhalb kürzester Zeit. Aus einer kleinen evangelischen Minderheit wurde eine große Gemeinschaft.

1. Februar 1946: Pastor Arthur Ruddies, selbst aus Ostpreußen stammend, wurde in Sendenhorst eingesetzt. Er sollte insbesondere die evangelischen Flüchtlinge in Sendenhorst und Vorhelm betreuen und zu einer Gemeinde zusammenführen.


Das Verhältnis war nicht immer einfach

So viele Menschen mussten in einer ohnehin schwierigen Nachkriegszeit zusammenleben: Einheimische und Vertriebene, Münsterländer und Menschen aus Ostpreußen, Schlesien oder anderen ehemaligen deutschen Ostgebieten – und dazu Katholiken und Protestanten.

Das ging nicht ohne Spannungen. Die Evangelische Kirchengemeinde erinnerte später selbst daran, dass das Verhältnis zwischen den Konfessionen anfangs „oft schlecht“ gewesen sei. Es habe Missgunst und Neid auf beiden Seiten gegeben.

Aber auch das Gegenteil gehört zur Geschichte.

Praktische Hilfe über die Konfessionsgrenze

Katholische Kirchen wurden für evangelische Gottesdienste geöffnet. Später stellte die katholische Kirchengemeinde der evangelischen Gemeinde sogar großzügig das Grundstück für den Bau der Friedenskirche zur Verfügung.

Die Geschichte ist deshalb nicht einfach eine Geschichte von „Katholiken gegen Evangelische“. Abgrenzung und Hilfsbereitschaft bestanden gleichzeitig.

Die Schule – hier wurde die Trennung sichtbar

Bis November 1948 besuchten die evangelischen Kinder noch die bestehende Schule. Doch mit der stark gewachsenen Zahl evangelischer Kinder entstand bald eine eigene evangelische Volksschule.

12. Oktober 1948
Antrag auf eine eigene evangelische Schule für 117 Kinder.
März 1949
Bereits 127 Kinder werden erwartet. Eine dritte Lehrerstelle wird benötigt.
1949
Von 745 Schulkindern sind 619 katholisch und 126 evangelisch.
Flüchtlingsfamilien
Von 169 Kindern aus Flüchtlingsfamilien sind 111 evangelisch.

Am 23. Mai 1949 wurde in den Verwaltungsunterlagen festgehalten, dass die zuständige Regierung eine Zusammenlegung der katholischen und evangelischen Schulen nicht wünschte.


Der weiße Strich

Historische Aufnahme zum weißen Strich auf dem Sendenhorster Schulhof

Mehrere Sendenhorster Zeitzeugen erinnern sich übereinstimmend an eine Grenze, die heute kaum noch vorstellbar erscheint:

Ein weißer Strich auf dem Schulhof trennte katholische und evangelische Kinder.

 

Die Kinder sollten auf ihrer jeweiligen Seite bleiben. Nach der Sendenhorster Überlieferung konnte das Überschreiten des Striches sogar mit dem Rohrstock bestraft werden.

Wichtig für die historische Einordnung: Eine schriftliche Anordnung für diesen weißen Strich ist bislang nicht bekannt. Die konfessionelle Trennung der Sendenhorster Volksschulen selbst ist dagegen seit 1948/49 aktenkundig.

Dass solche Grenzen keineswegs nur in Sendenhorst vorkamen, ist inzwischen gut dokumentiert. Aus anderen Orten Nordrhein-Westfalens sind Kreidestriche, Zäune, Hecken und sogar Mauern bekannt, mit denen katholische und evangelische Schulkinder voneinander getrennt wurden.


Und das Grundgesetz?

Ausgerechnet am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz in Kraft. Artikel 3 bestimmte, dass niemand wegen seines Glaubens oder seiner religiösen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden dürfe.

Gleichzeitig waren konfessionelle Bekenntnisschulen weiterhin rechtlich zulässig. Eine katholische und eine evangelische Schule waren deshalb nicht allein wegen ihrer konfessionellen Trennung verfassungswidrig.

Der weiße Strich wirft dennoch aus heutiger Sicht eine bemerkenswerte Frage auf: Was bedeutete Religionsfreiheit für ein Kind, wenn seine Konfession darüber entschied, auf welcher Seite des Schulhofes es bleiben sollte?

Nicht verwechseln: Aus einer früheren Zeit ist in Sendenhorst außerdem eine Mauer zwischen den Schulhöfen von Jungen und Mädchen überliefert. Die Mauer trennte Jungen und Mädchen – der weiße Strich katholische und evangelische Kinder.

Die Friedenskirche – eine eigene kirchliche Heimat

1951 lebten etwa 800 evangelische Christen in Sendenhorst. Hinzu kamen rund 350 in Vorhelm und etwa 250 in Enniger. Zusammen bildeten etwa 1.400 Menschen den vierten Pfarrbezirk der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen.

Eine eigene Kirche wurde dringend benötigt. Die katholische Kirchengemeinde stellte dafür ein Grundstück am damaligen Stadtrand am Südtor zur Verfügung.

22. Juni 1951
Grundsteinlegung der Friedenskirche. Gemeindeglieder helfen mit Spenden und eigener Arbeitskraft.
11. Mai 1952
Einweihung der neuen Friedenskirche am Südtor.


Historischer Augenblick: der Zug durch die Stadt

Die Einweihung begann nicht an der neuen evangelischen Kirche, sondern in der katholischen St.-Martins-Kirche.

Pastor Arthur Ruddies hielt dort zunächst eine Abschiedsandacht.

Danach setzte sich die evangelische Gemeinde in einem großen Zug durch Sendenhorst in Bewegung – von St. Martin zur neuen Friedenskirche am Südtor.

Viele Teilnehmer waren erst wenige Jahre zuvor als Flüchtlinge und Vertriebene nach Sendenhorst gekommen. Nun zogen sie sichtbar durch die alte katholisch geprägte Stadt zu ihrer eigenen Kirche – auf einem Grundstück, das ihnen die katholische Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt hatte.


Zwei Bilder derselben Zeit

Auf dem Schulhof

Ein weißer Strich trennt katholische und evangelische Kinder.

Beim Kirchenbau

Katholiken öffnen ihre Kirchen und stellen den Evangelischen das Grundstück für ihre eigene Kirche zur Verfügung.

Beides gehört zur Wahrheit dieser Zeit. Abgrenzung und Hilfsbereitschaft, Vorurteile und persönliche Freundschaften, alte konfessionelle Vorstellungen und ein neues Miteinander bestanden nebeneinander.

Aus der Minderheit wird eine Sendenhorster Gemeinde

1961 · Melanchthon-Schule

Die evangelische Schule erhielt mit der Melanchthon-Schule am Teigelkamp ein eigenes Gebäude.


1969 · Selbstständig

Am 1. Mai 1969 wurde die Evangelische Kirchengemeinde Sendenhorst mit Enniger und Vorhelm rechtlich selbstständig. Die jahrzehntelange kirchliche Zugehörigkeit zu Ahlen endete.


1975 · Fast 2.000 Gemeindeglieder

1975 gehörten fast 2.000 Menschen zur evangelischen Kirchengemeinde. Das Gemeindegebiet umfasste rund 106 Quadratkilometer. Sendenhorst gehörte damit zu den größeren evangelischen Diasporagemeinden Westfalens.


1979 · Nicolaikirche in Vorhelm

Mit der Einweihung der Nicolaikirche erhielt auch Vorhelm einen eigenen evangelischen Kirchenraum.


2002 · Knapp 2.400 Mitglieder

Die Gemeinde wuchs weiter und erreichte Anfang der 2000er Jahre knapp 2.400 Gemeindeglieder.


Längst keine Vertriebenengemeinde mehr

Flucht und Vertreibung waren nach 1945 entscheidend für das schnelle Wachstum der evangelischen Gemeinde. Aber dabei blieb es natürlich nicht.

Die Kinder und Enkel der damaligen Vertriebenen wurden in Sendenhorst geboren. Andere Menschen zogen zu. Konfessionsverschiedene Ehen wurden selbstverständlich. Familiengeschichten vermischten sich.

Aus wenigen alteingesessenen evangelischen Familien und den vielen evangelischen Flüchtlingen und Vertriebenen ist über Generationen eine ganz normale Sendenhorster Gemeinde geworden.

Evangelische Christen bilden heute einen bunten Querschnitt durch die Sendenhorster Bevölkerung.


Und wieder Richtung Ahlen

2003 · Enniger wird der Evangelischen Kirchengemeinde Ennigerloh zugeordnet.

3. Dezember 2023 · Die Nicolaikirche in Vorhelm wird als Kirche entwidmet; evangelische Gottesdienste finden dort weiterhin statt.

2026 · Die eigene Sendenhorster Pfarrstelle wird nicht wiederbesetzt. Sendenhorst und Ahlen arbeiten bereits eng zusammen.

1. Januar 2027 · Die Evangelischen Kirchengemeinden Sendenhorst und Ahlen gehen wieder gemeinsam weiter.

Damit schließt sich ein historischer Kreis: Vor 1969 gehörte Sendenhorst zu Ahlen. Von 1969 bis Ende 2026 bestand die selbstständige Kirchengemeinde. Ab 2027 geht es wieder gemeinsam weiter.

Exkurs · Katholisch oder evangelisch?

Beide gehören zum Christentum und glauben an Jesus Christus. Die Trennung geht wesentlich auf die Reformation im 16. Jahrhundert zurück.

Katholisch: Papst und Bischöfe haben eine zentrale Leitungsfunktion; sieben Sakramente; besondere Bedeutung von Eucharistie, Maria und Heiligen.

Evangelisch: kein Papst; starke Bedeutung von Bibel und Predigt; vor allem Taufe und Abendmahl als Sakramente; Frauen und Männer können Pfarrerin beziehungsweise Pfarrer werden.

Heute spielen diese Unterschiede im täglichen Zusammenleben für viele Menschen kaum noch eine Rolle. Umso erstaunlicher erscheint, dass sie einmal ausreichten, um Kinder auf einem Schulhof durch einen weißen Strich voneinander zu trennen.

Und heute? Welche Seite des Strichs?

Wer weiß heute eigentlich, ob sein Nachbar, sein Freund, sein Arbeitskollege oder sein Vereinskamerad evangelisch oder katholisch ist?

Oft weiß man es gar nicht. Und selbst wenn man es weiß, spielt es im täglichen Miteinander meistens keine Rolle mehr.

Viele Menschen könnten vermutlich nicht einmal mehr genau erklären, worin die theologischen Unterschiede zwischen katholischem und evangelischem Glauben bestehen.

Was früher Schule, Partnerwahl, Gottesdienst, gesellschaftliche Zugehörigkeit und manchmal sogar den Schulhof bestimmte, ist für viele Menschen heute eine persönliche Angelegenheit geworden.


Sendenhorst ist vielfältiger geworden

Heute leben in Sendenhorst katholische und evangelische Christen, Muslime, orthodoxe Christen, Angehörige anderer Glaubensgemeinschaften und Menschen ohne Religionszugehörigkeit.

Damit hat sich nicht nur das Verhältnis zwischen Katholiken und Protestanten verändert. Auch die religiöse Landschaft der Stadt ist vielfältiger geworden.

Keine neuen Striche

Der weiße Strich auf dem Sendenhorster Schulhof ist längst verschwunden.

Und genau das wünschen wir uns auch für die Zukunft: Dass auch die Striche in den Köpfen verschwinden.

Nicht Herkunft, Religion oder Konfession sollten darüber entscheiden, auf welcher Seite ein Mensch steht.

Sendenhorst hat erlebt, wie aus Abgrenzung Begegnung und aus einem Nebeneinander ein Miteinander werden konnte.

Sorgen wir dafür, dass auch die Striche in den Köpfen weiter verschwinden – und keine neuen gezogen werden.

Quellen und Einordnung

Die Darstellung stützt sich insbesondere auf Unterlagen und Darstellungen des Heimatvereins Sendenhorst, die Sendenhorster Schulüberlieferung, die Arbeiten von Heinrich Petzmeyer, Quellen zu den Höfen in Jönsthövel sowie die historische Darstellung der Evangelischen Kirchengemeinde Sendenhorst-Vorhelm.

Für die Nachkriegszeit sind die Schulzahlen und die organisatorische Trennung der katholischen und evangelischen Volksschulen schriftlich dokumentiert.

Zum weißen Strich: Die Trennung der Kinder auf dem Schulhof und die Bestrafung beim Überschreiten gehören zur mehrfach überlieferten Sendenhorster Zeitzeugenerinnerung. Eine schriftliche behördliche oder schulische Anordnung für diesen Strich ist bislang nicht bekannt. Vergleichbare konfessionelle Schulhoftrennungen sind aus anderen Orten Nordrhein-Westfalens dokumentiert.

Weitere Grundlagen sind die Gemeindegeschichte und Gemeindebriefe der Evangelischen Kirchengemeinde, insbesondere zur Friedenskirche, zu Pastor Arthur Ruddies, zur Entwicklung der Mitgliederzahlen und zur weiteren Entwicklung der Kirchengemeinde.

Heimatgeschichte besteht nicht nur aus Akten. Gerade für Alltagserfahrungen wie den weißen Strich sind auch übereinstimmende Erinnerungen von Zeitzeugen wichtige Quellen – sie müssen jedoch als solche kenntlich bleiben.

Kontakt

Heimatverein Sendenhorst e.V.
Weststraße 3

48324 Sendenhorst

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Brauchtum im September im Münsterland
Alte Bräuche zwischen Sommer und Herbst.
🏮 Lambertus
17. September
Kinder zogen mit Lampions durch die Straßen und versammelten sich an geschmückten Lichtpyramiden. Dort wurde gesungen und gespielt. Um 1900 war der Brauch unter anderem in Münster, Altenberge, Greven, Coesfeld und Rheine verbreitet.
🌾 Michaelis
29. September
Michaelis markierte einen wichtigen Einschnitt im bäuerlichen Jahreslauf. Die Ernte sollte beendet sein und auf abgeernteten Flächen begann vielerorts die Hütefreiheit. Hirten erhielten ihren Lohn, teilweise wechselte auch das Gesinde den Dienstherrn.
🍎 Obsternte & Schlachtfest
In Sassenberg zogen Kinder singend von Haus zu Haus und baten um Obst. Aus Drensteinfurt ist zum Schlachtfest ein besonderer Apfelkranz-Brauch überliefert.
🌾 Stoppelhahn
Ende September / Anfang Oktober
So hieß im Münsterland vielfach das traditionelle Erntefest. Erntezeichen und das letzte Getreidefuder wurden zum Hof gebracht, anschließend wurde gemeinsam gefeiert.
Quelle: Dietmar Sauermann, Damals bei uns in Westfalen – Vom alten Brauch in Stadt und Land, Band 3.

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