Herzlich willkommen beim Heimatverein Sendenhorst e.V. !
Herzlich willkommen beim Heimatverein Sendenhorst e.V. !

Eine Millarde Jahre Sendenhorst
Die Reise unseres Stücks Erde durch Superkontinente, Meere, Gebirge, Massenaussterben, Dinosaurier, Kreidemeer und Eiszeiten

Wo heute Sendenhorst liegt, war einmal Meeresboden, lag nahe am Äquator, geriet an den Rand eines gewaltigen Gebirgssystems und verschwand später wieder unter einem Kreidemeer. Diese Seite verfolgt deshalb nicht nur Erdzeitalter. Sie verfolgt unseren Fleck Erde. Bei jedem Abschnitt fragen wir: Wo liegt der Krustenraum des späteren Europas? Was wird einmal Deutschland, Westfalen und das Münsterland? Wo befindet sich unser heutiges Sendenhorst ungefähr auf dem Globus? Ist dort Meer oder Land? Welches Klima herrscht? Welche Pflanzen und Tiere leben auf der Erde, in Europa oder sogar nachweislich bei uns?

Wichtig: Die angegebenen Breitengrade sind paläogeographische Größenordnungen. Je weiter wir zurückgehen, desto unsicherer werden Rekonstruktionen. Und wenn wir von „Sendenhorst“ sprechen, meinen wir natürlich den Krustenbereich, auf dem heute Sendenhorst liegt.

Unser fester Zoom:
🌍 Erde → 🇪🇺 späteres Europa → 🇩🇪 späteres Deutschland → Westfalen → Münsterland → ★ Sendenhorst
Inhalt

 

Was vorher geschah – kurz!

4,6 Milliarden bis 1 Milliarde Jahre · nur der notwendige Prolog

Die Erde entstand vor etwa 4,6 Milliarden Jahren. Erdkruste und Ozeane bildeten sich, und schon sehr früh entwickelte sich mikrobielles Leben. Über Milliarden Jahre war die Erde vor allem ein Planet der Einzeller. Cyanobakterien betrieben Photosynthese und trugen dazu bei, dass sich Sauerstoff in Ozeanen und Atmosphäre anreicherte. Später entstanden komplexere Zellen mit Zellkern und schließlich Mehrzeller.

Mehr müssen wir für unsere Reise zunächst nicht festhalten. Die ersten rund dreieinhalb Milliarden Jahre bleiben bewusst kurz – sonst verlieren wir unseren roten Faden, bevor Sendenhorsts Krustenreise überhaupt anschaulich wird.

4,6 Mrd. Jahre   Erde entsteht
      │
      ▼
Ozeane · Erdkruste
      │
      ▼
🦠 Einzeller
      │
      ▼
☀ Photosynthese → Sauerstoff
      │
      ▼
komplexere Zellen → Mehrzeller
      │
      ▼
1 Mrd. Jahre: HIER BEGINNT UNSERE GROSSE REISE

 

Vor rund 1 Milliarde Jahren: Rodinia – der Superkontinent

Noch kein Europa · kein Deutschland · kein Westfalen · kein Münsterland
Rodinia vor rund 1,1 Milliarden Jahren – eine Rekonstruktion des Superkontinents.
Rodinia vor rund 1,1 Milliarden Jahren – eine Rekonstruktion des Superkontinents.
Rekonstruktion nach John Goodge; Commons-Lizenz siehe Original · Wikimedia Commons / Lizenz und Original

Vor ungefähr einer Milliarde Jahren waren große Teile der damaligen Kontinentalkruste in einem gewaltigen Superkontinent namens Rodinia vereinigt. Unsere heutigen Kontinente existierten nicht. Auch der Atlantik existierte nicht.

In dieser alten Welt steckten bereits Krustenkerne, die später wichtig werden: Laurentia, der Kern des späteren Nordamerikas und Grönlands, und Baltica, der Kern des späteren Skandinaviens und Osteuropas. Die genaue Lage unseres viel späteren Sendenhorster Krustenraums innerhalb der komplizierten Rodinia-Rekonstruktionen lässt sich nicht seriös auf einen Punkt festnageln.

📍 Position: für Sendenhorst nicht sinnvoll exakt anzugeben
🌍 Welt: Rodinia ist Superkontinent; moderne Kontinente fehlen
🌊 Land oder Meer: wechselnde Land- und Meeresräume; lokal nicht rekonstruierbar
🌡 Klima: langfristig stark wechselnd
🌿🐾 Leben: vor allem Mikroorganismen; komplexeres mehrzelliges Leben entwickelt sich erst später
🔎 Unser Beleg: für Sendenhorst keine lokale Gesteinsüberlieferung, die eine eigene Landschaft erlaubt
                 RODINIA
              SUPERKONTINENT

        Laurentia = späteres Nordamerika
        Baltica   = späteres Nord-/Osteuropa

        Europa?      noch nicht vorhanden
        Deutschland? noch nicht vorhanden
        Westfalen?   noch nicht vorhanden
        Sendenhorst? nur sein uralter Krustenweg interessiert uns

Ab etwa 750 bis 600 Millionen Jahren zerfällt diese alte Ordnung. Neue Ozeane öffnen sich. Aus der Neuordnung entstehen unter anderem Laurentia, Baltica und der riesige Südkontinent Gondwana – mit Krusten, aus denen später Afrika, Südamerika, Indien, Australien und die Antarktis hervorgehen.


 

Etwa 500–430 Millionen Jahre: Avalonia fährt nach Norden

Der für uns entscheidende Kleinkontinent löst sich von Gondwana
Plattenkonfiguration vor rund 470 Millionen Jahren: Laurentia, Baltica, Gondwana und die dazwischenliegenden Ozeane. Genau in dieser Welt bewegt sich Avalonia nordwärts.
Plattenkonfiguration vor rund 470 Millionen Jahren: Laurentia, Baltica, Gondwana und die dazwischenliegenden Ozeane. Genau in dieser Welt bewegt sich Avalonia nordwärts.
Karte nach Torsvik & Cocks (2017); Wikimedia Commons · Wikimedia Commons / Lizenz und Original

Am Nordrand Gondwanas liegt ein langgestreckter Krustenverband: Avalonia. Avalonia ist nicht „das damalige Europa“. Es ist ein Kleinkontinent beziehungsweise Terranverband, dessen Bruchstücke heute auf beiden Seiten des Atlantiks liegen. Für Nordwesteuropa ist seine Geschichte besonders wichtig.

Im frühen Ordovizium, ungefähr vor 480 Millionen Jahren, löst sich Avalonia von Gondwana und driftet nach Norden. Unser späterer nordwesteuropäischer Raum gehört zu dieser tektonischen Geschichte. Als anschauliche Größenordnung liegt Avalonia zunächst in hohen südlichen Breiten, grob um 50–60° Süd, und wandert im Laufe von Millionen Jahren deutlich äquatorwärts und weiter nach Norden.

📍 Position: zunächst grob 50–60° Süd, dann nordwärts
🌍 Welt: Laurentia = späteres Nordamerika; Baltica = späteres Skandinavien/Osteuropa; Gondwana im Süden; Avalonia löst sich ab
🌊 Land oder Meer: vorwiegend Meereswelt um die Krustenblöcke
🌡 Klima: zunächst kühlere hohe Südbreiten, später wärmere Breiten
🌿🐾 Leben: Trilobiten, Brachiopoden, Graptolithen, Kopffüßer; später frühe Fische; an Land zunächst fast keine höhere Vegetation
🔎 Unser Beleg: globale/paläogeographische Rekonstruktion; noch kein lokaler Sendenhorster Fossilnachweis
                         NORDEN
                           ↑

                    LAURENTIA
               späteres Nordamerika

                    🌊 IAPETUS 🌊

                       BALTICA
            später Skandinavien/Osteuropa

                    🌊 Meeresraum 🌊

                      AVALONIA ★
                           ↑
                     fährt nach Norden
                           ↑
                    🌊 RHEISCHER 🌊
                       OZEAN öffnet
                           ↑
                       GONDWANA
                           ↓
                          SÜDEN

Das Entscheidende für die Vorstellung lautet: Vor Avalonia liegen Baltica und Laurentia. Hinter Avalonia öffnet sich der Rheische Ozean. Avalonia fährt von Gondwana weg und auf die nördlichen Kontinente zu.

☠ Vor rund 444 Millionen Jahren: das erste der „Big Five“

Am Ende des Ordoviziums trifft eine schwere Aussterbekrise die fast vollständig marine Tierwelt. Starke Abkühlung, Vereisung und ein fallender Meeresspiegel lassen ausgedehnte Flachmeerlebensräume verschwinden. Besonders Brachiopoden, Trilobiten, Graptolithen und andere Meeresgruppen werden getroffen.

Danach erholt sich das Leben. Im Silur breiten sich Kieferfische aus; an Land erscheinen frühe Gefäßpflanzen und Gliederfüßer.


 

Etwa 430–400 Millionen Jahre: Aus drei Welten wird Laurussia

Avalonia + Baltica + Laurentia · der Iapetus-Ozean verschwindet
Der entscheidende Zusammenbau: Avalonia, Baltica und Laurentia vom Ordovizium bis Devon. Aus getrennten Krustenblöcken entsteht schließlich Laurussia.
Der entscheidende Zusammenbau: Avalonia, Baltica und Laurentia vom Ordovizium bis Devon. Aus getrennten Krustenblöcken entsteht schließlich Laurussia.
Gunthram, GFDL; Wikimedia Commons · Wikimedia Commons / Lizenz und Original

Avalonia erreicht zunächst Baltica; anschließend werden auch die Meeresräume zu Laurentia geschlossen. Der Iapetus-Ozean verschwindet. Die Kollisionen gehören zur kaledonischen Gebirgsbildungsphase.

 LAURENTIA          BALTICA          AVALONIA ★
 späteres           späteres         unser Krustenraum
 Nordamerika        N-/O-Europa
      │                 │                 │
      └─────────────────┼─────────────────┘
                        │
                  Iapetus schließt
                        │
                        ▼
                    LAURUSSIA

Laurussia ist damit ein neuer Großkontinent aus Laurentia, Baltica und Avalonia. Unser Krustenraum ist nun nicht mehr der kleine Reisende am Rand Gondwanas, sondern Bestandteil Laurussias. Aber südlich davon liegt weiterhin Gondwana – und zwischen beiden liegt noch der Rheische Ozean.


 

419–359 Millionen Jahre: Münsterland im Devonmeer

Jetzt beginnt die regionale geologische Überlieferung
West- und Mitteleuropa im späten Devon, vor rund 370 Millionen Jahren: Jetzt lässt sich unser späterer europäischer Raum deutlich regionaler betrachten.
West- und Mitteleuropa im späten Devon, vor rund 370 Millionen Jahren: Jetzt lässt sich unser späterer europäischer Raum deutlich regionaler betrachten.
Wikimedia Commons; Lizenz siehe Original · Wikimedia Commons / Lizenz und Original
📍 Position: unser Krustenraum nähert sich tropischen/äquatornahen Breiten
🌍 Welt: Laurussia im Norden, Gondwana weiter südlich; Rheischer Ozean dazwischen
🌊 Land oder Meer: das heutige Münsterland ist Meeresboden; flache Meere und Riffe sind regional belegt
🌡 Klima: warm
🌿🐾 Leben: Panzerfische, frühe Haie, Knochenfische; Riffe; an Land erste Wälder
🔎 Unser Beleg: Devonische Kalksteine und Riffkalke im tiefen Münsterländer Untergrund sind belegt

Jetzt verlassen wir erstmals die reine Weltrekonstruktion und gelangen in den Untergrund des Münsterlandes. Im Devon war das Münsterland Teil eines Meeresbodens. Kalkschlämme und ausgedehnte Riffe bildeten mächtige Kalksteine.

Das Devon ist das berühmte „Zeitalter der Fische“. Placodermen – gepanzerte Fische –, frühe Haie, Strahlenflosser und Fleischflosser bevölkern die Gewässer. Ein spektakulärer globaler Vertreter ist Dunkleosteus, ein großer gepanzerter Räuber. Er ist ein Bild für die Devonmeere, kein Sendenhorster Fund.

An Land geschieht gleichzeitig eine Revolution: Aus niedriger Vegetation entwickeln sich erste Wälder. Frühe Bäume wie Archaeopteris verändern Böden, Verwitterung und Stoffkreisläufe. Aus fischartigen Fleischflossern entwickeln sich die ersten vierbeinigen Wirbeltiere.

☠ Die Krisen des späten Devons

Das zweite der klassischen „Big Five“ ist eher eine Folge mehrerer Krisen als ein einzelner Knall. Besonders Riffe und andere marine Ökosysteme brechen ein. Sauerstoffmangel in den Meeren, Klima- und Meeresspiegelschwankungen gehören zu den wichtigsten diskutierten Faktoren.


 

359–299 Millionen Jahre: Äquator, Kohlewälder und Varisziden

Westfalen wird tropisch · Laurussia kollidiert mit Gondwana
Die Erde vor rund 320 Millionen Jahren: Laurussia und Gondwana nähern sich; die variszische Kollision läuft. Schwarze Umrisse zeigen zur Orientierung die Lage heutiger Länder.
Die Erde vor rund 320 Millionen Jahren: Laurussia und Gondwana nähern sich; die variszische Kollision läuft. Schwarze Umrisse zeigen zur Orientierung die Lage heutiger Länder.
PALEOMAP / Scotese u. a.; Wikimedia Commons; Lizenz siehe Original · Wikimedia Commons / Lizenz und Original
📍 Position: nahe am Äquator
🌍 Welt: Laurussia nördlich, Gondwana nähert sich von Süden
🌊 Land oder Meer: Münsterland/Ruhrgebiet als Ablagerungsraum im nördlichen Vorland des entstehenden Gebirges
🌡 Klima: warm und sehr feucht
🌿🐾 Leben: Riesen-Bärlappgewächse, Schachtelhalme, Farne; Amphibien, frühe Reptilien und riesige Gliederfüßer
🔎 Unser Beleg: karbonische Sedimente und Kohlebildung im regionalen Untergrund

Jetzt wird die Geschichte für Westfalen besonders anschaulich. Unser Raum liegt nahe am Äquator. Nördlich des entstehenden variszischen Gebirges senken sich Becken ab; Flüsse transportieren gewaltige Sedimentmengen aus den Gebirgen in das Vorland.

In feuchten Niederungen wachsen fremdartige Kohlewälder. Lepidodendron und Sigillaria sind baumgroße Bärlappgewächse; Calamites ist ein riesiger Verwandter heutiger Schachtelhalme. Farne und Samenfarne ergänzen die Vegetation. Pflanzenreste sammeln sich in sauerstoffarmen Sümpfen – aus ihnen entstehen später die Kohleflöze.

Auch die Tierwelt kann gewaltig werden. Arthropleura, ein riesiger Tausendfüßer-Verwandter, konnte über zwei Meter lang werden. Große Libellenverwandte durchfliegen die Wälder. Amphibien sind vielfältig; erste Reptilien machen sich zunehmend vom Wasser unabhängig.

⛰ Die Varisziden – das Gebirge vor unserer Haustür

Gondwana drängt von Süden gegen Laurussia. Der Rheische Ozean wird geschlossen. Gesteinspakete werden gefaltet, überschoben, tief versenkt und wieder angehoben. Es entsteht ein Gebirgsgürtel von kontinentalem Ausmaß: die Varisziden.

                  LAURUSSIA

             ★ Münsterland
              Äquatornähe

       🌿 Sümpfe · Deltas · Wälder 🌿
             ← Flüsse/Sedimente

             ⛰ ⛰ ⛰ ⛰ ⛰
                VARISZIDEN
             ⛰ ⛰ ⛰ ⛰ ⛰

                    ↑
                 GONDWANA

Gebirge im Süden – Kohlesümpfe im Vorland – Äquatorlage: Diese drei Dinge gehören zusammen. Genau daraus wird unsere regionale Karbongeschichte verständlich.


 

299–252 Millionen Jahre: Pangäa – und dann das Große Sterben

Perm · neuer Superkontinent · Münsterland wird gehoben
Pangäa an der Perm-Trias-Grenze vor rund 250 Millionen Jahren: Die großen Kontinentalmassen sind zu einem Superkontinent vereinigt.
Pangäa an der Perm-Trias-Grenze vor rund 250 Millionen Jahren: Die großen Kontinentalmassen sind zu einem Superkontinent vereinigt.
Kent G. Budge, CC0; nach Torsvik & Cocks (2017) · Wikimedia Commons / Lizenz und Original

Mit der Kollision von Laurussia und Gondwana entsteht schließlich Pangäa. Fast alle großen Landmassen sind nun in einem Superkontinent vereinigt. Unser Krustenstück ist nach der langen Avalonia-Reise wieder mit Gondwana verbunden – diesmal als Teil Pangäas.

RODINIA → Zerfall → GONDWANA
                         │
                     AVALONIA ★
                         │ fährt nach Norden
                         ▼
       LAURENTIA + BALTICA + AVALONIA
                         │
                         ▼
                     LAURUSSIA
                         │
                Gondwana kommt näher
                         │
                         ▼
                    VARISZIDEN
                         │
                         ▼
                      PANGÄA
📍 Position: nördlich des Äquators, weiter nordwärts
🌍 Welt: Pangäa
🌊 Land oder Meer: Münsterland wird im frühen Perm angehoben; Abtragung dominiert
🌡 Klima: im riesigen Kontinentinneren vielerorts trocken und stark jahreszeitlich
🌿🐾 Leben: trockenheitsverträglichere Pflanzen; Synapsiden, Reptilien, große Pflanzen- und Fleischfresser
🔎 Unser Beleg: Münsterland: Hebung und Erosion; Perm-Schichten fehlen in Münsterland 1

Im Perm verändert sich unser Raum drastisch. Das Münsterland wird Teil des variszischen Gebirgsraums; devonische und karbonische Gesteine werden regional bis in Größenordnungen um 2.000 Meter herausgehoben und stark abgetragen.

Die Landtierwelt wird von verschiedenen Reptilien und vor allem Synapsiden geprägt – jener großen Abstammungslinie, zu der später auch die Säugetiere gehören. Berühmte Vertreter der Permwelt sind etwa Dimetrodon im frühen Perm, später Gorgonopsier als große Räuber und Pareiasaurier als massige Pflanzenfresser. Das sind globale Beispiele, keine Münsterländer Funde.

☠☠☠ Vor 252 Millionen Jahren: Das Große Sterben

Am Ende des Perms folgt die schwerste bekannte Aussterbekrise des Phanerozoikums. Im heutigen Sibirien entsteht eine gigantische magmatische Provinz: der Sibirische Trapp. Riesige Lavamengen werden gefördert; besonders folgenreich war wahrscheinlich auch Magma, das unterirdisch in gasreiche Sedimente eindrang und dadurch große Mengen klimawirksamer Gase freisetzte.

              🌋 SIBIRISCHER TRAPP 🌋
                       │
            Lava + unterirdisches Magma
                       │
                       ▼
              Treibhausgase / Volatile
                       │
                       ▼
                 starke Erwärmung
                       │
          ┌────────────┴────────────┐
          ▼                         ▼
     Ozeane wärmer             Klima kippt
     Sauerstoff ↓                   │
     Chemie ändert sich             │
          └────────────┬────────────┘
                       ▼
              ☠ ÖKOSYSTEMKOLLAPS ☠
                       │
                       ▼
                 DAS GROSSE STERBEN

Trilobiten, die seit dem Kambrium durch unsere Geschichte gelaufen sind, verschwinden endgültig. Meeres- und Landökosysteme werden radikal umgebaut. Die Welt nach dieser Krise ist biologisch eine andere.


 

252–201 Millionen Jahre: Erholung, erste Dinosaurier – und Pangäa reißt

Trias · lokale Schichtlücke im Münsterland
Frühe Trias: Pangäa ist noch weitgehend geschlossen. Unser späteres Europa liegt im nördlichen Teil des Superkontinents.
Frühe Trias: Pangäa ist noch weitgehend geschlossen. Unser späteres Europa liegt im nördlichen Teil des Superkontinents.
Eikeskog1225 / SMB99thx, CC BY-SA 4.0; Wikimedia Commons · Wikimedia Commons / Lizenz und Original
📍 Position: grob subtropische nördliche Breiten; weiter nordwärts
🌍 Welt: Pangäa besteht zunächst, beginnt aber aufzureißen
🌊 Land oder Meer: für das zentrale Münsterland keine erhaltene Trias-Abfolge in Münsterland 1
🌡 Klima: warm, im Inneren Pangäas oft trocken und jahreszeitlich
🌿🐾 Leben: Lystrosaurus nach der Krise; Archosaurier; erste Dinosaurier, Flugsaurier und frühe Säugetiere
🔎 Unser Beleg: Sendenhorst/Münsterland: keine lokale Trias-Tierwelt rekonstruierbar; Westfalen liefert aber Rhaeticosaurus

Nach dem Großen Sterben braucht die Biosphäre lange zur Erholung. Lystrosaurus, ein gedrungener Pflanzenfresser aus der Synapsidenlinie, wird zum Symbol der frühen Trias. Später diversifizieren sich Archosaurier; die ersten Dinosaurier erscheinen, ebenso Flugsaurier und frühe Säugetiere.

Für unseren Ort gilt jedoch: keine erfundenen Sendenhorster Dinosaurier. In der Bohrung Münsterland 1 fehlen Perm, Trias und Jura. Über lange Zeit war Abtragung stärker als Ablagerung.

Westfalen hat trotzdem einen sensationellen Anker

Rhaeticosaurus mertensi aus der Nähe von Warburg ist rund 205 Millionen Jahre alt und der älteste bekannte Vertreter der Plesiosaurier. Damit können wir für Westfalen ein echtes großes Meerestier zeigen – nur eben nicht als Sendenhorster Fund.

☠ Vor rund 201 Millionen Jahren: Trias/Jura-Krise

Während Pangäa aufreißt, kommt es entlang der entstehenden Riftzonen zu gigantischem Vulkanismus. Treibhausgase, Erwärmung und Veränderungen der Ozeane begleiten das vierte der großen Massenaussterben. Viele Konkurrenten der Dinosaurier verschwinden; die Dinosaurier überleben und werden im Jura zu den dominierenden großen Landwirbeltieren.


 

201–145 Millionen Jahre: Dinosaurierwelt und der junge Atlantik

Jura · Europa wird Insel- und Meereswelt
Die Erde vor rund 180 Millionen Jahren im frühen Jura: Pangäa reißt auseinander, und zwischen Nordamerika und Europa beginnt sich der Atlantik zu öffnen. Heutige Länderumrisse dienen nur der Orientierung.
Die Erde vor rund 180 Millionen Jahren im frühen Jura: Pangäa reißt auseinander, und zwischen Nordamerika und Europa beginnt sich der Atlantik zu öffnen. Heutige Länderumrisse dienen nur der Orientierung.
PALEOMAP / Scotese u. a.; Wikimedia Commons; Lizenz siehe Original · Wikimedia Commons / Lizenz und Original
📍 Position: mittlere nördliche Breiten, weiter nordwärts
🌍 Welt: Pangäa zerbricht; Nordamerika und Europa trennen sich; Atlantik öffnet sich
🌊 Land oder Meer: in Europa wechseln Inseln, Schelfmeere und Landräume; lokales Münsterland-Archiv fehlt
🌡 Klima: überwiegend warm, keine polaren Eiskappen wie heute
🌿🐾 Leben: Sauropoden, Theropoden, Stegosaurier, Flugsaurier; im Meer Plesiosaurier und Ichthyosaurier; Nadelbäume, Palmfarne, Ginkgos, Farne
🔎 Unser Beleg: Westfalen: Westphaliasaurus und weitere Plesiosaurier; Sendenhorst: keine lokale Jura-Schicht

Jetzt beginnt die klassische Dinosaurierwelt. Riesige Sauropoden ziehen über Land, Theropoden jagen, Stegosaurier und andere Pflanzenfresser besetzen verschiedene Lebensräume. Über ihnen fliegen Pterosaurier. In den Meeren schwimmen Ichthyosaurier und Plesiosaurier.

Die Pflanzenwelt ist noch keine moderne Blütenpflanzenwelt: Nadelbäume, Palmfarne, Ginkgos und Farne prägen viele Landschaften.

🦎 Westphaliasaurus – ein echter Westfale

Westphaliasaurus simonsensii wurde bei Nieheim-Sommersell gefunden und stammt aus dem Unterjura. Zusammen mit weiteren westfälischen Plesiosauriern zeigt er, dass große Meeresreptilien in unserer weiteren Region tatsächlich belegt sind.

EUROPA:       Dinosaurier auf Landflächen
               🌲 🦕 🦖 🌿

WESTFALEN:     ~~~~~ Meer ~~~~~
                    🦎 Westphaliasaurus

MÜNSTERLAND /
SENDENHORST:   lokale Jura-Schichten fehlen → keine erfundene Tierwelt

 

145–66 Millionen Jahre: Europa wird Inselwelt – das Münsterland sinkt ab

Kreide · jetzt kommt Sendenhorsts große geologische Bühne
Die Erde vor rund 90 Millionen Jahren: Der Atlantik ist deutlich geöffnet, Europa ist eine Insel- und Meereswelt. Schwarze Umrisse zeigen heutige Länder zur Orientierung.
Die Erde vor rund 90 Millionen Jahren: Der Atlantik ist deutlich geöffnet, Europa ist eine Insel- und Meereswelt. Schwarze Umrisse zeigen heutige Länder zur Orientierung.
PALEOMAP / Scotese, Vérard u. a.; Wikimedia Commons; Lizenz siehe Original · Wikimedia Commons / Lizenz und Original
📍 Position: grob mittlere nördliche Breiten, weiter Richtung heutige 52° N
🌍 Welt: Europa ist vielfach Insel- und Meereswelt; Atlantik wächst
🌊 Land oder Meer: ab etwa 100 Mio. Jahren senkt sich das Münsterland stark ab; Kreidebecken entsteht
🌡 Klima: Treibhausklima, deutlich wärmer als heute, hoher Meeresspiegel
🌿🐾 Leben: Dinosaurier auf Inseln; Mosasaurier, Plesiosaurier, Haie, Ammoniten im Meer; Blütenpflanzen werden wichtig
🔎 Unser Beleg: Münsterländer Kreidebecken und Sendenhorster Fossilien hervorragend belegt

Vor ungefähr 100 Millionen Jahren senkt sich der Untergrund des Münsterlandes um etwa 2.000 Meter. Das Münsterländer Kreidebecken entsteht. Meer überflutet die Region, und über Millionen Jahre lagern sich mächtige Kalk-, Mergel- und andere Sedimentschichten ab.

Europa ist kein geschlossener Kontinent wie heute, sondern eine komplizierte Inselwelt zwischen ausgedehnten Meeresräumen. Auf den Inseln leben Dinosaurier, Krokodilverwandte, Schildkröten, Vögel, Pterosaurier und kleine Säugetiere. In der Pflanzenwelt gewinnen Blütenpflanzen stark an Bedeutung; daneben bleiben Nadelbäume und Farne wichtig.

Im Meer leben Haie, große Knochenfische, Ammoniten, Plesiosaurier und später die berühmten Mosasaurier – gewaltige marine Echsen und Spitzenräuber der späten Kreidemeere.


 

Vor etwa 75 Millionen Jahren: Sendenhorst liegt unter dem Meer

Oberes Campanium · jetzt sind wir wirklich vor Ort
Europa in der späten Kreide, ungefähr in der Zeit unserer Sendenhorster Fossilien: Inseln, Flachmeere und Meeresstraßen prägen den Kontinent.
Europa in der späten Kreide, ungefähr in der Zeit unserer Sendenhorster Fossilien: Inseln, Flachmeere und Meeresstraßen prägen den Kontinent.
Paläogeographische Basiskarte nach R. Blakey; Wikimedia Commons; Lizenz siehe Original · Wikimedia Commons / Lizenz und Original
Originale Sendenhorster Fossilwelt – Abbildung aus dem Fischbericht des Heimatvereins.
Originale Sendenhorster Fossilwelt – Abbildung aus dem Fischbericht des Heimatvereins.
Heimatverein Sendenhorst: Fischfossilien · Dort auch Sendenhorstia granulata und Nymphaeops sendenhorstensis.
📍 Position: nördliche mittlere Breiten, südlicher als heute
🌍 Welt: Europa = Inselarchipel zwischen borealen Meeren und Tethys
🌊 Land oder Meer: ★ Sendenhorst liegt in einem ausgedehnten Schelfmeer; nicht einfach „Strand“
🌡 Klima: warm, Treibhauswelt
🌿🐾 Leben: Fische, Haie, Ammoniten, Krebse; auf europäischen Inseln Dinosaurier und vielfältige Pflanzenwelt
🔎 Unser Beleg: Steinkühlerfeld, Ährenfeld und weitere lokale Fundstellen; vollständige Fischskelette von internationalem Rang

Jetzt können wir den Zoom bis auf Sendenhorst herunterdrehen. Dort, wo heute Äcker, Straßen und Häuser liegen, befindet sich Meer. Neuere Untersuchungen sprechen gegen die einfache Vorstellung eines seichten Küstengewässers; für Teile des Münsterländer Beckens werden mehrere hundert Meter Wassertiefe diskutiert. Für den konkreten Sendenhorster Fischhorizont lässt sich jedoch keine metergenaue Tiefe angeben.

           EUROPÄISCHE INSELN
        🌳 🌿 🦖      🦕 🌲

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
           KREIDEMEER
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

       🐟        🦈        🐟
           Ammoniten · Krebse
       🐟                 🐟

                 ★
            SENDENHORST
            UNTER WASSER

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
              Meeresboden

🐟 Die Sendenhorster Fischwelt

Die Fundstellen lieferten eine außergewöhnlich vielfältige Fischfauna mit weitgehend zusammenhängenden Skeletten. Genannt werden unter anderem Histiothrissa macrodactyla, Berycopsis germanus, Ichthyotringa furcata, der bezahnte Räuber Enchodus gracilis, Palaeolycus dreginensis und der seltene Hai Paratriakis decheni. Für die Einzelheiten bleibt unsere eigene Fischfossilien-Seite zuständig.

★ Zwei Tiere tragen Sendenhorst im Namen

Sendenhorstia granulata – ein kleiner kreidezeitlicher Fisch; die bekannten Exemplare bleiben unter etwa zehn Zentimetern Körperlänge. Der Gattungsname hat Sendenhorst dauerhaft in die zoologische Fachliteratur getragen.

Nymphaeops sendenhorstensis – ein fossiler Krebs, bereits 1862 beschrieben. Auch sein Artname verweist unmittelbar auf den Fundort Sendenhorst.

🦎 Und wo ist der „Killer“?

Mosasaurier gehören in die große spätkreidezeitliche Meereswelt Europas. Einige Arten wurden viele Meter lang und standen weit oben in den marinen Nahrungsnetzen. Für unsere Seite gilt aber die saubere Grenze: Mosasaurier in den europäischen Kreidemeeren – ja. Ein Mosasaurier aus dem Sendenhorster Steinkühlerfeld – bislang nicht belegt.

Zum ausführlichen Sendenhorster Fischbericht


 

Vor 66 Millionen Jahren: Chicxulub – Ende einer Welt

Das fünfte der „Big Five“

Etwa neun Millionen Jahre nach unseren Sendenhorster Fischen schlägt ein großer Asteroid im Gebiet der heutigen Halbinsel Yucatán ein. Staub und Aerosole verdunkeln die Atmosphäre; Photosynthese und Nahrungsketten geraten weltweit unter enormen Stress.

                    ☄
                    ↓
               CHICXULUB
                    │
          Staub · Aerosole · Brände
                    │
                    ▼
              Sonnenlicht ↓
                    │
                    ▼
            Photosynthese ↓
                    │
                    ▼
          Nahrungsketten brechen
                    │
                    ▼
          ☠ MASSENAUSSTERBEN

Nichtvogeldinosaurier, Pterosaurier, Ammoniten, Mosasaurier und Plesiosaurier verschwinden. Vögel überleben als einzige Dinosaurierlinie. Auch Säugetiere, Krokodile, Schildkröten und verschiedene Fischgruppen überstehen die Katastrophe.

Unsere Sendenhorster Fische waren keine Chicxulub-Opfer. Ihre Fossilien waren zu diesem Zeitpunkt längst mehrere Millionen Jahre alt und im Sediment begraben.


 

66–2,6 Millionen Jahre: Die Welt der Säugetiere

Paläogen und Neogen · Europa nähert sich seiner heutigen Gestalt
📍 Position: unser Krustenraum nähert sich schrittweise der heutigen Breite
🌍 Welt: Atlantik wächst; Afrika/Adria nähern sich Eurasien; Alpenbildung
🌊 Land oder Meer: Münsterland überwiegend wieder Festland; ältere Kreideschichten werden teilweise abgetragen
🌡 Klima: zunächst sehr warm, langfristig deutliche Abkühlung
🌿🐾 Leben: Säugetiere und Vögel diversifizieren sich; Blütenpflanzen dominieren viele Lebensräume; Grasländer breiten sich später aus
🔎 Unser Beleg: lokale Überlieferung lückenhafter als in der Kreide; keine pauschale Sendenhorster Großtierliste

Nach dem Ende der Kreide besetzen Säugetiere viele frei gewordene ökologische Räume. Im Laufe des Känozoikums entstehen große Pflanzenfresser und Räuber in immer neuen Formen. Elefantenverwandte, Nashornverwandte, Pferdeartige, Hirsche und zahlreiche Raubtiere prägen verschiedene Phasen Europas.

Im Süden kollidieren Afrika beziehungsweise die adriatische Platte mit Eurasien. Die Alpen entstehen. Das globale Klima kühlt langfristig ab. Wälder verändern sich; Graslandschaften werden wichtiger. Unser Stück Erde nähert sich immer mehr seiner heutigen Position.


 

Seit 2,6 Millionen Jahren: Eiszeiten in Westfalen

Quartär · jetzt wird die Landschaft wieder vertrauter
📍 Position: nahe der heutigen Lage um 52° N
🌍 Welt: Kontinente fast in heutiger Position
🌊 Land oder Meer: zeitweise Inlandeis im Münsterland; später Tundra und Kältesteppe
🌡 Klima: starker Wechsel zwischen Kalt- und Warmzeiten
🌿🐾 Leben: Mammut, Wollnashorn, Rentier, Wildpferd, Wisent; große Raubtiere; Tundra-/Steppenvegetation
🔎 Unser Beleg: Saale-Inlandeis im Münsterland; Mammutfunde in unmittelbarer westfälischer Nachbarschaft

Während der Saale-Kaltzeit erreicht skandinavisches Inlandeis das Münsterland. Gletscher bringen Geschiebe, Sand, Kies und Findlinge aus dem Norden. Während der letzten Kaltzeit liegt das geschlossene Inlandeis weiter nördlich, doch Westfalen besitzt eine offene, kalte Landschaft.

Jetzt erscheinen die großen Tiere, die wir sofort mit Eiszeit verbinden: Wollhaarmammuts, Wollnashörner, Rentiere, Wildpferde und Wisente. Dazu kommen große Räuber wie Höhlenlöwen und Hyänen in der weiteren europäischen Eiszeitwelt.

Besonders nah kommt uns diese Welt mit dem Ahlener Mammut: Eiszeit ist damit nicht Sibirien, sondern unmittelbare westfälische Nachbarschaft.


 

Seit rund 11.700 Jahren: Holozän – und ganz am Ende Sendenhorst

Unsere Warmzeit · Wälder, Menschen, Landwirtschaft und Geschichte

Mit dem Ende der letzten Kaltzeit beginnt das Holozän. Wälder breiten sich aus. Menschen verändern die Landschaft immer stärker; Landwirtschaft, Viehhaltung, Siedlungen, Wege und schließlich Städte entstehen.

Unser Krustenstück liegt nun bei ungefähr 51,8° nördlicher Breite. Aus einer Milliarde Jahre Kontinentaldrift, Meeren, Gebirgsbildungen, Abtragung und neuen Ablagerungen ist der Untergrund unserer heutigen Heimat geworden.

Meer. Äquator. Kohlewald. Hochgebirge. Pangäa. Großes Sterben.
Dinosaurierwelt. Kreidemeer. Eis.
Und ganz am Ende: ★ Sendenhorst.


 

Die ganze Reise auf einen Blick

Unser Fleck Erde durch eine Milliarde Jahre
RODINIA – Superkontinent
        │
        ▼ Zerfall
LAURENTIA     BALTICA     GONDWANA
                               │
                           AVALONIA ★
                               │ löst sich ab
                               ↑ Reise nach Norden
                               │
                    ☠ Ordovizium-Krise
                               │
              Laurentia + Baltica + Avalonia
                               │
                               ▼
                           LAURUSSIA
                               │
                        🌊 DEVONMEER
                        Münsterland im Meer
                               │
                         ☠ Devonkrisen
                               │
                               ▼
                            KARBON
                         Äquatornähe
                   🌿 Kohlewälder · Arthropleura
                               │
                  Gondwana nähert sich
                               │
                        💥 KOLLISION
                               │
                       ⛰ VARISZIDEN ⛰
                               │
                               ▼
                         🌍 PANGÄA
                               │
                        Münsterland hebt sich
                               │
                  🌋 SIBIRISCHER TRAPP
                               │
                  ☠☠ DAS GROSSE STERBEN
                               │
                               ▼
                            TRIAS
                     erste Dinosaurier
                 🦎 Rhaeticosaurus in Westfalen
                               │
                    ☠ Trias/Jura-Krise
                               │
                        PANGÄA REISST
                               │
                    🌊 ATLANTIK ENTSTEHT
                               │
                               ▼
                             JURA
                  🦎 Westphaliasaurus in Westfalen
                               │
                               ▼
                            KREIDE
                               │
                   Münsterland sinkt ab
                               │
                  🌊 MÜNSTERLÄNDER KREIDEMEER
                               │
                               ★
                    SENDENHORST UNTER WASSER
                               │
           🐟 Sendenhorstia granulata
           🦐 Nymphaeops sendenhorstensis
           🦈 Haie · Fische · Ammoniten · Krebse
           🦎 Mosasaurier in der größeren Meereswelt
                               │
                         ☄ CHICXULUB
                               │
                    ☠ MASSENAUSSTERBEN
                               │
                               ▼
                     🐘 SÄUGETIERWELT
                               │
                         ❄ EISZEITEN
                               │
                         👤 MENSCH
                               │
                               ▼
                     ★ SENDENHORST HEUTE

Die fünf großen Massenaussterben

Zeit Krise Hauptbild
ca. 444 Mio. Ordovizium/Silur Abkühlung, Vereisung, Meeresspiegel fällt
ca. 374–359 Mio. Spätes Devon mehrere Krisen, Sauerstoffmangel, Riffsterben
252 Mio. Perm/Trias Sibirischer Trapp, extreme Erwärmung, größtes Sterben
201 Mio. Trias/Jura Vulkanismus beim Aufreißen Pangäas, Klima- und Ozeankrise
66 Mio. Kreide/Paläogen Chicxulub; Nichtvogeldinosaurier, Mosasaurier, Ammoniten u.a. verschwinden

Bildnachweise: Die Bildnachweise und Lizenzen stehen unmittelbar unter den jeweiligen Abbildungen. Externe Bilder werden nicht als eigene Funde ausgegeben; Rekonstruktionen dienen der Veranschaulichung der jeweiligen Erdzeit. Das Sendenhorster Fossilbild stammt aus dem eigenen Fischbericht des Heimatvereins.

Quellen und Vertiefungen

Geologie des Münsterlandes, westfälische Fossilien und lokale Sendenhorster Funde

Die Darstellung trennt bewusst zwischen globaler Erdgeschichte, europäischer beziehungsweise deutscher Entwicklung, westfälischen Funden und tatsächlich für das Münsterland oder Sendenhorst belegten Verhältnissen. Paläobreiten sind gerundete Rekonstruktionsgrößen und keine metergenauen Ortsangaben.

Kontakt

Heimatverein Sendenhorst e.V.
Weststraße 3

48324 Sendenhorst

Rufen Sie einfach an unter

+49 170.7372307
Kontaktformular.

Wetter

 

Antrag auf Mitgliedschaft im Heimatverein Sendenhorst e.V. für nur 1,- EUR / Monat

Sendenhorst im Oktober
Ernte, Märkte, Kirmes und alte Herbsttraditionen
🌾 Harkemai
+
⛪ Erntedank
+
🚜 Trecker-Geschicklichkeits-
fahrten
+
🐄 Herbstmarkt 1818
+
🎡 Herbstkirmes & Pfarrkirmes
+
🚶 Schnadegang
+
🐎 Herbstritt
+
🔥 Herdfeuerabend & Abend am Kamin
+
👥 Jahrgangstreffen
+
🕯️ Allerheiligen – Übergang zum November
+
Münsterland & Westfalen im Oktober
Weitere überlieferte Herbstbräuche aus unserer Region
🌾 Stoppelhahn
+
🌾 Erntekranz & Erntehahn
+
🥔 Kartoffelfeuer
+
🎃 Rübenlaternen & Rübengeister
+
🍎 Heischegänge
+
🐄 Vieh- & Krammärkte
+
🎡 Herbstkirmessen
+
🐖 Beginn der Schlachtzeit
+
🎃 Halloween – 31. Oktober
+
🕯️ Allerheiligen – 1. November
+
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