Die ältesten überlieferten Namensspuren reichen weit ins Mittelalter zurück. Ein möglicherweise verwandter Thidericus Buneze begegnet bereits 1258 im Westfälischen Urkundenbuch. Eine sichere genealogische Zuordnung ist daraus nicht möglich. Am 9. September 1327 wird Johannes dictus Bonce als Zeuge eines Rentenverkaufs genannt; der Name steht allerdings auf einer Rasur im Dokument. 1359 erscheint Johann Bonse als Sendenhorster Schöffe. Für 1371 ist ein Freigraf Bernhard Bonse überliefert; die Lesung des Familiennamens als „Bonse“ oder „Boze“ bleibt unsicher. Wichtig für die Familienforschung: Die frühe Präsenz des Namens ist belegt. Eine lückenlose Abstammung vom 13. Jahrhundert bis zur späteren Posthalterfamilie ist damit nicht nachgewiesen. Weitere urkundliche Belege nennen Hinrick Bonze 1422 und Henrik Bonse 1426 als Zeugen. Die Willkommenschatzung von 1498 verzeichnet bereits zwei Bonse-Haushalte mit drei beziehungsweise vier Personen. Das spricht für mehrere Familienhaushalte in der spätmittelalterlichen Stadt. Um 1500 ist ein Bonse-Haus an der Weststraße bezeugt. Für 1538 sind vier Schillinge Abgabe der Erben Heinrich Bonsens notiert. 1578 erscheint Johann Bonse ausdrücklich als Bürgermeister und Urkundenzeuge; die Feuerstättenschatzung von 1589 verzeichnet zwei Einträge für Johann Bonße mit unterschiedlichen Feuerstätten. Bereits 1639 nennt eine Liste eine noch nicht wieder aufgebaute Bonse-Hausstätte nach einer Feuersbrunst. Das ist ein eigener Brandbefund und darf nicht mit dem Brand des Posthauses von 1749 gleichgesetzt werden. 1327 erscheint ein Joannes dictus Bonce unter den Sendenhorster Ratsherren. Der Beleg zeigt das hohe Alter des Namens, beweist aber keine lückenlose genealogische Verbindung zu den späteren Posthaltern. Die Überlieferung kennt die Schreibweisen Bonce, Bonse, Bonze, Bonsen, tor Bontzen, zur Bonsen und Zurbonsen. 1518 pachteten Johann Bonsen und seine Frau nach den ausgewerteten Akten das Gut Rüschey vom Kloster Liesborn; der Vertrag regelte auch die Versorgung der Eltern mit Land, Heu und Brennholz. 1563 begegnet Johann Bonse als Verwalter des Leprosenhauses, 1580 ein Johann Bonse als Bürgermeister im Zusammenhang mit einem Freistuhlverfahren. 1606 ist Grundstücksbesitz an der Weststraße überliefert, 1639 ein Gert Bonse als Malerlehrling und 1685 Heinrich zur Bontzen bei einem städtischen Auftrag nach Wolbeck und Münster. Die Familie war somit schon vor der Posthalterei in Verwaltung, Landwirtschaft und Gewerbe präsent.167
Die Bürgerbücher erlauben es, die Verzweigung genauer zu fassen: 1697 wird Diderich Zuhrbonsen, ein aus Sendenhorst stammender Leinwandmachergeselle, in Warendorf aufgenommen; 1703 folgt Caspar Thorbontzen. Am 17. Juli 1756 wird Franz Ludolf Bonsen als Warendorfer Stadtsekretär bestätigt. 1758 erlangt Johann Bernd Bonse aus Sendenhorst das Telgter Bürgerrecht. In Drensteinfurt erscheinen Angehörige der Familie als Kaufleute und Brenner; für 1849 ist eine Auswanderung nach Amsterdam vermerkt. Im Laufe der frühen Neuzeit verzweigte sich die Familie über das Münsterland. Die ältere Familiengeschichte nennt neben Sendenhorst insbesondere Warendorf und Drensteinfurt; in Warendorf tritt die Form zur Bonsen beziehungsweise Zurbonsen hervor. Ein Warendorfer Familienwappen mit Kleeblatt ist für 1734 erwähnt. Einzelne Zweige waren durch Heiraten mit weiteren münsterländischen Familien verbunden. Die verschiedenen Namensformen dokumentieren die Verbreitung der Familie; die einzelnen Linien werden anhand ihrer konkreten Personen- und Ortsbelege unterschieden. Gerade für die frühesten Generationen sind Urkundenbelege und spätere Stammtafel-Rekonstruktionen auseinanderzuhalten.1
Der frühe Postvorsteher Heinrich Bonse, auch tor Bontzen genannt, wurde um 1640 geboren und heiratete 1673 Elisabeth Arnemann. 1691 wohnte er bereits an der Südporten; 1692 wird er als Bürgermeister genannt. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts entstand eine Reichspostverbindung von Münster über Wolbeck, Sendenhorst, Ahlen, Heessen und Hamm nach Unna. Dort bestand Anschluss an weitere überregionale Linien. Die Poststation in Sendenhorst wird deshalb um 1690 angesetzt. Eine Bestallungsurkunde aus der Anfangszeit ist nicht erhalten; die genaue Gründung bleibt offen. Der Postvorsteher hatte Briefe anzunehmen und weiterzuleiten, Portogelder abzurechnen und den Verkehr der Postreiter zu unterstützen. Die Rechnungslegung erfolgte beim Reichspostamt in Münster. Der Umfang des Dienstes war anfangs überschaubar, und die Landwirtschaft blieb ein wesentlicher Bestandteil des Einkommens.35
Die Hausstätte am südlichen Stadtausgang wurde zum Mittelpunkt der Familiengeschichte. Die Haus- und Ahnenfolgen nennen Berndt Bonse (1674–1731), verheiratet 1701 mit Anna Homann, sowie dessen Sohn Heinrich Bonse (1702–1758), verheiratet 1726 mit Anna Elisabeth Remme (1701–1761). Die Posthalterei bestand bereits vor der förmlichen Bestellung Heinrichs am 4. Juni 1742. Ende September 1749 brannte das Anwesen beim großen Stadtbrand ab; auch das alte Südtor war betroffen. Ein Torbalken wird als Zeugnis des Wiederaufbaus 1750 durch Bürgermeister Heinrich Bonse und Anna Elisabeth Remme angeführt. Für die Hausgeschichte existieren außerdem ältere Grundstücksnachrichten, darunter ein Kauf von 1719, und voneinander abweichende Baujahresangaben. Diese dürfen nicht ohne Prüfung auf ein und dasselbe Gebäude bezogen werden.135
1793: Grundstückserwerb am Südgraben Nach dem Familienarchiv Bonse, Akte B 9, kaufte Bürgermeister Gerhard Heinrich Bonse 1793 vom Grafen von Merveldt zwei schatzfreie Gaden am Südgraben. Mitverkauft wurden unter anderem Hofraum, Zugangsrechte, Brunnenrechte und eine freie Taubenflucht. Der Kaufpreis betrug 200 Reichstaler. Gerhard Heinrich Eustachius Bonse, geboren am 12. August 1732, übernahm nach dem Tod seines Vaters das Anwesen und den Postdienst. 1766 heiratete er Maria Katharina Suermann, die 1780 starb; 1783 folgte die Ehe mit Anna Angela Fye (1757–1833). Er erscheint 1773 und 1777 als Bürgermeister. Eine Bestätigung seiner Tätigkeit durch Fürst Karl Anselm von Thurn und Taxis wird für 1773 genannt. Die überlieferten Angaben unterscheiden sich beim genauen Bestallungsdatum; entscheidend ist seine nachgewiesene Stellung als Posthalter und Bürgermeister. Die Originalbestallung sollte maßgebend sein. Der Posthalter war für Briefannahme, Portogeld, Abrechnungen, Postreiter und Reisende zuständig. Zu beachten ist ferner ein schwerer Quellenwiderspruch zu seinem Tod: Ältere Hauslisten nennen März 1804, eine spätere familiengeschichtliche Korrektur auf Grundlage eines Gebetbuchs und Nachlassinventars den 31. Januar 1818. Letzteres ist plausibel stärker belegt, aber als Korrektur zu kennzeichnen.12
Mit dem Übergang des Münsterlandes an Preußen verlor die bisherige Thurn-und-Taxis’sche Reichspost ihre Stellung. Am frühen Morgen des 7. Mai 1803 erschienen Magistratsvertreter am Bonse-Haus, um das kaiserliche Postschild abzunehmen. Der Posthalter ließ durch einen Notar förmlich protestieren. Die Stadt nahm den Einspruch zur Kenntnis, entfernte das Schild jedoch auf königlichen Befehl und brachte es zur Verwahrung auf das Rathaus. Die Episode ist ein anschauliches Zeugnis des politischen Umbruchs: Das sichtbare Hoheitszeichen verschwand, der örtliche Postbetrieb blieb zunächst in vertrauten Händen. Im Juli 1803 wird der Übergang zur preußischen Funktion des Postwärters überliefert. In den folgenden Jahren wechselten staatliche Zugehörigkeit und Postorganisation mehrfach. ▲ 1765 – Die Bonse bei der Sendenhorster Schnatjagd Das ausführliche Protokoll der Sendenhorster Schnatjagd vom 12. November 1765 führt die Bürgermeister Bernd Dietrich Bonse und Johann Dietrich Fye sowie den Kämmerer Gerhard Heinrich Bonse namentlich auf. Unter den Teilnehmern waren außerdem Bernd Heinrich Bonse, Johann Wilhelm Bonse und Johann Dietrich Bonse. Insgesamt versammelten sich laut Protokoll 34 Bürger und Bürgersöhne am Rathaus. Die Jagd begann mit Horn und Jagdhunden am Rathaus und führte über Markt, Südstraße und Südpforte hinaus in die Feldmark. Johann Dietrich Bonse erlegte nach dem Protokoll einen Hasen und gab an Grenzstellen Schüsse als Zeichen ab. Am Abend kehrte die Gesellschaft in das Haus des Kämmerers Gerhard Heinrich Bonse an der Südpforte zurück und beendete den Tag mit Bier. Am folgenden Morgen setzte sie die Schnatjagd fort; Ausgangspunkt war das Haus des Bürgermeisters Bernd Dietrich Bonse. Die beiden Bonse-Häuser waren damit nachweislich Stationen einer wichtigen städtischen Rechts- und Gemeinschaftshandlung. Quelle: HGF 76–80, PDF-Seiten 205–208, Schnatjagdprotokoll 1765. Die genannten Personen sind wegen gleicher Familiennamen nicht ohne Weiteres einer einzigen genealogischen Linie zuzuordnen. Die Schnatjagd war zugleich eine Demonstration städtischer Rechte: Mit Horn, Hunden und Schüssen an markanten Grenzstellen zog die Bürgerschaft durch ihre Feldmark. Als der Zug in den Bereich der Herren von Stapel und Grewinghoff geriet, wurde über die Jagdgrenzen gestritten und die Route angepasst. Die Bonse standen damit mitten in einem Konflikt um Nutzungsrechte und kommunale Selbstbehauptung. 35
1818: Was zum Bonse-Besitz gehörte Das Nachlassinventar von 1818 (Familienarchiv Bonse, Akte 40) erfasst das Haus an der Südstraße mit Holzhaus, Gärten am Südtor und Stadtgraben sowie Feldland am Grünen Weg, Helmbrüggenkamp und auf der Plattenbrede. Die zwölf erfassten Werte ergeben zusammen 1.570 Rechnungseinheiten; eine Währungsangabe steht im überlieferten Ausschnitt nicht unmittelbar dabei. Das Inventar ist keine vollständige Vermögensbilanz, zeigt aber eindrucksvoll die landwirtschaftliche Basis der Posthalterfamilie. Besitz 1818 Inventarwert Haus Südstraße mit Holzhaus 600 Garten vor dem Südtor 200 Kleiner Garten 200 Wällken am Stadtgraben 30 Spaniergärten 20 Kurze Gärten 40 Alte Stadt, Grundstück 30 Alte Stadt, weitere Stücke 45 Schluse 25 Grüner Weg 250 Helmbrüggenkamp 80 Plattenbrede 50 Summe 1.570 Auf Gerhard Heinrich folgten mehrere Angehörige der Familie. Bernhard Theodor Bonse wird ab 1804 als Postwärter geführt. Gerhard Heinrich Leopold Bonse trat 1814 freiwillig in den Kriegsdienst und später in den Justizdienst; zeitweise war er ebenfalls mit der Post verbunden. Engelbert Bonse erhielt eine Bestallung vom 24. Dezember 1815 und übernahm zum 1. Januar 1816 Posthalterei und Postexpedition. Nach seinem Tod 1831 führte Anna Angela Bonse, geborene Fye, die Posthalterei weiter, während Nikolaus Bonse die Postexpedition bis zu seinem Tod am 31. Januar 1843 verwaltete. Danach übernahm Gerhard Heinrich Leopold Bonse den Dienst bis zu seinem Tod am 22. Dezember 1857. Die zeitweise Trennung zwischen Posthalterei und Postexpedition erklärt, weshalb in den Quellen gleichzeitig eine Witwe als Posthalterin und ein männlicher Postexpediteur erscheint. Die einzelnen Amtsdaten sind anhand der Bestallungen weiter zu präzisieren.135
Ämter, Armenfürsorge und kirchliches Leben Die Familie prägte auch die städtische Selbstverwaltung. 1712–1715 war Bernard Bontze Armen- und Leprosenprovisor; 1719 erscheint er als Kämmerer. 1721 sind Bernardt und Dirich zur Bonsen als Mitstifter der Karfreitagsprozession genannt, 1727 ein Bernard Bonse als Bürgermeister. 1751 bezeugte Johann Dietrich Bonse eine Darlehensaufnahme von 300 Reichstalern zum Wiederaufbau der Armenhäuser. Weitere Armenprovisoren aus der Familie sind 1756 Bernard Diederich und 1766 Johann Wilhelm Bonse. Pacht, Land und Schulden 1663 pachtete Johann zur Bonßen mit drei weiteren Sendenhorster Bürgern den Schöckenbroick von der Abtei Freckenhorst. 1749 pachtete Bernhard Heinrich Bonse die Vogetswiese für 39 Reichstaler jährlich; für 1758 ist eine Pacht von 40 Reichstalern belegt. 1776 musste Johann Dietrich Bonse seinen Besitz wegen Schulden veräußern; beim Kloster Liesborn bestanden 90 Reichstaler Pachtrückstände für den Hof Rüschey. Das zeigt, dass nicht jeder Familienzweig wirtschaftlich erfolgreich war. Die Bonse lebten nicht allein von der Post. Das Anwesen verband Wohnen, Gastwirtschaft, Landwirtschaft und Postdienst. Im 19. Jahrhundert wurden zwei Stuben ausdrücklich für Postzwecke genutzt. Für 1801 nennt das Hauskataster sechs Brauvorgänge mit insgesamt 24 Tonnen Bier und einen Braukessel von fünf Tonnen Fassungsvermögen. Daneben ist ein jährlicher Branntweinausschank von ungefähr 300 Litern vermerkt. Für 1826 sind vier Pferde, sieben Kühe und zwei Schweine überliefert. Im Jahr 1887 verfügte Theodor Bonse über rund 26,05 Hektar Grundbesitz. Diese Zahlen zeigen die wirtschaftliche Größe des Familienbetriebs; sie sind jeweils Momentaufnahmen und nicht ohne Weiteres auf frühere Generationen übertragbar. Eine Äußerung der Witwe Bonse aus dem Jahr 1832 beklagt den Verlust früherer städtischer Vorteile und die wirtschaftliche Schwäche Sendenhorsts. Sie ist ein eindringliches zeitgenössisches Zeugnis des Strukturwandels.124
1876 ließ Theodor Bonse südlich des Wohnhauses ein eigenes Brennereigebäude errichten. Die technische Beschreibung nennt unter anderem Dampfkessel, Maischkessel, Kühlfass und Malzdarre. Damit war die Branntweinherstellung ein eigenständiger gewerblicher Betriebszweig, eng verbunden mit dem landwirtschaftlichen Besitz. Landwirtschaftliche Erzeugnisse konnten so vor Ort verarbeitet werden. Die Brennerei am Südtor ist von einer älteren Bonse-Brennerei an der Weststraße 13 zu unterscheiden; die bisherige Überlieferung rechtfertigt keine Gleichsetzung der beiden Betriebe. Ein Grundstückstausch von 1947 erwähnt das Brennereigebäude noch ausdrücklich. Die Geschichte des Gebäudes reicht damit weit über die Postzeit hinaus.16
Theodor Franz Gerhard Bonse (1845–1926) sollte nach der Familienerinnerung ursprünglich Kaufmann werden. Der ältere Bruder Kaspar war für die Nachfolge vorgesehen, starb aber 1864 im Lazarett während des Krieges gegen Dänemark. Theodor übernahm 1867 die Postverwaltung und musste gleichzeitig Landwirtschaft und Brennerei führen. Die Post beanspruchte viel Zeit und brachte nach der Familienüberlieferung vergleichsweise geringe Einnahmen. Am 1. Oktober 1871 wurde die Postexpedition in eine Postagentur umgewandelt; am 15. Oktober 1885 entstand ein Postamt III, dessen beamteter Verwalter Theodor wurde. Er war zudem Stadtverordneter und nach der Erinnerung seines Sohnes lange Leiter der Freiwilligen Feuerwehr. Später übergab er diese Aufgabe an seinen Vetter Wilhelm Everke. Die Familie pflegte außerdem die Josefskapelle am Südtor und schmückte sie für die Fronleichnamsprozession.35
1899 entstand im Hausgarten ein neues Postgebäude mit Dienstraum, Packkammer und Wartezimmer. Der Bau führte zu Einwänden wegen seiner Lage zur Straße. 1911 zeigte sich erneut, dass die Räume den technischen Anforderungen nicht mehr genügten: Die Fernsprecheinrichtungen mussten erweitert werden, und der vorhandene Schrank für 20 Leitungen war ausgelastet. Für eine größere Anlage mit 50 Leitungen fehlte geeigneter Platz. Die Postverwaltung wurde deshalb zur historischen Hausstätte Nr. 248 an der Nordstraße verlegt. Die Hausüberlieferung nennt den 1. Oktober 1911 als Verlegungsdatum; die Postakten nennen den 3. Oktober als Inbetriebnahme der neuen Diensträume. Diese Angaben müssen nicht widersprüchlich sein, sondern können unterschiedliche Verwaltungsvorgänge bezeichnen. Emil Borgmann (1871–1941), mit der Familie Bonse verwandt, übernahm die Post. Nach mehr als zwei Jahrhunderten endete damit die Postverwaltung am Südtor.35
Das alte Anwesen blieb mit Landwirtschaft und Brennerei verbunden. Everhard Bonse (1890–1927) erscheint als Erbe ohne den Postdienst. Über Maria Elisabeth Bonse und Karl Zurbonsen (1884–1933) bestanden weitere Beziehungen zur Warendorfer Linie. Später wird Rudolf Bonse, geboren 1920 in Münster, als Erbe und Brennereibesitzer genannt; er war Sohn von Stephan Bonse und Maria Wieler. Die Hausakten halten die weitere Besitzer- und Verwandtschaftsfolge fest und zeigen, wie das Anwesen über den Postbetrieb hinaus in der Familiengeschichte verankert blieb. s durchgehend belegte Eigentumsübertragung ausgegeben werden. 1990 erinnerte eine historische Postkutschenfahrt am restaurierten Posthaus an die alte Tradition. So blieb das Haus auch lange nach dem Umzug der Post ein sichtbares Stück Sendenhorster Verkehrsgeschichte.15