Ein Johan Bartmann ist von 1521 bis 1531 als Stadtrichter belegt. Das war ein Amt in der landesherrlichen Rechtspflege und kein bloßer Familien-Ehrentitel. 1536 erscheint Wilhelm Kunschop als Richter. Die Untersuchung von 1996 setzt Johan an den Anfang ihrer wahrscheinlichsten Stammfolge. Ob sämtliche späteren städtischen und bäuerlichen Bartmann von ihm abstammen, lässt sich jedoch nicht lückenlos urkundlich beweisen. Die vermuteten Verwandtschaftsbeziehungen des 16. Jahrhunderts sind ausdrücklich eine genealogische Rekonstruktion (Genealogische Untersuchung zur Familie Bartman(n) (1996), S. 32–37).1
1536 erwarben Johan Bartmann und seine Frau Anna einen Garten; 1557 verkauften ein Johan Bartmann und sein gleichnamiger Sohn ein Grundstück. Wilhelm Bartmann ist zwischen 1561 und 1589 als erwachsener Bürger nachweisbar. Ein Wilhelm wurde 1561 mit der Betreuung der Leprosen und Armen betraut. Jürgen Bartmann erscheint 1589 als Haushaltsvorstand; ein weiterer Jürgen ist von 1620 bis 1643 belegt. Die Familienrekonstruktion ordnet diese Männer in eine wahrscheinliche, aber nicht in allen Gliedern gesicherte Folge ein. Aus HGF kommen frühe Belege hinzu, darunter die Erwähnung Jürgens 1495, Georgs 1610 und der Erben von Jürgen Bartmann und Greite Billermann im 17. Jahrhundert. Gleichnamige Personen dürfen nicht automatisch gleichgesetzt werden.
Ein früher, davon unabhängiger Hinweis findet sich für 1495: Jürgen Bartmann erscheint im Zusammenhang mit einer Rentenzahlung aus dem Schorlemerskamp. Für 1610 ist Georg Bartmann als Zeuge einer Schuldverschreibung der Fraterherren überliefert. 1652 werden die Erben des verstorbenen Ehepaares Jürgen Bartmann und Greite Billermann genannt. 1658 gehörten Bartmann-Erben zu den Gläubigern des Kirchspiels. Diese verstreuten Einträge dokumentieren die lange Präsenz des Namens, ersetzen aber keine durchgehende Stammtafel.
Auch das örtliche Amtswesen berührt die Familiengeschichte: 1702 wurde Evert Bartmann für das Amt des Kirchspielsvogts vorgeschlagen; 1731 beantragte ein Gerichtsdiener Everdt Bartmann die Instandsetzung des Fronenhauses. Ob beide Einträge dieselbe Person betreffen, bleibt ohne zusätzliche Personenbelege offen.1
1597 erwarben Johan Bartmann und seine Ehefrau Anna die Schöweshove und kauften sich und Johans Mutter aus der Eigenhörigkeit frei. Der Hof stand damit in einem Spannungsfeld zwischen bäuerlichem Besitz, persönlichen Abhängigkeiten und den finanziellen Lasten der Zeit. Bereits 1625 ist ein Johan Bartmann als Kolon der Domburse des Münsteraner Domkapitels geführt. Die Familie hatte offenbar die Freiheit nicht dauerhaft bewahren können. Spätestens 1658 lag der Hof wüst, also verlassen beziehungsweise unbewirtschaftet. Noch 1697 wurde er als wüst bezeichnet. Die Verwüstungen und wirtschaftlichen Folgen des Dreißigjährigen Krieges bildeten den Hintergrund; ein einzelnes konkretes Zerstörungsereignis für den Hof ist damit nicht bewiesen (Genealogische Untersuchung zur Familie Bartman(n) (1996), S. 31–32, 42; PM).
Der Dreißigjährige Krieg traf die Höfe des Kirchspiels schwer. In der Bracht wurden sechs von achtzehn Hofstätten zeitweilig nicht bewirtschaftet. Der Bartmann-Hof wird spätestens 1658 als wüst beschrieben. Das bedeutet zunächst, dass die regelmäßige Bewirtschaftung aufgegeben war; es beweist nicht, dass jedes Gebäude vollständig zerstört wurde. Noch 1697 war der Hof als wüst verzeichnet, obwohl ihn der Bürger Lippers gepachtet hatte. Spätere Pächter und Bewohner konnten den Hofnamen annehmen, ohne Nachkommen der ursprünglichen Bartmann-Sippe zu sein.1
Auf dem später wieder besetzten Bartmann-Hof lebten Menschen, die den Hofnamen übernahmen. So entstand eine zweite Namensgeschichte: Catharina Junckmann genannt Bartmann heiratete Christopher Averhoff. Bei der Taufe des Sohnes Anton 1716 erscheint der Name bereits als Bartmann, 1718 wird Christopher ausdrücklich Averhoff genannt Bartmann geführt. Auch ihre Nachkommen trugen schließlich den Namen des Hofes. Das Buch unterscheidet daher die alte Sippe Bartmann von mehreren namensführenden, genealogisch anders hergeleiteten Linien. Ein gemeinsamer Name beweist keine gemeinsame männliche Abstammung (Genealogische Untersuchung zur Familie Bartman(n) (1996), S. 3–4, 41–44).
Die Familienchronik untersucht insbesondere die Verbindung Christopher Averhoffs mit Catharina Junckmann genannt Bartmann. In den Taufeinträgen der Kinder von 1716 und 1718 lässt sich beobachten, wie sich die Namensführung wandelte. Damit erklärt sich, weshalb eine jüngere Sendenhorster Bartmann-Linie genealogisch nicht einfach mit der alten Hofsippe gleichgesetzt werden kann. Für die Darstellung der Familiengeschichte sind die ursprünglichen Namen und die Zusätze „genannt“ deshalb unverzichtbar.1
Die Familienforschung von 1996 untersucht ausführlich die Verbindung nach Drensteinfurt. Henrich Bartmann, vermutlich zwischen 1610 und 1620 geboren, ist dort als Vogt nachweisbar; sein Sohn Herman wurde 1649 geboren und später Jäger auf Schloss Westerwinkel. Der Verfasser hält eine Herkunft Henrichs vom Sendenhorster Hof für wahrscheinlich, nicht für urkundlich abschließend erwiesen. Um 1702 führte ein Weg aus Drensteinfurt wieder nach Sendenhorst. Später begegnet Henrich Wilhelm Bartmann (1743–1788) als Vogt des Kirchspiels Drensteinfurt und Gerichtsdiener. Die Untersuchungen zeigen ein enges regionales Netz von Amtsträgern, Familien und Höfen (Genealogische Untersuchung zur Familie Bartman(n) (1996), S. 37–41).1
Der 1716 geborene Anton, Sohn von Christopher Averhoff und Catharina Junckmann genannt Bartmann, zog vom Hof in die Stadt. Er wurde Holzschuhmacher und heiratete 1747 Anna Elisabeth Goberg. Sein Sohn Conrad Melchior Bartmann (1752–1817) hatte 15 Kinder aus drei Ehen. Nach der Untersuchung von 1996 arbeiteten die nachweisbaren männlichen Nachkommen über mehrere Generationen überwiegend in holzverarbeitenden Berufen; einzelne Angehörige gingen nach Albersloh. Diese gesicherte Linie bildet den genealogischen Hintergrund der späteren Sendenhorster Tischler- und Drechslertradition (Genealogische Untersuchung zur Familie Bartman(n) (1996), S. 43–44).
Aus der Ehe von Christopher Averhoff und Catharina Junckmann genannt Bartmann stammte Anton, geboren 1716. Er arbeitete in Sendenhorst als Holzschuhmacher und heiratete 1747 Anna Elisabeth Goberg. In der nächsten Generation begegnet Conrad Melchior Bartmann (1752–1817) als Drechsler. Er war dreimal verheiratet und hatte fünfzehn Kinder. Seine große Nachkommenschaft ist ein wesentlicher Ausgangspunkt der späteren holzverarbeitenden Bartmann-Linien. Holzschuhmacher, Drechsler und Tischler übten unterschiedliche, aber eng verwandte Berufe aus.1
Nicht alle namensführenden Bartmann waren Tischler. Bernd Heinrich (1737–1803), aus Christophers zweiter Ehe, betrieb ein Fuhrgeschäft. Sein Sohn Joan Bernd verdiente als Schneider und Tagelöhner. In einer anderen Unterlinie arbeiteten Anton Bartmann, dessen Sohn Bernhard Heinrich und dessen gleichnamiger Enkel als Zimmerleute; später trat Franz Heinrich Brandhove als Schwiegersohn in den Betrieb ein. Die Linie Junckmann genannt Bartmann–Hillebrandt stellte über mehrere Generationen Schneider, daneben Krämer, Maurer und Tagelöhner. Die Quellen zeigen also keine einheitlich wohlhabende Handwerkerfamilie, sondern sehr unterschiedliche wirtschaftliche Lebensverhältnisse (Genealogische Untersuchung zur Familie Bartman(n) (1996), S. 43–44).1
Für die spätere bekannte Hausstätte H 292, Osttor 5, nennt der Hauskataster 1825 als Baujahr. Das Haus war ein zweigeschossiger giebelständiger Fachwerkbau mit niedrigem Obergeschoss, Satteldach und einer Inschrift am Rähm. Die örtliche Überlieferung bezeichnet es als ersten Neubau außerhalb der Stadtwälle; das ist als Überlieferung und nicht als gesicherter Vorrang zu verstehen. 1833 wurde das Anwesen auf 500 Taler geschätzt; dem standen 270 Taler Schulden gegenüber. Das zeigt, wie eng Hausbesitz, Betrieb und Kredit bei einem Handwerker verbunden waren (HGF; PM).
Nach örtlicher Überlieferung soll das 1825 errichtete Gebäude der erste Neubau außerhalb der alten Stadtwälle gewesen sein. Diese Vorrangstellung ist bisher nicht durch einen zeitgenössischen Beleg abgesichert und bleibt daher ausdrücklich Überlieferung. Das Haus ist dennoch ein aussagekräftiges Zeugnis der baulichen Entwicklung vor dem ehemaligen Stadttor.
1833 wurde das Anwesen auf 500 Taler taxiert; zugleich waren 270 Taler Schulden verzeichnet. Die Verbindlichkeiten entsprachen damit rechnerisch 54 Prozent des Taxwertes. Daraus allein lässt sich weder der gesamte Wohlstand noch eine Zahlungsunfähigkeit des Haushalts ableiten. Es zeigt aber, welche wirtschaftliche Bedeutung Haus und Werkstatt für einen Handwerker haben konnten.1
1848 erscheint der 26-jährige Josef Bartmann als Tischler. Auch sein Bruder Heinrich übte das Handwerk aus. 1853 beteiligte sich Josef an der Sammlung von Spenden für den Neubau der Pfarrkirche. 1858 beklagten sich Glaser und Anstreicher darüber, dass Tischler, darunter Joseph Bartmann, Arbeiten ihres Gewerbes ausführten. 1870 wurde Joseph eine Grenzbebauung genehmigt. 1876 erscheinen Josef und Heinrich als Tischler; 1887 gehörten zum Besitz etwa 0,24 Hektar Land. 1902 fertigte Josef Bartmann ein neues Lehrerpult für die Schule. 1914 wohnten beziehungsweise arbeiteten ein Geselle und ein Lehrling im Haus. Die Werkstatt war damit auch Ausbildungsort (HGF; PM).
Der Kirchenneubau beschäftigte Sendenhorst über Jahre. 1853 gehörte Josef Bartmann zu den Bürgern, die sogar in den Regierungsbezirken Münster, Arnsberg und Minden Spenden einwarben. Der Tischlermeister war damit über seine Werkstatt hinaus am öffentlichen Leben beteiligt.
Der Gewerbekonflikt von 1858 macht die Konkurrenz zwischen den Handwerksberufen anschaulich: Glaser und Anstreicher beklagten, dass Tischler Degener und Joseph Bartmann wiederholt Arbeiten übernahmen, die sie für ihr eigenes Gewerbe beanspruchten. Gerade an Fenstern, Türen und anderen Bauteilen konnten sich die Zuständigkeiten überschneiden.
Für 1902 ist ein konkretes Werkstück belegt: Josef Bartmann fertigte ein neues Katheder, also ein Lehrerpult, für die Sendenhorster Schule. Solche Aufträge zeigen, dass die Werkstatt nicht nur private Kunden, sondern auch öffentliche Einrichtungen belieferte.1
Ein Vorgang von 1838 macht das alte Handwerk besonders anschaulich: Der Vater eines Jungen aus Ahlen beschwerte sich über die vorzeitige Entlassung seines Sohnes Bernhard aus einer Lehre beim Drechsler Bartmann. Zwölf Taler Lehrgeld waren vereinbart, sechs bereits bezahlt. Die Beteiligten stritten über die Leistung des Lehrlings, die Beendigung der Ausbildung und einen Entlassungsschein. Der Fall erinnert daran, dass eine Lehre damals zugleich Arbeitsverhältnis, Ausbildung und privatrechtliche Verpflichtung war (PM).
Der Streit um den Drechslerlehrling Bernhard aus Ahlen gibt einen seltenen Einblick in die Ausbildungspraxis. Nach etwa fünfzehn Monaten wurde der Junge entlassen. Vereinbart waren zwölf Taler Lehrgeld, sechs davon waren bereits bezahlt. Der Vater beanstandete die Entlassung, während Bartmann mangelnde Lernbereitschaft geltend machte. Auch über den Entlassungsschein und die Fortsetzung der Ausbildung wurde gestritten. Ein Lehrverhältnis war damals nicht nur eine berufliche, sondern auch eine wirtschaftliche und persönliche Bindung.1
Eine Anzeige von 1926 nennt den Betrieb ausdrücklich „J. B. Bartmann, Sendenhorst, Osttor – Mechanische Bau- und Möbeltischlerei und Eisenwarenhandlung“. Das ist der Übergang von der herkömmlichen Handwerkswerkstatt zum maschinengestützten Gewerbebetrieb. Neben Bau- und Möbeltischlerei wurden Eisenwaren, Haushaltungsgegenstände und Bedarfsartikel angeboten. Der Betrieb verband Produktion, Reparatur und Verkauf an einem Standort (HGF; PM).
Der Name der Firma in der Anzeige von 1926 lautete „J. B. Bartmann, Sendenhorst, Osttor – Mechanische Bau- und Möbeltischlerei und Eisenwarenhandlung“. Neben Möbeln wurden Haushaltungsgegenstände und Bedarfsartikel angeboten. Die Bezeichnung „mechanisch“ verweist auf den Wandel von überwiegend handgeführter Fertigung zu maschinengestützten Arbeitsabläufen; welche Maschinen im Einzelnen vorhanden waren, ist durch die Anzeige allein nicht belegt.1
Eine von H. Petzm. veröffentlichte Aufnahme des Osttors von 1931 bezeichnet das Anwesen als Haus Bartmann-Voges. 1935 nennt der Hauskataster Katharina Voges, Witwe. Der genaue genealogische Übergang zwischen den Familien ist anhand der bisher ausgewerteten Angaben noch nicht abschließend erklärt. Die gewerbliche Nutzung setzte sich fort: Noch 1987 wird Josef Voges mit einem Haushaltswarengeschäft genannt. Das Haus blieb damit über lange Zeit ein Ort des Handwerks und Handels (HGF; PM).
H. Petzm. bezeichnet das Gebäude auf einer Aufnahme von 1931 als „Haus Bartmann-Voges“. Der Hauskataster nennt 1935 Katharina Voges, Witwe. Der genaue verwandtschaftliche oder erbrechtliche Übergang zwischen den Familiennamen ist noch nicht abschließend geklärt. 1987 erscheint Josef Voges mit einem Haushaltswarengeschäft am Standort. Damit reicht die gewerbliche Nutzung von der Tischlerei über die mechanische Fertigung bis in den Einzelhandel.1
Auch am Placken sind Bartmann als Schreiner, Tischler und Händler nachweisbar. Bereits 1809 erscheint Anton Bartmann als Schreiner. Später betrieb Aloys Bartmann ein Geschäft mit Kolonialwaren, Porzellan und Glas. Für 1939 und 1946 sind weitere Funktionen des Geschäfts in der Versorgung mit Heil- beziehungsweise Verbandmitteln dokumentiert. Diese Hausstätte ist vom Osttor zu unterscheiden; die Gleichheit des Familiennamens ersetzt keinen genealogischen Nachweis (HGF; PM).
Am Placken ist eine zweite Bartmann-Stätte überliefert: ein Grundstückserwerb 1806, Anton Bartmann als Schreiner 1809 und weitere handwerkliche Namensträger in späteren Jahren. Im 20. Jahrhundert führte Aloys Bartmann dort ein Geschäft mit Kolonialwaren, Porzellan und Glas. Für 1939 und 1946 ist die Verkaufsstelle zudem im Zusammenhang mit der Versorgung mit Heilmitteln beziehungsweise Arznei- und Verbandstoffen genannt. Die Placken-Familie sollte nicht allein wegen des Namens mit der Linie am Osttor gleichgesetzt werden.1
1898 wird ein Joseph Bartmann als Schützenkönig genannt. Auf Grundstücken des Kolonats Wilhelm Bartmann in der Bracht sind für das ausgehende 19. Jahrhundert Strontianitabbau und Schachtanlagen belegt; Eigentum am Grund bedeutet dabei nicht zwangsläufig eigene Bergbauunternehmertätigkeit. Für April 1933 ist ein Diplom-Ingenieur Josef Bartmann als Leiter des örtlichen NSDAP-Stützpunkts dokumentiert. Diese politische Tätigkeit gehört zur Stadtgeschichte, darf aber ohne gesicherte Personenidentifizierung nicht einem der gleichnamigen Tischler zugeschrieben werden (HGF; PM).
Die Bartmann-Grundstücke waren auch Teil der örtlichen Strontianitgeschichte: Auf Flächen des Kolonats Wilhelm Bartmann in der Bracht ist 1881 die Magdeburger Strontianit-Bergbau-Gesellschaft belegt; 1891 wird ein kleiner Tagebau genannt. Daraus folgt keine gesicherte eigene Bergbauunternehmung der Familie.
1898 wird ein Josef Bartmann als Schützenkönig genannt. Eine eindeutige Zuordnung zu einem gleichnamigen Tischler bedarf weiterer Nachweise. Für April 1933 erscheint außerdem Diplom-Ingenieur Josef Bartmann als Leiter des örtlichen NSDAP-Stützpunkts. Er intervenierte gegenüber der Kreisleitung gegen die Wiederwahl des Beigeordneten Herweg. Auch dieser Namensträger ist ohne zusätzliche genealogische Belege nicht mit anderen Josef Bartmann gleichzusetzen.1
Der Name Bartmann verbindet viele Facetten der Sendenhorster Geschichte: frühneuzeitliche Rechtspflege, bäuerliche Abhängigkeit, Krieg und Hofwüstungen, Namenswechsel durch Heirat und Hofübernahme, Wanderungen zwischen den Nachbarorten, handwerkliche Ausbildung und schließlich Mechanisierung und Einzelhandel. Der besondere Wert des Buches von 1996 liegt darin, dass es gesicherte Urkunden, wahrscheinliche genealogische Rekonstruktionen und nicht zuzuordnende Namensträger ausdrücklich auseinanderhält. Diese Sorgfalt ist auch für die öffentliche Heimatvereinsseite maßgebend.1
Die hochgestellten Ziffern im Text führen zu den Quellenangaben. Genealogische Rekonstruktionen und historische Einzelbelege werden voneinander unterschieden.